Pilz im Garten

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 675 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Vidar.

  • Hallo,


    folgender Pilz wächst in unserem Garten. Könnt ihr sagen, um welchen Pilz es sich handeln könnte? Hintergrund ist, dass unsere Kinder oft im Garten spielen, da möchte ich sicherstellen, dass es nichts giftiges ist.


    Ist es vielleicht ein Maipilz?


    Lieben Dank.

  • Hallo,

    um ganz sicher zu gehen kannst du vor Ort einen Pilzsachverständigen kontaktieren, der dir deinen Gartenfund dann genau erklären kann.

    Hier kannst du für deine Region suchen:

    Pilzsachverständige finden / DGfM

    Schau auch mal, ob du da noch mehr davon findest, um mal welche in verschiedenem Zustand zu finden. Die nimmst du dann vorsichtig komplett raus und nimmst sie mit, damit der PSV dir dann am lebenden Objekt erklären kann, worum es sich handelt.


    LG

    Daniel

  • 1. Es ist definitiv kein Maipilz. Was genau es ist, lässt sich aber erst sagen, wenn Du ihn komplett rausnimmst, also mit dem Teil in der Erde, von allen Seiten fotografierst, und auch mal längs durchschneidest und so fotografierst. Und vielleicht auch mal an Hut und Stilbasis kratzen, um eventuelle Verfärbungs-Reaktionen festzustellen.

    2. Es gibt keine kontaktgiftigen Pilze – auch wenn es z.B. ein giftiger Knollenblätterpilz sein sollte, passiert bei bloßer Berührung noch nichts. Das Kind müsste erst etwas in den Mund nehmen – das ist aber in gar keinem Fall gut, egal, um welchen Pilz es sich handelt. Das heißt: Besteht Gefahr, dass Kinder was abbeissen, würde ich die Pilze so oder so entfernen, egal, um welche Art es sich handelt. Besteht diese Gefahr jedoch nicht, darf auch der Giftpilz im Garten stehen bleiben und bewundert werden.

  • :) Das ist versteckte Kamera, oder? Aber hier gibts schon so Cracks, die bestimmen den vielleicht tatsächlich bloß anhand des Stiels … ich hätte irgendeinen Champignon geraten.


    Ach ja: Wenn das der einzige Pilz war, der so zerteilt nun seine Wege gegangen ist – welche Gefahr besteht denn da nochmal für Deine Kinder? Ein Maipilz hätte übrigens kein Velum, und wenn das dein eigentlicher Plan sein sollte, Maipilze zu essen – lass es lieber.

  • Alles in Ordnung, keine versteckte Kamera. Für die Kinder besteht natürlich keine Gefahr mehr. Es hat mich nur das Interesse umgetrieben. Für die Zukunft weiß ich nun etwas mehr, was benötigt wird, damit ihr eine Einschätzung geben könnt. Wie auch immer, danke für eure Hilfe.

  • Vielleicht der Voreilende Ackerling (Agrocybe praecox)? Standort Wiese, Velum, Farben, Größe könnten grob hinkommen? Gibt aber bestimmt noch andere Arten die auch in diese Richtung gehen

    Finde ich keine schlechte Idee, würde auch zur Huthaut (Hygrophan?), soweit sie sichtbar ist, passen …

  • Hallo FBN,

    mich treiben angesichts deines Problems andere Fragen um:

    - wie alt sind denn die Kinder? Schon so alt, dass sie begreifen können und man ihnen erklären kann, dass man nicht etwas im Freien Gefundenes einfach so in den Mund steckt? Ich z. B. habe im Kindergartenalter gewusst, dass es giftige Pflanzen oder Pilze gibt, da man es mir gesagt hatte.

    - gibt es in deinem Garten anderes Zeugs (Beeren, Kräuter, Blumen?), an dem man sich genauso vergiften kann wie an Pilzen? Vielleicht ticken in deinem Garten noch andere Zeitbömbchen?


    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Ach ja: Wenn das der einzige Pilz war, der so zerteilt nun seine Wege gegangen ist – welche Gefahr besteht denn da nochmal für Deine Kinder?

    Das war jetzt der eine Fruchtkörper, was ja nicht heißt, daß keine weiteren kommen könnten und möglicherweise auch noch diverse andere Arten, man weiß ja nie, was sich da an Pilzen im Boden befindet.

    Oerling stimme ich da zu. Wenn die Kinder schon etwas älter sind, wieso nicht ganz normal an die Natur heran bringen und den Kindern das beibringen.

    War ja bei ihm auch so, bei mir ebenfalls.

    Wenn diesbezüglich Angst besteht, den restlichen Garten zu checken nach etwaigen problematischen Gewächsen, ist dann sicher auch keine schlechte Idee oder eben beibringen, wenn alt genug.

  • Dem kann ich mich nur voll anschließen. Es gibt auch genügend (hoch-)giftige Pflanzen, die in quasi jedem Garten wachsen ( Thujen fallen mir da direkt ein?) und um die sich komischerweise keiner Gedanken macht, und die - und das ist dann der eigentliche Punkt - anscheinend keine Probleme machen.

    Kann zwar verstehen, sich bei Kindern im Zweifel zu viele als zu wenige Sorgen zu machen.

    Ob es dennoch nicht die bessere Strategie wäre, an die Natur heranzuführen, statt sie von Kindern fernzuhalten und zu bekämpfen?


    Viele Grüße

    Michael