Beiträge von lockpicker

    Hallo,


    zu Pilz 1 gäbe es sicher noch andere Helmlinge mit Nitratgeruch die in Frage kämen. Vor allem der glasige Nippel in der Hutmitte und die dunkelbraune Farbe (neben der Jahreszeit) könnten helfen ihn einzugrenzen. Optisch erinnert er mich an Winterhelmlinge aber diese sollten keinen Nitratgeruch haben.


    zu Pilz 2 erscheint mir der Frühjahrs-Glockenschüppling (Pholiotina aporos) sehr plausibel, auch wenn ich die Art selbst noch nicht finden konnte.


    LG Hugo

    Hallo Pilzbegeisterte,


    ich denke, hier spricht einiges für den Ziegelroten Schwefelkopf (Hypholoma lateritium). Farbprofil passt und lilaschwarze Sporenreste sind minimal erkennbar. Für noch bessere Detailaufnahmen wären die Sporenpulver/Velumreste am Stiel (rundherum schauen) und am Hutrand sinnvoll.


    LG Hugo

    Ich denke einfach, dass jede digitale Community so ihre eigene "Kultur" hat, ihre gewünschte Art von Fragen, Detailinteresse zum Thema etc. Hier geht es halt viel um Mikroskopie, Fokus auf bestimmte Gattungen, möglichst sauber gemachte Bestimmungsanfragen usw.


    Es sind hier zweifelsohne viele ausgewiesene Experten im Forum, was ich sehr schätze, gleichzeitig möchte ich aber auch anmerken, dass ich die Diskussionskultur hier doch sehr auf der strengen, ernsten, formalen Seite empfinde, was nicht immer so wirklich mein Fall ist.


    Ich glaube, Syntaxys wollte einfach eine knappe Antwort pro Bild wie "Gattung Pluteus passt" oder "Einer der braunen Pluteus, könnte man als P. cervinus agg. ablegen" und wäre voll und ganz zufrieden, und könnte die Bilder für Wikipedia besser beschriften als er es sonst vllt. mit KI macht. Da es um einen gemeinnützigen Zweck geht, sehe ich auch nichts negatives daran, dass Experten hier, sofern Zeit vorhanden ist, Bestimmungen beisteuern, ganz egal wie groß das mykologische Interesse des Fragestellers ist.


    Vielleicht ist hier einfach das falsche Forum dafür. Ich kann dir internationale Communities wie

    https://www.reddit.com/r/ShroomID/ oder Naturbeobachtungs-Plattformen wo auch menschliche Bestimmer dahinter sitzen, wie https://www.inaturalist.org/ oder https://observation.org/ empfehlen. In den Mykologie-Subreddits wird meistens bloß ein grober Standort und ein paar Fotos gepostet, dann kommen als Antwort meistens ganz knapp Arten/Gattungen oder kurze Nachfragen. Auch dort sind durchaus einige User sehr aktiv, denen man ein gutes mykologisches Wissen anmerkt, vielleicht ja auch die/der eine oder andere aus diesem Forum. Natürlich sind solche reinen Bestimmungen nicht ideal für Leute die sich wirklich einarbeiten wollen, da hilft es dann wenn genau beschrieben wird warum das diese Art ist und welche evtl. ähnlichen Arten aus welchem Grund ausgeschlossen werden können.


    PS: Natürlich kann man nicht jeden Pilz anhand eines Fotos bestimmen, aber bei gar nicht wenigen Arten geht das doch problemlos, gerade wenn es offensichtlich nicht um Verzehr geht spricht doch nichts dagegen. Zum Beispiel können Cortinarius violaceus, Russula virescens, Auricularia mesenterica, Pluteus atromarginatus, Paxillus involutus agg., viele Amanitas, einige Röhrlinge etc. problemlos mit etwas Erfahrung anhand eines Fotos bestimmt werden. Manche dieser Arten sind mittlerweile wahrscheinlich aufgespalten worden oder man sollte ein agg. dazu schreiben, aber für einen mykologisch interessierten Laien sind das trotzdem wertvolle Bestimmungen. Wenngleich wohl für die meisten im Forum solche Arten eher "banal" sind.


