Beiträge von Mycelio

    Hallo zusammen,


    aus der genaueren Einordnung möchte ich mich raushalten. Mir persönlich war das Artenkonzept in der Gattung Macrolepiota bisher noch zu wirr und uneinheitlich, gerade wenn es um die kleinen Arten geht. Mir wurde auch zu oft nach Merkmalen unterschieden, die variabel oder witterungsabhängig sind, wie die Ausprägung der Warze oder der Hutschuppen. Auf den Ring werde ich in Zukunft mal genauer achten.

    ...

    Wenn ich die Merkmalskombination kein Röten, genatterter Stiel und verschiebbarer Ring beachte, dann bin ich automatisch bei Macrolepiota, richtig?

    Und damit fallen dann auch alle Leucoagaricus-Arten weg, oder?

    ...

    David, die großen und kleinen, parasolähnlichen Arten lassen sich damit ganz gut identifizieren. Da solltest du zur Sicherheit aber noch das nussige Aroma hinzu nehmen. Statt "kein Röten" würde ich "kein deutliches Röten, keine andere Verfärbung" und beim Ring würde ich "meist verschiebbar und vom Stiel rechtwinklig abstehend" sagen.

    In der Gattung Leucoagaricus kenne ich mich zu wenig aus. Da soll es aber zumindest schuppige Stiele und manchmal auch verschiebbare Ringe geben.


    LG, Carsten

    Hallo David,

    für mich ist das auf jeden Fall ein Vertreter der kleineren Riesenschirmlinge, die ich immer im Wald finde.

    Das leichte Röten in der Stielbasis ist da zulässig.

    LG, Carsten

    Hallo zusammen,


    seid ihr mit H. erinaceus wirklich so sicher?

    Ich sehe dort Lappen, von denen Stacheln nach unten wachsen. Das kenne ich eigentlich nur vom dornigen Stachelbart. Auf den ersten Blick scheinen die Stacheln viel länger zu sein, als sie es wirklich sind, da die unteren aus dem Strunk kommen und nicht von ganz oben.

    Daher wäre ich mehr bei einem H. cirrhatum mit ungewöhnlich langen Stacheln.


    LG, Carsten

    Hallo Martin,


    wenn nur Fichte und Buche in frage kommen, tendiere ich zu Buche, denn auf den Fotos scheint die Borke eher glatt zu sein. Mach doch beim nächsten Mal ruhig ein Foto vom Baumstumpf.

    Beim Pilz würde ich an zuerst an Hericium cirrathum denken, den dornigen Stachelbart. Der entwickelt gern so gelappte stachelige Segmente und Buche würde auch passen.


    LG, Carsten

    Hallo zusammen,


    ich hatte vor zwei Jahren mal recherchiert und Testberichte bzgl. der Abwehr von Mücken und Zecken gelesen. Letztendlich landete ich bei dem schon von Craterelle genannten Wirkstoff Icaridin und probierte es mit einem günstigen Spray (S-quito free) aus der Drogerie mit den zwei Buchstaben. Bei mir and anderen, die mich seitdem begleitet haben wirkt es, wenn exponierte Hautpartien, Schuhe, Socken und das untere Ende der Hosenbeine einsprüht werden, dünne Sommerkleidung bei Bedarf ebenfalls. Die Mücken kommen zwar angeflogen, drehen aber kurz vorher ab und flüchten. Zecken hatte auch keiner mehr. Allerdings muss man nach zwei Stunden nachsprühen, weil dann die Wirkung nachlässt.


    LG, Carsten


    PS: Wenn ich doch mal gestochen werde, sind die Beschwerden deutlich geringer, wenn ich es schaffe, in den ersten Stunden nicht zu kratzen.

    Hallo Tuppie,

    mit dem Glas hast du natürlich Recht. Ich danke dir für den Hinweis und werde es beim nächsten rätselhaften Kandidaten berücksichtigen.

    Ansonsten bin ich auch sehr froh, eine neue Art kennengelernt zu haben, die ich jetzt sogar sicher bestimmen kann.

    LG, Carsten


    PS:

    Eins noch, da es wohl einen wichtigen Unterschied zum Riesenrötling darstellt:

    Beim Würzigen Tellerling lässt sich die Huthaut in keinster Weise abziehen.

    Hallo,

    ich danke euch, Tom, Werner und Claudia!

    Der würzige Tellerling passt perfekt, denn ich muss gestehen, dass ich mir den schwachen Sporenabdruck morgens nur flüchtig und bei schlechter Beleuchtung angesehen hatte und später dachte, ich müsse ihn nicht nochmal genauer betrachten...

