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letzter Beitrag von Lobel am

Was für Pilze stehen auf unserer Pferdewiese?

  • Hallo zusammen,


    der Kampf gegen den Hallimasch bedeutet erst einmal Bestandsschutz!


    Gesunde und vitale Bäume können sich auch selbst gegen eine Infektion wehren!


    Auch agieren die verschiedenen Hallimasch-Arten jeweils anders, es gibt insgesamt aggressivere Arten und weniger aggressive Arten. Eine Ermittlung der genauen Art schadet also in keinem Falle.


    Über Sporen-Flug werden vermutlich fast ausnahmslos bereits abgestorbene Bäume oder Strünke besiedelt. Entfernt man diese nicht, bieten sie dem Hallimasch eine gute Ausgangslage, um sich "unterirdisch" über die umliegenden Wurzeln anderer (gesunder) Bäumer herzumachen. Eine frühzeitige Beseitung infizierten Materials samt Ausbrennen von befallenen Strünken ist also sinnvoll. Der Hallimsch schädigt auch auf verschiedene Arten. So kann es beispielsweise "nur" zu einer Kernfäule kommen, welche über die Wurzeln meist nur bis zu einer bestimmten Höhe im Holz aufsteigt. Ein vitaler Baum, der davon befallen ist, kann sich wehren und den Schaden eingrenzen, das Splintholz bleibt verschont. Wurzelkontakt verschiedener Bäume ist eine gute Ausgangssituation für den Hallimasch, sich (über Wunden) auszubreiten ("Wundparasit").


    Also grundsätzlich darauf achten, dass Bäume gesund sind und bleiben. Beispielsweise Wassermangel, Lichtmangel oder auch eine Schädigung durch Chemikalien vermeiden. Junge Bäume sind anfälliger als alte Bäume, Nadelbäume anfälliger als Laubbäume. Auf genügend Abstand zwischen den Bäumen achten, dabei die verschiedenen Arten der Wurzeln beachten (Wurzeln, die sich räumlich ausbreiten, Wurzeln die auf relativ engem Raum einfach in die Tiefe gehen u. s. w.).


    Eine ganze Koppel abzugraben erscheint mir wenig sinnvoll. Wenn der Pilz sich nicht schon über Jahrhunderte etabliert hat, ist eine quadratkilometerweite Ausweitung sehr unwahrscheinlich. Im konkret vorliegenden Fall würde ich einfach unter Beachtung der vorhanden Fruchtkörper nach dem "Woher" forschen, die entsprechende Stelle "säubern" und gut sollte sein. Die umliegenden Bäume beachten und gegebenenfalls "von Baum zu Baum" Maßnahmen ergreifen, falls überhaupt noch erforderlich.


    Ich bin kein Profi... was ich damit sagen will: Bevor hier großflächig irgendwas abgegraben wird, sollte man sich erst einmal einen sehr genauen Überblick verschaffen, eventuell einen Fachmann (!) von irgendeiner Behörde oder einem Forstamt hinzuziehen, keinesfalls aber auf den Rat von "Nachbars Willi" hören, der schon die Kettensäge schmiert und den Bagger parat macht, weil das Holzen sein ganzer Lebensinhalt ist!


    Und letztendlich "werden auch Hallimasche nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht werden"!


    Gruß,


    Fredy

  • Fredy, danke für den tollen Beitrag. Ich bin gerade erleuchtet. Jetzt ist mir auch klar, warum unser Wald immer verschont blieb. Weil wir kein Holz rausgenommen haben. Aber die fahren heute mit dem Harvester rein, junge gehirngewaschene Leute von der Landwirtschaftschule, die davon schwärmen, wie dieses Monstergerät in einen Baum in Sekunden in Stücke schneidet. Seit der Borkenkäferkatastrophe muss ich auch wir mit dem Harvester rein und da werden auch unbeteiligte Bäume verletzt. Ich muss das alles noch mal überdenken. Danke, Lg J.

  • Liebe Hallimasch-Spekulanten, hier meine Meinung zum Thema:


    1. Hallimasch fängt zwar da an zu wachsen wo Holz ist, verbreitet sich mit Hilfe seiner äußerst robusten Rhizomorphen aber großflächig über ein Areal aus, das auch durchaus holzfrei sein kann.

