Wichtige Bäume für die Pilzbestimmung kennenlernen

Es gibt 10 Antworten in diesem Thema, welches 705 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von KaMaMa.

  • Moin Pilzfreunde,

    ich hab die Baumbestimmung bisher noch weitestgehend vernachlässigt und würde mich über Anregungen wie Literatur oder Websites freuen, mit deren Hilfe man die für die Pilzbestimmung wichtigen Bäume (oft reicht ja die Gattung) einigermaßen sicher erkennen kann. Ich bin absoluter Laie, was Botanik angeht, und möchte auch erstmal nicht sehr tief in das Thema einsteigen, sondern einfach ein weiteres Werkzeug für die Pilzbestimmung zur Hand haben. Deshalb würde ich mich erstmal auf die vielleicht maximal 50 häufigsten Gehölze beschränken wollen, die sollten aber möglichst ausführlich und bildreich vorgestellt werden. Gerne möchte ich auch gleich ein bisschen Systematik dabei haben im Sinne von: Wie erkenne ich welche Familie, Gattung u.s.w. Ich freue mich über jeden Tipp :)


    Gruß

    Jan

  • Hallo Jan,

    Ich benutze im Zweifelsfall dieses hier :

    Baumbestimmung leicht gemacht, Bäume bestimmen, Baum Bestimmung

    Gruß

    Norbert

    ------------------------------------------------------
    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110+6 APR 2020=116+5+4 APR2021=125

    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

    ------------------------------------------------------

    • Offizieller Beitrag

    Hi,


    für Mykorrhizapilze muss man folgende Gattungen erkennen:


    Buche, Eiche, Esskastanie, Hasel, Birke, Hainbuche, Erle, Weide, Pappel (Espe separat), Linde, Tanne, Fichte, Kiefer, Lärche, teilweise noch Douglasie.


    Für "erzwungene" Mykorrhizen: Esche, und die ganzen wichtigen Rosaceaen: Apfel, Birne, Pflaume/Kirsche, Felsenbirne, Vogelbeere...


    Hoffentlich habe ich nix übersehen.


    Auf jeden Fall überschaubar und die genannten Gattungen sind etwas Erfahrung allesamt gut kenntlich.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn ich Tricholomopsis-Christoph richtig verstanden habe, gibt es bestimmte Pilze (Morcheln, Schild- und Schlehenrötling), welche Bäumen (Eschen, Rosaceaen...) eine bestimmte Art Ektomykorrhiza aufzwingen und die Bäume damit parasitieren, also eher Wasser und Nährstoffe entziehen als den Bäumen zur Verfügung zu stellen. Dazu muss man wissen, dass Cristoph bei Prof. Agerer (anerkannte Mykorrhizenspezialist) promoviert hat.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Lieben Dank für Deine Antwort!


    Bei der Aufzählung der Bäume zur "erzwungenen" Mykorrhiza habe ich natürlich gleich an Morcheln gedacht - wen wundert es? :grofl:


    Das würde dann bedeuten, dass die Morcheln die Eschen mehr schädigen als mit ihnen zusammenzuarbeiten? Aber "Umbringen" werden die Morcheln die Eschen eher nicht? Dann würden sie sich ja selber ausrotten :gkopfkratz:

    Das ist für mein kleines Gehirn wahrscheinlich etwas viel :glol: - ich bleibe besser bei der Jagd auf sie :gzwinkern:


    Liebe Grüße


    Murph

  • Servus,


    für Pflanzenbestimmung allgemein ist die kostenlose App Flora icognita super. Die funktioniert auch bei Bäumen sehr zuverlässig, allerdings nur, wenn du Internet hast. Du kannst aber auch anhand von Fotos zuhause bestimmen.


    Viele Grüße

    Andreas

  • Hallo,


    ja Flora incognita kann ich auch empfehlen.

    Sie"funktioniert" übrigens auch ohne Internet, wenn man die entsprechenden Fotos später einliest und dann bestimmen lässt. Insofern braucht man für die Bestimmung irgendwann Internetanschluss, aber nicht zwingend im Gelände.

    Macht echt Spaß damit zu arbeiten. Ich bin bestimmt monatelang im letzten Jahr damit durch die Gegend, alle möglichen Pflanzen bestimmend. Hat meist verblüffend gut funktioniert. Manchmal reicht schon ein Blatt - da lernt man selber genauer hinschauen....

    Leider entscheidet die App selbst, wann sie genug Daten glaubt zu haben und legt los mit Bestimmen.

    Natürlich ist die Bestimmung immer nur so gut, wie die Fotos die man an sie weiterreicht.


    Ich würde sie unbedingt empfehlen!


    LG Martin