Beiträge von Florian1986

    Hallo Nobi,


    vielen Dank! Das ist wirklich schade, dass die genannten hier nicht mitlesen, was hier im Dungpilzforum insgesamt gezeigt wird kenne ich in der Form von keiner anderen Website. Ascofrance ist doch viel breiter aufgestellt und bei Facebook kann ich nicht mitreden. Aber zumindest die Huth-Brüder pflegen ihre Funde bei Pilze-Deutschland ein, soweit ich das gesehen habe.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    auf unserer Tour am letzten Wochenende in der Krelinger Heide fanden wir an mehreren Stellen kleine Becherchen im dicken Moos. Die Stellen werden sehr gut von Kaninchen, Hasen, Rehen und Heidschnucken frequentiert, daher ist ein Kontakt mit Urin nicht unwahrscheinlich. Eigentlich weist dieser Umstand, sowie die apikal gekrümmten Paraphysen auf Byssonectria terrestris hin. Was mich allerdings irritiert ist das fehlende Subikulum, sowie die Sporengröße (schwankt kaum um 25 x 8 µm). Daher die Frage: Darf B. terrestris das?:)


    Hier ein paar Bilder:


    Liebe Grüße,
    Florian

    Hallo zusammen,


    auf der jüngsten Exkursion am vergangenen Wochenende mit Eike in der Krelinger Heide zeigte sich auf Hasenköddeln eine weitere Delitschia-Art, die ich gerne Delitschia patagonica nennen würde. Spricht da eurer Meinung nach etwas dagegen?


    Makroskopisch sind oft nur die Perithecienmündungen durch das Substrat zu erkennen, beim Wühlen finden sich dann aber dann relativ große Perithecien. Manchmal schiebt sich allerdings auch der Perithecienhals recht weit aus dem Substrat (Abhängig von Licht oder Alter?). Die Perithecien weisen kein Tomentum auf. Mikroskopisch zeigen sich uniseriate Asci mit Sporen, die von hyalin bis hin zu fast schwarz abreifen. Die Sporen sind septiert und leicht eingeschnürt, die Septierung, sowie die Keimspalte ist gerade. Die Sporenmaße betragen 42 - 55 x 16 - 22 µm und passen damit perfekt zu den Maßen, die Luck-Allen & Cain angeben! Kurioserweise hatte Spegazzini, der Beschreiber der Art die Sporenmaße damals mit 35 x 16 µm angegeben. Luck-Allen & Cain konnten damals bei der Untersuchung des Holotypus keine so kleinen Sporen finden.


    Björn hat die Art vor einer Weile mal hier im Forum vorgestellt: HIER. Allerdings wichen die Sporenmaße der Borkumer Kollektion damals doch mit Breiten von 20 - 24 µm von den Literaturangaben ab. Delitschia winteri hingegen soll deutlich größere Sporen haben.


    Anbei ein paar Bilder:


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    beim Schlüsseln eines Fundes von Ascobolus albidus ist mir etwas im Schlüssel von Doveri (An update on the genera Ascobolus and Saccobolus with keys and descriptions of three coprophilous species, new to Italy) aufgefallen. Er gibt im Schlüssel die Sporenlänge mit 20,5 - 21,5 µm an. Laut van Brummelen liegt die Länge bei 20 - 36 µm, das passt auch besser zu meinem Fund (>30 µm). Leider gibt Doveri in dieser Arbeit keine Erklärung, wie es zu dieser Diskrepanz kommt. Ich wüsste aber nicht, was die großsporigen Kollektionen dann für eine Art sein sollten. Gibt es da irgendwelche Erkentnisse dazu, oder sollte man die Angaben von Doveri im Schlüssel einfach ignorieren?


    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Vielen Dank ihr zwei! Habt ihr denn mit den zusätzlichen Infos von Björn eine Idee, was das sein könnte? Björn meint, dass er noch keinen Namen dafür gefunden hat.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Nobi,


    vielen Dank! C. vagans und C. scatigena finden sich auch auf den Proben, damit sind es dann wohl drei Arten. Gerade C. scatigena findet sich bislang auf fast jeder Aufsammlung hier aus der Heide.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    auf Köddeln vom Kaninchen aus dem Tietlinger Wacholderhain wächst unter anderem eine Coniochaeta, bei der ich mir etwas unsicher bin, was den Namen betrifft. Dass die kleinsporigen Arten schwierig sind, habe ich hier im Forum schon aufgeschnappt, zumal es wohl wenig gute Literatur gibt. Dennoch tendiere ich zu C. leucoplaca, liege ich da richtig?


