Sklerotienporling und Lungenseitling?

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema, welches 691 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Schupfnudel.

  • Guten Morgen nochmal ihr Lieben :kaffee: !


    Liege ich bei meinen beiden Bestimmungen hier richtig?



    Danke im Voraus und einen schönen Sonntag euch :saint:



    1. Pilz - Sklerotienporling - der Ast auf dem er wuchst ist vermutlich von einer Buche:









    2. Pilz - Sommerseitling bzw. Lungenseitling auf Buchenholz:


  • Hallo,


    vergleich Deinen Porling einmal bitte mit dem Schuppigen Porling,Cerioporus squamosus. Das könnte auch Polyporus tuberaster sein.

    Die Seitlinge könnten Sommer-Austern sein. Eventuell zeigen Deine Bilder auch mehrere Arten.

    Viele Grüße,

    Steffen

  • Hallo

    ich glaube stark das um Polyporus tuberaster gehet

    LG

    Ja, auch gut möglich.


    Viele Grüße,

    Steffen

  • Hi,


    mit der Bildlage ist der Schuppige raus. P. tuberaster passt.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo, das Substrat ist ein am Boden liegender Ast – genauer gesagt ein im Vergleich zu den Blättern dünner Ast. Dies deutet auf *P. tuberaster* hin und sicherlich nicht auf *P. squamosus*.

    LG

  • Liebe alle


    Ich stelle mir die Frage auch immer wieder und bin bei jungen Fruchtkörpern einfach nie ganz sicher.


    Könntet ihr mal zusammenfassen, wie ihr die in jungem Alter klar unterscheidet?


    Ich habe gemeint, der Geruch sei absolut zentral (Schuppiger Porling Cerioporus squamosus soll stark nach Mehl/Gurke oder Honig riechen; der Sklerotienporling P. tuberaster einfach angenehm pilzig). Dieses Unterscheidungsmerkmal hat jetzt hier niemand eingebracht.

    Ich selbst wundere mich jedoch, dass alle jungen Fruchtkörper, die ich finde, einfach ganz angenehm riechen, jedoch nie wie ein Mehlräsling (Mehl, Gurke) oder ein Grüner Knolli (Honig). Erwarte ich etwas Falsches?


    Danke für die Aufklärung, das würde sicher auch Sabine helfen.


    LG Andreas

  • Könntet ihr mal zusammenfassen, wie ihr die in jungem Alter klar unterscheidet?

    Hallo

    Eine Verwechselung würde dem Speisepilzsammler nicht schaden. Beide schmecken jung gut. Belis Beitrag bringt schon wichtige Informationen! Dann schau noch den bewimperten Hutrand an!

    Der Schuppige Porling sieht jung auch ein wenig anders aus: https://ruegenpilze.de/Schuppi…olyporus%20squamosus).pdf

  • Hi,


    viel verlässlicher als der Geruch ist die Ausprägung der Poren und vor allem der Hutschuppung. Dass P. tuberaster auch an dünneren Ästen vorkommt, ist leider kein gutes Merkmal, denn ich habe P. tuberaster oft genug auch auf liegenden Stämmen gefunden.

    Geruch ist immer recht unzuverlässig, da der sehr witterungsbedingt sehr stark variieren kann. Zudem ist dies auch eine Frage des Alters der FK. Irgendwann riecht jeder Pilz fischig.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • HalloStefan


    Man wird Polyporus squamosus niemals an am Boden liegenden Ästen finden. Wenn man etwas findet, das am Boden an liegenden Ästen ähnelt, kann man *P. squamosus* sofort ausschließen.

    Also , Düne Ast ist ein perfektes Merkmal für den Ausschluss von P. squamosus

    LG

  • HalloStefan


    Man wird Polyporus squamosus niemals an am Boden liegenden Ästen finden. Wenn man etwas findet, das am Boden an liegenden Ästen ähnelt, kann man *P. squamosus* sofort ausschließen.