    2. Ob Tierärzte wissen, wie Pferde auf Hallimasch reagieren, halte ich für zweifelhaft.

    3. Ob ein PSV vor Ort aus alten Hallimasch die genaue Art herausfinden kann, bezweifle ich ebenfalls. Mich würde mal interessieren wieviele PSV in der Lage sind, aus den mindestens sieben bekannten Hallimasch-Arten die richtige zu bestimmen.

    4. Auch ich habe vor vielen Jahren mal gelernt, dass Hallimasch für Schweine tödlich sein soll. Eine Quelle habe ich aber gerade nicht parat.

    5. Bodenaustausch ist doch hahnebüchener Blödsinn, es sein denn man ersetzt den ausgetauschten Boden durch Beton. Was soll das bitte bringen, davon abgesehen das man überhaupt nicht abschätzen kann, wie weit sich der Pilz schon ausgebreitet hat. Wenige Stunden, nachdem frischer Boden ausgebracht ist (der durchaus auch schon mit Pilzen kontamiert sein kann), ist der auch wieder "befallen" und das ganze Spiel geht von vorne los.


    In diesem Sinne

    Harald

    Pilzberatung gibt es nur vor Ort beim Pilzberater. Keine Beratung per Internet oder Telefon! Bilderbestimmung ist keine Essfreigabe!

  • Zitat

    von Harald: "hahnebüchener Blödsinn"

    Diese Wortwahl - "blanker Nonsens" ist der Grund für meine Editierung. Schließlich wollen wir doch das freundlichste Pilzforum der Welt sein und diskutieren täglich Umgangsformen wie in Versaille um 1700.

    Deine Argumente sind plausibel. Ich geh immer noch mit dem Gröger-Schlüssel vor. Das klappt und ich hab ja genug Referenzmaterial. Vom Foto her kann ich es oft nicht bestimmen.


    Bezüglich Schweine: ich habe im Web eine seriöse Quelle gefunden, da sagt ein Fachmann: ein Schwein könne problemlos einen Fliegenpilz fressen - aber Hallimasch wäre tödlich.


    So von meinen Erfahrungen im Wald sehe ich manchmal großflächig abgeknabberte Hallimasche. Es kann sein, das Kaninchen oder Mäuse das vertragen. Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass für Mäuse Avocados tödlich sein können und in gewissen Regionen aus den Kernen ein hochpotentes Mäusegift hergestellt wird - während es für den Menschen als "Superfood" gehandelt wird.


    jawohl, in diesem Sinne, Joseph

  • 2. Ob Tierärzte wissen, wie Pferde auf Hallimasch reagieren, halte ich für zweifelhaft.

    Hallo Harald!


    Diese Pauschalaussage wage ich sehr stark zu bezweifeln!


    Bei Pferden handelt es sich um Werte, die unter Umständen einer Nobellimousine gleichkommen. Hofgut Albführen beispielsweise hat einen eigenen TA. Das Hofgut ist riesig und beinhaltet Wälder, Koppeln, Waldwege, Feldwege, diverse andere Plätze.


    Ich bin mir sicher, dass der Tierarzt dort ganz genau weiß, was seinen Pferdchen schadet und was nicht, ansonsten riskiert er seinen Job.


    Der wohlhabende Schweizer lässt da nicht mit sich bzw. seinem Pferdchen spaßen!


    Selbst der Unternehmer eines Reiterhofes wird genau wissen, was gut ist und was schlecht ist für seine Pferde, die seinen Lebensunterhalt bedeuten. Die Pferde werden ja nicht nur auf dem Abreitplatz und beim Longieren beschäftigt, die werden auch in den umliegenden Wäldern ausgeritten.


    Gruß,


    Fredy

  • Hallo Ihr Lieben,



    oja.....dieser Thread nimmt rasant an Fahrt auf.


