Beiträge von Austernseitling

    Jetzt bin ich grad hier her zurückgekehrt, um eben diese Vermutung auch zu äussern. Florian war schneller. V.a. das grosse Foto sieht sehr nach dem Igel aus, weil es eben keine eigentlichen Hüte zeigt - wie ich das ja bereits geschrieben hatte. Irgendwie habe ichs gestern trotzdem nicht gecheckt. Es muss der Igel sein! Gratuliere zu dem supertollen Fund:-)

    LG Andreas

    unter Berücksichtigung der Rindenstruktur bin ich mir sicher, dass der Baum eine Weißtanne ist

    Danke, Kauz, für die Bestätigung!


    In Euren Tannen-reichen Mischwäldern ist kaum eine stehende oder liegende Tannenleiche zu finden, die Privatwaldbesitzer lassen nichts verkommen.

    Das tut mir wirklich leid, dass du in meiner Nachbarschaft nicht wirklich auf deine Kosten kamst. Teilweise wird der Wald sehr intensiv genutzt hier. Es lohnt sich, steile Bereiche, Bach- oder Flussufer zu durchkämmen. Gewisse Forstbetriebe weisen auch klar aus, wo Wirtschaftswald, wo Erholungswald und wo Waldreservat ist. Das hilft sehr, wenn man als nicht ortskundiger auf Pilzsuche geht. Dieses Jahr musstest du hier wirklich nur die allerfeuchtesten Wälder auf Pilze absuchen gehen - oder du gingst oberhalb 1400 m sammeln, da wars einträglich. Der Nadelwald unter dieser Höhe blieb meist leer.


    LG Andreas

    Hallo allerseits


    Prächtig, das Teil!

    Ist das wirklich der gleiche Fruchtkörper auf den beiden Fotos? Auf dem ersten Minfoto siehts ja nach mehreren Hüten übereineinander aus. Also trotz übler Fotoqualität wär ich da beim Dornigen Stachelbart. Das grosse Foto lässt mich überhaupt keine Hüte erkennen. Seltsam.


    Meiner, den ich nun schon zweimal besucht habe, zeigt sehr typisch mehrere Hüte, aus denen Stacheln hängen:

    Am 27.9.26


    und am 18.10.26


    Ich wüsste jedoch nicht, was Gustavsons Badeschwamm sonst sein soll!


    LG Andreas


    PS: Bilder bitte anklicken - sie werden völlig verzerrt dargestellt hier.

    Liebe Pilzmenschen


    Vor einer Woche habe ich in meinem Hauswald einen Stachelbart entdeckt:-) Die Frage ist, welcher. Es stehen da viele Buchen und Weisstannen - vereinzelt auch andere Laubbäume, sowie Fichten. Der Wirt meines Stachelbarts ist ein ca 70-80 cm dicker, sehr grader Stamm, der auf dem Boden liegt.

    Ich glaube an einen Nadelbaum, hätte Weisstanne getippt.


    Das würde ja passen für den Tannenstachelbart, Hericium flagellum. Nun soll aber der Ästige Stachelbart, Hericium coralloides auch mal auf einer Weisstanne (statt auf einer Buche) wachsen können. Diese beiden Hericium-Arten sind nur schlecht auseinanderzuhalten, wie ich finde. Die Stacheln waren vor einer Woche noch recht kurz, so bin ich gestern wieder vorbeigegangen, in der Hoffnung der Fruchtkörper sei gewachsen. H. coralloides hat Stacheln bis 1 cm Länge, H. flagellum bis 2 cm Länge. Leider ist der Pilz überhaupt nicht mehr gewachsen - obwohl er als Ganzes nicht grösser ist als 10 cm3.


    Gemäss Pablo (Beorn) hängen die Stacheln bei H. coralloides paarweise runter und bei H. flagellum büschelweise. Das finde ich auf allen auffindbaren Fotos und an meinem Original extrem schwierig zu beurteilen. Fundkorb.de schreibt von Stacheln, die in Reihen hängen bei H. coralloides. Auch das kann ich nirgends sehen.


    Aber schaut euch meine Fotos an. Von oben siehts nach H. coralloides aus:



    Und von unten siehts nach H. flagellum aus:


    Die nassen Bilder stammen von vor einer Woche, die trockenen von gestern.


    Kann jemand etwas dazu sagen? (ausser dass die Wahrscheinlichkeit für H. flagellum wegen des Substrats grösser ist)

    Oder kann jemand genaueres sagen zum Substrat?


    Ich danke euch für eure Ideen!!


    LG Andreas

    Austernseitling


    Da hat es sich richtig gelohnt diese zu hellen "Kuhmäuler" genauer unter die Lupe zu nehmen. Damit war deine kurze Stipvisite sogar noch erfolgreicher. Schön dass Du mit dabei warst.

