Beiträge von Schwammer-Dieter

    Und deshalb an dieser Stelle einmal ein großes DANKE SCHÖN an die Forenbetreiber, die uns Pilzfreunde so viel Freude an dem Austausch unter Gleichgesinnten täglich ermöglichen. ==Pilz25==Pilz25==Pilz25

    Das ist etwas, dass mein Leben tag täglich tatsächlich immer ein bisschen schöner macht.

    ==Pilz22==Pilz22==Pilz22==Pilz22==Pilz22==Pilz22==Pilz22==Pilz22==Pilz22

    Beste Gürße

    Dietzer

    Hallo Grüni,

    also ich kenn mich da auch nicht so genau aus. Wenn etwas nicht funktioniert, schaue ich mir einfach das Script an, welches der Button aufrufen soll. Bei mir war es dieser Toggle - der eben nicht mehr bei meinem uralt-Rechner funktionierte. Wann das umgestellt wurde weiß ich nicht. Ist aber schon ein paar Tage her.

    Ipad: also ich kenne mich mit Ipad leider gar nicht aus. Habe schnell mal das Tablet von meiner Frau genommen ---> lustig: da funktioniert es auch nicht :-))) weiß aber nicht woran es liegt und jetzt fahr ich zu Matthias und dan geh'n wir schwammern.

    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Grüni,

    Das liegt wohl an eine Javascript class - der "dropdownToggle" --> war bei mir auch --> musst mal schauen ob du eine aktuelle Java-Version installiert hast.

    Schade dass das von WoltLab umgestellt wurde. Seit dieser Umstellung sind nun mehrere Fehler im Forum vorhanden, z.B. wird das (veraltete) font-attribut nicht mehr erkannt.

    Ja, es ist veraltet - das ist schon klar, aber das problem ist dass wenn man einen alten Beitrag bearbeitet, der eben noch ein font-Attribut beinhaltet, wird er durch die Bearbeitung total zerschossen... können übrigens die Forenbetreiber nichts dafür - das kommt automatisch als update.

    Beste grüße

    Dieter

    Hallo Pilzfreunde,
    wie versprochen hier nun das Ergebnis zu der Entoloma:

    Fundnummer: 2016-08-13-1153

    Bei dieser äußerst interessanten Entoloma entstand das Problem, dass die Nomenklatur der in Frage kommenden Arten schwer nachvollziehbar ist. Die entscheidenden Hinweise fand ich dann jedoch in der Österreichischen Zeitung für Pilzkunde 17 (2008) im Artikel "Entoloma in North America 2: the species described by C. H. PECK - type studies and comments" von Machiel Noorderloos. Dor ab Seite 97 - Kapitel "cyaneus". Die genaue Geschichte kann dort nachgelesen werden - was ich hier abkürze und von Folgendem ausgehen muss:

    Entoloma tjallingiorum - Noorderl. ist die gleiche Art wie:
    Agaricus cyaneus - Peck (non Agaricus cyaneus Bull)
    Entoloma cyaneum - [Peck—>] Sacc
    Agaricus dichrous (var. dichrous!) - Pers.
    Rhodophyllus dichrous
    Entoloma dichroum
    --> das ist bereits gut bekannt. Der entscheidende Hinweis aber ist, dass Murrill den Namen "Entoloma violaceum" einführte um das cyaneum/cyaneus-Probelm "zu lösen".
    Das bedeutet also dass Entoloma violaceum = Entoloma tjallingiorum.
    Somit war die zunächst mit in die nähere Auswahl kommende Art "Entoloma violaceum" vom Tisch, denn deren Cheilozystiden haben eine andere Form als unser Fund.

    Die Annahme von Kuo, dass Entoloma jubatum eventuell gleich Entoloma violaceum sei, ist falsch, zum einen aus der obigen Erkenntnis, zum anderen deshalb weil das entscheidente Trennungs-Merkmal von Entoloma jubatum die (grau)braunen Lamellen sind. Entoloma jubatum scheidet genau deshalb auch für unseren Fund aus.

    Entoloma velatum unterscheidet sich von Entoloma tjallingiorum hauptsächlich in der Pigmentierung der Huthaut-Hyphen, weshalb auch diese Art für unseren Fund ausscheidet.

    Bleibt noch Entoloma porphyrophaeum übrig.
    Und hier stimmt alles, der Standort, Fruchtkörpergröße, Huthaut, auch die Rotbraune Farbe mit Purpur-Ton und vor allem die Mikromerkmale. Zu beachten ist der Hinweis z.B. von Ludwig, dass die Sporenmaße stark schwanken können (siehe Pilzkompendium Band II Seite 468).

    Mikroskopische Daten:

    Basidien:
    4-sporig, selten 2-sporig

    Sporen:

    heterodiametrisch, 6- bis vieleckig
    Präparat: aus Lamellenstück (Exsikkat) ausgewaschen; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 60
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: nicht normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: nicht normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,6 × 0,4 µm; von Q: 0,1
    Median: von L × B: 8,9 × 6,1 µm; von Q: 1,5
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 9,1 × 6,2 µm; von Q: 1,5
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (8) 8,5 - 10,1 (10,5) × (5,4) 5,7 - 6,7 (7,6) µm; für Q: (1,3) 1,4 - 1,6 (1,8)
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (8) 8,4 - 10,3 (10,5) × (5,4) 5,7 - 6,8 (7,6) µm; für Q: (1,3) 1,4 - 1,7 (1,8)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht normalverteilt

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    Cheilozystiden:
    vielgestaltig, Spindelförmig oder auch mit Hals, Bauchteil stets verdickt, Hals oft mehrfach eingeschnürt, oft mit kopfigem Ende, auch basal 1-2 fach septiert, ca. 30 - 55 x 10 - 20 µm

    Die Cheilozystiden waren schwer zu finden und schwer zu fotografieren - hier das Ergebnis:
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    HDS:
    Bestehend aus flach liegenden, zylindrischen Hyphen, manchmal mit leicht verdickten Enden, Pigment intrazellulär, Breite ca. (4,4) 5,2 - 10,1 (11,3) µm

    mush-15233.jpg


    Mit diesen Daten ist der Pilz quasi eindeutig der Porphyrbraune Rötling (Entoloma porphyrophaeum):

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    Beste Grüße
    Dieter

    19.07.2017: Kleine Pilze, große Pilze, Becherlinge und Speisepilze - Teil 3

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 3 des Berichtes vom 19.07.201
    7.

    Teil 1 findet Ihr hier
    Teil 2 findet Ihr hier

    Fundnummer: 2017-08-19-1214
    Ästchen-Zwergschwindling (Marasmiellus ramealis)
    :
    mush-15332.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-1218
    Ein Erst-Fotofund - große Freude bei mir:
    Ledergelber Öhrling (Otidea alutacea)
    :
    mush-15333.jpg


    mush-15334.jpg


    mush-15335.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-1241

    Ein Champignon...

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, im Nadelwald
    Fundzeit: 19.08.2017
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    noch geschlossen: eiförmig
    Huthaut: cremeweiß, deutlich gilbend, beim Ankratzen sofort zitronengelb werdend, auch braune Fasen und braune Flecken
    Hutfleisch: Dicke an dickster Stelle (Zentral) 7 mm zum Rand hin auf null auslaufend

    Hygrophanität:
    nicht untersucht
    Hutrand:
    nicht untersucht
    Lamellen: jung: hellgrau, sehr eng stehend
    Lamellenschneiden:
    nicht untersucht
    Lamellen-Stielübergang:
    nicht untersucht

    Stiel: cremeweiß mit rosa schimmer, oben feinst runzelig, nach unten schuppig werdend, gilbend, hohl
    Ring: nach oben abziehbar
    Stielbasis:
    deutlich gilbend, Mörserstößel-förmig, keine Rhizoiden an der Basis, beim Ankratzen zitronengelb werdend
    Fleisch: weiß, im Schnitt langsam sehr leicht gilbend, nicht rötend
    Größe: Hutdurchmesser ca. 5 cm; Stiellänge ca. 13 cm, Stieldurchmesser ca. 12 mm
    Sporenpulverfarbe:
    nicht untersucht
    Geruch:
    nach Anis, im Schnitt stark nach Anis

    Geschmack:
    nicht untersucht

    Makrochemische Reaktionen:
    KOM im Fleisch: nach 30 Sek. gelb

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    ellipsoid bis ovoid
    Präparat: aus Lamellenstück (Exsikkat) ausgewaschen; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 34
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: nicht normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,5 × 0,3 µm; von Q: 0,11
    Median: von L × B: 7,3 × 5 µm; von Q: 1,47
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 7,4 × 5 µm; von Q: 1,49
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (6,7) 6,9 - 8,2 (8,3) × (4,5) 4,6 - 5,3 (5,5) µm; für Q: (1,26) 1,37 - 1,65 (1,72)
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (6,7) 6,8 - 8,2 (8,3) × (4,5) 4,5 - 5,4 (5,5) µm; für Q: (1,26) 1,36 - 1,67 (1,72)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht normalverteilt

    mush-15336.jpg


    Die Sporen passen zu Agaricus arvensis aber auch zu Agaricus essettei
    Wegen der doch recht markanten Knolle dürfe es sich jedoch um den Schiefknolligen Anis-Champignon (Agaricus essettei) handeln:
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    mush-15338.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-1248
    Flattrige Koralle (Phaeoclavulina flaccida)
    :
    mush-15339.jpg


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    Fundnummer: 2017-08-19-1306

    Auch Ritterlinge gab es...

