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Annulusmagnus triseptatus

  • Annulusmagnus triseptatus (S.W. Wong, K.D. Hyde & E.B.G. Jones)

    Syn: =Annulatascus triseptatus S.W. Wong, K.D. Hyde & E.B.G. Jones, Mycological Research 103 (5): 563 (1999)

    Quelle: [mycobank]


    Hallo zusammen,


    Ich möchte euch hier einen Annulusmagnus triseptatus zeigen, den ich am 01.04.2020 an einem einem Ast in einem Bach gefunden hatte.

    Hier sind die Bilder:

    1.0


    1.1



    1.2


    1.3


    1.4


    1.5


    1.6 Keine Reaktion auf Lugol (in Kongorot verfärbt sich der Ascoporus rot, habe ich aber nicht ausprobiert)


    VG : Thorben

  • Hallo Sandra,


    ich glaube, dass es eher Richtung Fichte geht, aber genau kann ich dir das mit dem Holz nicht sagen.

    Der Fundort ist direkt an einem Schattigen Bach der in einem kleinen "Tal" zwischen 2 Fichtenwälder und Eichen-Buchenwälder entlang läuft.

    Falls ich es schaffe, werde ich in den nächsten Tagen Fotos machen.


    VG : Thorben

  • Hi Thorben,


    super Querschnitt, einen so schönen hab ich noch gar nicht, obwohl die Art hier halbwegs Massenware ist, wenn man entsprechend sucht.


    Sandra, such an unter Wasser liegenden, entrindeten Ästen in kleinen Bachläufen, vorzugsweise Fichte, wobei die Art hier auch an Laubholz schon aufgetaucht ist. Daran sieht man gerne auf etwas hellerem Untergrund schwarze Pünktchen, davon ist hier bei mir etwa jede vierte Aufsammlung Annulusmagnus. Ich hatte den aber auch schon an einem sehr feuchten alten Buchenstamm, ohne dass irgendwo ein Bach gewesen wäre (aber nahe eines Quellbereichs).


    Hier mal mein letzter dokumentierter Fund von vor zwei Jahren. Sehr ästhetisch ist auch der Apikalapparat in Kongorot, der lässt sich sehr gut anfärben:


    Es gibt auch noch A. pentaseptatus, das ist aber eine sehr seltene Art, die mir mal von Torsten zugeschickt wurde. Sieht mikroskopisch so aus:


    Viele Grüße,

    Matthias

    Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen.

  • Danke Thorben und Matthias !

    Also der Wald entspricht schon mal dem hier, saurer Boden halt,Fichte, Buche, Wasserlauf u kleine Teiche... Wasser PH neutral, gute Voraussetzungen?

    Matthias, wir wohnen ja gar nicht weit weg von einander, vielleicht können wir ja mal was arrangieren, nach der Corona Zeit? Deine Mikroaufnahmen sind der Hammer, euer beider Aufnahmen. Das kann ich noch nicht so gut, hab das Mikro noch nicht so lang und auch keine tolle Cam dazu. Aber Eure Bilder machen mir wirklich Lust zu suchen. Da ich erst kürzlich nach Ascomyceten suche, hab ich auch keine Literatur. Ich mach es so, wenn ich Beiträge wie Deinen, Thorben, lese, dann such ich nach dem Wirt und versuche dann das Gefundene mit Euren Mikrobildern zu vergleichen. Reagenzien hab ich, das wär toll, wenn mir so ne Anfärbung gelingt.

    Matthias .. darf ich dir mal PN ne Anfrage stellen?

    LG Sandra

  • Hallo Sandra,


    PH im Wasser hab ich noch nicht gemessen, aber saueren Boden haben wir hier meistens.


    Stimmt Vogtland ist nicht so weit von hier, da können wir gerne mal was machen, sobald das wieder geht. Nur her mit der PN.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen.

  • Ich möchte euch hier einen Annulusmagnus triseptatus zeigen, den ich am 01.04.2020 an einem einem Ast in einem Bach gefunden hatte.

    Klasse Portrait einer Art, die ich auch gern noch finden möchte, Thorben!:thumbup:

    Vielleicht halte ich auchmal Aussschau.

    Stöckchen unter Wasser, was man daran alles finden kann siehst Du u.a. hier.

    Matthias hat natürlich neben dem Annulusmagnus viele weitere Pilze an diesen speziellen Substraten entdeckt.

    Z.B. beim letzten "Harztreffen".

    Ich hoffe, dass motiviert zusätzlich.

    Stimmt Vogtland ist nicht so weit von hier, da können wir gerne mal was machen, sobald das wieder geht.

    Da bin ich gern dabei!:)

    Zumal ich wenigstens einmal im Jahr im Fichtelgebirge urlaube.


    LG, Nobi

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  • MoinMoin!


    Der rote Belag des Holzes auf dem ersten Bild hat allerdings nichts mit Annulusmagnus triseptatus zu tun, oder?
    Da hast du nicht zufällig reingeschaut, Thorben? Oder könnte ein anamorphes Stadium davon so aussehen?
    An Laubholz sehe ich total oft solche (bzw. makroskopisch ähnlichen) Beläge, die wohl oft infertile / anamorphe / unreife Stadien von "Hypoxylon" rubiginosum agg. sind.