    Herzlichen Dank, dir Jörg, fürs Hinführen zu "deinen" europaweit einmaligen Pilzen:-) Das war wirklich eine schöne Abrundung meiner Deutschlandreise zu Freunden! Super, dass dein jahrelanges Durchkämmen der prächtigen Parks und Friedhöfe In Chemnitz mit einem solchen Resultat gekrönt wurde! Es war schön, dem beizuwohnen und mich jetzt mit allen hier zu freuen:-)

    LG Andreas

    Hallo zusammen,

    nach Monaten langer Trockenheit hat es auch hier in der Südpfalz mal längere Regenphasen gegeben und die Pilze trauen sich langsam mal ans Fruktifizieren heran. Ich war gestern im Bienwald unterwegs und habe diese Pilze entdeckt. Diese Art war mir noch nie aufgefallen: Sehr große Hüte (über 20 cm) saßen auf einen sehr kurzen (etwa 5 cm) und dünnen (< 1 cm) weißen Stiel. Die Lamellen waren weiß und am Stiel mit einer Einbuchtung angewachsen. Die Form erinnert mich an Quallen, das Fleisch war sehr schmierig und man konnte es einfach zerdrücken, vermutlich wegen der gespeicherten Nässe. Gewachsen sind die Pilze an abgesägten Baumstämmen, sieht für mich aus wie Buche.


    Habt Ihr eine Idee? Danke!
    LG/A

    Lieber Sytaxys

    Du beschreibst sehr viel, das sehr schwierig festzumachen ist. Bitte stelle doch künftig mehr Fotos von allen Seiten etc. ein. Ich glaube, du weisst bereits, was wir benötigen, um mehr als eine Raterei zu veranstalten. Dann bekommst du bestimmt bessere Antworten und erntest mehr Wohlwollen. Merci fürs Verständnis.


    LG Andreas

    Hallo Wolfgang

    Klingt völlig plausibel, was du schreibst. Ich fange an zu verstehen. D.h. ihr denkt, dass die Behauptung, ein einziger Organismus werde so extrem gross, nicht unbedingt der Realität entspricht. Ich kann das nicht beurteilen. Bin sehr interessiert an anderen Meinungen.


    Sorry, Hieronymus , dass wir hier deinen Thread für einen sehr allgemeinen Austausch nutzen:-)


    LG Andreas

    Soweit ich am Rande mitbekommen habe, ist das inzwischen ein Baum-/Heckenklon in Asien. Es gibt aber oft Kontroversen zur Eigenständigkeit von Individualität und Vergemeinschaftung. Auch am Image des früheren Riesenpilzes wurde in dieser Richtung berechtigte Zweifel laut.

    Hallo Maronisto

    Ich versteh dich leider nicht. Was meinst du genau? Was ist ein Baum-/Heckenklon? Ist man nicht mehr sicher, ob man das richtig beurteilt hat mit der DNA-Proben der gefunden Hallimasche in Oregon und in Graubünden? Wäre interessant, wenn du das ausführen könntest.

    LG Andreas

    Liebe Claudia


    Grossen Dank für die Beschreibungen und die vielen tollen Bilder!!


    Fotos können das Geschriebene besser veranschaulichen. Am Ende zum Vergleich Fotos von Hygrocybe coccinea und punicea.

    Da bin ich etwas unsicher: Welche Nummern/Fotos zeigen denn nun H. punicea und welche H. coccinea? Könntest du das noch ergänzen im ersten Beitrag? Ich kapiere es nämlich nicht. Vielleicht bin ich auch einfach zu wenig versiert in der Sache. Es scheint ja sonst niemanden zu stören.


    Herzlichen Dank und liebe Grüsse

    Andreas

    Hallo zusammen


    Ich glaube, den hatte ich auch grad. Jedenfalls lande ich mit Kibby ebenfalls bei C. turgidus. Kann man das festmachen ohne Mikroskop? Er stand bei Buchen sehr nah an einem Bach. Meiner hatte die verdickte Stielbasis und in ganz jungem Stadium waren die Lamellen schon noch deutlich heller. Wie Kibby schreibt, ist das Fleisch in der Stielspitze etwas violettlich. KOH-Reaktion negativ.


    LG Andreas






    Hallo allerseits


    Schön, Limacellopsis guttata, den Getropften Schleimschirmling hatte ich letzten Sonntag grad als Erstfund. Meine Exemplare, die etwa zu sechst auf einem Qudratmeter verteilt standen, waren alle im gleichen kegelhütigen Stadium und ca. 15 cm hoch. Ich und alle anwesenden an unserem Vereinsbestimmungsabend haben sich die Zähne ausgebissen. Nichts hat recht gepasst, niemand hatte den jemals gesehen. Dabei sieht der Pilz ja extrem charakteristisch und auffällig aus. Die KI und Google Lens brachten auch nur falsche Vorschläge. Es kostete viele Nerven!




    Der Pilz ist wohl ein Sapprobiont und mag kalkhaltige Böden. Ein Blick auf die Verbreitungskarte der Schweiz zeigt: Er ist nicht häufig, aber auch nicht selten und kommt vom Mittelland bis in die Berge vor. Er wächst auf feuchten, humusreichen Böden, gerne in grösseren Gruppen. Meine Gruppe wuchs ziemlich nah am Bach bei Fichten und Buchen. Eigentlich soll L. guttata stark nach Mehl riechen, wie Oehling schon erwähnt hat. Mein Exemplar hat sich nicht so hervorgetan damit;-) In Deutschland dürfte man ihn essen, in der Schweiz jedoch nicht! Wie ich in einem älteren Thread hier lese, kann der Pilz grüne Flecken auf der stabilen Manschette haben.