    Morphologische Daten:


    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, im Mischwald bei Buche und Fichte
    Fundzeit: 19.08.2017
    Wuchsform: büschelig
    Hutform:
    konvex
    Huthaut: rotbraun, Zentrum dunkler, sehr schleimig
    Hygrophanität: nicht hygrophan
    Hutrand: fein eingerollt
    Lamellen: cremefarben, etwas braunfleckig, viele Zwischenlamellen
    Lamellenschneiden:
    ohne Besonderheiten

    Lamellen-Stielübergang:
    frei

    Stiel: rotbraun striemig auf ocker Grund, zylindrisch, hohl
    Stielbasis: weiß bereift, spitz zulaufend
    Fleisch:
    gelblich-beige, rotbräunend im Schnitt
    Größe: Hutdurchmesser ca. 4 cm; Stiellänge ca. 7,5 cm, Stieldurchmesser ca. 11 mm
    Sporenpulverfarbe: es kam nichts heraus
    Geruch:
    Am Fundort: neutral, zu Hause im Schnitt fruchtig
    Geschmack: bitter

    Das ist der Brandige Ritterling (Tricholoma ustale):
    mush-15342.jpg


    mush-15343.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-1327

    Natürlich dürfen die Cortinarien nicht fehlen... und hier gleich 2 schwer bestimmbare...

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, im Mischwald bei Buche und Fichte
    Fundzeit: 19.08.2017
    Wuchsform: gesellig
    Hutform:
    konvex mit Buckel
    Huthaut: braun, radialfaserig, glänzend
    Hygrophanität: ja, radialstreifig
    Hutrand: mit creme-weißer Cortina
    Haarschleier:
    weiß
    Lamellen: braun, mit Zwischenlamellen, entfernt stehend
    Lamellenschneiden:
    weiß

    Lamellen-Stielübergang:
    gerade bis ausgebuchtet angewachsen
    Fleisch: braun mit weißlichen Fasern durchzogen
    Stiel: braun, weiß-striemig, keulig, voll, etwas weicher aufgefüllt
    Stielbasis: spitz zulaufend
    Größe:
    Hutdurchmesser ca. 4 cm; Stiellänge ca. 5-7 cm, Stieldurchmesser oben ca. 10 mm unten ca. 2 cm
    Sporenpulverfarbe: dunkelbraun
    Geruch:
    Am Fundort: erdig, zuhause: erdig und etwas nach Rettich
    Geschmack:
    erdig und leicht nach Rettich
    Exsikkat-Farben: komplett dunkelbraun bis schwarzbraun

    Makrochemische Reaktionen:
    KOH auf Huthaut, Stielrinde, im Fleisch:
    sofort schwarz

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    ellipsoid, schwach warzig, honigbraun, eher dünnwandig

    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 83
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,3 × 0,2 µm; von Q: 0,06
    Median: von L × B: 8 × 5,7 µm; von Q: 1,39
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 8 × 5,8 µm; von Q: 1,39
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für L × B: (7,4) 7,6 - 8,4 (9,1) × (5,3) 5,5 - 6 (6,3) µm; für Q: (1,27) 1,32 - 1,47 (1,54)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 90%-Konfidenzintervall: für L × B: (7,4) 7,4 - 8,6 (9,1) × (5,3) 5,4 - 6,1 (6,3) µm; für Q: (1,27) 1,29 - 1,49 (1,54)

    mush-15344.jpg


    Schlüsselweg nach FN:
    blau: unsichere Schlüsselpunkte

    S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen.
    Telamonia p. 826 > 1 > 21 > 46 > 56 > 57 > 58 > 67 > 68 > 69 > 70 > 71 > 72 > Key E, sect. Brunnei etc. p. 841 > 1 > 2 > 10 > 11 > 12 > 13 > 15 > Cortinarius brunneus (und Umfeld)

    S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen.
    Telamonia p. 826 > 1 > 21 > 46 > 56 > 57 > 58 > 67 > 68 > 69 > 70 > 71 > 72 > Key E, sect. Brunnei etc. p. 841 > 1 > 2 > 10 > 11 > 12 > 13 > 14 > Cortinarius caesiobrunneus (und Umfeld)

    S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 21 > 46 > 56 > 57 > 58 > 67 > 68 > 69 > 70 > 71 > 73 > 74 > 75 > Key J, sect. Bicolores p. 862 > 1 > 3 > 5 > Sackgasse

    S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 21 > 46 > 56 > 57 > 58 > 59 > Key F, sect.
    Bovini etc. p. 847 > 1 > 5 > 6 > 7 > 9 > 10 > Sackgasse

    S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen.
    Telamonia p. 826 > 1 > 21 > 46 > 56 > 57 > 58 > 59 > Key F, sect. Bovini etc. p. 847 > 1 > 5 > 18 > 21 > 22 > Sackgasse

    S.763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > Subgen.
    Telamonia p. 826 > 1 > 21 > 22 > Cortinarius camphoratus Key G2 --> passt nicht

    Wir befinden uns also in der schwierigen Section Brunnei, die vermutlich am Besten in folgender Publikation am besten untersucht wurde:
    „Cortinarius sect. Brunnei (Basidiomycota, Agaricales) in North Europe“ (Mycol Res.
    2009 Feb;113(Pt 2):182-206. doi: 10.1016/j.mycres.2008.10.006. Epub 2008 Nov 5.)

    Es sind folgende Alternativen zu prüfen:

    Cortinarius caesiobrunneus (FN S. 844)
    Stiel 4-8 mm breit passt nicht
    Sporenmaß nicht gut passend
    Stiel 6-10 cm lang passt nicht
    Stiel grauweiß/hellbraun passt nicht
    Geruch neutral passt nicht

    Cortinarius clarobrunneus
    (FN S. 844):
    Pinus passt nicht
    Hut hell-graubraun passt nicht
    Lamellen mittel-entfernt passt nicht
    Stiel 6-13 cm passt nicht
    Stiel grauweiß passt nicht
    Geruch neutral passt nicht

    Cortinarius glandicolor (FN S. 845)
    Pinus passt nicht, kann aber auch mit Picea – also OK
    Sporenmaß nicht gut passend
    Lamellen mittel-entfernt passt nicht
    Stiel 4-11 mm breit passt nicht
    Stiel 6-14 cm lang passt nicht

    Cortinarius carabus (FN S. 846)
    Größe passt nicht

    Cortinarius grosmorneënsis
    Sporenmaße (vor allem Q) nicht passend

    Cortinarius brunneus
    (FN S. 845)
    Lamellen mittel-entfernt passt nicht --> andere Quellen aber entfernt, somit OK
    Sporenmaß nicht besonders gut passend, aber Q OK
    Stiel 6-13 cm lang passt nicht --> andere Quellen zeigen aber auch kürzere Stiele, somit OK
    Geruch neutral passt nicht (andere Quellen sagen aber „erdig“ --> passt)


    Es dürfte sich somit um den Dunkelbraunen Gürtelfuß (Cortinarius brunneus) handeln:
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    Fundnummer: 2017-08-19-1350

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Fichte (ausschließlich)
    Fundzeit: 19.08.2017
    Wuchsform: gesellig
    Hutform:
    konvex
    Huthaut: jung: weißlich befasert mit violett-Ton, alt: braun, silbrig überfasert, auch wenn feucht nicht klebrig
    Hygrophanität: nicht untersucht
    Hutrand: eingerollt
    Haarschleier:
    gelblich-weiß
    Lamellen: jung: mit violett-stich, alt: hellbraun, mit Zwischenlamellen, mittel weit entfernt stehend
    Lamellenschneiden:
    weißlich

    Lamellen-Stielübergang:
    tief ausgebuchtet angewachsen
    Fleisch: weißlich, oben violett, nach unten bräunlich werdend
    Stiel: jung: orange-braun genattert, alt: silbrig (mit braunen Flecken) überfasert, oben violett, nach unten weiß werdend, hohl
    Stielbasis: verdickt und spitz zulaufend
    Größe:
    Hutdurchmesser ca. 3,5 cm; Stiellänge ca. 7 cm, Stieldurchmesser oben ca. 8 mm unten (Verdickung) ca. 1,3 cm
    Sporenpulverfarbe: es kam nichts heraus
    Geruch:
    Am Fundort: stark undefinierbar "stechend" evtl. Bittermandel, zuhause: altes Exemplar: muffig (überall), junges Exemplar: fruchtig in den Lamellen
    Geschmack: muffig

    Makrochemische Reaktionen:

    KOH 40% auf Huthaut: bräunend
    KOH 40% auf Stielrinde, im Fleisch, auf Basalfilz:
    keine Reaktion