    - Die Perithecien sind nur in Richtung der Perithecienmündung mit Seten bestückt

    - Die Asci sind 8-sporig, wobei die Abstände zwischen den Sporen recht groß sind. Die Asci sind uniseriat, die Sporen sind tendentiell eher in Längsrichtung ausgerichtet

    - Die Sporen habe ich mit 9,5 - 10,7 x 7 - 8,5 x 5 - 5,7 µm gemessen. Sie sind von einer dicken Gelhülle umgeben und die Keimspalte zieht sich über die komplette Länge der Sporen


    Anbei ein paar Bilder:



    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Nobi,


    sehr schade, aber leider habe ich den bislang nicht im Optimalzustand erwischen können, entweder drüber mit losen Sporen mit kollabiertem Pedicell oder unreif. Was käme denn da Gattungstechnisch überhaupt sonst in Frage? Podospora?

    Wenn ich mir das Bild anschaue:


    hätte ich schon an Cercophora gedacht. Stört dich daran, dass die zu "aufgeblasen" aussehen?


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    ich habe den Kandidat leider immer noch nicht optimal erwischt, aber immerhin mal ein paar junge Sporen und Asci einigermaßen einfangen können. Die Asci leider sehr unreif. Bei zwei Sporen habe ich das Pedicell knipsen und messen können (noch braun eingefärbt), die Maße betrugen um die 24 x 6 µm.

    Anbei ein paar Bilder:



    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Nobi,


    das stimmt, besser geht immer:). Derzeit knipse ich aber mit meinem Handy (auch ein älteres Modell) durchs Okular, dafür bin ich mit dem Ergebnis auch zufrieden. Es lässt sich mit ein wenige Aufwand sogar damit stacken.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Auch hier vielen Dank Nobi! Den Beitrag von Harzi hatte ich gesehen, würdest du denn dann von der Sporenfärbung meinen Fund als "typischen S. versicolor" bezeichnen?


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    neben der Heidschnucke haben wir am Sonntag auch noch Köddel vom Kaninchen eingesammelt. Unter anderem wächst darauf ein Saccobolus, bei dem ich mir unsicher bin.


    Hier die Daten:

    - Apothecien mit leichtem Rosastich, relativ fettscheibig

    - Mikroskopisch violett-rosa Pigment sichtbar

    - Sporencluster von hyalin über pink hin zu einem Grauton abreifend

    - Sporencluster 36 - 40 x 15,5 - 17,3 µm. Cluster auch im Alter kompakt

    - Ascosporen 16 - 17,5 x 7,5 - 8 µm. Ich finde es schwierig zu beurteilen, ob die Sporen Warzen und Grate aufweisen, oder ob sich im Alter das Epispor unregelmäßig ablöst


    Könnte das Saccobolus verrucisporus sein?


    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    die Köddel von der Heidschnucke, die ich zusammen mit Eike am Sonntag im Tietlinger Wacholderhain eingesammelt habe, sind zum Großteil dicht von einer Art besiedelt, die wir gerne als Podospora excentrica ansprechen würden.


    Hier die Daten:

    - Perithecienmündung an einer Seite mit verklebten, dichten Haaren besetzt. Es finden sich jedoch auch teilweise völlig haarlose Perithecien, bei denen mir nicht ganz klar ist, durch welche Einflüsse das zustanden kommt

    - Perithecienwand aus angulären Zellen aufgebaut

    - Haare an der Perithecienmündung habe ich mit bis zu 180 µm Länge gemessen, sie sind stark septiert und apikal abgerundet

    - Die Asci sind clavat, 8-sporig und und biseriat

    - Die Sporen haben ein kurzes, breites Pedicell (16 - 19 x 6 - 8 µm) und messen 31 - 35 x 17 - 19 µm. Es scheint so, als hinge bei unreifen Sporen im Ascus eine weiteres Anhängsel am Pedicell, teilweise scheinen die Sporen auch in einer Art Gelhülle zu stecken, die an der flacheren Sporenseite etwas absteht, ich konnte das leider nicht ordentlich darstellen.


    Hier noch ein paar Bilder:


    Könnt ihr bei der Bestimmung mitgehen, oder haben wir etwas übersehen?