    Also , Düne Ast ist ein perfektes Merkmal für den Ausschluss von P. squamosus

    LG

    Nein, solche absoluten Aussagen sollte man nie treffen, denn Ausnahmen gibt es immer. Ich kenne an einer Autobahnabfahrt bei mir in der Nähe P. squamosus auf den Boden quasi an einem Stumpf. Der ist viel zu groß für P. tuberaster. Leider komme ich nicht dahin, und kann das fotografieren, weil es direkt neben der Autobahn ist.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Ich kenne an einer Autobahnabfahrt bei mir in der Nähe P. squamosus auf den Boden quasi an einem Stumpf.


    l.g.

    Stefan

    Stefan , Die unterschied zwischen Düne Ast und Stumpf ist riesig. Ich spreche ständig von Düne Ast, nicht von Stumpf. *P. squamosus* wurde auf Düne Ast noch nicht gefunden; auf Stumpf wurde er hingegen nachgewiesen.

  • Also meine persönliche Fund-Erfahrung auf der Insel.

    Der Schuppige Porling, der gigantische Größe erreichen kann, wächst sehr gerne an geschädigten, aber noch stehenden Bäumen. Gelegentlich verachtet er auch Stubben nicht! Kann dort auch riesig werden.

    Der Skleriotenporling wächst meist auf dünnen und liegenden Ästen. Manchmal kann der Ast auch dicker sein, ist aber seltener.

  • Oh, was ich da für eine Diskussion ausgelöst habe!


    Also das mit dem Ast auf dem Boden vs. Stamm/Stubben ist wahrscheinlich schon recht gut, um sie AUCH JUNG zu erkennen. Danke!

    die Ausprägung der Poren und vor allem der Hutschuppung

    Wie unterscheiden die Poren sich ganz konkret, Stefan? Im Dörfelt/Ruske sieht das für mich ziemlich ähnlich aus.

    Ich habe auch das Gefühl, dass ich die Schuppung irgendwie auseinanderhalten kann. Aber mehr so nach Gefühl - und ich werde mir immer unsicherer dabei. Was ist denn die konkrete Unterscheidung anhand der Schuppen bei JUNGEN Fruchtkörpern? Bei Dörfelt/Ruske finde ich sowohl verbal als auch fotografisch nicht sooo klare Verschiedenheiten darin.


    Wenn die Schuppigen Porlinge sehr kräftig wachsen, ist der Fall ja klar. Und wenn sie so "terrassiert" daherkommen auch. Ich möchte hier einfach mal Sicherheit gewinnen, drum frage ich so penetrant:-)


    LG Andreas

  • Ich persönlich habe ja eher meine Probleme den Sklerotienporling nicht mit dem Wabenporling zu verwechseln.. Habt ihr diesbezüglich einen Tipp für mich?


    Danke im Voraus :)

    Der Wabenporling ist meist winzig klein: 2-5cm Durchmesser und ich finde den an sehr dünnen Ästchen (1-3cm Durchmesser). Für seine Grösse wirken die Poren dann schon sehr gross. Ich würde behaupten, bei einem Sklerotienporling in der Grösse sind sie deutlich kleiner. Der Stiel ist oft kaum vorhanden beim Wabenporling (kann aber offenbar bis 4cm lang werden - also ich sah noch nie einen mit mehr als 0,5cm).

  • Lieber Andreas


    Mir ist noch in den Sinn gekommen. Dr. Lothar Kriegelsteiner hatte einmal ein Video zu P. tuberaster gezeigt.

    Vielleicht kannst du daraus auch noch etwas zur Unterscheiden gewinnen.


    Kleiner Schuppenporling/Sklerotienporling (Polyporus tuberaster)
    Dr. Lothar Krieglsteiner von der Pilzschule Schwäbischer Wald (www.pilzkunde.de) erklärt den Kleinen Schuppenporling (Polyporus tuberaster). Das Video entsta...
    youtu.be


    Herzliche Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Austernseitling es gab vor vielen Jahren hier im Forum einen Beitrag zu den Umterschieden der Hutschuppung zu beiden Arten.

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]
    93 Chibs - APR-Gebühr 2024 = 83 Chibs