Beiträge von nobi_†

    Wieder eine äußerst interessante Art, die Du hier vorstellst, Sigrid!

    Könnte es S. dakotensis sein?

    Nun, die Sporenmaße und der Verlauf der Keimspalten verweisen natürlich in diese Richtung.

    Allerdings passen die sehr schlanken, an den Polen leicht zuspitzenden Sporen nicht wirklich zu der Sporormiella dakotensis.

    Griffith (The North American Sordariaceae, 1901) schreibt: "Spores in 2 or 3 series, cylindrical, straight or curved, rounded at the ends, 3-4 x 22-24 µ, deeply constricted and easily separable". Auch Ahmed & Cain bilden die Sporen mit abgerundeten Enden ab.


    Was mir überhaupt nicht gefällt, sind die büscheligen Haare. Könntest Du das noch dokumentieren und evtl. ein Foto nachreichen?


    Entweder ist die Sporormiella dakotensis sehr variabel oder es handelt sich um eine noch unbeschriebene Art!

    Wobei ich zu letzterer Annahme tendiere.


    Liebe Grüße

    Nobi


    PS. Super, dass Du die 6- und 10zelligen Sporormiellen bei Ascofrance eingestellt hast!

    Keine Antwort heißt auch, dass es sich tatsächlich um außergewöhnliche Funde handelt!

    Hallo Hans,


    nach meinem Artverständnis ist das ebenfalls Coprotus breviascus.

    Die Sporen können noch etwas größer, vor allem breiter werden, ich bin auf weitere Messungen gespannt!

    Makroskopisch ist die Art bereits durch die schöne gelbliche Färbung vom ähnlichen C. granuliformis unterschieden, wobei letzterer zudem auffällig erweiterte Paraphysenspitzen hat. C. trichosurus ist ebenfalls ähnlich, jedoch nicht pigmentiert und mit schmaleren Sporen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Stimmungsvolle Bilder, die Du mal wieder zeigst, Björn!:thumbup:

    Die größte Überraschung waren dann allerdings Violette Rötelritterlinge - Mitte März

    Genau den hatte ich heute überraschenderweise auch, wenngleich nicht so schöne Exemplare. Ich zeige sie dennoch mal.


    Wenn du magst, kannst du mir gern den Fundort für die Sarcoscypha übermitteln.

    Mir auch, denn nach der Art suche ich mir im Dresdener Umland seit Jahren die Augen aus.

    Übrigens war es heute schon etwas merkwürdig im Wald.

    Es waren soviele Menschen unterwegs, wie ich es nur in der Pilzzeit kenne, und dann noch alle ohne Korb!;)


    Bleib schön gesund.

    Nobi

    Hallo Frank,


    die drei von Pablo genannten Arten hatte A. Melzer auf seiner HP ausführlich vorgestellt. Leider betreibt er sie nicht weiter, so dass man dort nicht mehr nachschauen kann. Einige der Arten konnte ich noch sichern, so auch diese drei, die ich hier gern als PDF einfüge.

    Vielleicht hilft es Dir ja weiter.

    Melzer Coprinellus micaceus group.pdf


    Liebe Grüße

    Nobi

    Als erstes ein Erstfund über den ich mich sehr gefreut habe ,

    Ascobolus brassicae

    Sehr schön, Eike und Glückwunsch zum Erstfund!

    Ascobolus brassicae ist eine typische Winterart, den wirst Du später im Jahr nicht mehr entdecken.

    Als zweites ein Wiederfund. Saccobolus eleutherosporus. Diesemal mit deutlichen gelben Inhalt in den Paraphysen.

    Auch der scheint eindeutig!

    Das blassgelbe Pigment, die lockere Sporenanordnung und deren Ornamentation lassen meiner Meinung nach keine andere Art zu.

    Schöner Fund, der mir persönlich noch fehlt!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Auch ohne die seltenen Urnulas war es ein wunderbarer Ausflug und Frühlings-Erwachen.

    Und ich bin sehr gern mitgegangen, Claudia!

    Danke für diesen stimmungsvollen Beitrag.

    Und die wunderschönen Pflanzen waren mehr als nur eine Entschädigung für die fehlenden schwarzen Tulpen.


    Ich LIEBE diese Thüringer Steppengebiete!

    So habe ich wunderbare Touren im Gebiet Schwellenburg bei Erfurt gemacht und mit Peter Welt die Gipshügel des NSG Spatenberge bei Hemleben besucht.

    Letzteres führte vor gut 10 Jahren sogar zu einem Boletus-Artikel.


    Die "Drei Gleichen" kenne ich fast nur vom Vorbeifahren auf der Autobahn, aber die würde ich mir gern einmal im Frühjahr ansehen.

    Vielleicht gemeinsam im nächsten Jahr, wenn sich hoffentlich das Leben wieder normalisiert hat?

