Beiträge von Grafei

    Bei den über 10.000 Pilzarten Mitteleuropas wundere ich mich immer wieder über Personen, die sich mit jeder Gattung beschäftigen und den Anspruch haben in jeder Gattung nahezu alle Arten zu kennen. Wer kann das denn bei Pflanzen, bei denen die Artenvielfalt geringer ist? Es gibt z.B. Spezialisten, die sich rein mit Brombeeren beschäftigen.


    Wir sollten unseren Anspruch ein bisschen runter schrauben, denn die Artenvielfalt ist viel zu groß. Nehmt euch ein paar Gattungen raus und beschäftigt euch mit diesen. Natürlich ist das leichter gesagt als getan, denn man kann sich natürlich nicht mit Täublingen beschäftigen wenn man nur Röhrlinge findet.


    Ich finde den Thread jedenfalls interessant und hoffe ich kann mir auch ein paar Tipps raus holen, die Theorie fällt mir nicht gerade leicht. Die Merkmale optisch abzuspeichern ist für mich einfacher.

    würde dieser Pilz z.B. sehr bitter oder unangenehm schmecken, würde man da kaum nennenswerte Portionen davon essen. Leider schmeckt er sehr würzig und nicht schlecht, und die Zubereitung in der Pfanne erzeugt auch keine unangenehmen Gerüche.


    Anders sieht es - als Beispiel - mit dem Terpentin-Schneckling aus (Hygrophorus abieticola / pudorinus), der riecht schon beim Braten in der Pfanne so furchtbar, und "verstinkt sozusagen die Küche" - dass man den auch nicht mehr probieren will.

    Da hast du die Rechnung ohne Pilzlaien gemacht... Da habe ich schon von mehreren Fällen gehört, bei der erst nach Anruf beim Giftnotruf auf Nachfrage, wie das Gericht denn geschmeckt hätte, den Personen der Einfall kam... "Ja, jetzt wo ich drüber nachdenke. So richtig lecker war es nicht."

    R. rhodoxanthus hätte kräftig gelbes Fleisch, kommt in Süddeutschland im Flachland vor.

    Ich schließe mich Hias an, R. rubrosanguineus. Der eher höhere Lagen bevorzugt.

    Außerhalb der Fraßstellen kann man die Rottöne am Stiel auf dem Foto ja ganz gut erkennen.

    Hi beli,

    ein paar schöne Röhrlinge hast du ja doch gefunden.

    Hier in den Bergen auf 1000m+ gab's letzte Woche mal nen richtigen Röhrlingsschub, ob der noch anhält konnte ich diese Woche leider nicht prüfen. Lamellenpilze waren aber auch eher wenige, ein paar Rötlinge und Saftlinge waren zumindest da. Ich hoffe die kalten Nächte helfen jetzt dem Wachstum ein bisschen nach. Und natürlich fehlt noch Regen, die nächsten zwei Wochen ist jedoch wieder kein ergiebiger Niederschlag in Sicht :(

    Rotkappen kommen bei mir nicht in die Pfanne, die schmecken doch nicht. :gnichttraurig:

    Espenrotkappen sind bei mir sogar in den Top 10, so unterschiedlich ist halt nunmal der Geschmack.


    Schöne Sammlung Radelfungus. Bei meiner (Espen-)Rotkappenstelle waren gestern leider nur zwei Stück, die dafür richtig frisch und knackig. Der Röhrlingsboom der letzten Woche scheidet genau so schnell davon wie er begann.

    Hallo zusammen,


    diese Pilze fand ich auf einer Almwiese auf etwas 1050 m ü.N.N. bei einer großen Lärche zu Dutzenden.

    Die Beschreibung von der von Klofac beschriebenen Art S. brunneolus passt sehr gut. Nur die Verfärbung auf dem Hut wird dort nicht erwähnt. Auch andere Suillus Arten können aber ja mal blauen oder bräunen.


    Hut jung gelblich, dann etwas dunkler braun, dann beige

    Später mit angedrückten Schuppen

    Hutrand schwärzend

    Druckstellen grün-blau, teils auch rot-braun verfärbend


    Poren jung weiß-grau

    Später grau-braun

    Röhren hellgrau


    Fleisch weiß

    Stiel von der Basis her teils nachgilbend

    Bei einem Exemplar Bräunung unter der Huthaut

    Poren, Hut und Stiel teils grün-grau-blau verfärbend


    Velum weißlich, bräunend

    Deutliche Netzzeichnung oberhalb des Velums, dort grünlich verfärbt


    Alles in allem eine sehr wilde Farbgebung und Verfärbung.


    Ich freue mich auf eure Meinung dazu, gerne liefere ich weitere Infos nach.



    Glückwunsch Erika und Bea, wie immer erstklassige Bilder! Freut mich, dass ich's bei der starken Konkurrenz trotzdem mal wieder auf's Treppchen geschafft habe.

