Beiträge von lockpicker

    Hallo Oliver,


    eventuell könnte es sich hier um eine Ackerlings-Art handeln, wie z.B. den Voreilenden Ackerling (Agrocybe praecox). Scheint mir bei Vergleich von Bildern und Habitat zumindest halbwegs plausibel. Gibt aber bestimmt recht ähnliche andere Arten aus der Gattung Agrocybe oder weiteren.


    LG

    Super schöne Urkunde, danke an das Rätselteam für den spannenden Advent und die 1a Betreuung :thumbup:

    Dafür dass ich mich erst seit 1 1/2 Jahren ernsthaft mit Pilzen beschäftige (früher war ich bloß mit der Familie Steinpilze / Pfifferlinge sammeln) und da doch einige Arten dabei waren, die ich selbst im Ganzen kaum bis gar nicht kenne, bin ich mit dem Ergebnis durchaus zufrieden!

    Nächstes Jahr möchte ich jedenfalls schon gern die 200 Punkte knacken - dafür hab ich vor, die Rätsel- und Auflösungsthreads der letzten paar Jahre genau zu studieren, die Joker besser einzusetzen und natürlich mein Pilzwissen insgesamt zu verbessern.


    Glückwünsche auch an Thomas und alle anderen, die bis jetzt ihre Urkunde erhalten haben. Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr mit vielen schönen Pilzausflügen, spannenden Erstfunden und leckeren Speisepilzen!

    Ich war bei der 6. völlig auf dem Holzweg und hab mir gedacht dass das eine braune Birne mit weißem Schimmel sein könnte - und hab dann an Fruchtfäule auslösende Pilze gedacht :D bei so viel Danebenliegen wundert es mich dass meine Urkunde noch nicht aufgetaucht ist...

    Hallo Romana, danke für deinen Tipp, ich hab mir die Artbeschreibung von I. resinosum auf 123pilze angeschaut, könnte passen vor allem von der Oberseite her gefallen mir die Farben, aber angeblich soll der Geruch anis-marzipanartig sein, davon merke ich nichts. Konsistenz korkig - meiner ist schon viel weicher als ein Korken, eher wie harter Schaumstoff. Und eine unmittelbare Verfärbung auf Druck gibt es auch nicht an den Poren, aber vielleicht ist mein Exemplar dafür nicht frisch genug.

    Hallo zusammen,


    bei einer Auwaldrunde gestern habe ich diesen mir nicht bekannten Porling entdeckt. Da es schon dämmrig war, habe ich den Fruchtkörper mit nach Hause genommen und heute am Küchentisch fotografiert.

    Der Pilz wuchs jedenfalls auf totem Laubholz, eventuell Weide. Die Konsistenz ist recht weich, ähnlich dem Schwefelporling. Er hat auch einen sehr aufdringlichen pilzig-würzigen Geruch, das kommt aber vielleicht auch nur daher dass er jetzt schon im Warmen ein paar Stunden gelegen ist. Der Durchmesser des FK ist etwa 6cm, seitlich am Substrat angewachsen ohne erkennbaren Stiel. Die Porenöffnungen sind nicht ganz so gelblich wie am Foto, eher beige, keine unmittelbare Verfärbung auf Druck, vielleicht ist er über Nacht an den Druckstellen etwas bräunlicher geworden. Porendurchmesser so um die 0.5mm. Die Hutoberseite ist braunsamtig, aber ohne deutliche Behaarung, mit einigen bräunlich-weinroten Flecken.


    Könnt ihr mir da auf die Sprünge helfen? Inonotus hispidus wäre mein Vorschlag, aber der sollte eher braunes Fleisch haben und auf Druck bräunen? Habe leider noch kein Mikroskop.


    LG Hugo

    Ich hab bei der Nr. 4 wohl nicht auf den weißen Fetzen ganz links geachtet (offensichtlich muss man bei den Rätselfotos ganz besonders auf die Ecken und Ränder achten ^^ ) und so landete ich wegen dem gelartigen Buckel bei Hymenopellis radicata :/

    Hallo zusammen,


    ich wäre dieses Jahr gerne das erste Mal beim APR dabei, um meine Artenkenntnis auch während der kalten Jahreszeit fit zu halten.

    Wettbewerb hab ich ja gerne, Adventkalender auch, und Pilzwissen hab ich mir in den letzten 1.5 Jahren auch einiges angeeignet. Let's go :cool:


    LG Hugo

    Bei Stockschwämmchen ist es halt so, dass wenn sie älter werden, die Bestimmungssicherheit durch die sich auflösenden Schüppchen immer schlechter wird. Das bedeutet, dass Exemplare die eigentlich noch gut genießbar wären, sicherheitshalber nicht mehr gesammelt werden sollten. Stockschwämmchen sind eine der riskanteren Arten, da muss man es durch nicht mehr optimal erkennbare Exemplare nicht zusätzlich herausfordern.