    Eine Frage hätte ich. Der Wald blüht ja gerade regelrecht wegen des Hallis. Und dort leben ja auch Schwarzkttel. Gerade gestern erst habe ich jede Menge abgefressene Hallistiele gesehen. Vermutung: Wildschweine. Wenn Wildschweine Hallis fressen können........und überleben...........Warum verendet dann ein hausschwein? Sind die beiden nicht miteinander "verwandt"? Hätten Wildschweine das auch nicht überlebt, dann wäre der Wald gestern voll von Wildschweingadavern gewesen.
    Irgendwie hält mich der ein oder andere jetzt wahrscheinlich für völlig verblödet? Kann mir das bitte jemand erklären? Ich verstehs gerade nicht so gut.




    LIebe Grüße




    Heidi

    Jeder Tag an dem Du nicht gelacht hast, ist ein verlorener Tag.
    Auch von mir gibt es keine Essensfreigabe.



    100 Chips, da Islandwette verloren = 95 Chips
    95-2 Chips für Jan-Arnes Rätsel = 93 Chips
    93-5 Chips für Grünis Grauen Wulstling= 88 Chips
    88-10 Chips für APR 2017 = 78
    78 + 10 (APR 2017 als erste über die Hälfte der Gesamtpunkte gekommen) = 88

    88-3 Chipse für OPR = 85

    85 - 10 Chips für APR 2018 = 75

    75 + 5 fürs APR = 80

    80 -10 Chipse für APR 2019 = 70 Chipse


    Keine Veröffentlichung ohne mein Einverständnis!!!!!!

  • Fredy, das ist ein gutes Argument. Ich hab mich auf Reitsport-Experten-Seiten umgesehen: innerhalb der Koppel wird auf Pilzfreiheit geachtet, außer Champignons. Außerhalb ist das Pferd relativ unempfindlich und hat mal Probleme im Magen-Darm-Bereich. Absolut tödlich sind wie bei Menschen auch: Amanita sp., also die giftigen, Kahler Krempling, Safranschirmlinge und verschiedene Trichterpilze. Führt ähnlich wie beim Menschen auch zu Atemlähmung.



    Zitat

    von Marion: Ich finde Harvester schlichtweg entsetzlich.

    Na frag mich. Aber wir kriegen keine Forstarbeiter mehr. Durch die ökologische Katastrophe Wald:

    Borkenkäfer, Lineatus bei Föhre, mysteriöses Föhrensterben, die Gipfel werden dürr, entschlüsseltes Eschensterben, Trockenheit, Wassermangel, Verflachung der Wurzeln, Umkippen der Bäume bei Windstärke 10 - schon gesehen - so eine Esche fällt einfach um. Starkregen und Überflutungen ist es nicht mehr anders zu bewältigen. Österreich hat 2019 Borkenkäferholz nach China verkauft, - die machen Obstkisten draus - gleichzeitig kaufen wir Holz von Polen und Tschechien, weil billig und schon verarbeitet. Die Preise sind im Keller. Einen Wald muss man sich leisten können. Da ist der Harvester noch meine geringste Sorge. LG

    2 Mal editiert, zuletzt von :)seph* () aus folgendem Grund: meine Schlampigkeitsfehler

  • Diese Pauschalaussage wage ich sehr stark zu bezweifeln!

    Nun, mag sein dass Du zweifelst. Ich zweifle eben auch und analogisiere zu den "Mensch-Ärzten". Ich habe immerhin dann und wann mit dem Berufsstand zu tun. Dort hat auch keiner die Ahnung bzgl. Pilzvergiftungen und im konkreten Fall fragt die medizinische Fraktion bei den Giftnotrufzentralen nach. Ärtze sind nun mal mit Medizin beschäftigt und müssen sich im Vergiftungsfalle - ob Pilze, oder was anderes - rückversichern und an geeigneter Stelle kundig machen.

    Deswegen bleibe ich bei meinem Zweifel bzgl. der Tierärzte! Man möge mir von kompetenter Seite das Gegenteil beweisen und meine Zweifel zuerstreuen.


    Beste Grüße

    Harald

    Pilzberatung gibt es nur vor Ort beim Pilzberater. Keine Beratung per Internet oder Telefon! Bilderbestimmung ist keine Essfreigabe!

