Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen

    Wie immer schon um 6:30 Abfahrt zu einer ausgedehnten Tour von denen ich einige aber bei weitem nicht alle Eindrücke zeigen möchte. Erster Halt an einer bekannten, sehr guten Saftlingswiese. Wenn man sich die Zusammensetzung und Höhe der Vegetation ansieht, kann man im weiteren Verlauf des Tages schon potetiell geeignete, neue Ziele für den Herbst aussuchen oder ausschließen.

    Los geht es mit dem

    Großern Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)

    Lichtreflexe von Tautropfen im Hintergrund


    Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi)


    Acker- Witwenblume (Knautia arvensis)


    An einer feuchteren Stelle ein schöner Bestand von Wollgras (Eriophorum sp.)


    Im weiteren Verlauf wo die Wiese feuchter wurde (und im Herbst keine Saftlinge stehen) dann sensationelle Mengen vom
    Breitblättrigen Knabenkraut (Dacthylorhiza majalis)





    Breitblättriges Knabenkraut (Dacthylorhiza majalis)



    Unter tausenden Pflanzen befand sich auch ein fast weißes Exemplar


    Breitblättriges Knabenkraut (Dacthylorhiza majalis)

    Weiter ging es in ein Kalkgebiet. Im Schatten von Schlehen
    Bleiches Waldvöglein (Cephalanthera damasonium)

    Im Übergang und auf einer offenden Fläche

    Mückenhändelwurz (Gymnadenia conopsea)




    Mückenhändelwurz (Gymnadenia conopsea)


    Kugel-Teufelskralle (Phyteuma orbiculare)




    Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha)


    Bienenragwurz (Ophris apifera)


    Die sehr seltene apochrome Form der Bienenragwurz (Ophris apifera)





    Fliegeragwurz (Ophris insectifera)


    Dann ging es zu einem bekannten Standort wo wir auf den Ziegelroten Risspilz (Inosperma erubescens) hofften. Stattdessen gab es eine noch unbestimmte
    Sommerwurz (Orobanche sp.)




    Nicht weit entfern ein weiterer Halt bei zwei weiteren Wiesen

    Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii) ist immer noch weit verbreitet und häufig


    Variationsbreite vom Gefleckten Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii)


    Wer genau hingeschaut hat konnte schon beim vorletzten Bild fündig werden
    Echte Arnika (Arnica montana)


    Mitten in der Wiese trotz vollsonnigem Standort noch in Knospe
    Großes Zweiblatt (Listera ovata)


    Dafür blühte eine kleine und leicht zu übersehen Art
    Weiße Höswurz (Pseudorchis albida)


    Im Schatten fand sich noch ein blühendes Exemplar vom
    Manns-Knabenkraut (Orchis mascula)


    Weiter ging es in ein Feuchtgebiet und zum Highlight des Tages. In einem Bestand von Schlangenknöterich tummelten sich zahlreiche Falter, die sich erstaunlicherweise absolut nicht scheu zeigten. Nix Teleobjektiv, was ich eh nicht dabei hatte. Ich konnte tatsächlich das Stativ aufbauen und mit Makroobjektiv fotografieren, was bei Faltern wohl in kaum einem von 100 Fällen gelingt und dann auch noch bei einer seltenen und gefährdeten Art.
    Randring-Perlmuttfalter (Boloria eunomia)








    Wenn auch spärlich, aber immerhin ein Pilz :)
    Sumpfhaubenpilz (Mitrula paludosa)


    Ein Blick auf die Uhr 16:30. Sollen wir noch nach den Kronenbecherlingen schauen? Wieder Fehlanzeige aber dafür noch eine letzte Pflanze
    Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia)




    LG Karl

    Hallo Martin

    Wenn Du ein Schlüsselergebnis erhältst, musst Du anschließend grundsätzlich immer mit den entsprechenden Artbeschreibungen abgleichen!!!.
    Schon die Form der Pleurozystiden bei den Zeichnungen schließt beide Arten aus und auch die Sporengrößen passen nicht. Ohne alle Beschreibungen gelesen zu haben entsteht der Eindruck, dass die Schlüsselnummern 4 und 6 vertauscht sind.

    LG Karl

    Ich schätze das es eine Krabbenspinne ist.

    Korrekt, veränderliche Krabbenspinne.

    Je nach Blüte auf der sie lauert von Weiß bis Gelb gefärbt.

    Habe ich auch noch nebst Beute im Archiv.


    Die gab es auch letzte Woche in der Eifel an Orchis mascula (Mannsknabenkraut)


    LG Karl

    1. Gibt es Untersuchungen, welche Strecken Pilzsporen nach ihrer Emission durch den Fruchtkörper zurücklegen können? Falls ja, was sind so ein paar Ergebnisse?

    Hallo stropharia,

    das wird nicht anders sein als bei Sand aus der Sahara, also tausende Kilometer. Über welche Zeit/Entfernung die Sporen keimfähig bleiben kann ich natürlich nicht sagen.

    LG Karl

    Lieber Karl, neulich dachte ich, dass so ein Bericht von Karls Orchideen-Habitat mal wieder schön wäre. Sehr schön, dass du meinen Wunsch erahnt und gleich mit der Dokumentation von 2022 begonnen hast ==Gnolm7. Da können wir uns im Sommer auf eine schöne Präsentation freuen.

    Hallo Claudia

    Fast alle Grünpflanzen auf den Bildern sind Orchideen :) . Meistens Jungpflanzen einer Drehwurz (Spiranthes) aber im zweiten Bild oden in der Mitte siehst Du Sämlinge von Knabenkräutern (Dacthylorrhiza) .

