Bei dem einen zylindrischen Ascus könnte man auch wieder an eine mehrsporige C.hansenii denken.
Und bei den anderen Asci an eine wenigsporige C. polysperma. Oder an etwas ganz neues sogar?
Da wird man wohl nicht ums Sequenzieren herumkommen, wenn man es genau wissen will. Falls es schon diesbezügliche Untersuchungen bei hansenii und polysperma gibt, wäre es total spannend, mit "Deiner" Art zu vergleichen!
Kann es sein, daß 8-sporige Sporormiellas auch mal mehr Sporen haben?
Durchaus denkbar, dass das an einzelnen Sporen ausnahmsweise vorkommt und ein oder auch zwei zusätzliche Septen gebildet werden.
Allerdings bei weitem nicht mit solcher Konstanz, wie auf Deinen Fotos zu sehen ist. Du zeigst fast durchweg zehnzellige Sporen!
Zumal Sporen, die eine recht gleichmäßige Septierung aufweisen.
Deine Zweifel an decamera halte ich aus mehreren Gründen für berechtigt.
Da sind einmal die behaarten Pseudothecien, wobei gerade in Feuchtkammer an sich unbehaarte Species gelegentlich zur Haarbildung neigen.
Sporengröße und ~form passen nicht wirklich. Laut Ahmed & Cain messen die Sporen bei decamera 40-65(70) x 9-10(11,5) µm. Dadurch wirken sie insgesamt deutlich schlanker, was sie auch abbilden. Bei decamera soll die 4. Zelle deutlich erweitert sein, bei Deinem Fund sind es klar die 5. und 6. Zelle, also beide Mittelzellen!
Falls ich keine Publikation zu Sporormiella während der letzten Jahre übersehen habe, vermute ich, dass es sich um eine noch unbeschriebene Art handelt!
Liebe Grüße
Nobi, der glaubt, dass der amerikanische Dung noch für die ein oder andere Überraschung gut sein wird.
Und danke, dass Du uns an Deinen tollen Entdeckungen teilhaben lässt!
Mit Sporengrößen von (7.6+-0.4) µm x (3.7-+-0.2) µm, Q=2.1+-0.1 lande ich bei den Nivei am ehesten bei Coprinopsis pseudocortinata, während ich bei den Narcotici bei C. stercorea rauskommen würde.
Ich halte das für Coprinopsis stercorea, Björn.
Ganz typisch die großen warzigen Sphaerozysten auf dem Hut. Das sind natürlich keine Kristalle, wie Stefan vermutet.
Für pseudocortinata passen die Velumelemente nicht und sind die Sporen zu schmal.
Ein besonderer Geruch ist mir allerdings nicht aufgefallen.
Im Gegensatz zu anderen Arten der Narcotici, wie z.B. dem regelrecht stinkenden C. foetidella, empfinde ich den Geruch von stercorea nicht als unangenehm.
Auch bilden die Sporen in der Regel kein Perispor, wie bei einigen anderen Arten dieser Sektion.
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Toll, wie ihr zu unserem Lieblingshobby gekommen seid, und schön, dass viele sich schon hier eingebracht haben!
Bei den meisten begann es in der Kindheit, aber nicht bei allen, wie ich soeben gelesen habe.
