Beiträge von thorben96

    Hallo Bernd,

    Glückwunsch zu den vielen neuen Erstbeschreibungen. Mehr als 10 Arten sollten das jetzt schon sein, wo Du Coautor bist?


    Was ist denn so Deine aktuelle Schätzung, wieviel Prozent von dem Kleinkram, den Du Dir anschaust, denn unbeschriebene Arten sind?

    vielen Dank.

    Mittlerweile denke ich da so an 75% (Tendenz steigend).

    Das liegt zum einen daran, dass die Funde zwar mal beschrieben, aber nie genetisch untersucht wurden.

    Dann gibt es viele die noch nie gefunden wurden und welche die Makro/Mikroskopisch identisch aussehen, aber genetisch verschieden sind.

    Es sind auch ein paar Beschreibungen dabei, wo der Pilz in Kultur wuchs, aber der eigentliche Pilz nicht dabei ist.

    Die größte Schwierigkeit ist, den Pilz frisch zu verschicken, damit eine Kultur erfolgreich gewonnen werden kann.


    VG : Thorben

    Hallo Rainer,


    die Mycogone ist auch Hypomyces, nur halt eine Anamorphe Variante und eine ältere Bezeichnung dafür.

    Hypomyces hat zum Beispiel auch Cladobotryum, Verticillium und Sepedonium Anamorphen.

    Aber, es kommt nicht selten vor, dass Gattungen Neubeschrieben werden und Arten dort einsortiert werden.


    Eine Teleomorphe bildet geschlossene Fruchtkörper, daher die Sporen werden im inneren gebildet und bei Reife freigesetzt.

    Eine Anamorphe bildet die Konidien frei ohne Frk. und ohne zum Beispiel Asci oder Basidien.

    Da ich keine Teleomorphe erkennen kann, denke ich an eine Anamorphe.

    Es kann auch vorkommen, dass sich eine Teleomorphe aus einer Anamorphe bildet.

    So hart es auch klingen mag, aber das Ganze spekulieren bringt nicht viel, wenn dein Fund nicht Mikroskopiert wird.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch einen Pilz zeigen, der mich nach wie vor fasziniert und nicht nur mich begeistert hat, sondern auch Pedro Crous.

    Es handelt sich hierbei, um Mjuua pseudoclavispora Crous, Hülsewig & Sand.-Den. .

    Die Beschreibung findet ihr hier:
    https://www.persoonia.org/imag…ume56/Persoonia56Art8.pdf
    Dieser Pilz wächst auf Früchten/Samenständen von Alnus.
    Es gibt nur einen Haken an der Sache, denn dieser Pilz wächst nur in Verbindung eines Bakteriums und eines weiteren Pilzes.

    Der Fundzeitraum erstreckt sich von Dezember bis März.

    Hier sind die Bilder:
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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    die Nr. 4 sollte die Hoehneliella falsiundulosetulata sein.

    Siehe hier:


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    eine weitere neue Anamorphe konnte beschrieben werden.

    In diesem Fall handelt es sich, um Hoehneliella falsiundulosetulata , die ich am 27.02.24 an morschen Ast finden konnte.

    Unser Felli , konnte ebenfalls einen Fund machen Siehe hier.

    Ich bin froh, dass dieses Rätsel jetzt auch gelöst werden konnte und freue mich schon auf die weiteren Rätsel.

    Hier sind die Bilder zu der Hoehneliella falsiundulosetulata:

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    Die Beschreibung dieser Art findet ihr hier:

    https://www.persoonia.org/images/Volume56/Persoonia56Art8.pdf


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch gerne die Davidhawksworthia rubi zeigen, die ich am 25.04.25 an alten Rubus Stängeln finden konnte.

    Die Beschreibung dieser neuen Art könnt ihr hier lesen.

    https://www.persoonia.org/images/Volume56/Persoonia56Art8.pdf

    Hier sind die Bilder:
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    Ich vermute das diese Synnemata häufiger ist, aber wie bei den meisten Pilzen übersehen wird.

    Vielleicht ändert sich das, zumindest ist das meine Hoffnung.

    Ebenfalls ist auch der Fund von Enrique Rubio hier:
    https://www.ascofrance.com/forum/75304


    VG : Thorben

    Hallo Ingo,


    nur kurz.

