Beiträge von thorben96

    Hallo Markus,


    ich muss dich enttäuschen, dass ist definitiv nicht das rasige Hängebecherchen (Merismodes).

    Die Gattung Merismodes ist ein Basidiomycet und würde keine Asci besitzen.

    Dein Fund sollte Neodasyscyphus cerina sein und die Sporen sind Fremdsporen.

    Vielleicht ist dein Fund auch noch nicht reif.

    Du kannst hiermit vergleichen :
    Neodasyscypha cerina

    Besonders zu erwähnen ist auch die Farbreaktion der Haare auf Jod, die dann grün-bläulich werden.


    VG : Thorben

    Hallo Raphael,


    vielen Dank für deine Antwort.

    - Schnittbild bis in die Stielbasis

    - Geruch

    - Stielbasis gerade, verdickt, knollig?

    Darauf habe ich leider nicht geachtet.


    - Pleurozystiden vorhanden?

    - Mehr Bilder von den Cheilozystiden

    - Mehr Bilder vom Stielapex, vor allem musst du nach Stielbasidien suchen

    Es wird etwas dauern, aber ich werde später am Beleg danach suchen.

    Mein Plan ist diesen Fund sequenzieren zu lassen, nur wann weiß ich noch nicht.


    VG : Thorben

    Hallo Thomas,

    bist Du Dir mit der Gattung sicher? Weichritterlinge kenne ich nicht mit welligem Hutrand und vor allem mit sehr dicht stehenden Lamellen. Letzteres ist meines Wissens nach ein Gattungsmerkmal. Allerdings bin ich in der Gattung nicht trittfest.

    Ich dachte Anfangs an etwas Richtung Entoloma, aber das Mikroskop hat mich zu Melanoleuca gebracht.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch hier eine Discosia sp. zeigen, die ich am 12.10.25 auf einem Acer Blatt machen konnte.

    Die Anhängsel kommen nicht an den Enden der Konidien heraus, sondern seitlich.

    Hier sind die Bilder:
    1. Es geht hierbei, um die Schwarzen Flecken.


    2.


    3.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 21.12.25 war ich wieder im Botanischen Garten Münster zum Kartieren und konnte ein paar interessante Pilze finden.

    Einer dieser interessanten Pilze ist diese Octospora wrightii.

    Es ist für mich ein persönlicher Erstfund und auch ein Erstfund für den Bot. Garten Münster.

    Die Octospora wrightii wächst an dem Moos Amblystegium.

    Hier sind die Bilder:

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    3. Amblystegium cf. serpens


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich habe hier noch eine Melanoleuca sp. vom 18.10.25 aus dem Brachter Wald, die ich bisher nicht näher bestimmen konnte.

    Der Fundort war neben einem Schotterweg, direkt an einer Trockenfläche mit Calluna vulgaris.
    Ich weiß das die Gattung Melanoleuca schwierig ist, aber vielleicht hat ja trotzdem jemand eine Idee oder hat etwas ähnliches/gleiches gefunden.
    Hier sind die Bilder:
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    3. Cheilozystiden in Kongorot


    4. Kaulozystiden in Kongorot


    5. HDS in Kongorot


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    also Aspergillus ist das nicht.
    Bei Aspergillus sind am Kopf keine Verzweigungen, sondern radial angeordnete Konidienträger.

    Fast schon "Sonnenförmig" sieht es aus.

    Denke Penicillium ist eine gute Idee.


    Für mich ist das weder Aspergillus noch Penicillium.

    Warum schließt du beides aus ?


    Möglicherweise in Richtung Rotula.

    Rotula kenne ich nicht. Meinst du Rutola ?

    Letzteres würde schon nicht passend, weil diese Sporodochia ausbilden und zusammenwachsende schwarze Konidien.


    Periconia glycerinicola (Ellis: Skizze 1802)

    Wächst normalerweise auf Gras, hat braune warzige Konidien und warzige Stiele.


    Cladosporium sp.

    Passt auch nicht, da die Konidien von Cladosporium nicht einheitlich groß sind, sondern verschieden groß und bei Reife warzig und einfach septiert.

    Auch sind die Konidienketten verzweigt.


    VG : Thorben

    Hallo Tonio,


    zwei sehr interessante Funde.

    Es sollten beides Acremonium sein, zumindest nach der Cephalosporium-artige Schimmelpilze (Gams 1971).

    Ich vermute mal das bei beiden Funden die Konidienträger warzig sind.

    Zum Vergleich der warzigen Konidienträger kannst du bei Acremonium longisporum das Bild 7 anschauen.


