Beiträge von thorben96
-
-
Hallo zusammen,
am 15.03.26 konnte ich an einem Ast von Populus (Pappel) eine Lasionectriopsis germanica finden.
Der Pilz selbst ist noch nicht so lange beschrieben und es gibt bisher nur einen Fund in Deutschland (den Holotypus).
Alles deutet auf L. germanica hin, aber es ist durchaus auch möglich, dass sich mehr Arten dahinter verstecken könnten.
Daher nicht überrascht sein, wenn der Name des Portrait noch verändert werden könnte.
Hier sind die Bilder:
1.2.
3.
4.
5.
6. Acremonium-ähnliche Anamorphe
7.
VG : Thorben
-
Hallo Christine,
Wenn das eine Zuckmücke ist, ist der Pilz dann Entomophthora culicis?
Ich würde dir gerne sagen, ja das kann dann nur Entomophthora culicis sein.
Leider sieht die Realität etwas anders aus

Man könnte jetzt sagen, falls alle Literatur durchforstet wurde und das Ergebnis lautet, dass bisher nur E. culicis auf der Zuckmücke gefunden wurde, dass es dann nur E. culicis sein kann.
Die Realität lautet, dass jeder Fund Mikroskopiert werden muss und man oft genauso schlau ist wie vorher.
Aber, Mikroskopieren heißt in diesem Fall nicht Belag abmachen, Mikroskopieren und Konidien messen.
Wichtig sind hierbei die Abwurfpräparate der Konidien und ob aus den Konidien Sekundärkonidien gebildet werden.
Ebenso muss geschaut werden, wie die Konidienträger aufgebaut sind, ob Zystiden vorhanden sind und Dauerkonidien im Körper des Wirtes sind.
Es ist alles nicht so einfach, aber sollten alle Merkmale vorhanden sein, dann kann man mit der ganzen Literatur vergleichen.
Achso, nicht jede infizierte Zuckmücke muss auch den gleichen Befall haben

Kurz gesagt, nein man kann nicht sicher sagen, dass es E. culicis ist.
VG : Thorben
-
Hallo zusammen,
ich möchte euch gerne eine Helminthosphaeria zeigen, die bisher noch keinen Namen hat.
Der Fund stammt aus dem Brachter Wald (Brüggen, NRW) und wurde am 01.03.26 auf einer gemeinsamen Tour mit Karl W gemacht.
Das Substrat ist ein liegender Stamm von Picea gewesen.
Die Perithecien haben keine Seten und die Sporen sind maximal 1 Septiert.
Hier sind die Bilder:
1.2.
3.
4.
Ich bin gespannt, ob man diese Art zukünftig bestimmen kann.
VG : Thorben
-
-
-
Hallo Fabian,
eine Art kann ich dir nicht sagen.
Aber es ist etwas Chalara-ähnliches, also Chalara, nur das diese Gattung mittlerweile in mehreren verschiedenen Gattungen aufgeteilt ist.
VG : Thorben
-
Hallo Schorch,
wie gehst Du bei der Bestimmung von so (zumindest für mich) wenig bekannten Pilzen vor.
Ich hätte keien Plan wie ich da auf eine Artbestimmung komme.Es ist schwer zu erklären, aber das wichtigste sind die Merkmale die man herausarbeiten muss.
Dann folgt die Suche in der Literatur und dem Internet.
Hilfreich sind Englische Fachbegriffe, aber auch englisch an sich ist Goldwert, danach folgen die Botanischen Pflanzennamen für das Substrat.
Es gibt Bücher die, in diesem Fall Coelomyceten, behandeln und in digitaler Form kann man recht schnell vergleichen.
Dann gibt es vom Westerdijk Fungal Institute eine Datenbank, wo man auch nach Substraten suchen kann.
Siehe https://wi.knaw.nl/fungal_table.
Dann gibt es die Spezielle Suche im Netz, wo man gesondert auswählen kann was gesucht werden soll.
Zum Beispiel, dass bestimmte Suchbegriffe auf Seiten gesucht werden sollen.
site:URL danach was man suchen möchte eingeben.
Beispiel:
site:pilzforum.eu Calophoma
Das kann man mit den verschiedensten Seiten machen und funktioniert auch bei der Bildersuche.
Ansonsten muss man sich von Literatur zu Literatur hangeln und ähnliche Pilze suchen, um auf Gattungen zu kommen die in Frage kommen könnten.
Es ist nicht einfach, aber je mehr Pilze du bearbeitest, Literatur abspeicherst und Bücher anschaust, desto leichter fällt es dir.
Irgendwann siehst du auch den Pilz und die Merkmale und hast eine Gattungsidee.
Die Gattung muss nicht passen, aber du kannst damit nach ähnlichen Gattungen suchen.
Synonyme sind da auch sehr wichtig, denn Pilznamen ändern sich ständig und damit wird auch die Literatursuche schwieriger.
Aber wenn du die Synonyme kennst, dann kannst du sie wiederum bei der weiteren Suche verwenden.
VG : Thorben
-
Hallo zusammen,
ich möchte euch gerne die Amyloxenasma allantosporum zeigen.
Der Fund wurde am 04.03.26 an einem liegenden Ast von Populus oder Alnus gemacht.
Es ist der zweite Fund für das Naherholungsgebiet Hohenstein (Siehe Amyloxenasma allantosporum 04.02.2021).
Hier sind die Bilder:
1.2.
3.
VG : Thorben
-
Hallo zusammen,
ich möchte euch gerne die Tulasnella calospora zeigen, die ich zusammen mit Karl W am 01.03.26 im Brachter Wald (Brüggen, NRW) gefunden haben.