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    breit-ellipsoid, mittelmäßig warzig, orangbraun, eher dünnwandig
    Sporenmaße: 7-9 x 6-7µm,
    Q = (1,2) 1,23 - 1,3 - 1,4 (1,5)

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    Basidien:
    4-sporig

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    Hier gibt es 4 Alternativen:

    Schlüsselung nach FN (ab Key C):

    rot
    : unsichere Schlüsselpunkte und Ergebnisse

    Key C > 1 > 3 > 4 (75% sicher) > 5 > 6 > 7 > 8 > Cortinarius anomalus
    "hauptsächlich mit Laubbäumen" passt nicht so gut aber kein Ausschlussgrund da auch in Nadelwäldern laut FN
    Lamellen gedrängt passt nicht so gut
    Sonst einwandfrei passend

    Key C > 1 > 3 > 4 (75% sicher) > 5 > 6 > 7 > 8 > Cortinarius lepidopus
    "Kleiner Fruchtkörper" - Stiel nur 4-8 mm breit passt nicht
    "Normalerweise mit Birke und evtl. mit anderen Laubbäumen" passt nicht
    Lamellen gedrängt passt nicht so gut
    Sporen stark warzig passt nicht
    --> ausgeschlossen

    Key C > 1 > 3 > Cortinarius violaceocinereus
    Mittleres Q von 1,3 - 1,6 ist an der unteren Grenze --> unser Fund: Q = (1.2) 1.23 - 1,3 - 1.4 (1.5)
    Sporen 1 µm größer

    Hierzu muss auch Cortinarius franchii (nicht in FN) geprüft werden:
    Mittleres Q vom 1,53 abweichend --> unser fund: Q = (1.2) 1.23 - 1,3 - 1.4 (1.5)
    Sporen 1 µm zu kurz und 1,5 µm zu breit
    „Schleier grau-violett bis weiß“ passt nicht
    Kalkboden passt nicht (haben wir kaum)

    --> ausgeschlossen

    Es dürfte sich hier um den
    Braunvioletten Dickfuß (Cortinarius anomalus) handeln:
    mush-15348.jpg


    mush-15349.jpg


    mush-15350.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-1404
    Ebenso für mich sehr erfreulich, zum Abschluss ein Zweitfund in super Zustand:
    Moor-Nabelrötling (Entoloma rhodocylix)
    :
    mush-15354.jpg


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    mush-15356.jpg


    Natürlich zeigen wir Euch wieder die
    Speisepilz-Ausbeute:
    mush-15357.jpg

    Lecker war's!

    Das war's für heute....
    Wie immer freuen wir uns auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße
    Dieter & Matthias

    19.07.2017: Kleine Pilze, große Pilze, Becherlinge und Speisepilze - Teil 2

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 2 des Berichtes vom 19.07.201
    7.

    Teil 1 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier

    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2017-08-19-1005
    Immer wieder toll - der Filzige Nabeling (Arrhenia griseopallida):
    mush-15301.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-1018
    Hiervon habe ich mir schon einmal ein Butterbrot mit nur diesen Pilz (schön angebraten) gemacht - unvergesslich lecker!
    Echter Knoblauchschwindling (Mycetinis scorodonius)
    :
    mush-15302.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-1023
    Ebenso ein alter Bekannter:
    Graubrauner Samtschneckling (Camarophyllopsis schulzeri)
    :
    mush-15303.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-1027
    Extrem selten ist der Schwärzende Wiesenritterling (Porpoloma metapodium):
    mush-15304.jpg


    mush-15305.jpg


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    Fundnummer: 2017-08-19-1038
    Saftlinge gab es auch:
    Safrangelber Saftling (Hygrocybe acutoconica)
    :
    mush-15307.jpg


    mush-15308.jpg


    mush-15309.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-1047
    Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica)
    :
    mush-15310.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-1052
    Dunkelbraune Wiesenkeule (Clavaria atroumbrina)
    :
    mush-15311.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-1056
    Hätte auch mal was Besonderes sein können, aber dann kam doch nur die bei uns häufigste Art der Gattung raus.
    Nadel-Scheinhelmling (Hemimycena gracilis):
    mush-15312.jpg


    mush-15313.jpg


    mush-15314.jpg


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    Fundnummer: 2017-08-19-1107
    Eine der makroskopisch nicht sicher erkennbaren Arten grauer Mycenas auf Wiesen. Ein Hinweis können die recht entfernten Lamellen und die oft sehr stark filzige Stielbasis sein, aber sicher erkennbar ist sie nur mikroskopisch anhand der in der Mitte warzigen Cheilozystiden.
    Breitblättriger Helmling (Mycena latifolia):
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    Fundnummer: 2017-08-19-1136
    Mausgrauer Scheidling (Volvariella murinella)
    :
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    Fundnummer: 2017-08-19-1152
    Für mich ein ganz toller Erstfund - schaut Euch mal diese grünlich-gelbe Farbe der Fruchtkörper oben rechts an...
    Gelbfleischiger Becherling (Peziza michelii)
    :
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    Fundnummer: 2017-08-19-1211
    Weitere Becherlinge:
    Gemeiner Orangebecherling (Aleuria aurantia)
    :
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    Weiter zum Teil 3

    19.07.2017: Kleine Pilze, große Pilze, Becherlinge und Speisepilze - Teil 1

    Liebe Pilz-Freunde,
    ich und Matthias machten Heute ein tour mit Magerrasen, Nadelwald, Laubwald und Wegränder.
    Eine richtig gemischte Tour und gemischte Pilz-Funde. Auch Speispilze konnten wir kräftig sammeln und die ein oder andere Rarität war auch wieder dabei.
    Viel Spaß beim zuschauen.

    Um alle Bilder zu sehen, ohne sie einzeln anklicken zu müssen könnt Ihr wie folgt vorgehen: Hier im Forum einloggen, ein Bild anklicken und den Haken in der Checkbox "Diese Einstellung merken" und "Speichern" klicken.

    Wegen der Menge müssen wir diesen Bericht diesmal auf 3 Teile aufteilen.
    Teil 2 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier

    Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
    Wie immer: Meine Texte sind schwarz, Matthias' Texte sind grün. ;-)
    Meine Bilder sind mit einem schwarzen
    , Matthias' Bilder sind mit einem grünengekennzeichnet.

    Fundnummer: 2017-08-19-0900
    Diesen habe ich Euch ja schon einmal ausführlicher vorgestellt:
    Lilagrauer Nabelrötling (Entoloma incarnatofuscescens)
    :
    mush-15270.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-0929

    Tja, wieder einmal das clypeatum/saepium-Problem...

    Morphologische Daten:


    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, auf Magerrasen bei (ausschließlich) Kastanie
    Fundzeit: 19.08.2017
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    ausgeflacht mit Buckel, wellig verbogen
    Huthaut: elfenbeinfarben, Zentrum etwas gelblich, radialfaserig, klebrig, speckig glänzend, komplett abziehbar
    Hygrophanität: nicht untersucht
    Hutrand: schartig
    Lamellen: rosalich, mit Zwischenlamellen, bauchig bis 10 mm breit, am Grund nicht queradrig
    Lamellenschneiden:
    stark wellg-schartig

    Lamellen-Stielübergang:
    angeheftet

    Stiel: weiß, glatt, zylindrisch, Konsistenz nicht prüfbar da madig
    Stielbasis: rund
    Fleisch:
    weiß
    Größe: Hutdurchmesser ca. 6 cm; Stiellänge ca. 4 cm, Stieldurchmesser ca. 13 mm
    Sporenpulverfarbe: rosa
    Geruch:
    Am Fundort: im Schnitt leicht mehlig, sonst fast neutral
    Geschmack: stark mehlig

    Makrochemische Reaktionen:

    Guajak an Stielbasis: nach 10 Sek. deutlich blau
    Guajak an Stielspitze: langsam und kaum grünlich-blau
    Guajak im Fleisch: keine Reaktion
    Anilin: keine Reaktion

    Wir sehen: Die Guajak-Reaktion ist bei diesem Pilz an den unterschiedlichen Stellen total verschieden(!).
    Die Anilin-negativ-Reaktion lässt aber nur Entoloma clypeatum zu.
    Somit der Schild-Rötling (Entoloma clypeatum):
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    Fundnummer: 2017-08-19-0933
    Wieder einmal - der Knoblauchsaftling (Hygrocybe helobia):
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    Fundnummer: 2017-08-19-0940
    Die Wurmförmige Keule (Clavaria fragilis):
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    Fundnummer: 2017-08-19-0943
    Auch schon mehrfach von uns gezeigt:
    Grauer Saftling (Gliophorus irrigatus)
    :
    mush-15278.jpg


    Fundnummer: 2017-08-19-0950
    Obwohl diese winzige und interessant aussehende Keule reif aussah war sie leider unreif und unbestimmar:
    Keule (Clavaria spec.)
    :
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    Fundnummer: 2017-08-19-0955
    Auch von uns schon vorgestellt, hier aber nochmals mit Mikro-Bildern:
    Feld-Fleischfruchtflechte (Sarcosagium campestre)
    :
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    Übersicht mit Algen + Hymenium, etc.:
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    Asci:
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    Asci + Paraphysen:

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    Paraphysen:
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    Paraphysen + Sporen:
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    Sporen:
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    Weiter zum Teil 2

    Liebe Pilz-Freunde,
    hier eine kleine Zusammenfassung von 2 kurzen Touren.... Viel Spaß!

