Beiträge von Karl W

    Von Clavaria flavipes konnte ich bisher nur recht junge Exemplare untersuchen. Die Fruchtkörper waren tief im dichten Moos verborgen und schauten nur mit der absoluten Spitze daraus hervor. Abgesehen vom Fuß waren sie ziemlich blass:


    Die zweite Kollektion von Ingo hat genau diese strohgelbe Farbe und die Sporen passen in Form und Größe auch wunderbar dazu, das sollte eine typische C. flavipes sein.

    Hallo zusammen

    C. flavipes hatte ich bei Kollektion 2 ja makroskopisch schon angenommen und sehe die ebenfalls als absolut bestätigt an. Nahezu kreisrunde Sporen mit Apikulus habe ich bei 4 Kollektionen gefunden. Interesant ist vielleicht noch, dass auch bei ausgelassten Frk. das Fleisch noch gelb ist. Somit wäre eine hier diskutierte, eventuelle Verwechselungsmöglichkeit mit ältern C. falcata zu vermeiden. An der Bruchstelle rechts gut zu sehen.


    LG Karl

    Hallo Jörg

    Alle Wiesenkeulchen wachsen gewöhnlich gesellig, können aber auch mal allein stehen. Makroskopisch habe ich nach zahllosen Funden bei frischen Exemplaren eine 95%ige Übereinstimmung des im Feld vermuteten Namens mit dem Ergebnis der mikroskopischen Nachprüfung. Bei Deinem Exemplar traue ich mir keine Prognose zu und bringe mit C. luteoalba sogar noch einen weiteren Namen ins Spiel.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Ich setzte in meinen Beiträgen gewöhnlich beide Namen ein und häufiger auch Hinweise zur Bestimmung oder zu Verwechselungsmöglichkeiten. Das kostet letztendlich aber auch eine Menge Zeit und wenn ich nur die lateinischen Namen verwenden würde, könnte ich die Anzahl meiner Beiträge mühelos verdreifachen. Jedes Ding hat eben zwei Seiten und so werden eben etliche Funde nicht gezeigt. Jetzt habt Ihr die Wahl :D.

    LG Karl

    Hallo Ingo

    Eine wirklich schicke Wiese hast Du da.

    Die blassgelben Keulchen mit subglobosen Sporen halte ich eher für Clavaria flavipes.

    Sporen mit 0 - 3 Septen im Abwurf sind für Glutinoglossum glutinipes normal und die übrigen Mikros passen perfekt zu der Art

    LG Karl

    Hallo Rudi,

    tolle Funde und tolle Bilder. An Entoloma griseocyaneum melde ich leise Zweifel an, da die Stiele Deines Fundes augenscheinlich glatt sind.

    LG karl

    Hallo Ritterlingskenner

    Die Frk. habe ich im Kalk-Buchenwald so nebenbei als T. ustale fotografiert und leider nichts mitgenommen da ich schon mit Cortinarien und Täublingen bepackt war. Bei Ansicht des Bildes kamen bei mir Zweifel auf. Kann die helle Stielspitze schon als ausreichendes Merkmal für T. ustaloides angesehen werden?

    LG Karl

    Hallo Ruben,

    bei dem Schirmling kann ich mir sehr gut Cystodermella granulosa vorstellen, eine Art die ich schon mehrfach in Saftlingswiesen angetroffen habe. Die weißen und die gelben Wiesenkeulen müsste man mikroskopisch absichern aber wohl C. fragilis und C. helvola. Bei dem unbekannten Saftling ohne Lamellenansatz und Angaben zur Schleimigkeit von Stiel und Hut she ich keine Chance auf eine Bestimmung.

    LG Karl

    Hallo Uwe,

    vielen Dank für Deine interessanten Hinweise. Da ich nur einen halben Frk. vorsorglich auf dem Dörrex gelegt hatte, konnte ich mir den Rest noch genau ansehen. Zwischen den an den Knollen anhaftenden Laubresten waren weitere Rhizomorphen zu finden. Die Beschreibung und die Angaben zum Geruch bei Ludwig passen gut. Die Sporenmaße liegen zumindest voll im Bereich der zitierten Literaturangaben. Ich werde vorsorlich noch die zitierte Literatur einsehen soweit verfügbar.