  • Zwischen Nutztieren und Wildtieren bestehen schon einige Unterschiede, und man könnte darin einige Erklärungen finden.


    Von Pferden weiß ich, dass wenn eine Herde auf ein neues Gebiet kommt, sie den Kot von anderen Wildpferden fressen. Und Fohlen fressen den Kot ihrer Mütter. Sie nehmen dadurch die Mikroorganismen aus dem Kot auf und können anschließend die lokalen Futterpflanzen besser vertragen.

    Auf Basis dieses Wissens halte ich es für möglich, dass bestimmtes Futter für Weide- und Stalltiere unverträglich ist, das Wildtiere fressen können.


    Herden, Rotten oder Schwärme von Wildtieren wandern und suchen sich ihr Futter. Wenn es irgendwo alle ist, wandern sie eben weiter.

    Da die Nutztiere, wenn das Futter alle ist, nicht weiterziehen können und sie schlimmstenfalls in Ställen und Weiden an Langeweile leiden, fressen sie, was da ist. So wie wir, ohne hungrig zu sein, an den Kühli gehen. Pferde werden obendrein nicht satt, die fressen, bis das Futter alle ist. Möglicherweise verkimmeln sie dabei auch Zeugs, das sie in freier Wildbahn nie angerührt hätten.


    Wissenschatler, die sich mit der Darmflora bzw dem Mikrobiom beschäftigen, haben herausgefunden, dass im Darm von "wildlebenden" Menschen (naturnah lebenden Stämmen in Afrika und Südamerika) der Darm doppelt so viele Arten von Bakterien beherbergt wie bei uns Städtern. Antibiotika tun ein Übriges. Das Ergebnis sind z.B. unsere Allergien auf Lebensmittel.

  • Hallo in die Runde, habe mal ein wenig recherchiert und möchte mich nochmals zu der hier geäußerten Behauptung: … man könne die Ausmaße des Myzel nicht korrekt feststellen, zu Wort melden, weil ich glaube, dass man dies so nicht stehen lassen kann.

    Es gibt also inzwischen zwei nachgewiesene Hallimasch-Monster in den USA. Eines in Michigan und ein noch größeres von 9qkm in Oregon. Ich gehe davon aus, dass die Forstwissenschaftlerin Catherine Parks, die Letzteren als Armillaria ostoyae (Dunkler Hallimasch) beschrieben und entdeckt hatte, sich auf harte wissenschaftliche Daten stützen konnte, bevor sie mit ihrer Entdeckung an die Öffentlichkeit ging. Offensichtlich kann man also doch das Ausmaß eines Myzels ermitteln.

    Zu meinem „Unsinn Erdaustausch“ möchte ich mich auch noch einmal äußern. Nach meiner kleinen Recherche im Netz, scheint der Halli nicht nur den Hütern unserer Parks große Kopfschmerzen zu bereiten, sondern auch besonders den Gärtnern und Kleingärtnern. So wird z.B. im „Gartenjournal“ nicht nur die völlig Vernichtung der befallenen Bäume samt Wurzelwerk empfohlen, sondern auch der Erdaustausch. Hier geht es wohl, ähnlich wie in unseren Parks, aber um A. mellea (Gelber Hallimasch).

    Der ist auch kein Hexenwerk, da das Myzel nicht tiefer als 1m in der Erde liegen soll. Man möge mich berichtigen, wenn meine Recherche nicht ganz vollständig gewesen ist.

    Natürlich kommt es aber immer auf die jeweiligen Umstände an. In Fällen, wie von mir oben bei meinem ehemaligen Kollegen beschrieben, macht es durchaus Sinn. Denn nach unserem BGB hat der Eigentümer abzusichern, dass von seinem Eigentum, keine Gefahr für Andere und deren Eigentum ausgeht. Es ist also auch die Frage der Haftung zu berücksichtigen.


    Schließlich bleibt festzustellen, dass einzuleitende Maßnahmen von vielen Faktoren abhängen. Zu denen sich Fredy und Andere hier, ja schon sehr richtig geäußert haben. Wirtschaftliche Erwägungen gehören bestimmt auch dazu. Zumal wir die Lage der Pferdeweide zu Gebäuden und Gehölzen nicht kennen.

