Hallo zusammen
eigentlich wollte ich Den Roten Kelchbecherling nicht mehr fotografieren, da sich schon ca. 70 Aufnahmen auf meiner Festplatte befinden. Nachdem ich gestern im NSG Brachter Wald fast sechs Stunden vergeblich nach Roseodiscus formosus, Arrhenia chlorocyanea, Octospora und Lamprospora gesucht hatte war zum Augentrost noch ein Abstecher notwendig
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LG Karl
Roter- oder auch Österreichischer Kelchbecher (Sarcoscypha austriaca)
Beiträge von Karl W
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Der Name Pholiota oedipus sollte ad acta gelegt werden (auch in Mykis). Pholiota wurde früher recht breit aufgefasst und war eine polyphyletische Großgattung. Mittlerweile wurde ja z. B. Flammula wieder abgegrenzt, "Pholiota astragalina" ist (was mich gar nicht überrascht) doch näher mit den Schwefelköpfen verwandt und eben "Pholiota" oedipus auch deutlich außerhalb von Pholiota. U
Hallo Christoph
Wenn Du Änderungsvorschläge für Mykis hast, kannst Du die jederzeit Frank Dämmrich Tomentella mitteilen. Frank macht regelmäßig Updates, die zweimal jährlich Ende Februar und Ende August auf Pilze Deutschland übernommen werden und ist .
Meottomyces dissimulans ist bereits der gültige Name in Mykis ebenso werden einige Pholiota-Arten inzwischen unter Flammula geführt.
LG Karl -
Hallo zusammen
Die Checklisten der Pilze in NRW sind aktuallsiert und hier NRW Listen einsehbar. Ca. 130 Arten wurden neu aufgenommen.
Die Gesamtartenzahl übersteigt die Anzahl der bei Willkommen bei den Pilzen Deutschlands angezeigten Arten erheblich, da auch Literaturdaten ohne genaues Funddatum eingeflossen sind.
Falsch Mehltaue und Anamorphe Ascomyceten sind (noch) nicht enthalten.
LG Karl -
Hallo Björn,
Helvella villosa wird allgemein mit Sporen bis über 20 mµ Länge angegeben. H. cupuloides kann ich mir sehr gut vorstellen, da die Art auch von Jochen am 10.10.21 gefunden wurde. Momentan habe ich nicht alle Literatur zur Verfügung, aber ich meine der gültige Name für H. villosa soll H. vibrosa sein und H. cupuliformis hatte sich auch geändert. A synopsis of the saddle fungi ( Helvella: Ascomycota) in Europe - species delimitation, taxonomy and typification - PubMed
Bei S. coccinea bin ich absolut Deiner Meinung. Wer noch nie S. austriaca mikroskopiert hat wird zwar auf Deinem Mikrobild keine glatten Haare sehen
aber gekräuselt und korkenzieherartig sind sie nun wirklich nicht. Fehlende eingedellte Sporen unterstützen das noch zusätzlich.
LG Karl -
Na dann ergänze ich mal