    Die Pilzsaison nimmt (zumindest in Südbayern) langsam Fahrt auf, dann fehlt nur noch die Zeit für den Wald ^^

    Aber nun ist schon geschrieben worden, was auch ich vermute. Schade. Denn mein Ziel war es, den Threadersteller dahin zu führen. Leider konnte ich das nicht zu Ede bringen. Mein Anfang waren die Bäume, dann die Kiefern, dann die Nadeligkeit usw. …


    Das ist mir hier im Forum bedauerlicherweise schon mehrfach so passiert. Das war das letzte Mal, dass ich mir diese Mühe gemacht habe, den Fragesteller zum Ziel zu leiten.

    Hallo Steffen,

    die Idee den Threadersteller selber zum genaueren Nachforschen anzuregen ist spitze, aber vielleicht solltest du das in deiner Antwort erwähnen, damit andere es auch wissen. Es war aus deiner ersten Antwort nicht klar erkennbar, welchen Plan du verfolgst. Ich hätte ähnlich wie Hias geantwortet und auf den Elfenbeinröhrling verwiesen.

    Hallo zusammen,


    am Sonntag fand ich diese Täublinge auf etwa 1050 Hm im sehr lichten Fichten-Tannen-Wald auf Kalk im Chiemgau.


    Hutfarbe: grünlich mit leichten rosa Tönen

    Hurand gerieft

    Hutdurchmesser: 4-6,5cm

    Lamellen: jung weiß, alt gelblich

    Keine Lamelleten, Lamellen stark brüchig

    Spp-Farbe: Leider keine Sporenabgabe

    Stiel: weiß, grau-braun verfärbend, nicht hohl

    Geruch: deutlich warnehmbar, schwer zu beschreiben. ich würde sagen unangenehm obstartig, würzig

    Geschmack: mild


    Ich komme hier auf R. postiana, bin mir aber unsicher ob die Verfärbung des Fleiches dazu passt?

    Im Russula-Buch von Werner Jurkeit fehlen mir die Detailbeschreibungen der einzelnen Arten und für den Schlüssel reichen meine Mikroskopierkenntnisse noch nicht aus.


    *edit: oder habe ich hier doch einen Ockertäubling R. ochroleuca?



    Der Mensch wird Drogen konsumieren, egal ob legal oder illegal. Drogen zu verbieten, behindert vernünftige Aufklärung, Präventions- und Suchthilfeangebote, sowie Forschung und fördert kriminelle Strukturen in immensem finanziellem Ausmaß.


    Alkohol ist in den Top 5 (je nach Studie auch Nr. 1) der schädlichsten Drogen für den Menschen und die Gesellschaft. Besonders zu beachten gilt, dass Alkohol nicht nur den Konsumenten, sondern auch Menschen in seinem Umfeld gefährdet. Der Großteil von häuslicher Gewalt passiert unter Alkoholeinfluss. Dazu kommen Schlägerein, Vergewaltigungen, usw. Außerdem die unfassbaren Kosten für das Gesundheitssystem.

    Es gibt keinen logischen Grund dafür, dass Alkohol legal ist, während es mildere Drogen nicht sind.

    Auch der kulturelle Aspekt greift meiner Meinung nach nicht. Beim Beispiel Hanf: Bayern war ein Hanfanbaugebiet und Hanf kulturell stark verankert. Auch die medizinische Forschung für THC war in Bayern stark vertreten.


    Und nun zum Stoff um den es in diesem Thread geht:

    Ihr lest vllt schon raus, dass ich für eine liberale Drogenpolitik bin. Ich selbst habe noch nie psychoaktive Pilze konsumiert. Psilocybin steht für mich aber ganz oben auf der Liste von Stoffen die freigegeben werden müssen. Der medizinische Nutzen übersteigt bei weitem die negativen Aspekte einer Freigabe. Das Suchtpotenzial ist sehr gering im Vergleich zu anderen Drogen. Der Petitionstext begründet es gut, das muss ich glaube ich nicht weiter ausführen.


    *edit: ich möchte noch etwas anführen, die Entkriminalisierung von THC hat vielen Menschen geholfen vom Alkohol weg zu kommen. Psilocybin könnte dies auch schaffen. Dringend nötig wäre, dass sich die Gesellschaft über die Gefährlichkeit von Alkohol einig wird und wir so gemeinsam dagegen etwas tun können.

    Gestern gab's ne kleine Bergtour und da kamen mir ein paar schöne Motive unter.


    Biene im Anflug! *edit: Anm. leider geht viel Qualität beim Forenupload verloren.


    Weißbindiger Bergwaldmohrenfalter



    Blick auf den Hochgern


    Blick ins Achental


    Und der dritte Ballon des Jahres 2026

    100% Sicherheit? Wer das von sich glaubt, hat in meinen Augen schon an Vertrauen eingebüßt, weil er an Hybris leidet.

    Es gibt doch einige Arten die man mit 100% Sicherheit als essbar bestimmen kann. Reizker, Pfifferlinge, Herbsttrompeten, Steinpilze, Maronen, um nur mal ein paar zu nennen ... Wo gibt es da makroskopisch Zweifel?

    Da geb ich euch recht, da sind ein paar gleichwertige Bilder dabei.

    Mein Favorit ist allerdings Beas Täubling, vllt weil ich Täublinge an sich sehr gern mag und einen so unversehrten wie Bea Geg s Motiv finde ich selten.