    LG Mischa

  • Offensichtlich kann man also doch das Ausmaß eines Myzels ermitteln.

    Selbst wenn man das könnte, kann man doch schwerlich ausschließen, ob sich nicht ein halber Meter daneben ein weiteres Mycel ausbreitet? Ich denke außerdem nicht, dass man ernsthaft bestimmen kann, wo der 9qkm-Hallimasch seine Grenzen hat.

    Fakt ist doch, dass Pilze allgegenwärtig sind, ob da jetzt Boden ausgetauscht wird, oder nicht. Auch hier möge man den Nachweis erbringen, dass der Erdaustausch irgendeinen Nutzwert hat.

    Auf der anderen Seite ist es mir auch vollkomen wurscht, ob jemand seinen Garten großflächig auskoffern lässt. Wenn man es sich leisten kann, möge man es probieren. Die Baufirma wird sich auf jeden Fall freuen....

    Die Argumente, die hier geliefert werden, scheinen mir alle recht fadenscheinig zu sein und vor allen Dingen ohne faktenfesten Hintergrund. Ob das "Gartenjournal" da als seriöse wissenschaftliche Quelle herangezogen werden kann?


    Da kann man argumentiern wie man will, Spekulationen, ohne harte Fakten zu liefern, sind nicht dazu geeignet mir meine Zweifel zu rauben.


    Mehr habe ich zum Thema nicht beizutragen, ich genieße jetzt den regnerischen Sonntag.

    In diesem Sinne

    Harald

    Pilzberatung gibt es nur vor Ort beim Pilzberater. Keine Beratung per Internet oder Telefon! Bilderbestimmung ist keine Essfreigabe!

  • Ich denke außerdem nicht, dass man ernsthaft bestimmen kann, wo der 9qkm-Hallimasch seine Grenzen hat.


    Da kann man argumentiern wie man will, Spekulationen, ohne harte Fakten zu liefern, sind nicht dazu geeignet mir meine Zweifel zu rauben.

    Hallo Harald, wie sollten denn die harten Fakten aussehen, wenn Du auch wissenschaftliche Ergebnisse, wie die der Forstwissenschaftlerin C.Parks anzweifelst?==Gnolm5==Gnolm7

    Aber, Du hast natürlich ein Recht auf Deine Meinung, die ich auch vollumfänglich respektiere.==Gnolm8

    In diesem Sinne noch einen schönen Restsonntag für Dich!

    LG Mischa

  • wenn Du auch wissenschaftliche Ergebnisse, wie die der Forstwissenschaftlerin C.Parks anzweifelst?

    Das habe ich nicht gesagt und ich glaube, Du hast meine Ausführungen nicht verstanden....

    Pilzberatung gibt es nur vor Ort beim Pilzberater. Keine Beratung per Internet oder Telefon! Bilderbestimmung ist keine Essfreigabe!

  • Halllo Zusammen,


    Hab heute schon mal angesetzt und das Geschriebene verworfen. Hoffe das wird diesmal besser und prägnanter!


    Ich denke, die Gefährlichkeit von Hallimasch in diesem Thread wird maßlos überschätzt.


    Aber das Thema an sich finde ich sehr spannend. Deshalb werde ich in den kommenden Monaten versuchen bei Behörden inundum MUC rauszufinden, was deren praktisches Vorgehen ist. Inhaltlich bin ich bei #zuehli. Her mit den belastbaren Fakten betreffs Schwein und Pferd. Und Nachweise für so absonderliche Ideen, wie die Gemeinde verlangt den Bodenaustausch, etc. etc...


    Wäre toll, wenn sich weitere Foristen vor Ort durchfragen wie man mit Armillarien umgeht.


    Außerhalb ist das Pferd relativ unempfindlich und hat mal Probleme im Magen-Darm-Bereich. Absolut tödlich sind wie bei Menschen auch: Amanita sp., also die giftigen, Kahler Krempling, Safranschirmlinge und verschiedene Trichterpilze. Führt ähnlich wie beim Menschen auch zu Atemlähmung.

