Beiträge von Florian1986

    Moin Esche,


    zumindest Lepista nuda erscheint an einigen mir bekannten Stellen auch gerne mal in einer zweiten Wachstumsphase im Frühjahr, wenn auch weniger üppig, als im Herbst. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das bei Lepista personata ähnlich verhält.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Andreas,


    Vergleiche deinen Fund mal bitte mit der 16-sporige Form von Podospora pleiospora. Es sieht ganz danach aus, als wenn dein Fund in die Sektion Rhypophila gehört.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Abhängig vom Boden ist das sicher nicht, aber vielleicht von der Höhenlage? Ich finde es vor allem oberhalb von 400 Metern, aber vielleicht liegt das auch daran dass ich einfach deutlich seltener in tieferen Lagen bin.


    beste Grüße,

    Andreas

    Meine bisherigen Funde waren zwischen 20 und 220 Meter ü. NHN. Ich glaube, das ist also auch nicht so entscheidend.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Nobi,


    erstaunlich, dass der bei dir so selten ist! An die Bodenverhältnisse glaube ich weniger, ich habe die Art sowohl auf basischen/kalkigen Böden in Hessen, als auch auf den sauren Sandböden hier in der Heide am entsprechenden Moos "auf Ansage" finden können. Wichtig ist nur, dass das Moospolster recht üppig und im besten Fall auch sehr feucht ist, ansonsten sind die Apothecien so klein "geschrumpelt", dass sie tatsächlich kaum zu erkennen sind. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen für den Fund!


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Andreas,


    An eine Mollisia glaube ich ja selber auch nicht. Aber wie Felli gerade auch schrieb, wenn da Asci vorhanden sind und die auch zu dem Pilz gehören, dann ist es wohl doch nichts Imperfektes und dann ist es hochinteressant, was dabei herauskommt. Vielleicht schickt Chris ja Infos und Bilder nach.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Chris,


    Makroskopisch sieht das wunderlich aus. Wenn Mollisia, dann solltest du lichtbrechenden Paraphyseninhalt gesehen haben. Zur genaueren Bestimmung bei Mollisia reichen dann leider die Sporenmaße allein nicht aus.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    ich war mal wieder zusammen mit Eike in der Südheide unterwegs, diesmal in der Misselhorner Heide bei Hermannsburg. Im Gegensatz zu den anderen Gebieten, aus denen wir bisher Dungproben untersucht haben, gibt es dort kleinere Trockenrasenflächen zusätzlich zu den dichten Heidekrautbeständen. Wir sammelten diesmal Dung vom Kaninchen, Dammwild, Reh, Hase, Pferd und Heidschnucke/Schaf ein. Zunächst zeigten sich einige sehr häufig zu findende Arten, dann jedoch (Mitternacht war schon vergangen) legte ich einen winzigen schwarzen Fruchtkörper unter das Mikroskop und freute mich über meinen persönlichen Erstfund, der wohl auch neu für Niedersachsen ist: Sporormia fimetaria! Zwar sind die wunderbaren Darstellungen von Ralf und Matthias in diesem Forum nicht zu toppen, dennoch hier ein paar Bilder zu diesem schönen Fund. Vielleicht noch kurz zur Orientierung: Mit rund 70 - 100 µm im Durchmesser sind die Perithecien kaum größer als so manche Einzelspore, ich zählte zwischen 16 und 25 Asci pro Perithecium. Die Art konnte ich auf Reh, Heidschnucke/Schaf und auf Hase finden.



    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Felli,


    habe das oder etwas ähnliches auch gerade gefunden. Zumindest in meinem Fall glaube ich weniger an einen Pilz, sondern tatsächlich eher etwas tierisches.


    Liebe Grüße,

    Florian


    Hallo Nobi, Hallo Stefan,


    vielen lieben Dank! Stefan: Um Coelomyceten mache ich normalerweise eher einen Bogen, aber in dem Fall dachte ich, dass der vielleicht bestimmbar ist. Damit, dass das Asci sind, hatte ich nicht gerechnet. Tut sich denn auf deinen Proben schon etwas?


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    gestern fand sich ein winziges Pilzchen auf Heidschnucke, das mir mit den recht auffälligen Sporen aufgefallen ist. Solche Winzlinge sind ja immer recht schwierig zu bestimmen, da meist sehr merkmalsarm, aber vielleicht habe ich ja Glück und jemand hat eine zündende Idee? Die Sporen sind länglich, bestehen aus einer Art "Kammersystem" mit 8 "Kammern" und messen 35 - 37 x 1,5 - 2 um. Anbei noch ein paar Bilder:



    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    auf älteren Dungproben, die ich zusammen mit Eike vor ein paar Wochen im Tietlinger Wacholderhain aufgesammelt habe, hat sich ein Pilz tief im Substrat vergraben. Im November schrieb ich noch mit Eike, dass wir in den Gebieten der Südheide sicher gute Chancen auf eine Sporormiella mit mehr als 4 Zellen pro Sporen haben (das hat inzwischen auch geklappt: Sporormiella octonalis - ein weiterer bemerkenswerter Heidepilz). Er erwiderte damals: "Oder Pleophragmia". Nun denn, bitte Vorhang auf für Pleophragmia leporum, eine Art, die bisher erst wenige Male in Deutschland gefunden wurde, HIER und HIER aber bereits herrlich in Szene gesetzt wurde:



    Mit 9 transversalen Septen und Sporenmaßen von 44 - 50 x 9,4 - 11 µm gut gegen verwandte Arten abzugrenzen. Definitiv ein absolutes Highlight für mich, diesen Pilz unter dem Mikroskop gehabt zu haben!


    Liebe Grüße,

    Florian

    Vielen Dank für die Bestätigung und die Literatur! Ich wollte auf jeden Fall auf Nummer sicher gehen, was in diesem Fall die "harten" Merkmale sind und was abweichen darf.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Matthias,


    vielen Dank für die tolle Präsentation! Die Paraphysen bei unserem Fund damals gingen (zumindest bei den von mir untersuchten Apothecien) eher ins bräunliche. Knifflig fand ich, dass die Sporen bei uns nicht lila oder dunkler wurden. Auffällig war das dunkle Exsudat im oberen Bereich der Paraphysen (s. Bild), konntest du so etwas auch beobachten?



    Ob das nun verschiedene Arten sind, oder die Art einfach so variabel ist, kann ich dir leider nicht sagen, dafür habe ich von der Gattung noch zu wenig Ahnung. Aber dass dein Fund wieder in ein paar Merkmalen abweicht lässt mich eher in Richtung Variabilität tendieren. Ich bin gespannt, auf weitere Meinungen.


    Liebe Grüße,

    Florian