    06.08.2017: Kurz-Tour mit 3 Arten

    Liebe Pilz-Freunde,
    heute hatte ich wieder mal wenig Zeit und machte nur eine kurze Tour. 3 Arten fotografierte ich. Gerne Zeige ich Euch diese.

    Fundnummer: 2017-08-06-1658

    Ein Rasling der gar nicht so einfach zu bestimmen ist...

    Morphologische Daten:
    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, am Wegrand bei Fichte, Kiefer und einer kleinen Eiche auf sandigen Boden
    Fundzeit: 06.08.2017
    Wuchsform: gesellig
    Hutform:
    konvex, wellig verbogen
    Huthaut: samtig, aber etwas speckig glänzend, nicht klebrig, ungleichmäßig sepia-braun, auch hellere Flecken in ocker bis graulich, jung sehr hellbraun, fast komplett abziehbar - darunter recht dunkelgrau
    Hygrophanität: nicht hygrophan
    Hutrand: fein eingerollt
    Lamellen:
    weiß, wellig verbogen, sehr eng stehend, Lamellen gilben nur minimal - dann nach längerer Wartezeit wieder keine gelben Stellen mehr zu sehen
    Lamellenschneiden: ohne Besonderheiten
    Lamellen-Stielübergang:
    fein ausgebuchtet angewachsen
    Stiel:
    hellgrau, Spitze weiß bereift, zylindrisch, fest
    Stielbasis:
    etwas zugespitzt
    Fleisch: weiß, fest, nicht brüchig, im Stiel gummiartig biegsam, Fleisch gilbt nur minimal - dann nach längerer Wartezeit wieder keine gelben Stellen mehr zu sehen
    Größe: Hutdurchmesser ca. 5,5 cm, Stiellänge ca. 3,5 cm, Stieldurchmesser ca. 12 mm
    Sporenpulverfarbe:
    nicht getestet
    Geruch: vor Ort: stark mehlig, zu hause: im Schnitt nicht mehlig sondern fruchtig
    Geschmack: mild


    Bestimmt man nach Ludwig, ist es am ehesten Lyophyllum decastes var. decastes. Hier weicht jedoch der stark mehlige Geruch vor Ort ab (welcher aber ja zuhause verschwunden war).
    In jedem Fall bewegen wir uns in dem noch nicht sauber geklärtem Artenkomplex vom
    Büscheligen Rasling (Lyophyllum decastes):
    mush-15240.jpg

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    Der Lamellen-Stielübergang ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal:
    mush-15243.jpg

    Fundnummer: 2017-08-06-1743
    Dieser Pilz ist recht sicher morphologisch zu bestimmen
    Milder Wachs-Täubling (Russula puellaris)
    :
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    Fundnummer: 2017-08-06-1830
    Ein riesiger Rötlicher Holzritterling (Tricholomopsis rutilans) von 17 cm Durchmesser:
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    13.08.2017: Speisepilz-Runde und
    4 fotogene Arten

    Liebe Pilz-Freunde,
    heute hatte ich Lust auf frische Pilze für die Pfanne also machte ich mich auf zu einem Speisepilzgebiet.
    Natürlich fand ich viel Leckereien, aber auch 4 interessante Arten für das Objektiv.
    Schaut es Euch an...

    Fundnummer: 2017-08-13-1057

    Lorcheln sind bei uns (bis auf einige Ausnahmen) Seltenheiten. Deshalb freute ich mich bei diesem Fund.

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, am grasigen Wegrad im Wald bei Fichte und Kiefer, Laubbäume eingestreut
    Fundzeit: 13.08.2017

    Wuchsform: gesellig
    Hutform:
    sattelförmig, 2-lappig, ein Hut war verwunden - konvex
    Huthaut - außen (Fruchtschicht): hellgrau bis leicht graubraun, matt
    Hutrand: kantig, nicht eingerollt, nicht zottig
    Hutmitte: mit Loch, dieses in den Stiel übergehend
    Huthaut - innen:
    weiß, matt, wie mir Puderzucker bestreut, Hut ist nicht mit Stiel verwachsen
    Stiel: weiß, matt, hohl, rund aber grubige Eindellungen, gummiartig elastisch, beim Trocknen deutlich bräunend
    Stielbasis:
    grau-braun, ganz unten blass gelblich, unter der Lupe minimal behaart und zwar weiße Haare auf gelblichen Grund
    Fleisch:
    weiß
    Größe: Hutbreite ca. 2,2 cm, Stiellänge ca. 4-7 cm, Stieldurchmesser ca. 3-4 mm
    Sporenpulverfarbe: weiß
    Geruch: neutral
    Geschmack:
    nicht probiert

    Die
    Elastische Lorchel (Helvella elastica):
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    Fundnummer: 2017-08-13-1116
    Den Anis-Zähling (Lentinellus cochleatus)
    mag ich gerne für die Pfanne - dieser fund war optisch so schön dass ich ihn fotografieren musste:
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    mush-15253.jpg

    mush-15254.jpg

    Fundnummer: 2017-08-13-1246
    Der Düstere Röhrling (Porphyrellus porphyrosporus) ist ebenso bei uns nicht sehr häufig:
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    Fundnummer: 2017-08-13-1256
    Und nun kommt eine absolute Seltenheit:
    Purpuroranger Afterleistling (Aphroditeola olida)
    :
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    Die Speisepilz-Ausbeute der 2-stündigen Tour war reichhaltig und lecker:
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    Das war's für heute....
    Ich freue mich auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße

    Dieter

    Dieter's Pilz-Bericht-Zeitmaschine

    Hier findet Ihr einen großen Teil meine Berichte im Pilzforum chronologisch rückwärts sortiert:

    Jahr 2019:
    17.03.2019: Den Becherchen auf der Spur

    Jahr 2018:
    in Arbeit

    Jahr 2017:
    06.08.2017-13.08.2017: Zusammenfassung von 2 kurzen Touren
    30.07.2017: Heute mal Speisepilze - und andere
    19.07.2017: Kleine Pilze, große Pilze, Becherlinge und Speisepilze
    08.07.2017: Drei gemischte Ziele
    02.07.2017: Hüte und Becher im feuchten Wald
    17.06.2017: Sumpfig, feucht und pilzreich
    10.06.2017: Erstklassige Erstfunde (aber auch Standards)
    20.05.2017: Einige Erstfunde im Mischwald
    13.05.2017: Kleine Frühjahrs-Tour (Wiese und Wald)
    30.04.2017: Frühjahrs-Tour mit starken Erstfunden
    21.04.2017-04.08.2017: Zusammenfassung einiger Kurz-Foto-Sessions
    15.04.2017: Im Muschelkalk

    Jahr 2016:
    30.10.2016: Auf Magerrasen ist's nie langweilig...
    22.10.2016: Im Wald und auf Wiesen bei Regen
    15.10.2016: November-Speisepilztour, Schönheiten und 4 Erstfunde
    08.10.2016: Im Helmlings-Eldorado gab's was auf die Mütze!
    30.09.2016: Rund um den Sumpf herum
    23.09.2016-03.10.2016: Zusammenfassung von 3 kurzen Foto-Sessions
    11.09.2016: Wieder ein paar Erstfunde
    28.08.2016: Bekanntes und neues auf'm Berg
    13.08.2016: Alle Farben auf Magerrasen
    04.08.2016-30.08.2016: Kleine Zusammenfassung einiger Kurz-Foto-Sessions
    03.08.2016: 6 tolle Funde im Garten unter'm Birnbaum
    30.07.2016: Farbenfrohes Pilzfestival XXXL
    26.07.2016: Schnell mal auf'm Spielplatz
    22.07.2016: Schnell mal nach der Arbeit
    17.06.2016-27.07.2016: 4 Kurzberichte aus Juni/Juli 2016
    16.07.2016: Pilz-Mix im Nadelwald
    Ab hier im Forum leider nicht mehr vorhanden (Forumsumstellung erzeugte einige Fehler in den Texten) - deshalb über Mirror hier erreichbar:
    09.07.2016: Pilze ohne Ende
    06.07.2016: Ganz schnell: 2 Arten
    01.07.2016: Mal was zum Essen
    19.06.2016: Magerrasen-Ultra-Tour
    17.06.2016: Auch vor der Haustüre gibt's Pilze
    12.06.2016: Kleine Pilze und viele rote Schneiden
    05.06.2016: Erdritterlinge und auch andere
    04.06.2016: 2 Arten im Garten
    03.06.2016: Wiesen-Pilze
    31.05.2016: Kurzer Abstecher nach der Arbeit
    29.05.2016: Pilz-Potpourri im Mischwald
    25.05.2016: Nur die schönsten fotografiert...
    23.05.2016: Drei Funde auf Kurztour
    21.05.2016: Der Sumpf "blüht"
    05.05.2016: Lorchel, Morchel, Verpel
    23.04.2016: Der bunte Auenwald
    08.04.2016: Ein paar Winzlinge
    02.04.2016: Vorhang auf für kleine Pilze
    31.03.2016: Im Urwald
    12.03.2016: Im März geht es schon richtig los
    10.03.2016: Spielplatzrunde und Übungen zur Auflicht-Mikroskopie