    LG, Pablo.

  • Hallo zusammen,


    Matthias:

    Ich hatte den aber auch schon an einem sehr feuchten alten Buchenstamm, ohne dass irgendwo ein Bach gewesen wäre (aber nahe eines Quellbereichs).

    Das ist interessant, dann muss ich mal Ausschau danach halten.

    Hier mal mein letzter dokumentierter Fund von vor zwei Jahren. Sehr ästhetisch ist auch der Apikalapparat in Kongorot, der lässt sich sehr gut anfärben:

    Das Portrait ist dir wieder gut gelungen :)

    Es gibt auch noch A. pentaseptatus, das ist aber eine sehr seltene Art, die mir mal von Torsten zugeschickt wurde. Sieht mikroskopisch so aus:

    Wächst diese auch eher an Fichtenholz oder Laubholz ? Die steht jetzt auf jeden Fall auf meiner Wunschliste.


    Sandra:

    Deine Mikroaufnahmen sind der Hammer, euer beider Aufnahmen. Das kann ich noch nicht so gut, hab das Mikro noch nicht so lang und auch keine tolle Cam dazu. Aber Eure Bilder machen mir wirklich Lust zu suchen. Da ich erst kürzlich nach Ascomyceten suche, hab ich auch keine Literatur.

    Es kommt drauf an, was du für eine Kamera hast und wie du damit umgehen kannst, weil nicht jede Kamera ist unbedingt "schlecht" und es muss auch nicht immer eine Spiegelreflexkamera sein. Manche Leute benutzen sogar ihr IPhone für Mikro- und Makroaufnahmen und das sieht gut aus.

    Ich kann dir nur empfehlen Geduldig zu sein und immer ausprobieren, was das Zeug hält.

    Zu dem Thema Literatur:

    Es gibt ein paar Tricks, wie man Google gut als Literatur benutzen kann.

    Wenn du auf google gehst und du hast eine Gattung, wo dir sicher bist oder mehr darüber erfahren möchtest, dann kannst du folgendes eingeben:

    Gattung und dahinter filetype:PDF, dann sucht Google dir die PDF Dateien heraus, wo diese Gattung erwähnt wird bzw. auf der Seite irgendwo erwähnt wird, dass spart Unmengen an Zeit.

    Dann kannst du bei Google Bilder, die Bilder suche vereinfachen indem du eine Adresse einfügst und vor der Adresse eine site: einfügst.

    Das sieht dann so aus:

    Für die PDF Dateien:

    Scutellinia filetype:PDF

    Bei den Bildern:

    site:pilzforum.eu

    Jetzt hast du natürlich alle Bilder vom Pilzforum, möchtest aber nur Dungpilze sehen, dann kannst du hinter der Adresse noch Dungpilze, asco, wasser, Heterobasidiomycet oder was die halt einfällt zum Suchen eingeben, damit das gefiltert wird.

    Sonst suchst du dich überall dull und dämlich.

    Im übrigen kann man so, auch ohne Englisch Kenntnissen auf Ascofrance suchen und vergleichen, denn dort musst nur die Adresse eingeben und dann deinen Wirt mit Botanischen Namen.

    Sandra, dir wird das noch nicht viel helfen, aber wenn du Stück für Pilze anschaust und mit den Gattungsnamen arbeitest (kriegt man ja durch google schnell raus), dann ist das alles viel einfacher.

    Aber denk dran, je mehr du hinter der Adresse oder vor dem filetype schreibst, desto weniger Ergebnisse kommen, deshalb nur vor dem filetype Gattung und maximal noch die Art verwenden.

    Die Seite Ascofrance ist nur ein Beispiel, du kannst auch Ingos Seite (Siehe hier) zum Suchen nehmen, was auch ganz gut klappt.

    Mit diesen ganzen Hilfen kann man gut an Informationen kommen ohne Geld ausgeben zu müssen und man lernt automatisch andere Pilze kennen.


    @Pablo:

    Der rote Belag des Holzes auf dem ersten Bild hat allerdings nichts mit Annulusmagnus triseptatus zu tun, oder?
    Da hast du nicht zufällig reingeschaut, Thorben? Oder könnte ein anamorphes Stadium davon so aussehen?
    An Laubholz sehe ich total oft solche (bzw. makroskopisch ähnlichen) Beläge, die wohl oft infertile / anamorphe / unreife Stadien von "Hypoxylon" rubiginosum agg. sind.

    Das ist kein Pilz, sondern eher Ästchen von der Fichte, die sind immer etwas rötlich :)

    Eine Anamorphe ist das mit Sicherheit nicht.


    VG: Thorben

  • Hallo, Thorben!


    Ach, ok. Dann zeigt das mal wieder, wie abhängig auch gute Bilder von individueller Wahrnehmung sind. g:-)

    Klaro, Frichtnholz gehört schon etwas rötlich, und in diesem Fall sah's halt für mich so aus wie einer dieser anamorphen Beläge...
    Danke für's Richtig Stellen!



    LG, Pablo.

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