    Bei besserem Licht erscheint er mir doch eher rosa als weiß.

    LG, Carsten


    Der Vollständigkeit halber möchte ich ein paar Infos und Fotos von heute nachliefern, auch wenn die Pilze zwischenzeitlich weniger wurden.

    Die Sporen, die ich über Nacht auf Alufolie gesammelt hatte waren rein weiß.

    Die beiden Pilze von gestern waren bzgl. ihrer Lamellenfarbe Extremisten. Andere kleine Exemplare zeigten viel hellere Farbtöne, andere große zeigten dunklere, aber alles in Richtung helles bräunliches Rosa.

    Dutzende Exemplare im näheren Umkreis wiesen alle die gleichen Farbtöne auf.


    Also ist wohl doch noch alles im zulässigen Rahmen, um sie als Braune Büschelraslinge zu bezeichnen.

    Trotzdem freue ich mich auf den Tag, an dem genetisch geklärt wird, wie viele Arten nun wirklich dazu gehören.

    LG


    Hallo Ingo,

    wow, ich danke dir für die schnelle Antwort.

    Die Lamellenfarbe des kleinen und der Geruch, den ich anders kenne, ließ mich diese Gattung vorschnell ausschließen.

    Bisher war ich mir aber sowieso nur der üblichen drei dunkelbraunen und der einen weißen Art bewusst und jetzt lese ich von 40 Arten in Europa...

    Herrjeh, da gebe ich mich wohl besser mit "Brauner Rasling" zufrieden.

    LG, Carsten

    Hallo zusammen,

    ich war schon länger nicht mehr hier und melde mich mit einer Bestimmungsanfrage zurück, denn ich habe heute Pilze gefunden die ich überhaupt nicht einordnen kann.

    Sie wuchsen im Laubwald im berliner Vokspark Prenzlauer Berg, neben dem Weg, dicht gedrängt in zwei Büscheln aus Erde mit Laubstreu, wobei sich die Hüte nur knapp über der Oberfläche befanden. Beim Näherkommen dachte ich erst an Seitlinge oder Büschelraslinge auf vergrabenem Holz, aber die Farbe war irgendwie nicht ganz richtig.

    Dummerweise lag das Handy zuhause, daher habe ich zwei Exemplare mitgenommen, aber nun führen mich all meine Bestimmungsversuche in die Irre.


    Die Merkmale:

    Hutfarbe: Braun, mit dem Alter ausblassend.

    Durchmesser: 4 - 8cm

    Lamellen: Dicht gedrängt, selten gabelnd oder verzweigt, angewachsen und leicht am Stiel herablaufend, fest mit dem Hut verbunden, kein Milchaustritt bei Verletzung.

    Lamellenfarbe: Im Alter beige, jung rosabraun.

    Stiel: Weiß, dick (1 - 1,5cm), faserig, am oberen Ende weiß bereift.

    Verfärbung bei Verletzung: Am Stiel scheinen sich ältere Verletzungen braun verfärbt zu haben, was sich aber nicht reproduzieren lässt.

    Geruch und Geschmack: Ich kann keinen besonderen feststellen.

    Sporenfarbe: Hell.

    Leider hatte ich nach Stunden nur einen kleinen Fleck mit einem Hauch von Sporen. Zusammen geschoben erschien mir der winzige Klumpen hell, aber nicht weiß.

    Als Speisepilzsammler habe ich instinktiv alle Erdreste entfernt, sowie Hutoberfläche und Stiel abgewischt. Es ist also möglich, dass die weiße Bereifung am Stiel noch weiter nach unten ging.

    Besonders seltsam finde ich die Lamellenfarbe des kleinen Exemplars. Da er aber direkt neben dem großen stand, sonst alle Merkmale übereinstimmen und nirgendwo weitere Pilze zu sehen waren, muss er dem selben Myzel entsprungen sein.


    Vielleicht hat ja hier jemand eine Idee, in welche Richtung es gehen könnte.

    LG, Carsten


    Hallo Calmhouse,


    dein Mycel fruchtet bereits. Die weißen Klumpen sind Primordien, aus denen bald Pilze werden. Wundere dich aber nicht, wenn sie ganz anders aussehen, denn dein Pilz war höchstwahrscheinlich längst abgestorben. Evtl. züchtest du Tintlinge.