Bei der recht großen Anzahl an ähnlichen Bechern musste jedes Exemplar mikroskopisch überprüft werden.
Hier noch eine Gruppe und ein großes Einzelxemplar vom Gilbenden Kohlenbecherling (Plicaria endocarpoides)
Von ähnlichen Arten unterscheidet sich Plicaria endocarpoides durch glatte Sporen
Am Standort kaum zu unterscheiden aber zum Glück eingesammelt und für mich persönlicher Erstfund
Brandstellen-Becherling (Plicaria carbonaria Syn. P. anthracina)
Durch stachelige, spitze Sporen von P. endocarpoides zu unterscheiden.
Über die "ungewöhnliche" Farbe der Fruchtkörper und die Abgrenzung zu Plicaria trachyspora findet sich hier schon etwas
Plicaria carbonaria (Syn: Plicaria anthracina) - Brandstellen-BecherlingUnbedingt mikroskoppflichtig sind auch alle Funde der Gattung Lyophyllum. Nachdem Jochen schon das Höckersporige Graublatt gezeigt hat hier noch dasKohlen-Graublatt (Lyophyllum anthracophilum) mit gleichem Aussehen aber glatten kreisrunden Sporen.
Der häufigste Pilz war der Kohlen-Schüppling (Pholiota highlandensis) hier ohne Beifang.
Auch ein Mykorrhizapilz zeigte sich bereits wieder auf den ich im Feld allerdings nicht gekommen bin da die Exemplare sicher schon eine Frostnacht hinter sich hatten.
Braunroter Lacktrichterling (Laccaria proxima)
Das war sicher nicht der letzte Besuch in dem Gebiet
LG Karl -
Hallo zusammen,
über eine Anfrage nach Frischpilzen zum Aufbau einer Datenbank bin ich auf diese Methode gestoßen. Da könnte sich etwas Interessantes entwickeln.
Lebensmittel: Identifizierung von Großpilzen mit Hilfe der MALDI-TOF MS
LG Karl -
Hallo zusammen
Ich messe Ascomyceten grundsätzlich in Leitungswasser. Bei Basidiomyceten mit braunen, ornamentierten Sporen (Galerina, Hebeloma, Cortinarius usw.) ist in 3%iger KOH das Ornament etwas kontrastreicher. Bei kleinen hyalinen Sporen setze ich, wenn es anders nicht vernünftig zu sehen ist, wenig wässerige Lsg. von Kongorot zu. Sporen von Sprödblättlern messe ich nur in Melzer, wenn ich zu wenige Sporen habe.
LG Karl -
Hallo Björn,
vielen Dank für Deinen Bericht mit dem Du mir die Suche nach dem Brandbereich in der Zonser Heide erspart hast der für gestern auf dem Plan stand. Erfolgreich warst Du ja trotzdem
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LG Karl -
Hallo Harald,
hab ich zwar noch nicht so ausgedehnt gesehen aber erinnert stark anTintlingsmyzel.
LG Karl -
Was Namen angeht, scheint T. thielavioides jetzt auch einen neuen Namen zu haben: Ceratocystis paradoxa. Soweit ich weiß, gibt es da aber (noch) keine kryptische Verwandtschaft

Hallo Björn
Ceratocystis paradoxa ist die Hauptfruchtform. In Mykis kann ich ja als Stadium Anamorphe eingeben aber in einer Verbreitungskarte erscheint eben nur der Name Ceratocystis paradoxa, weil die Hauptfruchtform Priorität hat.
LG Karl -
Hallo Björn
Thielaviopsis basicola wurde inzwischen umbenannt. Berkeleyomyces basicola (Berk. & Broome) W.J. Nel, Z.W. de Beer, T.A. Duong & M.J. Wingf., Plant Pathology 67 (4): 877 (2017) Kartieren kann man die Art ohne Seqenzierung allerdings nicht, da es mit Berkeleyomyces rouxiae eine morphologisch nicht unterscheidbare weitere Art gibt

LG Karl -
Hallo Karl, hast Du vielleicht ein Zahl parat, wie viele Pilzarten dort insgesamt schon festgestellt wurden? Sind da eigentlich irgendwelche Bereiche wegen Munitionsaltlasten gesperrt oder ist alles zugänglich?
LG, Bernd
Hallo Bernd,
das gesamte Gebiet darf nur auf ausgewiesenen, markierten Wegen betreten werden. Für das Verlassen der ausgewiesenen Wege habe ich einen Befreiungsbescheid.
Mit Altlasten ist zum Glück nicht zu rechen, da es sich nicht um einen Truppenübungsplatz sondern um ein ehemaliges Munitionsdepot handelt. Die Fundliste kanst Du hier:
Webseite-APN herunterladen (mitlere Spalte unten) . Sie wird Ende das Jahres aktuallisiert.
LG Karl -
Ja, da werden Erinnerungen wach und gern wäre ich mit von der Partie gewesen. Wegen C 19 z.Z. leider nicht möglich.