    Sind von mir gut zwei Stunden Autofahrt, das wäre es wert!

    Zu den Trockengebieten des Thüringer Beckens habe ich folgenden schönen Aufsatz gefunden, der Lust auf mehr macht.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Florian,

    ist ja ein Ding, das Du den aktuell ebenfalls hast!:thumbup:

    Und gut zu hören, dass nicht nur ich mit dem mikroskopieren bei denen so meine Probleme habe

    Das ist in der Tat eine echte Herausforderung.==17

    Absolut einmalige Fotos gelangen übrigens Björn Wergen vor einigen Jahren. Siehe Bilder 7 + 8. Das noch zur Ergänzung.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Wie viele Wochen kann man an einem Pferdeapfel seine Freude haben? :D

    Das kann sich durchaus über 4 - 8 Wochen hinziehen!:)

    Es gibt Arten, die sind sehr früh am Start, andere kommen erst recht spät, u.a. Podospora communis, Podospora intestinacea, Zopfiella longicaudata oder die verschiedenen Species der Gattung Coniochaeta.

    Der Perithecienhals sieht auch ähnlich aus, also wieder Sektion Rhypophila und dann lande ich erneut bei Podospora decipiens.

    Richtig gelandet, Björn!


    LG, Nobi

    Hui Nobi, da warst du aber ganz schnell!

    Naja, wir sind ja momentan alle kurz vor der Ausgangssperre, und da muss man sich, auch familienintern, seinen PC-Platz sichern;)

    Daran arbeite ich gerade!:D

    Auch wenn inzwischen die ersten Morchelberichte gepostet werden und die nächsten Großpilzanfragen unweigerlich folgen, freue ich mich natürlich weiterhin über jede Anfrage zu den viel spannenderen Kleinpilzen, z.B. denen an Dung und versuche diese so schnell wie möglich zu beantworten!

    Also, auch zukünftig am Ball bleiben heißt die Devise, Björn!:thumbup:


    Liebe Grüße

    Nobi

    Jepp!:thumbup:

    Achtsporige Asci, Sporengröße und das relative breite apikale Sekundäranhängsel lassen da nix anderes zu.

    Nicht zu vergessen die charakteristischen Tuberkel an der Basis des Perithecienhalses, die typisch für die Sektion Rhypophila sind.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hi Blinki,


    Malone hat ja schon etwas zur Unterscheidung der Spitz- und Käppchenmorcheln gesagt!

    Ein gutes Merkmal, um die Käppchen von den Verpeln zu unterscheiden, ist auch der Stiel.

    So haben Käppchenmorcheln (Morchella semilibera) stets einen bereiften, auffällig feinflockigen Stiel, während dieser bei den Böhmischen Verpeln (Verpa bohemica) immer deutlich genattert ist. Zum Vergleichen habe ich dazu eine kleine Collage gebastelt.



    Liebe Grüße und Glückwunsch zum frühen Fund

    Nobi

    Leider kann ich Dir da nicht weiterhelfen, Thorben.

    Aber ich finde es toll, dass Du auf diese spannende Gattung mit den gestreiften Konidiosporen hingewiesen hast.

    Ich habe über 100 Pferdedungproben untersucht und bisher keinen Vertreter dieser Gattung finden können.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Didi,


    einen acht Jahre alten Beitrag wiederbelebt und nach sieben Jahren zurück im Forum - da sage ich doch gern hallo.

    Ich hatte zwar vor, erst mitte April nach "meinen" Morcheln zu schauen, nun werde ich den Termin wohl vorverlegen.

    Falls dann noch keine Ausgangssperre herrscht ==Gnolm11


    LG, Nobi

    Sehr schöne neue Fotos der Sporormiella dubia, Björn!

    Man kann nun auch wunderbar die Keimspalten erkennen, ein bestimmungsrelevantes Merkmal.

    Danke auch für die von Dir ermittelten Sporenmaße.


    Ich habe gut 20 meiner Funde hinsichtlich der verschiedenen Sporengrößen ausgewertet und komme zu folgendem verblüffenden Ergebnis.

    Nahezu immer stellte ich deutlich verschiedengroße Sporen fest.

    Meist überwogen die großsporigen Asci, in seltenen Fällen aber auch die kleinsporigen.

    Die Sporen sind so verschieden, dass man an zwei Arten denken könnte, wenn sie nicht in einem Pseudothecium vorkämen.


    31-38 x 6,5-7,5 µm vs. 40-48 x 8-9 µm.


    Es ist mir unbegreiflich, warum das weder Ahmed & Cain noch Doveri bemerkt haben!

    Mit anderen Worten. Es gibt noch viel zu tun!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Da wird sich dann auch Jan-Arne freuen, das gibt nämlich direkt eine weitere neue Art für die Gruga-Kartierung!