Na, da will ich mich auch einmal outen (Kurzfassung)
Naturinteressierte Eltern mit vielen kindheitlichen Waldspaziergängen - Pilze sammeln für die Pfanne (in meiner Kindheit sogar noch den damals begehrten Kahlen Krempling, der scharf gebraten eine an Leber erinnernde Delikatesse war! - wie sich doch die Zeiten ändern) - ein "echter" Pilzberater im Nachbarhaus, mit dem ich als Zwerg einige wunderbare Touren unternehem durfte und der mir locker einen beim Eichelsammeln gefundenen Hasenröhrling bestimmen konnte, was mich sehr beeindruckte! - Das wollte ich auch einmal können! - Jahre später mit einem Gleichgesinnten zu einer ersten Fachgruppenexkursion unterwegs gewesen - Schwer beeindruckt, dass die "Profis" mittels Lupen die gefundenen Pilze untersucht und bestimmt haben! - Wenig später natürlich ebenfalls mit Lupe unterwegs - Dann die PSV Prüfung, gemeinsam übrigens mit meinem Kumpel von der ersten Exkursion, beide bestanden, Hurra! - Erste Pilzberatung. Meine Frau (damals Mitte 20) öffnet die Tür. "Hallo, ist ihr Vati zuhause?" Weil, Pilzberater mussten einfach alt sein! - Cut - Irgendwann wurden mir die großen Pilze zu langweilig und ich begann die Kleinen zu entdecken - "Schuld" daran war in erster Linie mein "Pilzlehrer" Prof. H.-J. Hardtke. - Es gibt Menschen, die inspirieren können, und er ist zweifellos einer von denen - Dann kamen irgendwann die "little black dots" an Dung dazu, die vor allem mikroskopisch ein Erlebnis sind und für die sich vor gut 20 Jahren kaum jemand in Deutschland interessiert hat - Mit Peter W. habe ich vor einem dutzend Jahren einige Fachartikel publiziert - Dadurch lernte ich dieses Forum kennen und damit viele neue Freunde - Unvergessene gemeinsame Ausflüge folgten, viele davon können in meiner Signatur gefunden und nachgelesen werden -
Fazit: Ein Leben ohne Pilze - unvorstellbar!
Mein Freund aus Anfangstagen ist mittlerweile seit Jahren Schatzmeister der "Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Mykologen" und hat auch deren Logo entworfen.
Wir beide gehörten übrigens 1988 zu den Gründungsmitgliedern der "AGsM", welcher wir natürlich bis heute treu geblieben sind.
Und mich kennt Ihr ja seit 2012 virtuell in diesem Forum, und der ein oder andere auch privat!
Die Sporenmaße der Originalbeschreibung sind nahezu identisch mit denen Deiner Aufsammlung.
Die Asci sind im Original zwar kürzer, aber wie ich bereits schrieb ist das kein gutes Merkmal zur Artentrennung, da sie sich beim Mikroskopieren in Wasser schnell ausdehnen bevor schließlich der innere Ascus den äußeren durchbricht.
Keimspalten und zuspitzende Endzellen stimmen gut überein.
Ahmed et al. schreiben zwar, dass die zweite Zelle die größte ist, auf deren Bildern (besonders im Ascus) sind allerdings mehrere Sporen zu sehen, wo die 3. und 4. Zelle erweitert ist, genau wie bei Dir zu sehen!
Alles in allem sollte die von Dir gefundene Sporormiella durchaus in der Variabilität der Sporormiella hexamera liegen.
Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass es eine weitere 6-zellige Sporormiella mit diesen Sporenmaßen gibt!
Im Eingangsthread schreibst Du allerdings, dass die Sporen hauptsächlich 7-zellig sind und nur manchmal 6-zellig. Andersrum wäre es mir lieber.
Allerdings sieht man auf Deinen Bildern mehr 6- als 7-zellige Sporen. Hast Du noch Pseudothecien zum Nachmikroskopieren?
Aufgrund der extremen Seltenheit der Art (möglicherweise erst der zweite Fund weltweit) sollte natürlich mit dem Originalmaterial verglichen werden.
Bei aller Sympathie für den Händler (vielfältiges, buntes Pilzsortiment) zeigt es sich doch, dass er nicht wirklich weiß, was er verkauft!
Was ich bei Lebensmitteln, insbesondere bei Pilzen, für äußerst bedenklich halte!
So wird ein Bronzeröhrling (Boletus aereus) angeboten, der keiner ist, ein "Gelber Zitterling", der eher eine Lorchel ist (würde ich übrigens gern mikroskopieren) sowie Raupenpilze (Cordiceps spec.), die nicht genau benannt werden können, letztere zu einem Dumpingpreis!
Erinnert mich irgendwie an das Buch "Tödliche Pilze" der Tintlings-Herausgeberin Karin Montag.
Dort werden als Pfifferlinge deklarierte Pilze an einem Marktstand angeboten, die in Wirklichkeit junge, tödlich giftige Orangefuchsige Rauhköpfe (Cortinarius orellanus) sind.
Leider gibt es in Deutschland wohl keine Gesetze, die solche Angebote verbieten. Und offensichtlich auch keine Marktkontrollen.
vergleiche mal mit Rebentischia unicaudata, die wächst an allem möglichen Laubholz.
