Beiträge von Drosophila

    Hallo Romana,


    da haben wir uns aber einen Salat eingebrockt :D Und es hätte noch viel komplizierter sein können. Ich gehöre übrigens auch zur "Kartoffel gegen Perli"-Fraktion (wie Melanie), siehe #35. ;)


    Obwohl ich die für- und gegen-Wetten rechnerisch zweifelhaft finde. Es dürften keine Chips aus dem Nichts entstehen und auch nicht vernichtet werden. Sondern klar definierte Töpfe entstehen, wo rein geworfen und am Ende verteilt wird. sonst könnte ich ja mit nur 5 Chips Einsatz für etwas sein, und gleichzeitig gegen sechs andere - verliere zwar mein für (weil es irgendwas ganz anderes war), aber dafür 30 Chips durch dagegen :eek: ?


    Melanie hätte z.B. den "Kartoffel gegen Perli"-Topf mit Belis Einverständnis aufmachen müssen, wo dann 10 Chips drin sind. Ich hätte dann unverschämterweise noch 5 reingeworfen, woraufhin M. und ich uns je 2,5 Chips Gewinn teilen könnten.
    Zusätzlich gibt es noch zwei weitere


    Hallo,


    das ist ja lustig. Ich weiß auch nicht, wie die Wettregeln funktionieren :D
    Hab einfach nur 5 gegen Hasenstäubling und 5 für Perlpilz gesetzt, gegen wen auch immer...


    Bin mal gespannt!


    Hallo,


    die Regeln gehen so: du darfst deine 5 Chips entweder behalten (wenn es keine Auflösung gibt) oder sie sind weg! Weil es ja ein Kartoffelbovist ist :freebsd:


    Ist es allerdings ein Erbsenstreuling oder so, gucke ich in die Röhre :hmmm: Sind meine Chips dann vernichtet oder gewinnt die jemand? Würden sich Kartoffelgewinner die Perlpilz-Einsätze teilen? Vielleicht hätte ich klar sagen müssen: Kartoffel gegen Perli.

    Hallo ClausO,


    da hast du etwas viel schöneres als Holzkeulen im Garten :alright: . Nämlich entweder einen Vertreter der Erdzungen (Geoglossum) oder Haarzungen (Trichoglossum), beide selten. Letztere erkennt man an ihren feinen Härchen unter der Lupe.


    Die Bestimmung der genauen Art geht dann mikroskopisch. Sehr hübsch im übrigen, weil wunderschöne septierte große Sporen (googel mal).

    Hallo Holger,


    feines Fotofutter :alright:
    Hast du die Cotylidia auch auf das Nichtvorhandensein von Schnallen abgecheckt? Es soll ja noch Podoscypha multizonata sehr ähnlich aussehen können.



    Nr:18 Hygrocybe unginosa oder Hygr. irrigata zu wenig Bild , zu wenig Details , zu wenig zu sehen um zu präzisieren


    Hallo Peter,


    da wette ich doch mal alles dagegen! Der Graue Saftling ist Glitsch pur, Hut und Stiel. Der hat absolut nichts Längsfaseriges ;)

    Hallo Pablo,


    immer wieder beeindruckend, wie ordentlich du deine Funde aufarbeitest :alright: Habe mich davon gerade mit einer Tüte Nüsschen unterhalten lassen.


    Der Ludwig würde zu eurem Samtschneckling auch Camarophyllopsis schulzeri sagen; die Alternativen passen nicht. Ich zweifel nur gerade an meinem Sommerfund :hmmm: Es hat auch ein wenig weh getan, die Gattung in die Familie Clavariaceae zu sortieren.