    Da freue ich mich mit Euch!:)

    So nach und nach wird das Bild hinsichtlich der Verbreitung coprophiler Pilze vollständiger.

    Auch dank solcher Pilzfreunde wie Dir, die keine Berührungsängste vor diversen Substraten haben.


    Und was es da noch alles zu entdecken gibt!

    Ich erinnere nur an die letzten Beiträge von Sigrid über sechs- und zehnzellige Sporormiellen.

    Also, dranbleiben lohnt sich.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Tolles Portrait des Aleurodiscus amorphus, Karl!:thumbup:

    Die Tannenbestände Sachsens kannst Du an einer Hand abzählen.

    Vor vier Jahren habe ich im Elbsandsteingebirge, wo es noch einige Tannen gibt, gezielt u.a. nach dieser Art gesucht und sie auch gefunden.

    Allerdings nicht so schön entwickelt, wie Du sie uns zeigst.



    Das erinnert mich daran, mal wieder einen Ausflug in die Gegend zu machen.

    Zur Zeit dürfte man ja wegen des Einbruches im Tourismus dort ziemlich allein unterwegs sein.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Björn,


    mein Tipp hierzu wäre Schizothecium vesticola.

    Dafür sprechen zumindest die nicht besonders stark ausgeprägten Squamufolien und die z.T. uniseriaten Asci.

    Verschieden reife Sporen in einem Perithecium sind während der Entwicklung normal. Auf alle Fälle hast Du mit den dunklen Sporen bereits reife dabei, die Du auch schon im Ascus vermessen kannst. Da ändert sich nichts mehr.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Björn,


    mein Arbeitsname hierzu lautet erst einmal Podospora setosa.

    Typisch sind die relativ langen Einzelhaare (keine Büschel!), und die 128sporigen, schlanken Asci.

    Andere Vielsporer der Gattung, wie z.B. bifida mit ebenfalls 128 Sporen oder curvicola (256) unterscheiden sich doch deutlich.

    Dann bin ich mal auf die Sporenmaße gespannt, ob sie meine Vermutung bestätigen.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Björn,


    auch ohne nähere Details möchte ich gern schon eine erste Prognose abgeben.

    Mit dem Substrat, den an den Enden leicht zuspitzenden Sporen mit +/- parallelen Keimspalten ist das, auch ohne Sporenmaße, recht sicher Sporormiella dubia. Sie ist nach meinen Beobachtungen die mit Abstand häufigste Sporormiella an Pferdedung und neben Podospora decipiens und Schizothecium conicum überhaupt die häufigste Art an diesem Substrat.

    Interessanterweise kann dubia in einem Pseudothecium verschieden große Sporen ausbilden, es gibt dann Asci nur mit kleinen und solche nur mit großen Sporen. Über diese Besonderheit finde ich nichts publiziert, ich glaube das aber auf Deinen Fotos ebenfalls zu erkennen. Zur Veranschaulichung habe ich auf einem der Fotos die vermeintlich kleinen Sporen / Asci mit roten Punkten gekennzeichnet.



    Du müsstest demnach zwei deutlich verschiedene Sporenmaße feststellen kennen.

    Ich bin da schon mal echt gespannt.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Seeeehr schöne Pladde! Danke nochmal für den Tip.

    Sehr, sehr schöne Platte sogar, wie ich beim x-ten Mal Hören feststellen durfte, Andreas!

    Welch unglaubliche Songs!

    Fade Into You - Blue Light - Into Dust und dann noch die Five String Serenade!!!:)

    Der Arthur Lee Klassiker gern hier nochmal im Original.


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    Apropos Arthur Lee & Love.

    "Forever Changes" von 1967 ist eines meiner Inselalben! Frag' mich jetzt aber bitte nicht nach den anderen.;)


    Liebe Grüße

    Nobi

    Tolle Beiträge, wie gehabt, Dieter & Matthias!

    Der Hit für mich ist dieses mal ein kleiner Käfer!:thumbup:

    Fundnummer: 2019-08-24-1647
    Pilz-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata)
    :
    mush-17467.jpg

    Den sich von Pilzen (Mehltau) ernährenden 22-Punkt-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata) hatte ich vor zwei Jahren ebenfalls entdeckt.

    Die Finnen nennen ihn 22-Pistepirkko.



    Ist übrigens auch der Name einer finnischen Band, die ich sehr mag und die viele tolle Songs geschrieben hat.

    U.a. diesen. Till the day I die. Oder diesen wunderbaren slow Blues. Leider ist nur deren erste CD auf finnisch, Matthias;)

    Ich hatte das Glück, sie vor ein paar Jahren in einem kleinen Club live zu erleben. Ein unvergessliches Erlebnis!


    Liebe Grüße

    Nobi