    Jahr 2015:
    26.12.2015: Kurze Spielplatzrunde
    25.12.2015: Tag der verlorenen Probendose ;-)
    05.12.2015: Der Winterwald ist voller Pilze
    04.12.2015: Winterrunde im Park mit Überraschungen
    29.11.2015: Auch im Garten gibt's noch Pilze
    21.11.2015: Ein paar Pilze aus'm Fichtenwald
    14.11.2015: Eine Spätherbst-Tour erster Klasse
    10.11.2015: Auf'm Spielplatz gab's Interessantes zu sehen
    06.11.2015: Kleine Runde im Mischwald
    01.11.2015: Kurze Tour am Waldrand
    31.10.2015: Saftlinge und andere Magerrasenpilze
    23.10.2015: Im Park - Pilze ohne Ende
    18.10.2015: Leider ohne Kamera....
    10.10.2015: 3 Zufalls-Funde
    27.09.2015: Tolle Arten zwischen Kiefern
    21.09.2015: Eine Spielplatz-Tour vom feinsten
    20.09.2015: Zwei Arten im Garten
    18.09.2015: 3 Saftige Magerrasen
    17.09.2015: Cortinarien und Tintlinge auf'm Spielplatz
    16.09.2015: Risspilze und mehr
    14.09.2015: Tolle Funde im Vorbei-Fahren
    13.09.2015: Auf Magerrasen unterwegs
    11.09.2015: Mal ein paar Speisepilze - und mehr...
    06.09.2015: September-Tour mit Matthias
    04.09.2015: Im Wald und in der Stadt
    03.09.2015: Kurze Pilztour um die Ecke
    27.08.2015: 2 Wiesen-Pilze
    23.08.2015: Mit Matthias unterwegs: Nach dem Regen...
    14.08.2015-22.08.2015: Urlaub in Italien
    09.08.2015: Die jüngste Pilzfotografin der Welt
    08.08.2015: Mit Matthias im Sumpf unterwegs - nasse Füße nicht so schlimm ;-)
    07.08.2015: Dürre hält an - also wieder Sumpf...
    02.08.2015: Ein genialer Tag mit über 1000 Bildern
    31.07.2015: Kurze Tour bei starker Trockenheit
    28.07.2015: Magerrasen mit tollen Pilzen
    25.07.2015: beim spazieren gehen...
    24.07.2015: Die Steinpilze sprießen.... leider noch nicht
    22.07.2015: Kurz im Wald nach der Arbeit...
    19.07.2015: Mit Matthias unterwegs in neuem Gebiet
    14.07.2015: wieder ein unbekannter Wald...
    05.07.2015: Trockener Juli...
    30.06.2015: In den Buchen, Birken, Sumpf und Co.
    27.06.2015: Wahnsinns-Funde auf Magerrasen - mit Matthias
    25.06.2015: Austernseitlinge in Juni?
    21.06.2015: Kleine Pilze, große Pilze - mit Matthias unterwegs
    20.06.2015: Im Sumpf ist Pilze-Party
    19.06.2015: Erster Täubling, Nelkenschwindlinge & Co.
    14.06.2015: Schwammer am Bachlauf
    13.06.2015: Karre läuft wieder - ab in den Wald!
    06.06.2015: Mit Matthias: Tolle Funde trotz Dürre
    02.06.2015: Kurze Tour und der erste Flocki
    31.05.2015: In Mittelfranken unterwegs
    30.05.2015: Die Röhrlinge sind da!
    29.05.2015: Im Sumpf unterwegs mit Matthias
    26.05.2015: Der Wurzelschwamm
    17.05.2015: Bei Trockenheit doch mal schnell gucken ;-)
    15.05.2015: Mit Matthias unterwegs - ein spannendes Abenteuer

    30.07.2017: Heute mal Speisepilze (und andere)

    Liebe Pilz-Freunde,
    heute waren ich und Matthias mal in einem Speisepilz-Gebiet unterwegs - natürlich nicht nur um Speisepilze zu suchen. Ein paar wenige andere interessante Arten fanden wir auch.
    Hier ein paar Eindrücke von dieser Tour...

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    Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
    Wie immer: Meine Texte sind schwarz, Matthias' Texte sind grün. ;-)
    Meine Bilder sind mit einem schwarzen
    , Matthias' Bilder sind mit einem grünengekennzeichnet.

    Fundnummer: 2017-07-30-1039
    Absolut lecker ist der Orangerote Graustieltäubling (Russula decolorans):
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    Fundnummer: 2017-07-30-1054
    Weißblättriger Reif-Täubling (Russula azurea)
    :
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    Fundnummer: 2017-07-30-1059
    Ein nicht näher bestimmter Waldegerling (Agaricus spec.) wanderte in die Pfanne:
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    Fundnummer: 2017-07-30-1107
    Rötliche Wurzeltrüffel (Rhizopogon roseolus)
    :
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    Fundnummer: 2017-07-30-1114

    Ein Schwärz-Täubling...

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Fichte und Kiefer
    Fundzeit: 30.07.2017
    Wuchsform: 3 Exemplare am Standort
    Hutform:
    alt: ausgeflacht, verbogen, Mitte vertieft
    Huthaut-Konsistenz: glatt, etwas glänzend, etwas klebrig
    Huthaut-Farbe: braun, mit hellen Flecken
    Huthaut-Abziehbarkeit: 1/8 abziehbar
    Fleischfarbe unter Huthaut
    : etwas bräunlich
    Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine
    Hutrand: nicht
    gerieft, jung: eingerollt, alt: stumpf
    Lamellen: cremeweiß, einige Zwischenlamellen, bauchig, jung: dicht stehend - alt: einseitig entfernt stehend mit 4 Lamellen/cm
    Lamellenschneiden: glatt, alt: schwärzend
    Lamellensprödigkeit:
    nicht getestet
    Lamellen-Stielübergang:
    gerade angewachsen (auch alt nicht herablaufend)
    Stiel:
    graubraun, matt, mehlig bereift, sehr fest, junge Exemplare: auf Druck rötend - altes Exemplar: auf Druck keine Reaktion
    Stielbasis:
    zugespitzt
    Fleisch: cremeweiß, im Schnitt langsam (3 Minuten) rötend, dann grauend
    Größe: Hutdurchmesser ca. 9 cm, Stiellänge ca. 3 cm, Stieldurchmesser ca. 25 mm
    Sporenpulverfarbe:
    nicht getestet, da nicht relevant
    Geruch: unzerrieben: muffig (Weinfass?), zerrieben: fruchtig
    Geschmack: mild, auch nach langem Kauen, etwas muffig

    Makrochemische Reaktionen:
    Guajak: sofort blaugrün
    Anilin: keine Reaktion
    Eisensulfat FeSo4: nach 80 Sek. graugrün
    Phenol: nach 70 Sekunden weinrot
    KOH 40%: keine Reaktion
    Sulfovanillin: keine Reaktion

    Auch wenn das Schlüsseln schwierig ist wegen der unterschiedlichen Meinungen der Autoren ist das am ehesten der
    Rauchbraune Schwärz-Täubling (Russula adusta):
    mush-14947.jpg


    Fundnummer: 2017-07-30-1128
    Zum Apfel-Täubling machte ich diesmal eine Geschmacksbewertung --> siehe ganz unten.
    Apfel-Täubling (Russula paludosa):
    mush-14948.jpg


    mush-14949.jpg


    Fundnummer: 2017-07-30-1154
    Bei uns keine seltene Art. Ein makroskopisch Hinweis kann die intensiv dunkelorange Farbe sein.
    Kalyptratsporiger Moos-Häubling (Galerina calyptrata):
    mush-14950.jpg


    Sporen:
    mush-14954.jpg


    Cheilozystiden:
    mush-14952.jpg


    Cheilozystiden:
    mush-14953.jpg


    HDS-Hyphen:
    mush-14951.jpg


    HDS-Hyphen:

    mush-14955.jpg


    HDS-Hyphen:

    mush-14956.jpg


    Fundnummer: 2017-07-30-1201
    Selten bei uns - nur 2 mal gefunden:
    Runzeliger Faserling (Psathyrella pertinax)
    :
    mush-14957.jpg


    mush-14958.jpg


    mush-14959.jpg


    mush-14960.jpg


    mush-14961.jpg


    Sporen:
    mush-14964.jpg


    Sporen:
    mush-14965.jpg


    Lamellentrama:
    mush-14966.jpg


    Cheilozystiden:

    mush-14967.jpg


    Cheilozystiden:
    mush-14968.jpg


    Pleurozystiden:
    mush-14962.jpg


    Pleurozystide:
    mush-14963.jpg


    Fundnummer: 2017-07-30-1218
    Zwerg-Lacktrichterling (Laccaria tortilis)
    :
    mush-14969.jpg


    mush-14970.jpg


    mush-14971.jpg


    Fundnummer: 2017-07-30-1238
    Ebenso nicht häufig bei uns zu finden:
    Gelbberingter Perlpilz (Amanita rubescens var. annulosulphurea)
    :
    mush-14972.jpg


    mush-14973.jpg


    mush-14974.jpg


    mush-14975.jpg


    Fundnummer: 2017-07-30-1244
    Einer meiner absoluten Speisepilz-Favoriten:
    Wiesel-Täubling (Russula mustelina):
    mush-14976.jpg


    mush-14977.jpg


    Fundnummer: 2017-07-30-1256
    Fichtensteinpilz (Boletus edulis)
    :
    mush-14978.jpg


