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letzter Beitrag von Craterelle am

Schwammerl aus Kärnten - wer will, kann miträtseln! - Teil 5

  • Hmmgrmmpfff:cursing:, eigentlich hätten die Rätsel doch immer schweriger werden sollen, und jetzt kommt ihr auf einmal alle mit sechs richtigen Lösungen daher - na wartet nur, euch geb ich:


    Pilz 1: auf der Hutunterseite weiße Stacheln, Stiel orange


    Pilz 2: Bergnadelwald (Fichte/Kiefer) auf 1200 m NN; Geruch schwach mehlig


    Pilz 3: Lärchen-/Zirben-Wald mit eingestreuten Fichten (ca. 1800 m NN); Hutdurchmesser des großen Pilzes knapp 10 cm, Stiellänge auch ca. 10 cm


    Pilz 4: auf der Hutunterseite weiße Stacheln, Stiele dünn, schwarz, glänzende Stieloberfläche; Geruch nach Suppengewürz


    Pilz 5: Geruch unverletzt nach bitteren Mandeln, angeschnitten stark mehlartig, Geschmack bitter


    Pilz 6: gewachsen im Bergnadelwald (Fichte/Kiefer) auf ca. 1200 m NN; Sporen wurden mikroskopiert: in Bw-Blau längsgestreiftes Sporenornament


    Lösungsvorschläge bitte wie immer per PN an mich. Aufgelöst wird am Dienstagabend.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Ich hatte ja doch immer noch auf Pfifferling, Marone und Co gehofft. ==Gnolm7

    Leider ist das nicht der Fall. So muss ich mich da durchwühlen und hoffe, dass ich zumindest ein bisschen besser abschneide, als in Teil 4. ==Gnolm23

    Mir scheint es so, als könnte hier die eine oder andere Art dabei sein, die ich bei den vorhergehenden Rätseln falsch getippt habe... ==Gnolm10

  • Hallo liebe Mitrater,


    nun noch die Auflösung zum letzten Teil des Kärnten-Pilzrätsels:


    1) Hydnellum aurantiacum sensu MAAS-GEESTERANUS, Hydnellum floriforme sensu HROUDA (Orangeweißer Korkstacheling); sozusagen der "Bruder" des beim vorherigen Sechserpack gezeigten Orangebraunen Korkstachelings; dieser hier hat keine gezonte, sondern eine "fluffig-wolkige" Hutoberfläche

    2) Tricholoma fucatum (Olivgrüner Ritterling); genannt wurde T. viridifucatum, doch dies wäre ein Laubwaldpilz; nach CHRISTENSEN/HEILMANN-CLAUSEN heißt der entsprechende Vertreter im Nadelwald T. fucatum

    3) Amanita submembranacea (Grauhäutiger Scheidenstreifling); die namensgebende graue Volva ist hier gut zu sehen; die auch genannte Amanita ceciliae bildet keine gut sichtbare, stabile Volva aus, sondern hat an der Stielbasis typischerweise nur zerrissene Velumflocken

    4) Phellodon connatus/melanoleucus (Schwarzweißer Duftstacheling); wurde von allen erkannt

    5) Sarcodon fennicus (Finnischer Braunsporstacheling); der Bittermandelgeruch ist arttypisch, so dass man ihn sofort ansprechen könnte - wenn man ihn denn einmal finden würde; für mich war das ein persönlicher Erstfund; gesehen hatte ich ihn vor ein paar Jahren schon mal auf einer Pilzausstellung in Thüringen, wo er von H. Kössel gefunden worden war

    6) Ramaria rubrievanescens oder rubripermanens (Rotspitzige Gebirgskoralle); beide Namen wurden akzeptiert, da es zwischen diesen Arten nur graduelle Unterscheidungsmerkmale gibt; was es dagegen nicht war: Ramaria botrytis (Hahnenkamm-Koralle), das ist ein strikter Laubwaldpilz, der weitaus größere Sporen hat


    Angesichts der Schwierigkeit der vorgestellten Pilze machten in dieser letzten Runde nur noch drei User mit. Werner E. hatte wieder alle richtig, sehr gut sah auch Craterelle aus, die lediglich zu dem Ritterling keinen Artnamen liefern konnte.


    Freundliche Grüße und den allerbesten Dank fürs Mitraten

    Oehrling

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  • Hallo Werner,

    T. viridilutescens, den ich vor 15 Jahren mal im mittleren Schwarzwald (Oberharmersbach) fand, hat einen ausgesprochen zweifarbigen Hut: am Hutrand grünlichgelb, in der Hutmitte fast schwarz. Ich schau nachher mal, ob ich da noch ein Foto von finde.

    FG

    Oehrling

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  • Nachtrag:

    Tricholoma viridilutescens. Bitte nicht am Dateinamen stören, 2005 hatte ich bei Ritterlingen noch nicht wirklich Artenkenntnis. Und die Qualität meiner Fotos war 2005 auch eher mau.

    FG

    Oehrling

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  • Den S. fennicus würd ich auch gern mal finden.


    Servas Werner,


    ich auch. Der sehr ähnliche S. amygdaliolens schickt seine Fruchtkörper an anderen Standorten hervor und hat etwas kleinere Sporen, Hahn_Fennicus_OZP27.pdf


    @ Servus Oehrling,


    thx für deine originelle Idee mit den Kärntner-Funden ein fünfteiliges Rätzel zu gestalten, ==konfetti



    LG

    Peter

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    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

    Chips: 52 - 5 für Pablo = 47

    47 - 10 für APR 2019 = 37,000

    + 5 ausm APR = 42

    - 20 für die Leistungsträger,

    22. Ingo mag nicht, = 27.

  • Hui, im Nachhinein bin ich ganz schön stolz, ohne Kenntnis der alpinen Funga bis zur letzten Runde dabeigeblieben zu sein. Danke nochmals für die unterhaltsame und ziemlich schwierige Rätselserie, Oehrling!


    LG, Craterelle


    P.S.: Die Autokorrektur möchte dich immer wieder zu einem Lehrling machen, aber ich unterbinden das.

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