    Moin, Karl!


    Und der Sonnentau dazu, wunderbar! :thumbup:

    Hallo Pablo,

    ich bin selber überrascht wie einfach sich Drosera aus Samen vermehren läßt beziehungsweise sich ohne Zutun vermehrt, wenn die Bedingungen passen.


    Iwie habe ich jetzt einen Ohrwurm. ==Gnolm4==Gnolm9


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    Hallo Stefan,

    die heizen ja noch mit Kohle was natürlichnicht in meinen Garten passt ==Gnolm19==Gnolm13


    Hallo Martin,

    Das sind alles Orchideen, siehe Antwort an Claudia. Hier noch eine Aufnahme von Oktober letzten Jahres mit ersten blühenden Exemplaren und Samenständen vom Langblättrigen Sonnentau.


    LG Karl

    Servus,

    Habe oft gelesen wenn man pilze trocknet dass dadurch viele Giftstoffe neutralisiert werden. Warum ist das eigentlich so? Verbleibt das gift nicht einfach im vetrockneten pilz? Was für vorgänge finden da statt?

    Bitte um erleuchtung ;)

    Hallo Finalforce

    Bevor Du solche erschreckenden Gerüchte in den Raum stellst, nenne doch mal einige seriöse Quellen die Du oft gelesen hast und durch die viele Giftstoffe neutralisiert werden. Selbst Gyromitrin wird nicht neutralisiert und man kann sich durch Einatmen der Dämpfe beim Kochen vergiften.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    dann muss ich mich ja auch noch als Freund frostfester und winterharter Kakteen outen.

    Ein Echinocereus zeigt auch jetzt schon wieder reichlich Knospen, aber bis zur Blüte wie 2021 dauert es noch.


    ,LG Karl

    mir sehr großer Warscheinlichkeit S. austriaca. Für coccinea sind die Sporenpole zu abgeplättet. S. jurana scheidet aus, weil keine Linde am Fundort; zudem fehlen die beiden großen Öltropfen in der Spore.

    Hallo Stefan

    Die Sporen von S. austriaca sind nicht abgeplättet sondern sattelartig eingekerbt was allerdings, selbst bei freischwimmenden Sporen im Abwurf, schwierig zu beobachten ist. Heute ist es mir endlich mal gelungen es im Bild festzuhalten. Es handelt sich in beiden Fällen um die gleiche Spore einmal 90° um die Längsachse gedreht.


    Hier http://www.gbif-mycology.de/Ho…cypha_asci_ascospores.htm auch unter Ascospores beschrieben.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Mit meinem Pilzfreund Rainer, der dankenswerterweise letzte Woche schon eine Vorexkursion gemacht hatte und einem weiteren Pilzfreund aus der APN, ging es heute in die Vulkaneifel. Auf dem Hinweg hielten wir kurz an einem Waldstück in dem schon häufiger Schwarzborstlinge aufgetreten sind und fanden nach akribischer Suche einige Exemplare.

    Glänzender Schwarzborstling (Pseudoplectania nigrella)




    Weiter ging es zum Standort der Schnecklinge. In den letzten 6 Jahren wurden dort mit einer Ausnahme immer einige Exemplare gefunden, aber ich war nie zur richtigen Zeit dort. Dafür war das Vorkommen mit 50 -100 Exemplaren geradezu utopisch und es wurde eine lange Photosession.


    März-Schneckling (Hygrophorus marzuolus)













    Der Blick für die Schönheit der Natur ging dabei aber nicht verloren.

    Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola)


    Auf dem Rückweg gab es dann noch einige Farbtupfer, die trotz einer Höhe von ca 450 m schon sehr weit entwickelt waren.
    Kraushaariger Prachtbecherling (Sarcosypha austriaca)






    LG Karl

    Hallo Sebastian,

    ich habe die Wasertropfen im Becher stehengelassen. Da sie teilweise einziehen und teilweise verdunsten, spielt das keine Rolle. Gestern habe ich das bei einem noch nicht so völlig ausgereiften Fruchtkörper probiert und aus Neugier heute ein Fitzelchen vom Hymenium angesehen. Eine keimende Spore war schon zu finden :)



    Parallel läuft gerade der Versuch mit einem reifen Frk von S. coccinea. Im Abwurf findet man übrigens praktisch keine eingedellte Spore.


    Auf eine interessante Beobachtung, bin ich erst kürzlich aufmerksam gemacht worden. Die Sporen von S. austriaca und S. jurana sind nicht eingedellt, sondern sattelförmig. Je nach Lage der Sporen sehen die Enden entweder eingedellt oder abgerundet aus.
    Asci

    LG Karl

    Hallo Matthias,


    der Seltenheit würde ich bei Conocybe keine besondere Bedeutung geben, da die Gattung nicht von so vielen Pilzfreunden bearbeitet wird. Auf C. magnispora kommt man auch mit dem akuelleren Schlüssel in der FE 11 problemlos. Wenn die Abwesenheit von kopfigen Kaulos gesichert ist, sehe ich keine Alternative.

    Bei Conocybe pubescens finde ich gelegentlich Abschnitte am Stiel mit Kaulos, die den von Dir gezeigten gleichen. Bei der Untersuchung des weiteren Stiels treten dann gelegentlich Grüppchen von kopfigen Kaulos auf, also keine wirklich völlig gemischten Elemente. Das wäre allenfalls noch eine Möglichkeit.
    Sonst kann ich nur sagen Glückwunsch zum Fund und bitte um die Funddaten einer für NRW neuen Art :).

    LG Karl