    Fundnummer: 2017-07-30-1322
    Den Abschluss machte ein
    Stahlblauer Rötling (Entoloma nitidum)
    :
    mush-14979.jpg


    Hier die Ausbeute:
    mush-14980.jpg


    Zugabe:
    Da ich nach dieser Tour einen weiteren Einzel-Pilz Geschmackstest machte, gibt es heute mal wieder einen aktuelle Geschmackstest-Übersicht als Zugabe.
    An diesem Tag machte ich den
    Geschmackstest mit dem Apfel-Täubling (Russula paludosa). Dieser schnitt jedoch nicht besonders gut ab - nämlich mit nur Note 6.

    Und heute wieder einmal eine Übersicht aller Geschmacksbewertungen (1 = mies, 10 = das Beste was es gibt)
    Alle Pilze sind einzeln in Margarine gebraten, wenn nicht anders angegeben:
    mush-14981.jpg


    Das war's für heute....
    Kommentare wie immer willkommen
    Beste Grüße

    Dieter & Matthias

    Hallo Christoph,

    Oh, ja - da fehlt im blauen Text ein "teilweise" -> einige Sporen sind tatsächlich stark gewarzt - einige nur schwach.

    Bei späteren Funden von vernum hatten alle sporen richtig fette Warzen.

    Aber ich sehe mir die Sporen erneut an (mit besserer Technik als 2017) wenn die Cortis wieder da sind...

    Danke für die Info mit Liguster - das wusste ich natürlich nicht. Naja, zumindest bei meinen Recherchen zu vernus habe ich gelesen (weiß jetzt nicht mehr wo) dass vernus auch selten im Nadelwald vorkommt... ob das jedoch suberythrinus auch kann...
    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Christoph,

    mail ist da und mail an Dich ist raus - ist ne große Mail, sag bescheid falls nicht durchgeht.


    > Tanne bei Ligusterhecke klingt als Habitat gar nicht passend, eigentlich zu keiner der Wasserköpfe aus der Gruppe?! Keine Pappel irgendwo in greifbarer Nähe?


    Nein, da ist nichts anderes - ist direkt in unserem Garten bei Oma. Ich vermute vom Wachstum aber eher die Ligusterhecke als die Tanne... Die Cortis wachsen da jedes jahr vielzählig an der Hecke entlang... das knall-rosa Velum hat mich schon immer begeistert.


    Übrignens: Auch die schwache Warzigkeit der Sporen passt nicht wirklich zu vernum. Wir haben ja inzwischen viele vernums mikroskopiert und die habe alle richtig fette Warzen.

    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Christoph,

    ich komme hier nicht weiter. Ich habe in meinem Archiv die Originalbeschreibung von Cortinarius suberythrinus in "Bulletin Trimestriel de la Fédération Mycologique Dauphiné-Savoie 28 (111): 24 (1988)" gefunden. --> Falls Du die nicht hast schick mir mal deine e-mail adresse dann schick ich Dir diese. Meine ist: info@nocrotec.com

    Die Beschreibung ist jedoch sehr ungenau - nicht einmal die Sporengröße ist dort angegeben. Auch nicht die Erscheinungszeit.

    Die lateinische Beschreibung weicht ein Bisschen von der französischen ab.

    Somit ist ein Vergleich mit meinem Fund vorerst nicht sinnvoll.

    Das andere Problem ist dass mein Fund bei Tanne und Liguster-Hecke war. Definitiv kein anderer Baum in der Nähe.

    Auch eine Sequenzierung wäre nicht hilfreich, was Cortinarius suberythrinus betrifft, da dafür keine Sequenz vom Holotyp vorhanden ist.

    Was ich auch nicht verstehe ist folgendes: Hias schrieb "...vernus ss. CFP, der keine Rottöne am Hut und weißliche Stiele hat...".

    Woher stammen diese Daten? Passt nicht ganz zu der Beschreibung FN.

    Kannst Du mir mal ein Scan oder Bild von Atlas des Cortinaires der betreffenden Seite(n) schicken?

    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Pilzfreunde,
    heute gibt's wieder mal eine kurze Zusammenfassung von Zufallsfunden und kurzen Speisepilz-Touren.
    Viel Spaß dabei...

    Um alle Bilder zu sehen, ohne sie einzeln anklicken zu müssen könnt Ihr wie folgt vorgehen: Hier im Forum einloggen, ein Bild anklicken und den Haken in der Checkbox "Diese Einstellung merken" und "Speichern" klicken.

    21.04.2017: Der erste Corti 2017
    Heute gab es den ersten Corti im Jahr zu sehen- zufällig im Garten von Oma Else...
    Den zeig ich Euch natürlich....

    Fundnummer: 2017-04-21-1358

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, auf Rasen bei Tanne und Liguster-Hecke
    Fundzeit: 21.04.2017
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    konvex mit leichten Buckel
    Huthaut: braun, silberig glänzend, radialfaserig, feucht nicht klebrig oder schmierig
    Hygrophanität: nicht festgestellt
    Hutrand: wellig verbogen, mit rotbräunlicher Cortina
    Lamellen: orangebraun, mit Zwischenlamellen
    Lamellenschneiden:
    ohne Besonderheiten
    Lamellen-Stielübergang: ausgebuchtet angewachsen
    , etwas herablaufend
    Fleisch: braun, Stielzentrum beige, Stielbasis rosa
    Stiel: rosa, bräunlich befasert (fast wollig), bei Berührung violett, beim Antrocknen silbrig schillernd mit Violettönen, mit rosa Ringzone, innen voll
    Stielbasis: leicht knollig
    Größe:
    Hutdurchmesser ca. 2 cm; Stiellänge ca. 4,5 cm, Stieldurchmesser ca. 5 mm
    Sporenpulverfarbe: braun
    Geruch:
    vor Ort Lamellen fruchtig, Basis pilzig, zerrieben nur pilzig, im Schnitt pilzig, Basis nicht nach Jodoform wenn angetrocknet
    Geschmack: pilzig
    Exsikkat-Farben: Hut: dunkelgrau, Stiel: mittelgrau, Lamellen: rotbraun, Fleisch: hellgrau
    Makrochemische Reaktionen: mit KOH40%: Huthaut: sofort schwarz, Basalmyzel: sofort dunkel, Stielrinde: nach einigen Minuten bräunend

    Mikroskopische Daten:
    Sporen:
    dünnwandig, stark gewarzt, dacryoid (tränenförmig)
    (6.3) 7 - 8.5 (8.9) x (4.7) 5 - 5.8 (6.3) µm
    Q = (1.3) 1.34 - 1.56 (1.6) ; N = 71
    V = (80) 90 - 143 (183) µm³
    Me = 7.8 x 5.4 µm ; Qe = 1.4 ; Ve = 119 µm³
    mush-12120.jpg

    Das ist der Rosastielige Wasserkopf (Cortinarius vernus):
    mush-12270.jpg

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    28
    .05.2017: Nur mal eine Art

    Liebe Pilz-Freunde,
    Es war sehr heiß und trocken die letzte Zeit. Ich und Matthias versuchten unser Glück in einem Sumpf.
    Leider gab es außer Standards nichts Besonderes zu entdecken. Nur eine einzige Art hielten wir fotografisch fest - auch ein Standard bei uns, aber heute eben mal etwas ausführlicher...

    Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
    Wie immer: Meine Texte sind schwarz, Matthias' Texte sind grün. ;-)
    Meine Bilder sind mit einem schwarzen , Matthias' Bilder sind mit einem grünengekennzeichnet.

    Fundnummer: 2017-05-28-1146
    Weißflockiger Sumpf-Häubling (Galerina paludosa):
    mush-12590.jpg


    mush-12591.jpg


    mush-12592.jpg


    HDS:

    mush-12593.jpg


    mush-12594.jpg


    Cheilozystiden:
    mush-12595.jpg


    mush-12596.jpg


    Spoern:
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    Sporen in KOH:
    mush-12598.jpg


    Stielflocken:
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    mush-14677.jpg




    15.07.2017: Der Christbaum im Juli

    Liebe Pilz-Freunde,
    heute machte ich mich mit meiner Tochter auf den Weg - nur für einen kurzen Waldspaziergang. Natürlich fand sich auch ein interessanter Pilz den ich Euch gerne zeit und noch etwas... :-))))

    Fundnummer: 2017-07-15-1150

    Ein Täubling sprang uns vor die Füße, den ich zunächst nicht deuten konnte...