Hallo Nobi, danke für die schönen Fotos.
An Euren Besuch im Okt. 2012 erinnere ich mich nur zu gut. Auf Deiner Fundliste tauchten damals ja ca. 60 Arten auf, welche neu für das Gebiet waren und ca. 30 davon waren vorher in NRW noch nicht kartiert. Wir überschritten damit 1000 Arten für das Gebiet liegen inzwischen aber bereits bei mehr als 1400 Arten.
LG Karl -
Hallo Björn,
zwei tolle Dokumentationen hast Du zusammengestellt
. Ich fand unsere gemeinsame Exkursion ebenfalls bemerkenswert. Nach dem trockenen Sommer waren etliche Arten die gewöhnlich ab Mitte Oktober zu finden sind erst jetzt zu sehen. Erstmals in diesem Jahr zeigten sich C. krieglsteineri, C. argillacea, G. glutinosum und T. hirsutum.
Das man auch nach 20 Jahren und mehr als 300 Exkursionen mit Nectriopsis lecanodes eine für das Gebiet neue Art dabei hatte, rundet das Ganze wunderschön ab. Neu für das Gebiet war auch noch Melastizia cornubiensis. Kein Makrofoto weil ich zunächst dachte schon wieder Neottiella und dann war der Fruchtkörper schon "zerlegt". Immerhin reichte es noch für die schönen Sporen.
LG Karl -
Hallo Bernd,
zu dem roten Täubling sage ich ohne Geschmacksprobe und/oder SPP und/oder Guajakreaktion mal lieber nichts
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LG Karl -
Hallo Bernd
Sicherlich ein Täubling aus der Emetica-Verwandschaft. R. betularum (wenn Birke der Partner ist) blasst fast immer so stark aus. Ich hatte aber auch schon so blasse Exemplare in reinem Fichtenwald ohne Birke, die ich als R. emetica s.str. bestimmt habe und ebenfalls blasse Täublinge mit grauenden Stielen, die an R. emetica var. griseascens erinnerten aber mikroskopisch nicht ganz passten.
LG Karl -
Halo Zusammen,
das war ja außerordentlich interessant. Möglicherweise hätte ich einen Fund wie auf Bild 1 der zweiten Kollektion ohne Überprüfung als G. infula abgelegt auch wenn die runzlige Oberfläche von normalen G. infula etwas abweicht. Vielen Dank für Deine Bemühungen Christoph. Mein einziger Altfund von G. infula hat sich nach Überprüfung meiner Aufzeichnungen bestätigt.
LG Karl -
Hallo Hans,
toll das man aus Deinem Herbarmaterial nach so langer Zeit noch brauchbares Erbgut isolieren konnte.
LG Karl -
Hallo Claus,
R. insignis ist ein Kammtäubling und makroskopisch ähnlich R. pectinatoides oder R. amoenolens und violettliche Töne sind in der Gruppe völlig ausgeschlossen.
LG Karl -
Hallo Klaus
an R. vesca gibt es wohl keinen Zweifel aber die FeSO4-Reaktion ist seltsam. R. grisea, R. heterophylla, R. mustelina und R. vesca sind die Arten mit der deutlichsten Reaktion.
LG Karl -
Hallo Claus,
den würde ich auch R. subfoetens nennen. Die KOH-Reaktion ist nach jüngeren Erkenntnissen wohl inkonstant, da man von Funden mit und ohne Reaktion gleiche Sequenzen hat. Auch die Ökologie hilft nicht weiter, da beide Arten im Laub- und Nadelwald vorkommen können. Zur Trennung bleibt nur noch die Spore, was aber bei Deienm Fund ausreichend ist.
LG Karl
PS. Die Sporen von "echten" foetens sind auch mehr rundlich -
Hallo Florian und Eike
Mit dem Aufsuchen des Gebietes habt Ihr eine gute Entscheidung getroffen
. Tatsächlich kann man auf Brandstellen und Waldbrandflächen gewöhnlich schon nach 3 - 4 Monaten die ersten Pilze antreffen wie Ihr sehr schön bestätigt und wenn man erst nach einem Jahr schaut, hat man schön manche Art verpasst.
Viel Erfolg bei weiteren Besuchen
Karl -
11. Die Kletteranlagen im Landschaftspark sind coronabedingt gerade geschlossen, aber das stört den Geröllnabeling Arrhenia rickenii nicht und er klettert munter an bemoosten Steinen hoch.
Und das völlig ungesichert. Das kann Ärger mit der Sektion Duisburg des Deutschen Alpenvereins geben

LG Karl -
Hymeniderm habe ich schon mal gelesen, habe das aber noch nie aktiv als Kriterium herangezogen. Da muss ich mich mal schlau machen. Hymeniform lese ich bei Ludwig unter Pholiotina: "globose bis verkehrt birnenförmige Elemente". Kommt das so nur bei Pholiotina vor?
Hallo Sebastian,
ein Huthautaufbau aus blasigen bis rundlichen Zellen ist für mich nach der Sporenpulverfarbe das wichtigste Kriterium wenn ich keine Idee zur Gattung habe oder unsicher bin.
Conocybe zellig zur Unterscheidung von Galerina hyphig,
Pholiotina zellig war ja schon klar.
Agrocybe zellig hat mir bei seltenen Arten schon sehr geholfen
Bei den Weißsporern hat z.B. Dermoloma eine zellige Huthaut
Bei den Arten mit sehr dunklem bis schwarzem Sporenpulver zellige Huthaut fast immer bei Psathyrella und Panaeolus aber bei Stropharia und Psilocybe hyphig.
LG Karl -
Hallo Anton,
das ist der Buchenschleimrübling (Oudemansiella mucida)
LG Karl
