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letzter Beitrag von Trino am

Stadtwald Duisburg 02.02.2019

  • Hallo zusammen,


    auch am jetzigen Wochenende ging es Samstags auf eine kleine Runde in den Stadtwald. Den Vormittag über regnete/schneeregnete es, aber gegen Mittag trocknete es dann etwas ab, so daß man es im Wald halbwegs aushalten konnte. Den Pilzen scheint es im Wald auch gefallen zu haben:


    1. Stereum rugosum auf Alnus




    2. Meruliopsis corium


    3. Vermutlich auf Fagus. Hier würde ich in Richtung Peniophora zielen, muß da heute Abend aber noch mal in Ruhe schauen.



    4. Ein Porling auf dem gleichen Ast wie Nr. 3. Irgendwie liegen mir Porling deutlich schlechter als Rindenpilze... die lassen sich irgendwie deutlich schlechter zubereiten. Entsprechend habe ich hier auch nur ein kleines, nicht weiter zerrupfbares Stücken unters Mikroskop bekommen, wo am Rande ein paar braune Hyphen rausragten.


    5. Schizophyllum commune


    6. Auf der Unterseite eines dicken Stücks Eiche. Außer Hyphen gab es hier im Mikroskop leider nichts zu sehen. Ist das also einfach nur ein Mycel, was später mal ein richtiger Pilz werden will?



    7. Auf dem gleichen Stück Eiche gab es auch das hier. Mit den Schnallen, 6-sporigen Basidien und einer Sporengröße von (4.7+-0.4) µm x (2.1+-0.1) µm würde ich wieder mal zu Sistotrema brinkmannii tendieren.



    8. Radulomyces confluens auf Fagus


    9. Porling auf Buche.

    Mit Melzer. Im Mikroskop war der Blaustich der Sporen schon noch ein bißchen stärker ausgeprägt. Aber reicht das, um die Sporen amyloid zu nennen oder ist das nur ein Brechungseffekt?



    10. Phlebia radiata


    11. Sarcomyxa serotina


    Björn

  • Hallo, Björn!


    Schickes Zeugs! :thumbup:

    zu 3: Peniophora quercina kann außer Eiche auch einen Haufen andere Laubhölzer besiedeln. Gerade an Rotbuche finde ich die schon auch hin und wieder. So wie das aussieht, dürfte dein Fund dahin passen.

    4: Belis Vorschlag gefällt mir da sehr gut.

    9: Ich denke eher nicht, daß das amyloide Sporen sind. Sieht aber interessant aus - nur fällt mir gerade zu "resupinater Porling mit kleinen, zylindrischen bis suballantoiden Sporen und Schnallen" zu viel bzw. nichts Konkretes ein. Die Arten um Ceriporiopsis gilvescens zB haben eine etwas andere Sporenform, die Gattung wäre aber eine Option, wenn monomitisch. Müsste man vielleicht noch ein paar Details mehr zu sehen, wie zB das Hyphensystem in Röhrentrama und Kontext / Subikulum oder auch noch ein wenig Zystidensuche betreiben.



    LG, Pablo.

  • Hallo zusammen,


    bei Nr. 4 habe ich jetzt auch noch mal mit KOH hantiert, da zeigte sich dann in der Tat Schwarzfärbung und anschließendes Entfärben. Dann nennen wir den Kollegen mal C. gallica.


    Bei Nr. 9 habe ich auch noch mal reingeschaut. Zystiden konnte ich keine entdecken. Ob monomitisch oder nicht - hmmmm da tue ich mich nach wie vor sehr schwer mit. Wie mir generell die Porlinge irgendwie nicht so zu liegen scheinen, die sind fies in der mikroskopischen Handhabung. Würde ich also fürs erste auch mal zur Seite legen mit dem Hinweis "Für Pablo" ;-)


    Björn

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