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letzter Beitrag von Beorn am

Hier übersehe ich etwas.

  • Hi.


    Wow, das ist ja spannend!

    Also wenn ihr zwei Arten ausschließt...

    Das war eben auch mein erster Gedanke bei dem, was Frank schrob.
    Also ob das hier:

    Zitat

    und das hier:

    Zitat

    Zwei verschiedene Pilze seien.


    Ob sich die gloeopleren Hyphen bei Phlebia (die es ja bei diversen Arten gibt) mit SV anfärben lassen, habe ich noch nie probiert. Vorstellbar wäre das allerdings schon.



    LG, Pablo.

  • Servus Pablo,



    Ob sich die gloeopleren Hyphen bei Phlebia (die es ja bei diversen Arten gibt) mit SV anfärben lassen, habe ich noch nie probiert. Vorstellbar wäre das allerdings schon.

    vorstellbar - klar. Aber man müsste dann klar umdenken. Die positive Reaktion ist ja der Nachweis von Sesquiterpenen, die primär bei den Russulales i.w.S. vorkommen. Wenn auch Phlebia (und andere nicht-Russulales-Vertreter) SV-positive Elemente enthalten, dann ist wird es schwieriger, die Ordung der Russulales zu definieren.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Hallo, Christoph!


    OK, daran hatte ich nicht gedacht. Aber wenn es sich um eine andere reaktion handelt, wo sich der Inhalt zwar mit SV vergleichbar anfärbt, aber eben nicht durch die Sesquiterpene (danke, ich hatte natürlich keine Ahnung, wie der Stoff heißt) verursacht? Björn und Mario schrieben ja auch davon, daß die Hyphen teilweise nicht farblos seien. Nun färbt ja SV alle möglichen Zellstrukturen irgendwie pink an, und wenn die Strukturen zuvor bräunlich sind, sieht das dann im LM je nach Einstellungen schon mal violett aus. Was dann natürlich keine Reaktion mit Sesquiterpenen ist.



    LG, Pablo.

  • Servus Pablo,


    die pinke Reaktion ist nichtssagend, da das die Reaktion mit Proteinen ist. Ich hatte das Foto der zystidenartigen Elemente so interpretiert, dass es dort dunkelviolett-schwärzlich wird. Das wäre dann eine Reaktion mit Sesquiterpenen - wenn es andere Stoffe gibt, die auch schwarz mit SV reagieren, wäre das natürlich interessant und logischerweise nicht auszuschließen. Drum finde ich es ja so bemerkenswert in diesem Fall.


    Liebe Grüße,

    Christoph


  • Hallo Mario,


    nach dem Vergleich deiner neu gesendeten Probe mit meinem Exsikkaten kann ich jetzt diesen Fund zuordnen. Es ist Stereum gausapatum, was mir durch den jetzt von dir erwähnten Wirt Eiche in den Sinn kam. Im Schnitt erkennt man zwischen Context und Tomentum eine typische dunkelbraune Linie aus agglutinierten Hyphen. Dein Fund ist überständig und der braune Filz auf den Hütchen ist fast verschwunden. Die Fruchtschicht ist im Exsikkat ähnlich dicht einer Phlebia. Amyloide Sporen konnte ich auch bei meinen Exsikkaten nicht mehr erkennen, was uns ja von der Gattung Stereum wegbrachte. Die Gloeocystiden, die du so interpretiert hattest, sind die saftführenden Skeletthyphen (Pseudocystiden), die den frischen Pilz bei Verletzung bluten lassen. Die Sporengrößen liegen im Bereich der Angaben in CNE 6-9 x 3,5-4,5 µm.

    Da die häufigen Stereum-Arten eher selten mikroskopiert werden, sind die Charakteristika dieser Gattung nicht immer sofort im Gedächtnis.

    Bei den Krümmeln aus der Fruchtschicht, die du mir als Erstes geschickt hattest und der Angabe Weide, wäre ich nie auf diese Art gekommen.

    Beste Grüße

    Frank

  • Hallo Frank,


    da sieht man doch wie wichtig ist das richtige Substrat zu erkennen, wie ich schon per Mail sagte durch die Idee es handelte sich um Hymenochaete tabacina kam ich auf ein ganz falscher Substrat.


    Ich bin Froh das das hier jetzt auch geklärt ist.


    Beste Grüße


    Mario

    Gruß Mario
    Ein Gruß aus den Bergischen Land


    Pilzchips 40 / 13 PC fürs APR.


    Bei Geschmackprobe bitte nicht runter schlucken.

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