    LG

    Hallo,


    grübel, grübel. Ohne die rotbraunen Poren bei den oberen Exemplaren hätte ich die auch so bezeichnet. Wenn die das im Alter haben dürfen bin ich voll bei Hugos Vorschlag.


    VG Jörg

    Auf 123pilze steht bzgl Röhren: "Dottergelb, alt olivbraun, alt oder auf Druck braunfleckig" und es gibt Bilder sehr alter Fruchtkörper die ziemlich genau dem ensprechen was wir hier am ersten Foto sehen. Scheint mir also kein Hindernis ;)


    Blasshütiger Röhrling, Marmorierter Röhrling, Gehämmerter Röhrling, Gefleckthütiger Röhrling, Gehämmerter Steinpilz (HEMILECCINUM DEPILATUM SYN. BOLETUS DEPILATUS, XEROCOMUS DEPILATUS)


    LG

    mizelio Kann natürlich gut sein dass es Amanita vittadinii ist, gerade beim Standort Acker weit weg von möglichen Partnerbäumen, ich könnte mir eventuell aber auch andere Wulstlinge wie Amanita solitaria, A. echinocephala oder A. strobiliformis vorstellen, diese sollte man auch kennen. Gerade im mediterranen Raum gibt es viele spannende weißliche Amanitas...

    LG

    Soweit ich verstanden habe, sind Austern- von Lungenseitlingen makroskopisch kaum zu trennen. Pleurotus ostreatus kommt eher im Winter vor, ist stämmiger, und hat eher dunkle/lila Hutfarben. Während P. pulmonarius eher im Sommer vorkommt, zierlicher, weißer ist. Mikroskopisch bietet die Dicke der Huthaut ein Unterscheidungsmerkmal, abgesehen davon sind die Unterschiede auch nicht riesig. Sommer vs. Winter ist wohl kein verlässliches Kriterium:





    Die Tatsache, dass die deutlich anders aussehen wie die Lungenseitlinge die du auf Eberesche findest, ist für mich kein Argument dass es nicht die selbe Art sein kann. Gerade bezüglich Stämmigkeit/Dicke/Farben/Proportionen kann es da durchaus große Variation innerhalb einer Art geben, ich hatte letzten Winter manchmal Austern mit sehr deutlichem Stiel, manchmal mit fast keinem, manchmal lila, manchmal hellgrau, flach vs rundlich usw. Genau diese Variationsbreite zusammen mit der teils großen Ähnlichkeit unterschiedlicher Pilzarten zueinander macht die Pilzbestimmung so schwierig. Vielleicht sind sie ja gerade durch das "unpassende" Substrat Fichte etwas anders gewachsen?


    Hier ein Fund an Fichte von mir letzten Winter:


    LG

    Hi kruenta,


    Also für mich sehen die wie Austern- oder Lungenseitlinge aus, also die Gattung Pleurotus.

    Ich sehe das anhand der Hutfarbe, Form und Textur, außerdem hat er einen deutlichen Stielansatz.


    Natürlich ist das keine Verzehrfreigabe, ich habe den Ohrförmigen Seitling auch noch nie gefunden.

    Ich habe aber schon einmal Austernseitlinge auf Fichte gefunden, diese können selten aber doch auch ab und zu auf Nadelbäumen vorkommen.

    Pleuorocybella porrigens wurde bislang meines Wissens nur auf Nadelholz gefunden.


    LG Hugo

    Wastl

    Hast du den Pilz noch irgendwo rumliegen? Das wäre doch ein spannender Fall für die Sequenzierung. Soweit ich verstehe, kann man das für 25€ in Spanien machen lassen. Ich hab von Molekularbiologie leider nicht viel Ahnung, reicht es wenn man den Pilz trocknet und in einen Brief packt, zurück kommt die die ITS-Sequenz und die ähnlichsten Arten?

    Wenn die Laborergebnisse hier öffentlich zugänglich gemacht werden, wäre ich jedenfalls bereit die 25€ für dich zu bezahlen, ich bin auch neugierig bei so einem komischen Teil :)


    LG Hugo

    Hallo zusammen,


    Ich finde die Diskussion über Strafbarkeit, die hier immer wieder aufkeimt, wann immer jemand etwas über einen Pilz wissen will, der womöglich Ähnlichkeit zu psychoaktiven Arten hat, etwas, sagen wir, amüsant. Mir kommt vor, als ob getan wird, als ob der User ein Verbrechen plane, alle möglichen Paragrafen werden zitiert, Themen sofort geschlossen usw.

    Natürlich kann ich nachvollziehen, dass man sich als Forumsbetreiber rechtlich schadlos halten möchte und auch nicht unbedingt mit Psilocybe-Anfragen überschwemmt werden möchte und die Diskussion sich dann nur noch um Drogen dreht.


    Für mich sind "Magic Mushrooms" genauso spannender Teil der Pilzwelt wie essbare, unscheinbare, oder tödlich giftige Arten.