    Gruß, Carsten

    Hallo Julius,


    ja, ich bin auch sehr gespannt, wie weit ich damit komme. Zuerst dachte ich, es klappt nicht. Als die Sporen keimten war ich begeistert. Jetzt frage ich mich skeptisch, was da wirklich wächst. In ein paar Gläsern scheinen nämlich doch mehrere unterschiedliche Mycelien zu wachsen. Naja, das war zu erwarten. Nun muß ich sowieso erstmal ein paar Wochen ruhig bleiben und schauen, wie sich das ganze entwickelt. Mal sehen, wie das Mycel riecht, wenn ich es dann eines Tages weiterverarbeite. Der Gluckengeruch ist ja recht markant.


    Gruß, Carsten

    Hallo,


    erstmal meinen Glückwunsch zum Ernteerfolg!


    Deine Idee wird leider nicht so einfach funktionieren. Die Substratblöcke sind nämlich nur solange sauber genug, bis du die Beutel öffnest. Danach lagern sich Staub plus Sporen von Schimmel und Zuchtpilzen darauf ab, weiterhin Bakterien und Hefen. Ab und zu krabbeln Insekten und Milben darauf herum, bringen weiteren Dreck mit und legen Eier. Bis zur dritten Erntewelle ist der ganze Unrat längst auch innen zu finden. Das Mycel ist auch nicht mehr so vital, wie am Anfang.


    Du kannst aber immer noch mit Gewebestücken aus dem inneren junger Pilze neue Kulturen anlegen. Dabei würde ich aber klein anfangen, z.B. in möglichst winzigen Gläsern mit Schraubdeckel.


    Holzpellets kenne ich nur aus Nadelholz, wahrscheinlich meinst du Briketts aus gepreßten Spänen. Wenn sie wirklich aus Buchenholz sind, kannst du sie für alle Pilzarten nehmen. Schau sie dir aber besser erstmal genau an, meine letzten waren voller Dreck, also Lackreste, Zement, etc. Für meine Seitlinge nehme ich lieber Strohpellets, Shiitake wird aber auf Holz besser wachsen.


    Schau dich mal hier um, da findest du alles weitere:
    kulturpilz.de • Foren-Übersicht


    Gruß, Carsten

    Es ist Zeit für ein kleines Update. Zwischendurch ist in allen Gläsern mit den Sporen der beiden Glucken Mycel aufgetaucht, welches glücklicherweise überall gleich aussieht. Es wächst aber sehr langsam und wird wohl noch einige Wochen brauchen, bis es das Substrat in den Gläschen besiedelt hat. Da scheinen zuerst ein paar vereinzelte Hyphen auszuschwärmen, bevor sich das Mycel dann verdichtet. Es wächst nicht so streng geradeaus, wie z.B. bei Austernseitlingen, aber fast identisch zum Mycel von Klapperschwämmen.


    Grüße, Carsten




    Hallo zusammen,


    ich kenne mich nicht besonders gut mit Insekten aus, aber wenn man Gemüse anbaut und auf Gift verzichtet, findet man diese Eier am Stiel recht häufig in der Nähe von Blattlauskolonien. In den folgenden Wochen kümmern sich die Larven der Florfliegen dann um das Problem.


    Grüße, Carsten

    Von den Bildern aus der Dose sieht das dritte nach Austernmycel aus, beim neuen Ansatz alle außer dem ersten. Dort bin ich mir nicht sicher.


    Ich bevorzuge für den Anfang kleine Gläser (100 - 200ml). Damit ist es weniger tragisch, wenn ich mal den einen oder anderen Ansatz entsorgen muß.


    Gruß, Carsten

    Hallo Jens,


    das Foto gibt wirklich nicht viel her. Man erkennt eigentlich nur irgendein Mycel am Rand und sieht nicht, wie feucht das Stroh ist. Die Oberfläche wirkt auch irgendwie grünlich.


    Dein Mißerfolg mit den Strohpellets ist mit ein Rätsel. Ich habe in den letzten Jahren bestimmt 50kg davon verbraucht und hatte nie Probleme. Nimm doch demnächst mal die Holzspäne (in heißem Wasser einweichen und gut abtropfen lassen) und schaue, ob es damit besser funktioniert.


    Gruß, Carsten

    Hallo Barbara und Julius,


    freut mich, daß euch der Verlauf des Experimentes interessiert! Inzwischen ist in sieben der neun verbleibenden Gläser Mycel zu sehen, was die Chancen auf einen kleinen BaJu steigen läßt. :)


    Gruß, Carsten