Pilze an Holz - Bitte um Bestimmungshilfe

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 608 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Moosfreundin.

  • Hallo zusammen,


    ich dachte ich traue mich mal an "Pilze an Holz".

    Besonders freuen würde ich mich um Korrekturen/Bestätigungen, da es ein neues Thema für mich ist bin ich da nicht so sattelfest.

    Zu Beginn die Pilze welche ich bereits bestimmt habe, später die eher unsicheren Kollegen...

    Habe es hinter einem Spoiler verborgen weil ich das mal hier gesehen habe und eigentlich ganz cool finde.

    1.

    1.1

    Auf Birkenholz, Unterseite weiß, Geruch erinnert mich an Flaschenstäubling (bisschen stechend aber nicht sehr unangenehm), Schnittbild weiß. Ältere Fruchtkörper haben eine schmutzige weiße Ober- und Unterseite.


    2.

    2.1

    Buchenholz, kein Geruch, recht weicher Fruchtkörper, Schnittbild so fleischfarbend/braunrötlich. Habe kein KOH (ist zwar bestellt aber kommt leider nicht an)


    3.

    Buchenholz, kein Geruch, ist etwas klebrig an den Fingern wenn man ihn unliebsam quetscht.


    4.

    Auf Buchenholz, kein Geruch, gallertartig.


    5.

    Buchenholz, sehr weiche Fruchtkörper, kein Geruch.


    6.

    Ich dachte der hätte eigentlich eine weiß-cremefarbene Unterseite, aber diese haben (glaube ich) schon unter dem Wetter gelitten.

    Wuchs an Salweide, roch für mich kartoffelartig, Oberseite fühlt sich glatt-speckig an.


    7.

    Ich tippe auf Eichentotholz, Pilz ist weich, trocken, riecht pilzig, Oberseite leicht beflaumt. Leider ist das Bild nicht so scharf, die Unterseite hat keine regelmäßigen Poren - labyrinthartig passt dazu.

    8.

    Buchentotholz, leider auf dem Bild nicht erkennbar aber die Unterseite ist cremeweiß und hat sehr feine unregelmäßig aber größtenteils rundliche Poren. Pilziger Geruch, vielleicht leicht süßlich.

    9.

    An Buchentotholz, riecht pilzig, Oberseite fein beflaumt fühlt sich an wie ein Pfirsich. Keine Poren sichtbar an der Unterseite. Verändert nicht die Farbe bei Reibung.

    10.

    Wuchs auf einem Baumstumpf, leider war für mich nicht erkennbar ob Nadel-/Laubholz. Riecht süßlich.

    Das Moos oben links im Bild ist das große Besenmoos. :)


    11.

    Auch die vorderen Fruchtkörper hatten die gleiche Farbe wie die weiter hinten, leider war das mir nicht möglich besser zu fotografieren.

    Muss nicht bestimmt werden, würde mich nur interessieren was das ist. Wuchs in Totholz, sah für mich nach Nadelholz aus.

    Jede dieser Kügelchen hatte einen winzigen Stiel in gleicher Farbe aber heller.

    12.1

    12.2

    12.3

    12.4

    Wuchs am Fuße einer Eiche, umliegend kleine Buchen und weiter weg eine Kiefer. Da es nur ein Fruchtkörper gab habe ich diesen mehrfach fotografiert. Habe kein speziellen Geruch feststellen können. Hat eine kleine Hutspitze die auf den Bildern nicht so rüberkommt. Lamellen sind dünn & weich und laufen nicht am Stiel herab. Stielspitze weiß überhaucht. Wuchs nicht an Holz (alle anderen Pilze von diesem post sind ja an Holz)


    13.

    Buchentotholz, Oberseite fein beflaumt, Geruch gibt für mich nichts her. Poren sind länglich.


    Vielen Dank an jeden der hier kommentiert :)

  • Servus,

    Hab mir gerade deine Spoiler angeschaut.

    Ich denke da mußt du bei manchen ein wenig konkreter werden

    Zur Nr 3.

    Was meinst du mit Laubholzknäueling Lentinus/ Panus conchatus?

    Bei deinem Fund denke ich eher an Panellus stipticus - Herber Zwergknäueling


    Bei der Nr. 4

    Bin ich ein wenig unsicher, denke aber es ist eher eine Ascocoryne sarcoides, ich glaube eine Nebenfruchtform am oberen Fruchtkörper zu erkennen.


    und bei der Nr. 5 Stielbecherchen ???

    Vom makroskopischen Erscheinungsbild denke ich da an eine Guepiniopsis


    Aber wie immer bei diesen Kleinpilzen ist zumindest eine mikroskopische Untersuchung notwendig


    Grüße

    Felli

  • Ein Mikroskop besitze ich leider nicht.
    Aber ganz ehrlich, bei den Pilzen wo man makroskopisch nicht zur Art kommt, bin ich auch mit einer Gattung o.ä. voll zufrieden.


    Nr.3

    Mit Laubholzknäueling meine ich einen Knäueling, der an Laubholz wächst. :)

    Tiefer bin ich nicht gekommen.


    Nr.4

    Den werde ich mir jetzt genau anschauen, vielen Dank für den tipp!


    Nr. 5

    Mir ist gerade aufgefallen das Stielbecherchen ja an Kräutern wachsen, das hatte ich leider völlig falsch im Kopf gehabt. (Hymenoscyphus repandus hatte ich gedacht).