    Und dein plattgekämmter Pfifferlingssaftling musste sich ein ominöses Döschen mit einem Rötling teilen :D

    Hmmmm :hmmm: ,


    Gliophorus perplexus erkenne ich auch auf Karl Heinz' Bild, aber beim Rätselkandidaten teile ich eure Bedenken. Der Pilz ist einfach patschnass, aber nicht wirklich schleimig, oder? Die Hutstruktur passt schon zu H. coccinea. Boertmann meint auch, der Kirschrote sei recht variabel in Form und Farbe. Bei eurem scheint der Lamellenansatz nicht so recht zu passen, aber vielleicht darf das bei einem Einzelexemplar mal sein.


    Es gibt auch noch H. phaeococcinea - hatte der wirklich eine dunkle Hutmitte oder wirkt das nur so?

    Hallo Ihr Wiesenkartierer,


    ich verfolge höchst gespannt eure Dokumentation! Weil ich dieses Jahr auch viel Saftlingsspaß hatte, aber alles ganz alleine bestimmt ohne Rückmeldung. Zeig ich hier alles noch wenn Zeit ;)


    Pablo, klasse H. reidii-Beschreibung! So nehme ich den auch wahr. H. splendidissima sieht völlig anders aus und riecht sehr viel stärker nach Honig.


    Ansonsten fehlt mir auch noch H. ovina auf der Wunschliste.


    Wirklich erstaunlich, wie sich so ein wertvolles Habitat in Großstadtnähe halten kann. Wahrscheinlich keine Landwirtschaft drumherum? Aber wieder mal typisch, zur NS-Gebiet-Begründung müssen Orchideen her. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sehr bald die Mykologie in solchen Fragen mehr Gewicht bekommen wird!


    Mich würde noch sehr interessieren, was ihr an Dermoloma- und Camarophyllopsis-Funden hattet? Die kommen hier nämlich gerade noch mal.

    Hey ihr Lieben,


    ich hab ja geanht, dass ich etwas verpassen würde; die Reise dorthin aber leider nicht auf die Kette gekriegt. Menno.


    Hier gibt es auch viele Saftlinge. Aber ihr habt wirklich in echt den Porpolomopsis calyptriformis gefunden?? :eek: :eek: :eek: Da würde ich mich gar nicht trauen, ihn überhaupt auf einer Saftlingswiese zu erwarten. Wieso ist das denn so toll da, beschreibt doch mal das Habitat :)


    chris, bei deiner Nr. 13 könnte ich mir Honiggeruch vorstellen (H. reidii). Hast du ein Bild von unten bzw. die breit angewachsenen Lamellen im Schnitt?


    Habt ihr hoffentlich daran gedacht, den Pablo bei Dämmerung von der Wiese zu schleifen oder ist er immernoch da? :D Hat wahrscheinlich Bestimmungsmaterial für die nächsten 72 Stunden ohne Pause eingesackt.


    Bin weiterhin gespannt, was ihr noch kartiert habt :)

    Hallo Chris,


    ich würde die Dinger schon als Krause Kraterellen durchgehen lassen - allerdings sehr unfrische. Leistlings-Fruchtkörper halten sich erstaunlich lange, weil sie nicht zur Durchwurmung neigen und nur ungern von Schnecken gefressen werden. In der Zeit glitschen allerdings unzählige davon drüber und knabbern jeweils ein winziges Stück. Das und die Witterungseinflüsse sieht man deinen gebeutelten Exemplaren an.

    Hallo Gurion,


    klasse Rezept, stimmungsvolle Bilder und ein guter Name (Pilzkaviar) - du solltest ein Kochbuch erstellen :alright:


    Ich werde deine Anregung leicht abgewandelt ausprobieren! Das Wegschütten vom ersten Hallimasch-Wasser und die Waschung soll der Entgiftung dienen? Wenn ein Gift hitzelabil ist, sollte es mit ausreichend langer Erhitzung getan sein. Auswaschen würde nur die Dosis veringern, in dem Fall müsste es eine Mengen-Verzehrwarnung für Hallimsch geben - gibt es aber nicht. Ich vertrage die Dinger auch ganz normal ordentlich durchgebraten, ohne Vorkochen.
    Das heißt, ich könnte einfach eine größere Menge Pilze gut durchbraten/schmoren und dann im Thermomix (hab keinen Wolf) zu Paste verarbeiten - Wasser ist ja im Aufstrich-Endprodukt eh nicht erwünscht. Dazu die Röstzwiebeln, bestimmt ansprechender mit ein paar Stückchen. Ich glaube, so versuch ich das :)