    Morphologische Daten:
    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Fichte, Birke und einer Pappel
    Fundzeit: 15.07.2017
    Wuchsform: einige Exemplare am Standort
    Hutform:
    jung: konvex, alt ausgeflacht und etwas niedergedrückt
    Huthaut-Konsistenz: stark schleimig, schmierig, klebrig
    Huthaut-Farbe: braunviolett, Zentrum jung: dunkelviolett - alt: olivocker, alt: Zentrum ausgeblasst, nach außen hin olivegrün werdend
    Huthaut-Abziehbarkeit: 1/3 abziehbar
    Fleischfarbe unter Huthaut
    : cremeweiß, violett überhaucht
    Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine
    Hutrand: 1/4 gerieft bis kaum gerieft, stumpf
    Lamellen: IIId im direkten Vergleich mit der Marxmüller-Tafel, nicht fleckend, sehr wenige Y-Gabeln, gedrängt bis mittel entfernt stehend, keine Zwischenlamellen, bauchig, Queradern am Grund
    Lamellenschneiden: glatt
    Lamellensprödigkeit:
    sehr flexibel aber nicht verklebend
    Lamellen-Stielübergang:
    gerade angewachsen
    Stiel:
    weiß, fein-runzelig, zylindrisch bis leicht keulig, oben gerade oder erweitert, weich, zusammendrückbar, innen weiß, innen wattig ausgestopft, nicht verfärbend bei Berührung
    Stielbasis:
    rund, braunfleckig
    Fleisch: weiß, im Schnitt etwas gilbend
    Größe: Hutdurchmesser ca. 7-8 cm, Stiellänge 7-11 cm, Stieldurchmesser ca. 15-25 mm
    Sporenpulverfarbe: IVe im direkten Vergleich mit der Marxmüller-Tafel, IVe im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel
    Geruch: vor Ort: absolut neutral, zu hause: unzerrieben: neutral, zerrieben und im Schnitt neutral, Stielbasis nicht nach Jodoform riechend
    Geschmack: mild und so bleibend auch nach längerem Kauen
    Huthaut-Bittertest: nicht getestet

    Makrochemische Reaktionen:
    KOH 40% auf Stielrinde und im Hutfleisch: keine Reaktion
    Guajak auf Stielrinde und im Hutfleisch: in Sekunden dunkel-blaugrün
    Anilin pur auf Stielrinde und im Hutfleisch: keine Reaktion
    Eisensulfat FeSo4 im Hutfleisch: nach 1,5 Minuten rosa, auf Stielrinde: langsamer aber auch hellrosa
    Phenol auf Stielrinde und im Hutfleisch: nach 1,5 Minuten deutlich weinbraun
    Sulfovanillin auf Stielrinde und im Hutfleisch: keine Reaktion

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 62
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: nicht normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,7 × 0,4 µm; von Q: 0,06
    Median: von L × B: 8,7 × 7,6 µm; von Q: 1,15
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 8,7 × 7,6 µm; von Q: 1,15
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (7,5) 7,9 - 9,7 (10,6) × (6,7) 7,1 - 8,2 (8,8) µm; für Q: (1,02) 1,09 - 1,22 (1,35)
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (7,5) 7,7 - 9,8 (10,6) × (6,7) 6,9 - 8,4 (8,8) µm; für Q: (1,02) 1,08 - 1,22 (1,35)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht normalverteilt

    Warzen:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 69
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 0,8 µm; Standardabweichung S. D.: 0,2 µm; Median: 0,8 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (0,3) 0,5 - 1 (1,2) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (0,3) 0,5 - 1,1 (1,2) µm

    Ornament:
    isoliert, Das ist Typ A3 nach Romagnesi/Woo.

    mush-13396.jpg

    Damit war klar - es ist der
    Braunrote Leder-Täubling (Russula integra):
    mush-13397.jpg

    mush-13398.jpg

    mush-13399.jpg

    Wir gingen des Weges, und glaubten unseren Augen nicht zu trauen - mitten im Wald - im Juli(!) fanden wir einen geschmückten Christbaum.
    Hier hat wohl das Christkind geübt :-)))
    mush-14930.jpg

    Fundnummer: 2017-07-13-1619
    Als kleine Zugabe noch eine Ergänzung von 2 Tage früher - an diesem Tag sammelte ich ordentlich Leckereien ein:
    Nämlich Frauentäublinge (Russula cyanoxantha):
    mush-14931.jpg


    22.07.2017: Der verzwickte Egerlingsschirmling

    Liebe Pilz-Freunde,
    heute machte ich einen Fund, der (für mich) gar nicht so einfach war. Ein Egerlingsschirmling. Und hier kommt er:

    Fundnummer: 2017-07-22-1007

    Morphologische Daten:
    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, an einem Randstreifen auf unbestimmten, mit Blättern bedeckten Boden unter Hecke und Bäumen: Zierquitte (Chaenomeles), Thunberg-Berberitze (Berberis thunbergii), Eiche und Ahorn
    Fundzeit: 22.07.2017
    Wuchsform: ein Exemplar am Standort
    Hutform:
    flach
    Huthaut: creme, Zentrum dunkler, mehlig-samtig, weich, gummiartig, zentrifugal-rissig, geschuppt, Schuppen mit Safran-Stich
    Hutrand: scharfkantig
    Lamellen: creme-weiß, bauchig, Breite = ca. 4 mm an breitester Stelle, eng stehend, spröde und brüchig, viele Zwischenlamellen, mit Ammoniak-Dampf absolut keine Reaktion
    Lamellenschneiden: glatt, unter Lupe gesägt/beflockt, safran-braun verfärbend
    Lamellen-Stielübergang:
    frei, mit kleinem Kollar
    Stiel:
    weiß, matt, mit Ring, hohl, absolut nicht verfärbend bei Berührung (jedoch die Knolle)
    Ring:
    nach unten abziehbar, also aufsteigend, lappig, mit Ammoniak-Dampf keine Reaktion
    Stielbasis: knollig verdickt, bei Berührung stark safran-farben (orange) bräunend (FK verfärbt bei Berührung nur an der Knolle, sonst nirgends), Knolle weiche, zusammendrückbar
    Fleisch: weiß, im Schnitt langsam safran-farben (orange) bräunend
    Größe: Hutdurchmesser ca. 5,5 cm, Stiellänge 4,5 cm, Stieldurchmesser ca. 6 mm, Knolle Durchmesser ca. 1 cm
    Sporenpulverfarbe: weiß
    Geruch: stark und gut pilzig
    Geschmack: nicht getestet
    Verfärbung beim Trocknen: Stiel graut, aber Basis wird dunkelbraun, Lamellen bekommen einen Rosa-Stich, Huthaut bleibt fast unverändert

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    glatt, Keimporus klein (aber sichtbar), ovoid
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 59
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: nicht normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,6 × 0,3 µm; von Q: 0,1
    Median: von L × B: 7,8 × 5,4 µm; von Q: 1,45
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 7,8 × 5,3 µm; von Q: 1,47
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (6,4) 7,1 - 8,5 (9,6) × (4,7) 5 - 5,7 (5,9) µm; für Q: (1,29) 1,38 - 1,57 (1,83)
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (6,4) 6,9 - 8,7 (9,6) × (4,7) 4,9 - 5,8 (5,9) µm; für Q: (1,29) 1,34 - 1,59 (1,83)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht normalverteilt
    mush-14932.jpg

    Cheilozystiden:
    Form: irregulär (siehe Bilder), an breitester stelle ca. (5) 6.6 - 8.9 (11) µm breit
    mush-14933.jpg

    HDS-Endhyphen (ohne Bild):
    Entsprechen der Variante "a" in Flora Agaricina Neerlandica - 5 - Seite 89 - also lang-gestreckt.

    Bestimmt man nach dem Prinzip von Vellinga handelt es sich also um Leucoagaricus leucothites var. leucothites.
    Rosablättriger Egerlingsschirmling (Leucoagaricus leucothites var. leucothites):
    mush-14934.jpg

    mush-14935.jpg

    mush-14936.jpg

    mush-14937.jpg

    Der oft als Bestimmungsmerkmal verwendete Ring (aufsteigend oder hängend) ist eben NICHT relevant:
    mush-14938.jpg

    mush-14939.jpg

    mush-14940.jpg


    04.08.2017: Kurze Speisepilztour

    Liebe Pilz-Freunde,
    heute wollte ich mir nur schnell was für die Pfanne holen, nahm aber meinen Fotoapparat mit...
    Ein paar schöne Aufnehmen von Standards konnte ich machen die ich Euch gerne Zeige...