    Ich schaue mir deinen Vorschlag jetzt genau an!

    Danke dir! Das ist super wertvoll. Ich füge deine Bestimmungen jetzt noch im Hauptpost ein damit es in Zukunft richtig dasteht.

    VG, Moosfreundin :)


    Meine Pilzbestimmungen sind wie Wettervorhersagen: manchmal richtig, manchmal nicht. Wer seinen Fund essen möchte geht zum PSV.

  • Servus,

    Nr.9...bei solch dunkelbraunen Funden an Buche kommt neben S. subtomentosum auch S. insignitum in Betracht. Wenn solche Fruchtkörper getrocknet deutlich heller werden ist das ein Indiz für S. subtomentosum. Bei meinem S. insignitum- Fund blieben die dunkelbraunen Partien auch nach dem Trocknen so gefärbt. Sicher unterscheidet man die nur mikroskopisch.

    Nr. 10 schaut nach (Neo)-lentinus adhaerens aus.

    An liabn Gruaß

    Werner

  • Hallo zusammen,


    ich würde hier bei Nr. 9 wegen der Farben auch eher an S. insignitum denken. Gerade in wärmebegünstigen Regionen ist der deutlich häufiger als S. subtomentosum (deshalb bitte immer auch angeben, wo Pilze gefunden wurden!).


    Björn

  • Danke euch beiden, Werner & Björn!

    Habe es gerade im Hauptpost editiert.


    Habe mir alle vorgeschlagenen Pilze angeschaut und die Merkmale nachgelesen.

    Von dem stereum habe ich zum Glück zwei Fruchtkörper mitgenommen, einer ist jetzt auf die Heizung gewandert mal sehen was sich da morgen sehen lässt ob da was heller wird.

    Irgendwann werde ich hoffentlich auch ein Mikroskop haben. :)

    Den (Neo)-lentinus adhaerens habe ich halbiert und er sieht im Schnittbild (und von den anderen Merkmalen) sehr passend aus.


    Ehrlich gesagt bisher habe ich einfach alles mitgenommen was "bestimmbar" aussah, also nicht diese winzigen einfarbig braunen Pilze z.b.

    Oft gerate ich dann auch an Arten die doch nicht so einfach sind wie erhofft. Aber es macht mir trotzdem Freude.

    Danke nochmal euch. :)


    VG, Moosfreundin :)


    Meine Pilzbestimmungen sind wie Wettervorhersagen: manchmal richtig, manchmal nicht. Wer seinen Fund essen möchte geht zum PSV.

  • Hallo Moosfreundin,



    ja, so mag ich Bestimmungspost´s. Da kann auch ich noch viel lernen. Danke Dir dafür.


    Die Nummer 12, da könnte ich mir einen löwengelben Dachpilz vorstellen. Vor Jahren hatte ich ihn mal. Und dieses gelb?


    Ich freue mich auf Deine weiteren Post´s.

    Liebe Grüße vom


    Bläuling


    Meine Bestimmungsversuche sind KEINE Verzehrfreigaben



    Schipse: 100-10 Startgebühr für APR 2024= 90 + 2 = 92

    Schipse: 92-10 Startgebühr für APR 2025 = 82

  • Danke Bläuling! :)
    ich muss ehrlich gestehen ich hatte bei dem keine Ahnung. Mein erster Gedanke war in Richtung Saftling (weil einfarbig, doch recht intensives gelb) aber da hat der Standort ja garnicht gepasst und die Lamellen auch nicht - und so enorm knallig war das gelb dann doch nicht. :D Haben Dachpilze nicht alle freie Lamellen? Diese sind jedenfalls angewachsen, minimal herablaufend.


    Ich lerne auch extrem viel hier, bin dankbar für alle Hilfen.

    VG, Moosfreundin :)


    Meine Pilzbestimmungen sind wie Wettervorhersagen: manchmal richtig, manchmal nicht. Wer seinen Fund essen möchte geht zum PSV.

  • Moin Moisfreundin, die Ockertamete unterscheidet sich vor allem dadurch, dass sie etwas dickfleischigere Fruchtkörper und kompaktere Anwachsstellen hat als die Schmetterlingstramete. Ich sehe das bei 8 nicht und wäre eher bei einer helleren Schmetterlingstramete.


    Dachpilze haben wirklich nie herablaufende Lamellen🥴.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Hallo,

    bei Deiner Nr.12 stand da eine Lärche in der Nähe? Ich meine da ein paar Lärchennadeln auf dem einen Foto zu sehen.

    Ich könnte mir da einen Lärchenschneckling vorstellen. Einen Löwengelben Dachpilz schließe ich dagegen aus.

    Die Nr. 11 istz ein unreifer Schleimpilz. So nicht bestimmbar.


    VG Ulla

  • Ehrlich gesagt die Lärchen sind etwa 50m weiter weg gewesen, also wirklich nicht gerade um die Ecke. Aber vielleicht hat das ja gereicht?

    Danke dir für deine Bestimmung, ich füge sie jetzt ein. :)

    VG, Moosfreundin :)


    Meine Pilzbestimmungen sind wie Wettervorhersagen: manchmal richtig, manchmal nicht. Wer seinen Fund essen möchte geht zum PSV.