Der Pilz wuchs an der Unterseite eines Ast von Larix.
Hier sind die Bilder:
1.
2.
3.
4.
5.
VG : Thorben
-
-
-
-
Hallo zusammen,
ich möchte euch gerne die Subulicystidium perlongisporum zeigen, die ich am 07.03.26 an Sambucus finden konnte.
Es gibt noch eine S. longisporum, aber da sind die Sporen kleiner.
Interessant ist auch diese Arbeit hier:
Subulicystidium perlongisporum Revisionen und Neufunde in SachsenHier sind die Bilder:
1.
2.
3.
4.
5.
VG : Thorben
-
Hallo zusammen,
ich habe hier noch einen interessanten Fund aus dem letzten Jahr.
Es handelt sich hierbei, um Krieglsteinera lasiosphaeriae ein Parasit auf Lasiosphaeria ovina.
Fund stammt von dem 03.10.25.
Hier sind die Bilder:
1.2.
3.
4.
5. Konidienträger
6. Konidienträger
7. Basidiophoren mit Basidiosporen
8. Konidien
VG : Thorben
-
-
Hallo zusammen,
in der letzten Zeit konnte ich zwei Aufsammlungen von Phlebia subcretacea machen.
Der eine Fund stammt vom 07.02.26 und der andere vom 28.02.26.
Schnallen sind vorhanden, aber schwer zu erkennen und nicht gerade häufig.
Hier sind die Bilder:
Fund vom 07.02.26 auf Larix oder Picea Stamm
1.0
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
Fund von dem 28.02.26 an einem Pinus Stamm
2.0
2.1
2.2
VG : Thorben
-
Hallo zusammen,
am 07.03.26 konnte ich an Sambucus eine interessante Anamorphe finden, die auf dem Namen Sporidesmium altum hört.
Vor 3 Jahren konnte ich zum ersten mal eine vermutliche Sporidesmium cf. altum finden, aber war mir nicht sicher bei dem Fund.
Jetzt konnte ich einen Fund machen, der zu S. altum passt.
Besonders bemerkenswert ist die blaue Verfärbung des Holzes, die der Pilz verursacht und normalerweise eher an Chlorociboria erinnert.
Hier sind die Bilder:
1.
2. Blaufärbung des Holzes (Foto wurde später Zuhause aufgenommen.
3.
VG : Thorben
-
Hallo Enno,
Hallo Thorben,
Ich glaube ich habe diese Art vor 8 Jahren finden dürfen. Hab dass damals M. Nordeloos geschickt, der konnte mir damals aber auch nichts weiter dazu sagen.Ich bin mir ziemlich sicher, dass es diese Art ist.
Anfangs hatte ich keine Cheilos gefunden.
Kai Reschke hatte sie dann gefunden und dann konnte ich sie bei späteren Aufsammlungen auch finden.Auf jeden Fall ein schöner Fund.
VG : Thorben
-
Hallo zusammen,
am 01.03.26 ging es für mich zum Depot in den Brachter Wald in Brüggen, wo ich mich mit Karl W getroffen habe.
Es gab wieder einige schöne Funde, darunter auch dieser Fund an alten Stängeln von Digitalis.
Der Pilz heißt Sarcopodium circinatum und ist Makroskopisch ähnlich wie Sarcopodium tortuosum.
Die S. circinatum lässt sich von der S. tortuosum durch größere Hyphen und größere Konidien unterscheiden.
Wer S. tortuosum schon öfters gefunden hat, der bemerkt auch, dass die Beläge von S. circinatum größer sind.
Hier sind die Bilder:
1.2.
3.
VG : Thorben
-
Hallo zusammen,
am 28.02.26 konnte ich eine interessante Anamorphe an einem Ast von Sambucus machen.
Es handelt sich hierbei, um Solicorynespora biseptata.
Allerdings ist das eine Bestimmung von der Beschreibung der Art, denn die Art wurde bisher noch nicht kultiviert und sequenziert (konnte diesbezüglich nichts finden).
Für Deutschland ist das der Erstfund und für Europa wahrscheinlich der Zweite Nachweis.
Hier sind die Bilder:
1.2.
3.
4.
5.
VG : Thorben
-
Hallo zusammen,
ich habe den Fund jetzt als G. similis abgelegt und werde auch den Threadtitel ändern.
VG : Thorben
-
Hallo Alex,
ich hatte mich schon gewundert gehabt, dass die Sporen so breit sind und es auf Variabilität geschoben.
Auf jeden Fall gefällt mir die G. similis deutlich besser.
Ehrlich gesagt wusste ich auch nichts von der Art (hatte De Haan und Walleyn benutzt).
Ich werde mir das die Tage genauer anschauen.
VG : Thorben
-
Hallo zusammen,
ich konnte am 02.11.25 im Botanischen Garten Münster eine
Galerina gramineaGalerina similis (passt besser siehe Beiträge unten) nachweisen.Der Fundort war auf Moos das auf einem Findling wuchs.
Für Münster kein Erstfund, dafür ein Erstnachweis für den Botanischen Garten Münster.
Hier sind die Bilder:
1.2.
3.
4.
5. Cheilozystiden
6. Cheilozystiden
7. Basidien ohne Schnallen
8.
Kaulozystiden
9. HDS
10.
VG : Thorben
-
Hallo Tonio,
das ist eine Tetracladium sp., also ein "Aquatischer" Hyphomycet.
VG : Thorben