    LG Hugo

    Hallo zusammen,


    ich habe gestern diese Pilze gefunden, es ist auf jeden Fall ein persönlicher Erstfund und ich hoffe ihr könnt mir bei der Bestimmung weiterhelfen:


    Fundort: nahe Salzburg, Österreich, etwa 700m Seehöhe

    Bäume: eher Nadelwald, Kalkboden, viele Fichten, aber auch ein paar Tannen und Buchen in Reichweite

    Hutdurchmesser: etwa so 6-8 cm bei ausgewachsenen Exemplaren, Größe und Statur in etwa wie ein stämmiger Täubling

    Wachstum: recht gesellig, schon mindestens 10-20 Exemplare im Umkreis von ein paar Metern

    Geruch: kein deutlicher Geruch

    Verfärbung: bei Ankratzen der Stielrinde keine Verfärbung nach 1min, habe aber keinen Fruchtkörper mitgenommen für langsamere Reaktionen

    Lamellen: deutlich wachsartig, verschmierbar, ähnlich Frauentäubling oder anderen Schnecklingen


    Aufgrund der wachsartigen, hellen Lamellen gehe ich von einer der rosa Schnecklingsarten aus, mein Vorschlag wäre der Rasige Purpurschneckling (Hygrophorus erubescens). Der kommt vom Aussehen und Habitat recht gut hin, ist auch ab und zu im Raum Salzburg kartiert. Nur das Gilben/Röten am Stiel konnte ich nicht beobachten.


    LG Hugo

    Knoten ???

    Soweit ich verstehe ist der Stiel des Nelkenschwindlings so flexibel, dass man ihn verknoten kann ohne dass er abbricht, was bei etwaigen Verwechslungsarten (wahrscheinlich) nicht klappt. Habe den Nelkenschwindling leider bislang wahrscheinlich nur 1x gefunden und das noch nicht selbst ausprobiert.

    Die rötliche Verfärbung beim Perlpilz funktioniert anders als zB bei einem Safranschirmling - das heißt es wird sich bei Herumkratzen nicht innerhalb von Minuten oder gar Sekunden etwas tun. Das passiert eher bei Madenfraßgängen im Inneren des Stiels, die Perlpilze oft, aber nicht immer haben, oder Stellen wo der Pilz beim Wachstum schon irgendwie verletzt wurde. Mir ist aber aufgefallen, dass meine gesammelten Perlpilze nach dem Transport nach Hause oft viel stärker rötlich waren, also nachdem sie im Korb hin und her gerollt und vielleicht noch eine Nacht im Kühlschrank waren. Geht aber wahrscheinlich nur wenn die Fruchtkörper noch nicht zu trocken sind.

    Hallo LilaAuster,


    also ich sehe da deutliche Rötungen auf der Huthaut und an der Stielbasis. Also sollte es ein Perlpilz sein.

    Die Rötung kann manchmal deutlicher und manchmal nicht so offensichtlich sein.

    Wenn du deinen Pilz eine Zeit lang zB in einer Dose transportierst und er dadurch Druckstellen bekommt, sollte die Rötung deutlich stärker werden.


    LG Hugo

    Es hat mich gefreut, auch dieses Jahr wieder dabei gewesen zu sein und bis zum Ende durchgehalten zu haben!

    Auch wenn ich mir ein paar Punkte mehr erhofft hätte, bin ich dennoch zufrieden einiges komplett richtig erraten zu haben. Danke an nochn Pilz und alle anderen für die gute Organisation, spannende Rätsel und den reibungslosen Austausch.


    Danke natürlich auch an Engelchen für die schöne Urkunde :thumbup:


    LG und frohes Neues,

    Hugo


    Der hat Euch reichlich Punkte gebracht: 23 Volltreffer, einmal 5 Punkte für Xylaria bei 1 Joker.


    Gegen 15:00 mache ich weiter.

    Ich hab das Stachelige links unten immer als Zweig einer Brombeere/Himbeere identifiziert und mich gewundert warum ich keinen passenden Pilz finde. Hätte natürlich auch wissen können, dass Bucheckern ebenfalls solche Stacheln / Fransen haben, alles klar :cool:

    Hallo zusammen,


    wenn noch ein Platz frei ist, wäre ich dieses Jahr gerne zum zweiten Mal dabei. Ich werde zwar wohl nicht die Zeit haben bei jedem Foto aufwendig zu recherchieren, aber ein paar Minuten pro Tag kann ich bestimmt zum Rätseln einplanen.