    Schau mal hier:


    VG : Thorben

    Hallo Raphael,

    Ich kann dir sagen, dass du nicht blöd bist, aber das es eine Knacknuss ist bestätige ich dir gerne :)

    Der Fund liegt auch deshalb so lange auf meinen Tisch, weil ich die weitere Bearbeitung immer hinausgeschoben habe.

    Das Ergebnis ist dieser Thread :)

    Ein paar Monate noch, dann werde ich ihn hoffentlich erneut finden.
    Vielleicht gibt es dann irgendwelche Merkmale, die zu einer Bestimmung führen.

    Was mich stutzig macht sind diese Auswüchse am Stiel.

    Vielleicht hat Christoph eine Idee.


    VG : Thorben

    Hallo Raphael,


    bei der HDS habe ich einfach etwas von der Huthaut fein abgeschnitten und dann etwas gequetscht.

    Du täuscht dich nicht mit den inkrustierten Haaren und zystidoiden Elemente, diese waren überall zu sehen.

    Ob die Sporen amyloid sind oder nicht kann ich dir nicht sagen.

    Cheilozystiden konnte ich nicht finden, nur die Kaulozystiden.

    Ich fürchte das ich bisher noch nie eine Siderophile Granulation getestet habe.

    Der wuchs nicht an vermoderten Holz, sondern fast direkt am Baum Nähe der Wurzeln.

    Ich meine sogar, dass der Pilz standorttreu ist und schon öfters dort gesehen habe, weshalb ich auf einen erneuten Fund dieses Jahr hoffe.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    hier liegt noch ein Fund vom 19.10.25 auf dem Tisch, den ich nicht bestimmen kann.

    Vielleicht hat einer von euch eine Idee.

    Der Fund wurde an einer Buche (Fagus) gefunden.

    Mich erinnert es an Lyophyllum, aber ich finde da nichts passendes :(

    Hier sind die Bilder:

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    3. HDS


    4. mit Schnallen


    5. Stiel


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    VG : Thorben

    Hallo Schrumz,

    ich habe gerade das Thema gefunden und finde es recht interessant. Ich finde nämlich gerade des öfteren Dachpilze mit überwiegenden Grau- als auch leichten Brauntönen im Wald. Der Wald ist ein recht trockener Kalkblaubwald am Südhang, daher finde ich das Habitat etwas komisch für salicinus. Außerdem sind die recht zierlich und wenig gefasert am Hut, was wohl auch gegen salicinus spricht. Mikroskopisch sind aber Hakenzystiden da und vor allem werden die über Nacht am Stiel teilweise recht stark grün. Ich habe gelesen P. brunneidiscus kann diese Färbung auch haben, könnte das auch in die Richtung gehen? P. cyanopus sollte ja makroskopisch rausfallen, meine Bücher kennen mit der Färbung aber sonst nur salicinus. Ich finde zu brunneidiscus fast gar nix, außer dass es eine Amerikanische Art ist, die schon in Europa gesehen wurde und den für die Grünfärbung verantwortlichen Stoff enthält.

    Ich fürchte Makroskopisch lässt sich da nicht viel bestimmen oder eingrenzen.

    Erst mir Mikromerkmalen wird der Fund spannender und lässt sich besser eingrenzen.

    Es kann also durchaus sein, dass der Fund zu P. brunneidiscus clade gehört, aber etwas anderes ist genauso wahrscheinlich.

    Die P. brunneidiscus clade ist hier auch nur eine Idee und dient vorerst als realistischer Arbeitsname, die zukünftig durch Sequenzierung geklärt werden muss.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch gerne einen Pilz zeigen, der Mycoacia ocellata heißt und erst kürzlich beschrieben wurde.

    Siehe hier:

    Reclassification of eleven corticioid basidiomycetes with nine typifications

    Wer sich jetzt fragt, dass der Fund doch wie Mycoacia livida aussieht, der hat vollkommen recht.

    Denn der momentane Stand ist, dass die Funde auf Nadelholz jetzt Mycoacia livida sind und die auf Laubholz Mycoacia ocellata.

    Zumindest wurde genetisch noch nichts anderes nachgewiesen, aber dass kann sich halt auch in Zukunft wieder ändern.

    Mein Fund ist von dem 27.03.26 und wurde auf Laubholz gemacht.

    Hier sind die Bilder:
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    3. mit Schnallen


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch eine unbekannte Cladobotryum zeigen, die ich am 26.09.25 auf Mycoacia finden konnte.

    Hier sind die Bilder:
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    3. oft verzweigt


    4. bis 2 Septierte Konidien


    VG : Thorben