Maronenröhrling

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 1.863 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Safran.

  • hallo liebes Forum,

    Danke für alle Antworten bis jetzt.


    Jetzt hätte ich ein paar Fragen zum Maronenröhrling:


    1.) Ich habe gehört er is ein recht "anspruchsloser" Pilz stimmt das ? In Sachen Wachstum. Ausser halt Feuchtigkeit und Wärme


    2.) Er ist ein sehr häufiger Pilz bei Kiefern und Fichten?


    3.) Man findet diesen Pilz meistens in Massen?


    4.) Kann man diesen Pilz roh einfrieren und ihn so länger haltbar machen?


    Danke im Voraus.

    Shawn

  • Hallo Shawn,

    dann versuche ich mal, etwas Licht ins Dunkel zu bringen:


    1.) "Anspruchslos" ist er im Sinne von "relativ leicht zu bestimmen" bzw. "mit nichts Gefährlichem verwechselbar". Da er auch noch sehr lecker ist, ist es der ideale Anfängerpilz. War auch für mich der erste Pilz, den ich gesammelt habe. Aufpassen muss man hinsichtlich der Frische der Fruchtkörper. Nur knackige Exemplare sammeln, ältere, weiche Pilze meiden. Schimmel ist absolut tabu.


    2.) Ich sammle ihn vorwiegend im Fichtenwald, der kann aber auch mit Kiefern gut. Der Boden sollte sauer sein.


    3.) Wenn man zur richtigen Zeit im richtigen Biotop unterwegs ist, kann man tatsächlich große Mengen ernten. Bitte an die Sammelbeschränkung (1kg pro Tag und Person ist immer sichere Seite) denken. Die Maronen haben nach meiner Wahrnehmung zwei Haupt-Wachstumszeiten. Die erste ist gerade rum, die zweite ist Ende Sept. / Anf. Oktober. Natürlich kann man auch zu anderen Zeiten Maronen finden, dann aber meist nicht in Massen.


    4.) Ja, ich habe ihn früher öfter eingefroren. Ganz selten bekommt er einen metallischen Beigeschmack. Heute trockne ich ihn lieber, weil er dadurch noch mehr Aroma entfaltet. Sehr geeignet als Saucenpilz zu Gulasch oder anderen Schmorgerichten.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Shawn!


    Zwei kleine Ergänzungen zu Hans Beitrag hätte ich noch: Maronenröhrlinge (Imleria badia) können auch mit Rotbuchen, Eichen und Esskastanien Mykorrhiza bilden. Am liebsten mögen sie aber tatsächlich Fichten, und in den Kiefernwäldern bei mir in der Gegend sind sie auch überall da reichlich zu finden, wo die Böden sauer genug sind.

    In diesen Kiefernwäldern auf Sandböden (was ja bei dir die Hauptwälder sind) ist die Bodenfeuchtigkeit oft ein Problem.
    In meiner Ecke finde ich Maronen nur dann, wenn es ausreichend geregnet hat. Am meisten vom September bis in den November hinein - eben je nach Feuchtigkeitsversorgung. bei geeigneter Witterung aber auch schon ab Mai voreilend.


    Was das Einfrieren oder Trocknen betrifft: Auch da ist dann bei der Zubereitung auf ausreichende Garzeit zu achten, weil Maronen roh = giftig.



    LG; Pablo.

  • Irgendwie wollte ich mich nicht als erste äußern.

    Bei mir in der Gegend sind Maronen echt relativ selten- haben andere Leute auf Pilztreffen sicher schon mitbekommen, wie sich Zimtsternchen auf Maronen stürzt. ICH mag die Marone VIEL lieber als Steinpilze und sie sollen für mich nicht mal zu jung sein Ganz jung fehlt den meines Erachtens noch Aroma.

    Die meisten hier in der Gegend, da habe ich einen Kiefernwald für- kein guter Wald , aber Maronen kommen vor (und , daß die da überhaupt wachsen zeigt schon eine gewisse Anspruchslosigkeit.) Übrigens Sandboden

    ICH trockne Maronenröhrlinge immer, habe DIE noch nie eingefroren.. Die beste, getrockneten Pilze (sogar vor Steinpilzen)


    Er kommt bei uns AUCH in den hier typischen Buchenmischwäldern vor -eher alkalisch), aber da selten. Reicht nicht! für meinen Bedarf.