    Hallo,


    Danke euch für die tollen Ergänzungen :alright:


    Über Nacht lag der Frk auf einem Objektträger zum Trocknen. Deckgläschen drauf, den Sporenabwurf mit ausgereiften Sporen angeguckt. Die haben definitiv alle (!) genau 7 Septen. Ich habe sehr viele angeschaut, auch gestern. Und meine auch, dass die klar abgegrenzten Septen aus dem Quetschpräparat fertig sind; die unreifen Asci haben wirklich noch keine oder nur undeutliche Unterteilungen.



    Habe nun "Nordic Macromycetes Vol. 1 Ascomycetes (2000)" zu Hand. Enthält vier Trichoglossum-Arten (T. hirsutum, T. tetrasporum, T. walteri, T. variable). T. walteri passt wie Arsch auf Eimer, auch hinsichtlich der Setae und Frk-Habitus. Zuammen mit meiner Googelei (Ausschluss T. octopartium) bleib ich jetzt bei T. walteri, wenn nicht noch jemand eine weitere Art in den Ring wirft ;)


    Freu mich jetzt schon aufs Wochenende. Will mehr Zungen finden :P

    Hallo Leute,


    ich habe mir erstmalig eine Zunge meiner Saftlingswiese mit nach Hause genommen.


    1


    2_Nur mit starker Lupe bzw. mikroskopisch zeigen sich die winzigen Seten, aber eindeutig eine Trichoglossum.


    3_Konstant jede Ascospore mit 7 Septen.


    Ich habe leider kein Asco-Buch, deshalb bitte ich einen Freiwilligen von Euch, meine Überlegungen nachzuschlagen.


    Folgendes habe ich mir im Ausschlussprinzip zusammengegoogelt:


    - T. hirsutum hätte 15 Septen - fällt weg
    - T. variabile hat variabel viele Septen, u.a. 7. Ist damit tatsächlich gemeint, innerhalb eines Fruchtkörpers oder gibt es solche und solche?
    - 7 Septen haben T. walteri und T. octopartium. Letzterer bildet Ascosporen deutlich über 100 µm, ersterer bleibt darunter.


    Die Sporenlänge variiert tatsächlich etwas, bleibt aber meist um 85 µm (kleinste 72, größte 90 µm).


    Mein Fazit: Trichoglossum walteri.


    OK, oder gibt es noch mehr Kandidaten und weitere Mikromerkmale zu erheben?

    Hallo Juliane,


    guck dir die Pilze auf deinen ersten beiden Bildern noch mal genau an, im Hintergrund sieht man auch die Unterseite ;)


    Also keine Telephora, sondern Coltricia perennis (Gebänderter Dauerporling, Tigerauge). Danach zeigst du richtige Erdwarzenpilze.




    Hallo Pablo,


    stimmt, hier steht's ja im Jülich ==Gnolm12. Aber die C. rugosa-Übergänge sind ja Spaßbremse. Hatte mich gerade gefreut, hier meine Fotosammlung sicher beschriftet zu haben :(


    Er baut Clavulina coralloides um zu Clavulina cinerea. ;)


    Oder Clavulina cristata zu C. cinerea ;) . Von links nach rechts:


    Ist C. rugosa, wie Norbert vorschlug, denn gar keine Option? Wegen der Färbung? Ich hätte den Runzeln jetzt mehr Gewicht gegeben und nicht auf Helminthosphaeria clavariarum geschoben.