    LG Karl

    Liebe Cortinarienexperten

    In einem von Buche dominierten Kalkbuchenwald der Eifel standen gestern die abgebildeten Exemplare, die ich nicht zuordnen kann.
    Geruch vorhanden aber nicht zu beschreiben, keine Spur von violetten Tönen, keine KOH-Reaktion in allen Teilen des Fruchtkörpers
    Sporen: deutlich warzig 9,9 - 11,5 x 5,6 - 6,7 mµ; Mittel: 10,7 x 6,1; Q = 1,6 - 1,9 Qm = 1,75
    Einiges erinnert an die benachbart stehenden C. saporatus dem die weißen Velumpatches fehlen aber die kenne ich nicht so gelb. Andere Arten wie C.rapaceotomentosus kenne ich nicht aus eigener Anschauung

    LG Karl


    Meinst Du etwa 65 Täublingsarten???8|

    Lieber Nobi,

    Ja es waren tatsächlich 65 während des Kurses bestimmte Arten und eine geht zur Sequenzierung. Für mich waren immerhin 6 Arten völlig neu obwohl ich mal an einem einzigen Tag mit Felix in der Eifel 50 Arten hatte und schon seit Jahren Täublinge bearbeite.

    LG Karl

    Würdest Du denn die Fundbestimmung zwecks Kartierung "akzeptieren"? Oder sollte man aus Feiner Sicht den Täubling auch noch mikriskopisch untersuchen?

    Hallo Joli,

    in der Summe aller Merkmale finde ich R. persicina in Ordnung.
    Sporenpulver, scharf aber nicht so sehr wie die Arten um R. emetica und das schwache Gilben sollte passen. Du kannst ja ein Stück der Huthaut und das Sporenpulver aufheben und mitschicken, wenn Du nochmal was Anderes hast.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    schön, dass Euch der Wahnsinn gefallen hat :). Zum Speisewert kann ich von einem früheren Versuch nur sagen allenfalls mittelmäßig, auch jüngste knackige Exemplare.

    Aber trotzdem, Glückwunsch, lieber Karl. Nur wer so einen Aspekt mal live erlebt hat, kann das Glücksgefühl nachempfinden, das man dabei verspürt. Kommt leider immer seltener (in meinem Sprengel) vor, Gottseidank gibt es noch solche Standorte bei uns.

    Hallo Günter

    Den Standort kennen wir seit 2014 und waren auch schon gemeinsam dort. Schleiereulen hatten wir bisher allenfalls kleine Gruppen oder Einzelexemplare und das nicht in jedem Jahr. Das Massenaufkommen war schonsehr außergewöhnlich, zumal die sonst häufigen Arten wie Rubroboletus luteocupreus, Butyriboletus roseogriseus und weitere seltene Röhrlinge ebenso fehlten, wie verschiedene Leistlinge und diverse Täublinge. So verwöhnt wie wir durch etliche tolle Exkursionen sind könnte man sagen: " Da stand fast nichts".
    Lediglich Cortinarius rubicundulus an mehreren Stellen (teilweise in Reihen), ein sehr schönes Vorkommen von Cortinarius largus und einen schöner Bestand von Ramaria fagetorum haben wir noch gesehen.
    Im Gegensatz zu dem diesjährigen Massenvorkommen fehlten die Schleiereulen an einer nur 200 m Luftline entfernten Stelle bis auf ein Einzelexemplar völlig. Dort gab es 2017 ein ähnliches Massenvorkommen und einen Ring.
    Ein Standort in der Nordeifel hat 2005 und 2014 Invasion der Greifvögel große Mengen gebracht, aber zwischenzeitlich auch mal 5 Jahre nicht ein Exemplar.

    LG Karl

    Hallo Karl,

    schöne Funde und wieder ganz andere wie wir gerade beim Täublings/Milchlings Kurs in Hornberg hatten.

    Eine Frage zur Bestimmung des Phlegmaciums: Wie seit ihr auf C.scaurocaninus gekommen ?

    Hallo Uwe,

    Am Standort waren noch wesentlich mehr Fruchtkörper und teilweise noch stärker mit weißen Velumfetzen bedeckt, weshalb wir zu dritt im Feld C. magicus trotz der großen Ähnlichkeit für sehr unwahrscheinlich hielten. Auch die kleinen, weißen Köpfchen im ersten Bild recht gehören dazu. Soweit ich mich erinnere waren Hainbuchen eingestreut. An der weiteren Bestimmung war ich nicht mehr direkt beteiligt, habe aber nachgefragt.

    Journal des J.E.C. No. 18, S. xxx – yyy, 2016
    Auszug:

    Vorkommen: wärmeliebende, mitteleuropäische und mediterrane Laubwälder auf Kalk, meistens

    unter Quercus und Carpinus, einmal auch unter Fagus,

    LG Karl

    PS. magicus uns scaurocaninus unterscheiden sich wohl nur durch 4 Basenpaare