    Fundnummer: 2017-07-02-1445
    Den Weinroten Graustiel-Täubling (Russula vinosa) esse ich gern:
    mush-15198.jpg

    mush-15199.jpg

    mush-15200.jpg

    mush-15201.jpg

    Fundnummer: 2017-07-02-1459
    Schön stand er da: Zitronenblättriger Täubling (Russula sardonia):
    mush-15202.jpg

    mush-15203.jpg

    Fundnummer: 2017-07-02-1513
    Ein weiterer meinem Geschmack nach hervorragender Speisepilz:
    Kampfer-Milchling (Lactarius camphoratus)
    :
    mush-15204.jpg

    mush-15205.jpg

    Fundnummer: 2017-07-02-1523
    Hier freute ich mich über die optisch schöne Kollektion.
    Rotschuppiger Raukopf (Cortinarius bolaris)
    :
    mush-15206.jpg

    mush-15207.jpg

    mush-15208.jpg

    mush-15209.jpg

    mush-15210.jpg

    Aber ich war ja wegen Speisepilzen unterwegs. In ca. einer Stunde habe konnte ich doch einiges finden...
    Hier die Ausbeute - heute mal ohne Beschriftung:
    mush-15211.jpg
    Geschmacklich war dieser Mix ganz vorzüglich.

    Das war's für heute....

    Ich hoffe dieser kleine Mix hat Euch gefallen unf freu mich über Eure Kommentare.
    Beste Grüße
    Dieter

    Hallo zusammen,
    hier nun wie versprochen die Bestimmung zu Fundnummer:
    2016-09-30-1520


    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, unter Salix, Rhamnus und Picea
    Fundzeit: 30.09.2016
    Wuchsform: vereinzelt
    Hutform:
    konvex bis ausgeflacht, alt eher kein Buckel sondern etwas niedergedrückt
    Huthaut: braun, Zentrum schwarzbraun, Rand stark beige befasert
    Hygrophanität: nicht untersucht
    Hutrand: stark filzig beige befasert
    Lamellen: ockerbraun, mit Zwischenlamellen
    Lamellenschneiden:
    gleichfarbig

    Lamellen-Stielübergang:
    gerade angewachsen, etwas herablaufend
    Fleisch:
    nicht untersucht
    Stiel: braun, stark fetzig weißlich befasert, ohne Ringzone aber trotzdem abgesetzt oberhalb der Befaserung kahl
    Stielbasis: ohne Besonderheiten
    Größe:
    Hutdurchmesser ca. 1-2 cm; Stiellänge ca. 3-4 cm, Stieldurchmesser ca. 3 mm
    Sporenpulverfarbe:nicht untersucht
    Geruch:
    nicht untersucht
    Geschmack:
    nicht untersucht
    Exsikkat-Farben: komplett schwarzbraun

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    ellipsoid bis manchmal etwas dacryoid, nur schwach warzig, hyalin-braun, dickwandig

    Präparat: aus Lamellenstück (Exsikkat) ausgewaschen; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 50
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,4 × 0,3 µm; von Q: 0,1
    Median: von L × B: 6,7 × 4 µm; von Q: 1,7
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 6,7 × 4 µm; von Q: 1,7
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für L × B: (5,7) 6,2 - 7,2 (7,4) × (3,5) 3,6 - 4,4 (4,7) µm; für Q: (1,4) 1,5 - 1,8 (1,9)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 90%-Konfidenzintervall: für L × B: (5,7) 6 - 7,3 (7,4) × (3,5) 3,5 - 4,5 (4,7) µm; für Q: (1,4) 1,5 - 1,9 (1,9)
    mush-15233.jpg


    Der Schlüsselweg nach FN:

    blau: unsichere Schlüsselpunkte

    FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 > 3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 > Key P. sect. Hydrocybe p. 878 > 1 > 8 > 9 > 10 > 14 > 16 > 17 > 18 (75% sicher) > S. 882 Cortinarius decipiens var. atrocoeruleus --> Schreibfehler! Cortinarius decipiens var. atrocaeruleus (Sporenmaße etwas abweichend)

    Ausgeschlossene Alternativen:

    FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 > 3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 > Key P. sect. Hydrocybe p. 878 > 1 > 8 > 9 > 10 > 14 > 16 > 17 > 18 (75% sicher) > S. 882 Cortinarius decipiens var. decipiens (Sporenmaße abweichend)

    FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 > 3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 > Key P. sect. Hydrocybe p. 878 > 1 > 8 > 9 > 10 > 14 > 16 > 17 > Cortinarius albonigrellus (Sporenmaße abweichend, Q abweichend, Habitat abweichend, Stiel zu lang)

    FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 > 3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 > Key P. sect. Hydrocybe p. 878 > 1 > 8 > 9 > 10 > 14 > 16 > C depressus Key O 21 > passt nicht

    FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 > 3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 > Key P. sect. Hydrocybe p. 878 > 1 > 8 > 9 > 10 > 14 > 15 > Sackgasse

    FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 > 3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 > Key O. sect. Incrustati etc. p. 873 > 1 > 4 > 8 (75% sicher) > 9 > Sackgasse

    FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 > 3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > 5 > Key O. sect. Incrustati etc. p. 873 > 1 > 4 > 5 > 6 > 7 > Sackgasse

    FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 > 3 (90% sicher) > 4 (95% sicher) > Key E, Sect. Brunnei p. 842 > 2 > 10 > 11 > 16 > 17 > 18 > 19 > Sackgasse

    FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 > 3 (90% sicher) > Key K, sect. Obtusi p. 864 > 1 > 4 > 5 > 6 > Cortinarius albovariegatus (Sporenmaße abweichend) passt auch morphologisch nicht (Hut)

    FN Seite 763 > 1 > 2 > 4 > 5 > 6 > subgen. Telamonia p. 826 > 1 > 2 > 6 > 9 > 12 > 13 > 15 > Key O, sect. Incrustati stc. p. 873 --> waren wir schon

    Damit dürfte dieser Corti geknackt sein:
    Blauschwarzer Wasserkopf (Cortinarius decipiens var. atrocaeruleus):
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    Beste Grüße
    Dieter

    17.03.2019: Den Becherchen auf der Spur - Teil 5

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 5 des Berichtes vom 17.03.2019.

    Teil 1 findet Ihr hier
    Teil 2 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier
    Teil 4 findet Ihr hier


    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2019-03-17-1131

    Fadensporiges Knopfbecherchen (Orbilia filiformis) und NFF Tridentaria:
    (Hinweis: Deutscher Name ist frei erfunden)
    Die Bestimmung erfolgte hier durch Zotto. Offiziell ist die Art übrigens noch gar nicht beschrieben.
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    Schnitt durch Apothezium, oben Randzellen bis zum Excipulum unten:
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    Randzellen:
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    Asci + Paraphysen:

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    Asci + Paraphysen:
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    Paraphysen mit Exsudathaube:

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    Reife Asci mit Sporen:
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    Sporen, wichtig für die Bestimmung ist hier die Länge und Form der SBs: oft lang und etwas gekrümmt und natürlich die Größe der Sporen selbst:
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    Sporen (links eine Paraphyse):
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    Die Nebenfruchtform dazu - Tridentaria-Anamorphe:
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    Fundnummer: 2019-03-17-1156

    Und noch einmal zeigte sich das Dunkelbleigraue Weichbecherchen (Mollisia lividofusca) - aber diesmal in ganz andere Optik als vorher gezeigt:
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    Der wunderschöne Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus) verabschiedete uns mit seinen tollen Farben im tristen Laub:
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    Das war's für heute....
    Wir hoffen Ihr hattet viel Spaß mit unseren Becherchen und freuen uns auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße
    Dieter & Matthias

    17.03.2019: Den Becherchen auf der Spur - Teil 4

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 4 des Berichtes vom 17.03.2019.

    Teil 1 findet Ihr hier
    Teil 2 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier
    Teil 5 findet Ihr hier


    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2019-03-17-1041
    Anhand glasiger Haarspitzen unterm Mikro sofort klar, wenn man die Dinger denn mal sieht. Hab mir vor Ort noch gedacht, es könnt ne Olla sein.
    Bärtiges Glashaarbecherchen (Olla transiens)
    :
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    Randhaare (man achte auf die kleineren mit "Glaskappe"):
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    Randhaare zur Basis hin:
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    Asci und Paraphysen:
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    Asci:
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    Ascus:
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    Sporen:
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    Ectal-Excipulum:
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    Asci in IKI:
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    Porusreaktion in IKI:
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    Haare in IKI:
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    Weiter ging es bei strahlendem Sonnenschein. Dieter untersuchte eine harzende Fichte:
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    Man muss mit der Lupe schon genau hinschauen wenn man etwas finden will...
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    Dieter wurde fündig - eine weiterer Erstfund für uns beide...
    Fundnummer: 2019-03-17-1108

    Schwarzes Harzbecherchen (Sarea difformis):

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    Asci + Paraphysen:
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    unreife Asci + Paraphysen:
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    Paraphysen:
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    reifer Ascus mit Sporen:
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    Ectal-Excipulum:
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    Die Sonneneinstrahlung und die Winzigkeit der Harzbecherchen machte die Arbeit manchmal nicht leicht...
    Dieter bei der Arbeit:
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    Weiter zum Teil 5