    Klar gibt es viele die einfach nur einen Rausch wollen und sich nicht für die Mykologie interessieren. Aber das ist doch eigentlich nichts anderes wie die ganzen "Essbar oder ab in die Tonne?" Anfragen, die auch hier immer wieder mal auftauchen, auf Facebook sowieso.

    Gleichzeitig gibt es aber auch hervorragende Mykologen (Alan Rockefeller möchte ich hier nennen) die gegenüber Psilocybe sehr aufgeschlossen sind, diese Gattung bearbeiten, Aufklärung leisten in Foren usw.


    Ich finde es halt vom Wertekompass her ziemlich seltsam, dass es rechtlich OK ist, wenn ich mich mit Stechapfel, Tollkirsche oder sowas berauschen will, obwohl das weitaus riskanter bzw. lebensgefährlich wäre. Selbst wenn ich Grüne Knollis sammeln würde, um mir selbst das Leben zu nehmen, wäre das wohl nicht strafbar. Alkohol trinken kann ich auch soviel ich will, obwohl viele Gewalttaten, vorzeitige Todesfälle und Belastung des Gesundheitssystems damit in Verbindung stehen. Aber Psilocybin-haltige Pilze sind gleichzeitig absolutes Tabu über das man kaum reden darf.


    Ich komme aus Österreich und die Rechtslage bezüglich dieser Pilze ist hier wohl etwas liberaler als in Deutschland, der Anbau, Verkauf und das Überlassen an andere sind auch strafbar, ich selbst dürfte sie wohl aber in der Wildnis sammeln und auch konsumieren.

    Ich persönlich konsumiere übrigens fast nie Alkohol und auch sonst keine Drogen. Psilocybin habe ich nie konsumiert und habe das auch nicht vor in nächster Zeit.


    Soweit so gut, ich wollte hier einfach mal meinen "Senf dazugeben" weil mich die Reaktionen öfters ein wenig irritiert haben :) Es versteht sich von selbst, dass ich niemanden zu strafbaren Handlungen auffordern/ermuntern möchte. Ich finde nur, man darf und soll über Psilocybe ungezwungen sich unterhalten dürfen wie über andere Rauschmittel auch.


    LG Hugo

    Ich sehe das genauso wie Werner. Das seitliche Aufreißen der Stielfasern genau wie man es bei diesem Fund sieht hatte ich unter anderem schon bei Parasol u. Steinpilz beobachten können. Ich denke das hat etwas mit der Witterung zu tun.


    Abgesehen von den komischen Stielschuppen sind ja eigentlich alle Scheidenstreiflings- Kernmerkmale vorhanden: keine Knolle, deutliche Scheide, keine Manschette, hohler Stiel, starke Hutrandriefung, keine Flocken am Hut.


    LG

    Hallo zusammen,


    In einer Allee fielen mir an einer großen Esche diese weichen, übereinander wachsenden Porlinge auf. Der Durchmesser der Fruchtkörper war so um die 20cm. Der Geruch war etwas muffig/säuerlich, ähnlich dem Schwefelporling, aber nicht sehr charakteristisch. Die recht feinen Poren verfärben sich dunkel auf Druck. Die Oberseite war zottig/filzig. Die Fruchtkörper waren ziemlich weich, ähnlich einem frischen Schwefelporling. Auf der Unterseite sammeln sich an den Poren einige gelbbraune Tröpfchen.


    Nach Vergleich mit allen auf 123pilze zu findenden Porlingsarten würde ich sagen, dass es sich vermutlich um Inonotus hispidus / Inonotus cuticularis (Flacher/Zottiger Schillerporling) handeln dürfte.

    Was meint ihr?


    LG Hugo

    Hallo Soleria,


    der einzelne Pilz in deiner Hand ist wahrscheinlich ein Stummelfüßchen (Crepidotus).


    Die geselligen Pilze der letzten beiden Bilder sind wahrscheinlich Lungen- oder Austernseitlinge.


    Sie unterscheiden sich durch helles Sporenpulver, größeren Wuchs, anisartigen Geruch, festeres Fleisch und Laubholz als Habitat von Stummelfüßchen.

    Muschlseitlinge sind wieder was anderes, man findet sie fast nur im Spätherbst/Winter.


    LG lockpicker

    Servus beinand',

    die beiden auf einzelnen Nadeln wachsenden Marasmius wettsteinii ( einer der Halsbandschwindlinge mit Kollar - warum Käsepilzchen weiß ich auch nicht), und Marasmiellus / Paragymnopus perforans ohne Kollar, den ich Nadelstinkschwindling nennen würd, sind zwei paar Stiefel, die unterschieden werden müssen.

    Hab gar nicht gewusst dass M. wettsteinii und M. rotula sich so dermaßen ähnlich sehen und sich vor allem in Größe und Habitat unterscheiden - ich hätte geglaubt es gibt nur eine Art mit dem Kollar. Wieder was gelernt! In diesem Fall sollten die gezeigten Pilze aber M. rotula sein oder?