    Wo nimmst Du solche Sachen her? Safranschirmling absolut tödlich für Pferd und Mensch!? Mensch seph denk doch einmal bevor Du was schreibst. Du weißt es doch besser.


    Grüßle

    RudiS

  • Hallo zusammen,


    bin die Verträglichkeit für Pferde am Abklären. Kann aber dauern. Ich erwarte frühestens morgen eine kompetente Antwort.


    Bis dahin könnt Ihr Euch schon mal mit den beiden PDF's beschäftigen. Ich hoffe, die sind allen seriös genug. Zumindest eins davon habe ich übrigens schon vor kurzem hochgeladen, aber das Zeut geht hier halt unwahrscheinlich schnell wieder unter.


    Hallimasch (Pflanzenschutzamt Berlin).pdf


    Hallimasch (Eidg. Forschungsanstalt WSL).pdf


    Wie man unschwer erkennen kann, stammen meine obigen Erkenntnisse daraus. Ich kann jedem nur raten, bei Interesse die entsprechenden Sachen einfach runterzuladen und abzuspeichern. Dann geht nix verloren und ist für immer verfügbar! Dafür hat man ja schließlich unter anderem auch die PC-Kiste!


    Grüße,


    Fredy

  • Halllo Fredy,


    Das Merkblatt aus Berlin ist mir neu, das zweite der Klassiker, mit den tollen Darstellungen von Helga Marxmüller.


    Als Resumee daraus: Hallimasch schädigt schwache Bäume und ist ökologisch wertvoll.


    Das Ausfräsen das im 2ten Merkblatt erwähnt wird kenne ich aus dem Englischen Garten. Da frag ich mal bei der Verwaltung nach, ob das wg. dem Hallimasch gemacht wird.


    Grüßle

    RudiS

  • Herden, Rotten oder Schwärme von Wildtieren wandern und suchen sich ihr Futter. Wenn es irgendwo alle ist, wandern sie eben weiter.

    Da die Nutztiere, wenn das Futter alle ist, nicht weiterziehen können und sie schlimmstenfalls in Ställen und Weiden an Langeweile leiden, fressen sie, was da ist. So wie wir, ohne hungrig zu sein, an den Kühli gehen. Pferde werden obendrein nicht satt, die fressen, bis das Futter alle ist. Möglicherweise verkimmeln sie dabei auch Zeugs, das sie in freier Wildbahn nie angerührt hätten.

    Und das ist der entscheidende Punkt zur Beantwortung der Ausgangsfrage. Meine Stute beweidet beispielsweise eine sehr große Fläche an Weideland mit ihrer Herde. Da wäre es schon grundlegend vollkommen unmöglich, jedes Fleckerl regelmäßig auf eventuelle Pilzaktivitäten abzusuchen. Trotzdem finde ich regelmäßig per Zufall Karbol-Egerlinge, Panther- oder Fliegenpilze und einen Knollenblätterpilz fand ich auch schon mal. Aber die zu entfernen würde nicht helfen, stehen halt ein paar Tage später neue Fruchtkörper da. Also halte ich mein Pferd so, dass es gar nicht erst in Hungersnot (bzw. Kaunot, denn ein Sättungsgefühl hat ein Pferd in der Tat nicht, bei denen erschlafft der Kaumuskel wenn genügend Kauschläge erfolgt sind und sie machen dann eine Fresspause, die sind allerdings natürlich recht gering (Pferde sind eigentlich Dauerfresser mit im Schnitt 16 Stunden kauen pro Tag), da ein Pferd durchgängig Magensäure produziert und der Speichel, der über Kauschläge entsteht, diese Magensäure neutralisiert, damit eben der Magen nicht übersäuert) gerät, d. h. besteht Gefahr, dass sie sich Zeugs suchen, was sie bei ausreichend Gras nicht tun würden, füttert man auf der Weide Heu zu und schon ist das ganze kein Thema mehr. Außer manchmal zamgetretene Schwammerl wurden die bei mir in 30 Jahren noch nie gefuttert von einem Pferd. Bei Grasangebot gehen die ans Gras, wird das gering, nehmen sie gerne Heu, das war´s dann aber auch schon.