    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Nobi,


    vielen Dank! Den Apikalring meine ich unter anderem bei meinem 7ten Bild von oben erkennen zu können? Bei dem unreifen Ascus links neben dem mit den Sporen? Es kann auch sehr gut sein, dass die Sporen noch nicht 100% reif waren, auch wenn sie frei vorlagen. Die untypischen Sporen auf Bild 3 können auch gut nochmal zu einer anderen Art gehören, bei dem Substrat ist ja quasi alles möglich:-). Heute Abend stelle ich noch einen anderen schönen Fund ein.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Felli,


    vielen Dank für das Feedback! A. cervinum glaube ich allerdings eher nicht, dafür sind die Sporen zu groß und ich sehe auch keinerlei ausgebildete Haare an den Perithecien.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    gestern war ich mit Eike zusammen in der Tietlinger Wacholderheide unterwegs und wir haben Dung von Kaninchen und von Heidschnucken eingesammelt. Auf einer Probe von der Heidschnucke wächst ein Pilz, bei dem ich zuerst an eine kleine Sporormiella dachte, da sich nur ein runder "Knubbel" auf dem Substrat abzeichnete. Die Überraschung kam dann aber, als sich ein großes Perithecium unter dem Substrat versteckte. Mikroskopisch zeigte sich dann Folgendes:

    - Peritheciumwand aus textura angularis

    - Perithecienhals ohne deutliche Haare, allerdings aus verdickten, in der Masse deutlich schwarz wirkenden und verlängerten Endzellen

    - Asci mit Apikalring, 8-sporig, unregelmäßig biseriat

    - Sporen mit teils extrem langen Caudae an beiden Enden, beide sitzen ziemlich mittig an. Keimporen konnte ich leider keine sehen

    - Sporenmaße 44 - 48 x 23 - 25 µm


    Habe ich hier Arnium mendax gefunden?


    Hier noch ein Eindruck aus dem besuchten Gebiet:


    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für die Antworten! In Baumwollblau habe ich nicht erhitzt, worauf würde es denn dann deuten, wenn sich die Sporenhülle löst?


    nobi: Die Monographie besitze ich tatsächlich in gedruckter Form, nur befindet sie sich noch in einem der Umzugskartons. Deswegen hatte ich mit dem Doveri gearbeitet, da hatte ich mich von der Darstellung der Haare auf der Tafel zu C. granulata in die Irre führen lassen. Dennnoch vielen Dank für das Angebot!


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Martin,


    Prima Start! Mit der Bestimmung liegst du meiner Meinung nach richtig. Du könntest am Perithecienhals noch nach den typischen "Tuberkel" schauen, die dich in die richtige Sektion führen.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Moin Felli,


    Dafür waren mir das zu viele Haare, ich habe aber keine schönen Vergleichsbilder für granulata gefunden. Aber stimmt, die Paraphysen passen besser zu theleboloides, ich hatte mir auch mal notiert, dass da das Pigment eher im unteren Teil der Paraphysen sitzt. Da habe ich mich beim Schlüsseln wohl zu sehr von den Haaren irritieren lassen!


    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    Christine hatte mich bereits vorgewarnt, dass das Substrat etwas strenger riecht. Mich hat der Geruch leicht an Gülle erinnert, ich nehme also auch an, dass da in irgendeiner Form Dung mit dabei war. Anbei noch ein paar Daten und Bilder:


    Apothecien jung angedeutet tönnchenförmig, im Alter konkav ausgebreitet. Kräftig gelb mit einem Stich ins orangene gefärbt. Bis zu 5 mm im Durchmesser.

    An den Flanken mit wenigen, hyalinen Haaren besetzt. Haare doppelwandig, mehrfach septiert, bis zu 300 µm lang.

    Paraphysen: Gerade, mit gelben Pigment, das sich vor allem auf die untere Hälfte konzentriert. Apikal erweitert bis deutlich aufgeblasen.

    Asci: Uniseriat, um die 200 x 15 µm

    Sporen: Breitelliptisch, reif mit einem großen zentralen, sowie an den Polen vielen feinen Öltropfen. Sporenmaße: 17 - 20 x 9 - 11 µm. Längsgerillt, im Mikroskop bereits ohne Baumwollblau sichtbar.


    Hier noch ein paar Bilder:


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Wastl,


    Zwar habe ich von der Pilzzucht wenig Ahnung, aber der große Vorteil am Schnellkochtopf ist in diesem Fall nicht die Zeitdauer, sondern das Erreichen von Temperaturen von über ca. 100 Grad Celcius. Das wird zumindest beim Autoklavieren für das Abtöten von sporenbildenden Organismen benötigt. Mit dem Einkochautomat fährst du also unsicherer.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    die Becherchen kamen heute bei mir und ich habe mich eben direkt ans Mikroskop gesetzt. Haare fand ich tatsächlich, allerdings etwas spärlich und hyalin. Zusammen mit den anderen Merkmalen, längsgestreiften Sporen und apikal verdickten Paraphysen bin ich bei Cheilymenia granulata gelandet. Vielen Dank an Christine für das Zuschicken der toll verpackten Proben!


    Liebe Grüße,

    Florian