    Fund 1:

    Da werden die Konidien ebenfalls in Ketten gebildet.

    War der Pilz zufällig dunkelgrün ?


    Zu Fund 2:
    Hier wäre die Frage, ob der Pilz rosa-orange töne aufwies.


    Die Farbe spielt für die Eingrenzung eine wichtige Rolle, denn rosa-orange wäre A. longisporum eine Möglichkeit und dunkelgrün wäre A. luzulae die Idee.

    Die Arbeit von Gams ist alt und daher müsste man für A. luzulae noch schauen, wie die aktuelle Lage der Literatur aussieht.

    Letztendlich hilft hier nur die Genetik weiter, aber ein Arbeitsname ist nicht verkehrt, solange der passt.


    VG : Thorben

    Hallo Tonio,


    schöner Fund :)

    Ich wusste gar nicht, dass Acremonium auch auf Impatiens gibt, wieder etwas neues gelernt.

    Jetzt hoffe ich bald ebenfalls einen Fund machen zu dürfen.

    Kommt das vom Baumwollblau oder sind die Konidienträger warzig an der Basis ?


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch in diesem Thread einen Pilz zeigen der früher als 'Stachobotrys' bezeichnet wurde.

    Mittlerweile ist diese Gattung in mehreren Gattungen gesplittet, aber trotzdem denke ich ist der Arbeitsname nicht verkehrt.

    Der Fund ist vom 10.08.25 und wurde im Botanischen Garten Bochum auf abgestorbenen Material von Gunnera cf. manicata gemacht.

    Hier sind die Bilder:
    1. Das weiße ich ein Acremonium-ähnlicher Pilz und das schwarze ist die 'Stachobotrys'.


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich habe hier noch einen Fund vom 10.08.25 aus dem Botanischen Garten Bochum.

    Es ist wahrscheinlich etwas Acremonium-ähnliches (einen Namen gibt es dazu auch noch nicht).

    Diese Anamorphe wuchs auf abgestorbenen Blättern von Gunnera cf. manicata zusammen mit 'Stachobotrys'.

    Hier sind die Bilder:
    1. Das weiße ich die Acremonium-ähnliche Anamorphe und der schwarze Belag gehört zu der 'Stachobotrys'.


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch eine Anamorphe zeigen die ich am 27.09.25 auf verrottetem Fallopia finden konnte.

    Von den Konidienträger könnte es etwas Dactylaria-ähnliches sein, aber die Konidien sind dagegen sehr speziell.

    Ich musste mehrmals schauen und mich vergewissern, dass ich keine Fremdsporen erwischt habe, aber die Konidien sind tatsächlich gebogen gewesen.

    Vielleicht hat der ein oder andere schon etwas ähnliches gefunden.

    Bisher gibt es dazu noch keinen passenden Namen.

    Hier sind die Bilder:
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    VG : Thorben

    Hallo Christoph und Beli,


    genauso hatte ich auch gedacht, erst an H. cucullata, die aber unter dem Mikroskop schon raus war und dann zwischen H. lactea und H. pseudolactea hin und her verglichen.

    Leider passen die nicht.

    Ich habe auch schon Pleurozystiden am Beleg gesucht, aber konnte nichts entdecken, dass würde für die Richtung H. lactea sprechen.

    Es soll noch eine H. lactea var. tetraspora f. minor (Sporenmaße 6.7–8.7 × 1.7–3.0 µm) geben.

    Dieser Pilz ist auch wieder so ein Kandidat für eine zukünftige Sequenzierung.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    vom 19.10.25 habe ich hier noch eine Hemimycena liegen, die ich nicht bestimmen kann.

    Egal was ich mir als passenden Kandidaten aussuchen, es passt einfach nicht.

    Vielleicht habt ihr dazu eine Idee.

    Das Substrat war Laubstreu von Fagus.

    Hier sind die Bilder:
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    3. Cheilozystiden


    4. Cheilozystiden


    5. HDS


    6. HDS


    7. Kaulozystiden


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    VG : Thorben

    Hallo Tonio,

    ich denke, dass es sich bei den Hyphopodien um die Gattung Clasterosporium (C. caricinum) handelt.

    möglich wäre es.


    Bei Ellis (Microfungi of land plants, Abb. 1989, Text S. 535) ist diese Art beschrieben. Es wird auf nasses Gelände verwiesen und die passenden Konidien fand ich in den Proben auch.

    Ich finde es von dir sehr mutig einen Pilz als passend zu bezeichnen ohne ihn zu vergleichen.