Und genau die Art wird es wohl sein, Heidrun!
Ich fand vor einigen Jahren Rebentischia massalongoi, die etwas größere Sporen hat.
Zwei Collagen dieser Art hänge ich zum Vergleichen gern an.
Man sieht da schon einen Unterschied, vor allem in der Sporenbreite.
R. unicaudata ist in Sachsen übrigens deutlich seltener als massalongoi.
Glückwunsch zu diesem schönen Fund.
Nobi
PS: Nicht unerwähnt lassen möchte ich bei dieser Diskussion meinen
Ahnenstamm.
So ist meine Mutter eine gebürtige Rebentisch, und wenn sie sich
gegenüber meinem Vater durchgesetzt hätte, würde ich heute diesen schönen
Namen tragen!
Was anderes was mich stört ist das die Sporenbilder im Artikel von Doveri (wo er die T.dextrinosetosus beschreibt) einen lichtbrechenden Inhalt zeigen liegt das nun nur an seinem Mikroskop oder ist das typisch?
Auch wenn Krug in seiner Originalbeschreibung schreibt, "deBary bubbles absent" und Doveri, Mycosphere 3(4), im Schlüssel erwähnt "spores without a de Bary bubble", so halte ich das, was Krug zeigt (Fig. 5) und auch Doveri abbildet (besonders typisch S. 518, Fig. 43) genau für diese lichtbrechenden deBary bubbles!
An lebenden Sporen sind diese nicht zu sehen, erst an wieder befeuchteten toten oder auch teilweise an mit BWB oder Melzer "gekillten".
Und Doveri schreibt ja, dass er die Fotos anhand Herbarmaterial gemacht hat.
Auf jedem Fall ein toller Fund!
Liebe Grüße
Nobi
PS. Ich füge mal die Originalbeschreibung an, falls Du sie noch nicht kennst.
"Gemörch" ist ein Terminus Technikus, und schließt sämtliche Frühjahrsascos ein, die größer als 10mm und irgendwie schick und ansehnlich sind. Egal zu welcher Gattung die gehören
auf jeden Fall eine Wortneuschöpfung dieses Forums, möchte ich meinen.
Wortneuschöpfung dieses Forums könnte passen, Peter.
Allerdings ist die Neuschöpfung so neu nun auch wieder nicht!
Sepp hat den Begriff bereits 2008! ins Rennen geworfen, wie man hier sehen kann.
Nun, ich bin jetzt nicht so sehr der Prince-Fan, aber ich mochte seinen Film "Purple Rain" ganz gern.
Da ging ordentlich was ab auf der Bühne. Danke fürs Einstellen, Plejades.
Im Gegensatz zu Prince kennt wohl kaum jemand den Gitarristen und mehrfachen Bandgründer David Roback, der am 24.02.2020 an einem Krebsleiden verstarb.
Ihm zu Ehren möchte ich hier einige seiner "größten" Hits vorstellen.
Beginnen möchte ich mit der Band Rainy Day, welche er 1984 gründete.
Susanna Hoffs von den Bangles interpretiert Dylans "I'll keep it with mine", einem Song, mit dem auch schon Nico brillierte!
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Genau diese Songs im Spannungsfeld von Velvet Underground und Dreampop sind es, die David so einmalig machten!
Wenig später bringt er Opal an den Start, die Band um die charismatische Sängerin Kendra Smith.
Deren Album "Happy Nightmare, Baby" ist einfach nur ein Schatz!
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In den 1990er Jahren bis aktuell widmete sich Dave vor allem der Band Mazzy Star um die unvergleichliche Hope Sandoval.
Auch wenn Hope als Frontfrau meist im Rampenlicht steht, ist Dave die Band und zeigt hier (ab 2:30) wie man eine Gitarre streichelt.
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Ein Song, der dem in nichts nachsteht ist "Flowers In December" von 1996.
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Was soll ich sagen.
Ich bin einfach nur traurig, auch weil gerade ein ganz lieber Freund und Mazzy Star Fan von mir geht.
Nobi, der Euch dennoch viel Spaß mit dieser Musik wünscht.