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letzter Beitrag von barney am

Egerlinge

  • Hallo Leute,

    auch ich komme heut mal mit einer Frage nach Champignons.

    Folgende wunderschöne Gruppe habe ich im reinen Buchenwald aufgenommen .

    Wetter seit Tagen kühl und trocken

    Standort recht sonnig


    Zu den Pilzen:

    Lamellen gräulich

    kein stärkerer Geruch wahrzunehmen

    Stielbasis verfärbt kaum

    Hut verfärbt ziemlich schnell intensiv gelb


    Jemand unter den Erfahrenen einen sofortigen Verdacht? (manchmal gibt der Habitus ja eine erste Vermutung)

    Ich vermute evtl den Karboli aber dafür gilbt mir die Stielbasis zu wenig?

    Ja ich weiß Champignons sind schwierig ;)


    Ich kenne mich bei Egerlingen noch nicht so gut aus, weiß aber zum Beispiel wie Anischampignons riechen (für mich übrigens mandelartig)


    Ich erwarte keine Essensfreigabe - die FK sind am Fundort verblieben.


    LG Phillip

  • Hallo Phillip,


    bei dem hätte ich optisch eher einen aus dem Doppelpack schiefknolliger/dünnfleischiger Anisegerling vermutet wegen der stark gilbenden Huthaut und des geringen Rosa-Anteils in den Lamellen. Aber letztlich ist der Geruch ausschlaggebend.


    Wenn solche Pilze den mal ganz verweigern, also weder nach Medizinschrank noch nach Amaretto riechen wollen, hat mir der Döschen-Trick manchmal geholfen: in ein dichtes Gefäß einsperren, etwas erwärmen, dann nochmal konzentriert schnuppern.


    LG, Craterelle

  • Danke für eure Unterstützung. Dann lag ich mit meiner Vermutung wohl nicht völlig daneben :)

    Das mit dem Döschen werde ich mal ausprobieren! Sollte doch funktionieren wenn ich dafür eine kleine Metalldose und ein Feuerzeug nehme oder?


    LG Phillip

  • Moin


    momentan wundern mich die Antworten zu Champignons allgemein doch etwas ...


    alles was irgendwie auch nur etwas gelb anläuft, wird sofort als Karbol Champignons abgestempelt ...

    Klar ist diese Antwort am sichersten... auch einen Speisepilz zu einem giftpilz zumachen ... als anders rum ...


    ich sehe in den Bildern oben, nicht unbedingt Karbol Champignons. Auch wenn die hutform verdächtig erscheinen mag. Unsere Funde waren nie im Buchenwald, eher Parks, Gärten oder am Waldrand


    Alex

  • bei dem hätte ich optisch eher einen aus dem Doppelpack schiefknolliger/dünnfleischiger Anisegerling vermutet wegen der stark gilbenden Huthaut und des geringen Rosa-Anteils in den Lamellen.

    Das Gilben von Anis-Ch. und Karbol-Ch. ist schon unterschiedlich. Die Karbolis werden intensiv gelb ("Postgelb") und dann - abgesehen von der Stielbasis - hauptsächlich am Hutrand und an den Stellen, wo sie gerieben werden.

    Die Anis-Fraktion ist eher hellgelb und bei etwas fortgeschrittenem Stadium mehr insgesamt im ganzen Fruchtkörper gefärbt statt nur partiell.

    Diese Merkmale muss man zusammen mit dem Geruch und der Beschaffenheit des Hutes (Form und Färbung) in Betracht ziehen.

    Wer Schwierigkeiten mit dem Geruch hat, sollte vielleicht die Finger von den Champignons lassen (essbare gibts im Supermarkt...:))


    Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, können auch einzelne Merkmale fehlen, deswegen Bedarf es u.U. einiger Erfahrung um Karbol-Champignons von anderen Champis zu unterscheiden. Wenn man bei der Pilzberatung fünf verschiedene Champignon-Arten auf den Tisch gelegt kriegt, wirds manchmal mühsam, den Ratsuchenden das auseinander zu pflücken und zu erklären.


    Beste Grüße

    Harald

  • Also erstmal bin ich noch weeeit entfernt die Champignon-Arten selbstständig auseinander zu halten. Dass es ein bisschen Erfahrung braucht, verstehe ich und das ist eigentlich auch der Grund meiner Anfrage.

    Eigenständig die Arten mit Sicherheit zu bestimmen erscheint mir sehr schwierig, weshalb ich mich mit dem Problem an euch wende. Viele von euch haben Erfahrung in dem Thema und ich erhoffe mir ein paar wertvolle Tipps, auf die ich in Zukunft achten sollte, um meine eigene Erfahrung zu sammeln.


    Falls mir jemand jetzt gleich den Rat geben möchte, ich solle mich an einen PSV mit meinen Funden wenden: Ich schaffe es leider selten zeitlich einen PSV aufzusuchen, da es meine Arbeitszeit leider nicht hergibt

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