    Ich werde die markante Art sicher nicht gleich wieder vergessen.


    LG Andreas

    Hallo Tami

    Ich masse mir allein aufgrund der Fotos keine Bestimmung an. Diese Zählinge sorgen immer wieder für Diskussionen. Schau mal noch diesen Thread und die Links darin an:

    Melzers Reagenz könnte dich weiterbringen.


    LG Andreas

    Dem neuerdings wieder größtem Organismus auf der Erde ..(?) :glol: tschuldigung, das ist ein kleiner Scherz.

    Hallo Maronisto

    Warum Scherz? Ist doch so. Also gut, vielleicht nicht genau der abgebildete, aber in dieser Gattung wurde doch der grösste Organismus nachgewiesen. Im Nordwesten der USA und wesentlich kleiner, aber immer noch riesig im Schweizer Nationalpark.

    Hallimasch - Das ist das grösste Lebewesen der Welt
    Das grösste Lebewesen ist ein riesiger Pilz namens Hallimasch. Und er lebt auch in der Schweiz.
    www.srf.ch


    LG Andreas

    Ich bin ja eigentlich ganz gleicher, skeptischer Meinung bei Neomyceten. Wenn uns jedoch die Fichten und Buchen wegsterben durch den Klimawandel, ist es aus mykologischer (und wohl erst forstwirtschaftlicher) Sicht ja doch ganz begrüssenswert, dass die vielen Douglasien in unseren Wäldern irgendwann auch noch etwas mehr Mykorrhizapartner finden!!

    LG Andreas

    Liebe Pilzmenschen


    Ich habe gestern in einem Auwald verschiedene Cortinarien finden können. Hier mal eine, bei der ich glaube, allein makroskopisch recht weit gekommen zu sein.

    - Der Geruch ist nicht gut, aber auch nicht ausgeprägt.

    - Hutdurchmesser: bis ca. 6 cm

    - Stieldicke an der Spitze: über 1,5 cm

    - nirgends schleimig

    - Wächst bei Hainbuche, Fichte und Ulme.

    Mit Kibby und Winkler/Keller lande ich bei Cortinarius damascenus, dem Büscheligen Wasserkopf. Im Winkler irritiert dann das Foto; im Kibby nicht.


    Es war gestern nass im Wald, da sahen die Pilze so aus:


    1)


    2)


    3)


    4)


    Heute ist das mitgenommene Exemplar nun nachgetrocknet und sieht etwas anders aus:

    5)

    An verletzten Stellen am Hut hat er geschwärzt.


    6)


    7)

    Das Fleisch schmeckt offenbar lecker:-) Mit KOH wird es stark dunkelbraun, bald schwarz. Besonders schnell geht die Reaktion im Hutfleisch.


    8)

    Mit KOH reagiert auch Huthaut und stiel in dunkelstem Braun, bald Schwarz.


    Von dieser KOH-Reaktion lese ich in meiner Literatur nicht. Bei interhias.de ist von dunkel-schokoladenbraun die Rede.


    Könnt ihr mir folgen oder bin ich komplett falsch abgebogen? Danke für eure Meinungen. Vermutlich geht eine Bestimmung auf Artebene ja eh nur mikroskopisch.


    LG Andreas

    Hallo Andreas,


    an Fichte glaube ich bei dem Stubben nicht. Ich denke eher an ein belaubtes Hartholz. Die Schnittfläche ist dunkel und nicht mehr ganz frisch, aber immer noch glatt. Abgesehen von Löchern, wo die Fasern ausgerissen sind. Der rechte Rand zeigt Spuren eines Bruchs, möglicherweise abgesägt nachdem der Baum abgebrochen war (Schneelast, von anderem Baum mitgerissen?) Oder das Wegsägen erfolgte nicht ganz normgerecht, wogegen aber die Löcher sprechen.


    LG, Bernd

    Hallo Bernd


    Danke für deine Antwort. Ich kann deiner Argumentation bestens folgen. Ich habe den Baumstumpf extra fotografiert, aber hier vergessen einzustellen:

    Ich glaube da schon an Nadelholz. Oder siehst du das anders?


    LG Andreas

    Hallo Andreas,


    die rätselhaften Gebilde am Ende sind Phlebia nothofagi. Riech da mal dran, die riechen nach Birnenschnaps.


    Björn

    Hallo Björn


    Herzlichen Dank! Du meinst jene auf Foto Nr. 9, gell?


    Da muss ich unbedingt nochmals hin, das klingt ja verlockend:-) ...wobei möglicherweise der Hundeurin überwiegt... der Baumstumpf steht an einer Wanderwegkreuzung bei mehreren beliebten Feuerstellen...


    Ich werde berichten - sofern mich der Birnenschnapps nicht grad umhaut;-)


    LG Andreas