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letzter Beitrag von Climbingfreak am

Macrolepiota?

  • Hallo zusammen,

    meint ihr, das ist etwas aus der Gattung Macrolepiota ?

    Der FK hat nicht wirklich Schuppen auf dem Hut, wie man es zB vom Parasol kennt.

    Das Fleisch rötet ausschließlich in der Stielbasis nach einigen Minuten ein wenig, ansonsten überall weiß bleibend.

    Der Stiel ist genattert und der Ring ist verschiebbar.

    Der Geruch ist mild und der Geschmack mild-leicht nussig(ähnlich wie der Ring vom Parasol, allerdings im Vergleich dazu sehr schwach ausgeprägt)

    Stiel: 17 cm

    Hut: 8 cm


    LG David

  • Danke, hätte ich auch gesagt.

    Wenn ich die Merkmalskombination kein Röten, genatterter Stiel und verschiebbarer Ring beachte, dann bin ich automatisch bei Macrolepiota, richtig?

    Und damit fallen dann auch alle Leucoagaricus-Arten weg, oder?


    LG David

  • Ich hätt kein Problem den als M. mastoidea s. str. zu bezeichnen.

    Hi,


    die Mastoideas, die ich in der Hand hatte, waren alle nicht so "strähnig"-haarig auf dem Hut. Die waren immer glatter mit einer mehr körnigen Hutschuppung. Allerdings bin ich jetzt nicht sicher, was und wie M. mastoidea s. st. genau aussieht...


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo zusammen,


    aus der genaueren Einordnung möchte ich mich raushalten. Mir persönlich war das Artenkonzept in der Gattung Macrolepiota bisher noch zu wirr und uneinheitlich, gerade wenn es um die kleinen Arten geht. Mir wurde auch zu oft nach Merkmalen unterschieden, die variabel oder witterungsabhängig sind, wie die Ausprägung der Warze oder der Hutschuppen. Auf den Ring werde ich in Zukunft mal genauer achten.

    ...

    Wenn ich die Merkmalskombination kein Röten, genatterter Stiel und verschiebbarer Ring beachte, dann bin ich automatisch bei Macrolepiota, richtig?

    Und damit fallen dann auch alle Leucoagaricus-Arten weg, oder?

    ...

    David, die großen und kleinen, parasolähnlichen Arten lassen sich damit ganz gut identifizieren. Da solltest du zur Sicherheit aber noch das nussige Aroma hinzu nehmen. Statt "kein Röten" würde ich "kein deutliches Röten, keine andere Verfärbung" und beim Ring würde ich "meist verschiebbar und vom Stiel rechtwinklig abstehend" sagen.

    In der Gattung Leucoagaricus kenne ich mich zu wenig aus. Da soll es aber zumindest schuppige Stiele und manchmal auch verschiebbare Ringe geben.


    LG, Carsten

  • Hi.


    Mir geht's da wie Stefan. Bei Macrolepiota mastoidea s.l. wäre ich dabei, dann gibt's da aber irgendwie diverse Sippen, die als M. mastoidea bezeichnet werden.

    Das was ich ab und an mal in kalkhaltigen Buchenwäldern gefunden habe war für mich der normale Zitzen-Riesenschirmling. Die sahen mehr oder weniger so aus wie hier.


    Dann gibt's aber noch diverse andere Formen die beschrieben wurden mit unterschiedlichen Hut-, Stielschuppen und -größen.

    Gerade die "Wiesenform" mit den schwächer/kaum genatterten Stielen schaut dann manchmal so ähnlich wie M. excoriata aus. Die fände ich schwierig zu trennen, finde sie aber selber nie, kenne die nur aus dem Web. Ein Beispiel wären die Fruchtkörper hier.

    Bei dem Fund hier geht's noch wegen der doch recht ausgeprägten dunklen Stielnatterung, aber ob das nun M. mastoidea s.str. ist wüsste ich auch nicht.


    LG.

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

  • Danke, hätte ich auch gesagt.

    Wenn ich die Merkmalskombination kein Röten, genatterter Stiel und verschiebbarer Ring beachte, dann bin ich automatisch bei Macrolepiota, richtig?

    Und damit fallen dann auch alle Leucoagaricus-Arten weg, oder?


    LG David

    Hi,


    ob damit Leucoagaricus nympharum raus fliegt, weiß ich nicht. Ich meine schon, dass dessen Stielring auch verschiebbar ist. Der Pilz ist zumindest giftverdächtig. Es wurde mal Ende der 80er im Mykologischen Mitteilungsblatt dazu ein Vergiftungsfall veröffentlicht.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hi.


    L. nympharum würde durch den ungenatterten Stiel rausfliegen, wie eigentlich alle mir bekannten Leucoagaricus Arten (irgendwelche Trockenschäden, die ein Natterung vortäuschen können oder sonstige Abweichungen muss man natürlich mitbedenken). Wenn man sich auf die eindeutig genatterten Riesenschirmlinge zu Speisezwecken konzentriert, macht man eigentlich nix verkehrt. Gut, der Ackerschirmling fliegt dann raus, vlt. auch mal ein undeutlich genatterter Zitzenschirmling, aber dann ist man in Verbindung mit der Größe und dem Ring zumindest recht sicher bei einem essbaren Riesenschirmling. Da sind glücklicherweise bisher noch keine giftigen Arten bekannt, im Gegensatz zu den Safranschirmlingen, wo ja mindestens einer als giftverdächtig gelten muss mittlerweile.


    LG,

    Schupfi

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

  • Ich danke euch für die Infos.:)

    Wirklich ein interessantes Thema mit den Egerlings-, Safran- und Riesenschirmlingen.


    LG David

    Schön aber auch iwie endlos. Gerade bei den Macrolepioten und noch schlimmer bei den Egerlingsschirmlingen. So richtig Klarheit ist da nicht drinnen.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


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