  • Hallo, ich habe gestern noch mal bessere Fotos gemacht und heute mit unserer Tierärztin gesprochen. Sie meint es wäre auf jeden Fall ein Pilz der Gattung Lamellenpilze, die wohl häufiger giftig sein könnten für Haustiere und sie erkundigt sich bei ihrer Kollegin genauer und meldet sich noch mal bei mir. Bei Frost würde er vermutlich eingehen und ich sollte die Pferde bis zum Frühjahr vorsichtshalber erst mal nicht mehr auf die betroffene Weide stellen. Der Pilz sollte auch vorsichtshalber nicht auf dem Mistfall entsorgt werden ;-)...

    Sie hat einen Pilz mitgenommen.

    Liebe Grüsse und danke für die vielen Infos

  • Hallo a-schulte,


    Die Pilzgattung wurde ja oben schon bestimmt. Da wird keine neue Info mehr dazukommen.

    Wenn deine Tierärztin von der "Gattung" der Lamellenpilze gesprochen hat, zeigt das recht deutlich, dass sie sich mit Pilzen nicht auskennt. Kannst ihr sagen, dass es hunderte Gattungen von Pilzen mit Lamellen gibt. Und ja, darunter auch solche, die für Menschen sehr giftig sind. Mit Pferden und Pilzen kenne ich mich nicht aus, aber das was #Lobel oben schreibt, halte ich für das qualifizierteste Pilz-Pferdewissen in diesem Thread. Lies das doch einfach nochmal durch.


    Pilze, ja auch Lamellenpilze gibt es übrigens das ganze Jahr über. Da musst Du Dein Pferd schon permanent im Stall/Halle halten. Und auch dort wird es welche geben.


    Grüßle

    RudiS

  • Sie meint es wäre auf jeden Fall ein Pilz der Gattung Lamellenpilze...

    Was für eine Aussage! :(

    Da sträubt sich mein sämtliches Gefieder!;(

    "Gattung Lamellenpilze" - was es nicht alles gibt. Die Art Armillaria spec., also ein Hallimasch, ist doch längst geklärt!

    Mein Vertrauen in die Tierärztin wäre damit auf dem Nullpunkt angelangt!


    Immerhin erfreulich, dass sie sich weiter erkundigen will.


    Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

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    Chips: 88 nach diversen Verlusten - 10 APR 2019 = 78

  • Hallo a-schulte,

    schließe mich vollumfänglich meinen Vorrednern an. Wir sind uns hier bei der Identifizierung bis auf die Gattungsebene einig. Was wir auch mit Deinen neuen Bildern nicht sicher können, ist die Artbestimmung.


    Die wird auch mit Sicherheit die Kollegin Deiner TA nicht feststellen können. Warum folgst Du nicht unseren Rat und lässt die Art durch die o. gen. PSV in Deiner Nähe feststellen, bevor die Fruchtköper verschwunden sind? Die ist in der Regel sogar kostenlos, im Gegensatz zu Deiner TA und ihrem offensichtlich bescheidenen Wissen über die Schädlichkeit von Pilzarten für Pferde.

    Die Art-Bestimmung ist die Grundvoraussetzung, um über weitere Schutzmaßnahmen für Deine Tiere usw. nachzudenken.

    LG Mischa

  • ich glaube Mischa, die Art des Hallimasches ist relativ egal - außer beim Honiggelben bin ich mir nicht sicher. Was ich über Pferde und Hallimasche recherchiert habe: es führt ähnlich beim Menschen zu einem gastroenterologischem Problem, das meist bei geringen Mengen via Durchfall etc. nach einigen Stunden verschwindet. Das Problem wird die Menge sein. Also wenn da mal alles zugewachsen ist, können die Mengen auf Dauer Folgeschäden hervorrufen. Eine akute tödliche Krankheit, wie Herzstillstand bei Knollenblätterpilzen, nehme ich nicht an. Merkwürdig ist es auf alle Fälle, dass dieses eigentlich häufige Problem - es gibt viele Pferde - selbst in meiner Umgebung - in einer Koppel mit Pilzen bei Tierärzten unbekannt ist. Oder zumindest bei Pferdespezialisten.

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