    Du hast doch eine Beschreibung genannt, dann lies diese doch auch durch und vergleiche sie mit deinem Fund.

    Wenn in der Beschreibung steht, dass die Konidien 7-12 septiert sind, deine Konidien aber 5-7 septiert sind, dann würde mich das schon nachdenklich machen.

    Spätestens bei der Größenangabe der Konidien von 70-360 x 11-20 Mikrometer sollte klar sein, dass zumindest die Art nicht passen kann und man auch spätestens dann die Gattung überdenken sollte.

    Das heißt du musst die Konidien messen, sonst kannst du auch nichts vergleichen.

    Genauso solltest du die Konidienträger nicht ignorieren, die im übrigen auch Teil einer Beschreibung sind und sogar in Ellis&Ellis und Seifert et. al. zu sehen sind.

    Oder kannst du mit Sicherheit sagen, dass das ungeschlechtliche Sporen sind ? Auch geschlechtliche Sporen können so aussehen, wie zum Beispiel Phaeosphaeria und nein, dass ist keine Bestimmung, denn auch für Teleomorphen braucht man Merkmale (unter anderem Asci, Basidien......).

    Ebenfalls bei Seifert et. al. (Abb. 241A) sind Hyphopodien bei dieser Art skizziert. Bem meinem zweiten Foto hier kann man sogar schemenhaft die Hyphopodien erkennen.

    Ja, da werden Hyphopodien gezeigt, die deinen Bildern im Anfangsbeitrag ähneln.

    Nein man kann auf deinen zweiten Foto in Beitrag 7. keine Hyphopodien erkennen.


    VG : Thorben

    Hallo Tonio,

    Da gibt es wohl außer Lobatopedis noch andere Gattungen mit solchen Basalzellen?

    Wie kommst du denn jetzt auf Lobatopedis ?
    Gib doch einfach mal auf Google Hyphopodia ein, dann kriegst du jede Menge Gattungsbeispiele die Hyphopodia bilden.

    So zum Beispiel auch die Gattung Gaeumannomyces, aber auch andere Gattungen kann man dort finden und sicherlich gibt es noch viel mehr Gattungen, die nicht so einfach zu finden sind.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch einen Pluteus Fund zeigen, den ich Anfangs als Pluteus nanus abgelegt habe, dann aber wegen den Kaulozystiden zu den Pluteus podospileus clade gepackt habe.

    Dazu auch ein bisschen Literatur:

    Holarctic Species in the Pluteus podospileus Clade: Description of Six New Species and Reassessment of Old Names

    Welche Art das jetzt genau ist, dass kann ich nicht sagen.
    Ich hoffe irgendwann den Fund durch Sequenzierung eindeutig bestimmen zu können und vielleicht kommt am Ende einfach nur Pluteus podospileus raus.

    Den Fund konnte ich am 03.08.25 an einem Baum von Acer in einem Park machen.

    Hier sind die Bilder:
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    3.


    4. Cheilozystiden


    5. Pleurozystiden


    6. HDS


    7. HDS


    8. Kaulozystiden


    9. Kaulozystiden


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich habe hier vom 09.11.25 noch eine Basidiodendron sp. auf der Festplatte.

    Eine wirkliche Idee für eine Art habe ich nicht, aber vielleicht habe ich irgendetwas übersehen.

    Das Substrat war wahrscheinlich Abies oder Picea.

    Hier sind die Bilder:
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    VG : Thorben

    Hallo Tonio,

    zu 1) Vermutlich sind diese Plätzchenformen Moose oder Flechten.

    Da muss ich jetzt mal ganz klar widersprechen.
    Moose bilden niemals Hyphen aus und schon gar nicht braune-schwarze Formen ohne irgendwelche Chloroplasten.

    Wie sollen diese Gebilde, denn Photosynthese betreiben ?

    Flechten fallen auch weg, da Flechten eine Symbiose mit Pilzen und Algen oder Cyanobakterien eingehen.
    Daher müsstest du bei der Perfekten Form, Asci mit Sporen sehen und Algen oder Cyanobakterien sehen.
    Ja es gibt auch anamorphe Formen, wie zum Beispiel die Stenocybe, diese sind aber Synnemata.

    Außerdem sind bilden sowohl die Moose als auch Flechten in der Regel größere Gebilde.


    Du hast Glück, dass ich gerade in alter Literatur und über weiteren Umwegen, einen Namen für deine Gebilde gefunden habe.

    Man nennt diese Gebilde an den Hyphen Hyphopodia.

    Eine Bestimmung des Pilzes ist nicht möglich.


    VG : Thorben