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letzter Beitrag von Till R. Lohmeyer am

Mycena belliae - Schilf Helmling

  • Mycena belliae ( Johnston ) P. D. Orton 1960


    Schilf Helmling



    Synonyme :


    - Agaricus belliae

    - Omphalia belliae

    - Mycena belliarum


    Systematik :


    Abteilung : Basidiomycota ( Basidienpilze )

    Unterabteilung : Agaricomycotina ( Ständerpilze )

    Klasse : Agaricomycetes

    Unterklasse : Agaricomycetidae ( Hutpilze )

    Ordnung : Agaricales ( Blätterpilze )

    Familie : Mycenaceae Helmlingsartige )

    Gattung : Mycena ( Helmlinge )


    Makroskopische Ejngeschaft



    Fruchtkörper : Bis 8 (10) cm hoch


    Hut : Oberfläche Nass und stark Gereift , später Hutmitte vertieft , Genabelt , Hutfarbe Variiert von Braun bis Graubraun . Hutgroße von 0,5 bis 3 (4) cm .

    Lamellen : Sehr stark Herablaufend , Wei8lich


    Stiel : Hellbraun - Weißflockig , Hohl , Stielbasis Schwarz


    Fleisch : Dünn , Hellbraun etwas faserig


    Geruch : Unbedeutend


    Geschmack : Mild


    Speisewert : Ungenießbar - kein Speisepilz


    Vorkommen : Auf verrottete Schilfstangeln herauswachsen , einzeln oder Büschelig , Folgezersetzer , Herbst bis Früh


    Verwechslungen ; Rickenella swartzii , Myzena vulgaris . Wegen Spezifische Substrat Verwechlungsgefär kaum möglich .



    Mikroskopische Eingeschaft


    Sporenpulverfarbe ; Weiß


    Sporen : elipsoid , amyloid , 10,5 - 15,5 x 6 - 8,5 µm

    Basidien : 33 - 44 x 8,5 - 13 µm , 4 Sporig

    Cheilocystidien : 21 - 55 x 8 - 14 µm

    Sterigmen bis 10 µm lang



    Bilder



    Dank Herr Till R. Lohmeyer sind diese Pilze gefunden worden


    Standort


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    Fruchtkörper an Standort


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    Hut


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    Lamellen


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    Stiel


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    Fruchtkörper


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    Schnittbild


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    Hut große


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    Fruchtkörper große


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    Mikroskopische Bilder


    Pilz Mikroskopiert und Mikrobilder Autor Herr Matthias Reul aus Marktredwitz ( Forumsmitgliedsname Mreul )


    Sporen


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    Sporen aus Lamellenpräparat


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    Cheilozystiden


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    HDS


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    Stielcortex


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    LG beli !

  • Wirklich eine schöne Dokumentation und eine lustige Namensverwandtschaft ("belliae"). Für mich als Anfänger sind solche "Pilzporträts" sehr wertvoll. Noch eine Frage: Worin liegt genau die Funktion eines gehöhlten Stiels? Abtransport von Wasser durch die trichterförmige Einbuchtung des Pilzhuts (quasi als Regenwasserbecken)?


    LG AnKh

  • Hallo Ankh,

    ich weiß deine Frage nicht zu beantworten. Ich könnte mir nur Folgendes vorstellen. Bei dem Pilz sind die Lamellen sehr stark herablaufend angewachsen. Beim Wachstum und der damit verbundenen Streckung des Hutes, könnte damit physiologisch der Hut nach innen gezogen werden und damit dieser Trichter entstehen.

    Bin mal gespannt, ob dies so sein könnte, oder ob ich total daneben liege. Viele Grüße

    Thomas

  • Hallo Ankh, oft lautet die Antwort auf solche Fragen schlicht: Weil sie es können.


    Mal sehen ob einer der Profil eine richtig gute Erklärung für hohle Pilzstiele hat, ich habe auch noch keine gehört.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Hallo an alle,

    Süßgräser haben hohle Stiele, weil die stabiler gegen Abbrechen sind als gleichdicke gefüllte Stiele.


    Vielleicht greift das hier auch? Ein Pilz, der an einem Schilfrohr wächst, muss sich ja ganz anders gegen Hin- und Herschwingen absichern als ein Pilz, der in der Laubstreu wächst.


    Nur so 'ne Idee...


    Gruß,

    Wolfgang

  • Hallo, allerseits -


    Im Index Fungorum und bei Mycobank wird der Pilz jetzt "Mycena belliarum" genannt, mit dem gleichen Autorenzitat. Ich habe mich gefragt, warum das so ist bzw. sein soll, und mir die Originalbeschreibung angeschaut (Berkeley 1841). Dort heißt es, dass der Finder, ein Dr. Johnston, sich bei den "Fräulein Bell aus Coldstream" für deren Unterstützung bedankt ("in grateful remembrance of the assistance he has received from the Misses Bell of Coldstream"). Das sind also tatsächlich mehr als nur ein Fräulein. Bis dann aber jemand gemerkt hat, dass belliae grammatikalisch die Einzahlform ist, hat es ungefähr 155 Jahre gedauert. Und da man Schreibfehler offenbar ohne große Umstände korrigieren kann, lautet der Artname jetzt belliarum (Mehrzahl).


    So erkläre ich mir das jedenfalls - oder kennt jemand eine Veröffentlichung, in der das anders begründet wird?


    Schöne Grüße

    Till

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