    Danke und liebe Grüße,

    Hugo

    Hallo SwanRonson,


    die perfekten Anfänger-Parasole mit glasklarer Natterung sind deine Exemplare natürlich nicht. Der sicherste Weg wäre natürlich, du suchst weiter bis du solche ganz typischen Exemplare wie du sie von Fotos kennst findest und begnügst dich halt mit weniger "Beute".


    Ich würde deine Pilze ohne Gewähr schon beim Rötenden Riesenschirmling (Macrolepiota rhodosperma) bzw. zumindest in dieser Gattung einordnen. So ein richtiges Röten wie bei Safranschirmlingen sehe ich nicht, auch wenn es an Kratzstellen etwas braunrot wird. Auch der Kontrast und die Textur der Hutschuppen sprechen für mich für die Gattung Parasol. Du könntest noch auf den nussig aromatischen Geruch an den Lamellen prüfen, den sollten die giftigen Safranschirmlings-Arten auch nicht aufweisen.


    LG

    Das funktioniert übrigens nicht nur durch Anpusten, sondern auch durch Berühren oder Mit-der-Hand-Wedeln. Das machen viele Ascomycten, z. B. Pezizae oder Helvellae. Für Mykologen ist es ein positives Zeichen, nämlich dafür, dass man von dem Pilz reife Sporen zum Mikroskopieren bekommt.

    FG

    Oehrling

    Aber es ist schon so, dass rein der Luftstoß bzw. die Erschütterung durch Berühren die lockeren Sporen freisetzt? Und nicht der Pilz irgendwie, so wie vom Threadersteller scheinbar vermutet, aktiv auf die Störung reagiert und irgendwie durch Enzyme oder dergleichen Sporen abstößt?

    Nö, Telamonia

    Wie kommt man darauf bitte. Da wäre ich nie drauf gekommen lg

    Man sollte die Schleierlinge im weiteren Sinn bei kleinen braunen Pilzen, gerade mit so satt dunkelbraunen Lamellen wie hier, immer auf dem Schirm haben. Welche Gattung es dann genau ist, ist natürlich schwieriger. Risspilze haben typischerweise eher beigebraun - graue Lamellen, die an der Schneide oft so ein bisschen bepudert wirken (Zystiden?). Typisch ist bei einigen Risspilzen auch ein kleines abgesetztes Knöllchen an der Stielbasis. Gibt da aber natürlich auch sehr viele Arten.


    Ich wäre mir jetzt auch nicht 100% sicher dass das ein Schleierling ist und kein Risspilz oder irgendwas ganz anderes, halte Telamonia aber für einen guten Ansatz.


    LG

    Hallo zusammen,


    Ich habe vor kurzem in einem Mischwald auf Kalk (Buche, Fichte, Tanne, Lärche) diesen meiner Meinung nach ungewöhnlichen Cortinarius gefunden. Besonders aufgefallen ist mir dieser dunkle, metallische Farbton in den Lamellen.

    Ich weiß dass Cortinarien eine schwierige Gattung sind und ich nicht allzu viele Angaben / Fotos liefere, aber ich würde mich freuen über Tipps zu einer Art die zu diesen schönen Farben passt.


    Edit: Nach kurzer Recherche halte ich Cortinarius infractus für einen guten Tipp. Was meint ihr?


    LG Hugo

    Gibt's irgendein Merkmal mit dem man Albatrellus sub rubescens sicher bestimmt bitte.

    Wir haben es beim Pilzkurs mit KOH gemacht. Albatrellus ovinus verfärbt gelb, confluens lila und subrubescens oliv, soweit ich mich erinnern kann. Sollte aber nochmals jemand mit einem Gattungsschlüssel nachprüfen

    Servus Cognacmeister,


    Ja ich denke A. virosa kommt gut hin. Genatterter Stiel und Knolle passen wie auch das Habitat im Fichtenwald. Hab den im Raum Salzburg leider noch nicht finden können.


    LG

    Also mein Tipp wäre etwas aus der Gattung Laccaria (Lacktrichterlinge), wohl ältere Exemplare da recht bräunlich. Man sieht denke ich einen Lilastich in den Lamellen bei manchen Exemplaren und auch allgemein scheint mir der Habitus zu passen. LG