Pilzsaison total!

Es gibt 10 Antworten in diesem Thema, welches 2.468 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Dianic.

  • Hallo Pilzfreunde,


    manchmal dauert es etwas länger, aber auch in diesem Jahr stoßen die Flockenhexen ziemlich spät.

    Im vergangenen Jahr kamen sie sogar erst im November. In der Literatur meinte ich gelesen zu haben, dass

    sie eigentlich ab Mai und dann vor allem im Sommer fruktizieren. Die sind schon ziemlich flexibel, wenn das

    Wasser fehlt!



    Imho ist es in diesem Jahr so, dass teilweise Massenvorkommen einzelner Arten vorkommen, viele andere

    Arten aber völlig ausbleiben. Die Maronenröhrlinge zum Beispiel werden seit Anfang Oktober zentnerweise

    aus den brandenburger Wälden geschleppt. Wörtlich. Was ich erfreulich finde, ist das momentane Massenaufkommen

    der Kiefern-Habichtspilze in den geeigneten Habitaten. Das habe ich so noch nie erlebt. Teilweise konnte man kaum

    daneben treten.



    Auch Pantherpilze fühlen sich momentan sehr wohl. Perlpilze konnte ich indes keinen einzigen entdecken.



    Für Freunde von weißbraunen Ritterlingen gab es aber auch Einiges zu finden. Tricholoma albobrunneum - Typ 1

    konnte ich bisher nie nach September finden. Sogar mal mit angetrockneten Schleimresten auf dem Hut!



    Ansonsten gibt es an verschiedenen Standorten interessante Baumpilze zu sehen. Als Zufallsfund immer

    wieder gerne gesehen: Pholiota astragalina.



    Stockschwämmchen



    Ästige Stachelbärte und



    Hallimasch, die über vergrabenem Holz gerne mal Steinpilzgröße erreichen. Hier im direkten Vergleich mit...

    Der scharfe Saft war auch schon mal Gast in einem Montagskino im PP-Forum. Kinders wie die Zeit vergeht.:saint:



    Kennt ihr eigentlich schon das Mykophagenselfie? Das sind die fetten Fundkörbe im Regionalforum.

    Ich hätte da ein Hobby-Mykologen-Selfie im Angebot.:evil:



    Ich hoffe, nach den momentanen kühlen Nächten stellen sich auch noch ein paar interessante Spätherbstarten ein.

    Tricholoma portentosum zum Beispiel.


    Grüßlis Ingo

  • Hallo Klaas,


    ich darf hier mit meinem "Künstlernamen" auftreten, da der "Ingo" hier im Forum bereits vergeben war. Ohne dass ich jemals von ihm gelesen hatte.:giggle: Was solls. Bei DGfM und PP geht es auch ohne 6E!


    GRI


    p.s H.c. am Campingplatz - hatte ich so nicht geschrieben. Ich war auch mal im Laubwald!

  • Hi Ingo,


    schöne Funde, Habichtspilz und der Stachelbart sind schon sehr besonders :gbravo:

    Ach ja, das legendäre "Montagskino", war immer ein Highlight und fehlt irgendwie.

    Die Pilzsaison 2019 ist schon irgendwie sehr speziell und merkwürdig. Wie immer, natürlich lokal sehr unterschiedlich, was wiederum normal ist.

    Jedoch konnte fast jeder von einem Massenaufkommen der einen oder anderen Art in seinem Gebiet berichten, was nicht die Regel ist.

    Mit den "Hexen" ist es tatsächlich so, dass die manchmal schon im Mai zu finden sind, selbst schon erlebt. In den warmen Sommermonaten mit

    ausreichend Regen ist ihr Erscheinen eigentlich Gesetz. Bei uns kamen sie in diesem Jahr auch erst vermehrt im Oktober.

    An sich zu spät, aber wie die Steinpilze in sehr großer Anzahl. Sind auch gespannt, was noch geht, solange die Nachtfröste nicht zu arg werden.


    Danke für den schönen Beitrag!


    Sei lieb gegrüßt von den HoBis :gwinken:

  • Hi Ingo,


    schöne Funde, Habichtspilz und der Stachelbart sind schon sehr besonders :gbravo:

    Ach ja, das legendäre "Montagskino", war immer ein Highlight und fehlt irgendwie.

    Hallo ihr Beiden,


    alles hatte seine Zeit. Irgendwann läuft so ein Thema auch mal ins Abseits. Insofern lassen wir's besser so, wie es ist. Eigentlich ist es nur schade, dass diese Beiträge in der Versenkung des PP-Forenarchivs verschwunden sind. Wer sie mag, kann ja mal danach suchen.

    Hallo -


    Bei Pholiota astragalina bin ich etwas verwirrt: da fehlen mir das lebhafte Rotorange in der Hutmitte und in den Lamellen die Gelbtöne. Oder sind die Frkp. durch Frost/Alter schon entfärbt?


    LG, Till

    Hallo Till,


    schön, mal wieder von dir zu hören. Ich meine mich zu erinnern, dass du seinerzeit bei meinem Erstfund im Pilzepilze-Forum (2008!) auch etwas gepostet hattest. Hier das Bild von jener Kollektion:


    Ich hatte die orangenen Schüpplinge danach genau noch ein mal, nämlich bei meinem Einstand hier in diesem Forum im Jahr 2013.

    Bei der kürzlich gefundenen Kollektion war ich mir vor Ort eigentlich zu 100% sicher und bin es auch jetzt noch. Die Fruchtkörper sind

    allesamt ausgewachsen und waren die meiste Zeit der Sonne ausgesetzt. Meine aktuelle Kamera spinnt leider auch etwas bei der Farbwiedergabe. Vor Ort sahen die Pilze schon etwas farbenfreudiger aus.

    Die schuppigen Stiele und die orangenen Verfärbungen an der Stielbasis sind für mich dann aber schon ein gutes Bestimmungsmerkmal.

    Ausserdem - was kämen denn alternativ noch für Arten in Betracht? Die Schüpplinge wuchsen an einem Kiefernstumpf.


    Grüßlis Ingo

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Ingo!


    An Kiefer mit dem Aussehen käme Hypholoma lateritium (Ziegelroter Schwefelkopf, hatte ich durchaus auch schon an Kiefer) und Hypholoma radicosum (Wurzelnder Schwefelkopf) in Frage.

    Ganz praktisch: Wenn man einen Safranschüppling aus der Kollektion nimmt, den Stiel etwas zermatscht, und dann zehn Minuten im Korb mit rumschleppt, sollten die zermatschten Stellen am Stiel scharzbraun werden. Also so etwa im durchschnittlichen Riesenporlingsschwärzungstempo.

    Die in Frage kommenden Schwefelköppe machen das nicht.


    Diese Rudelbildung der Habichtspilze finde ich schon beinahe obszön!

    Sowas will ich auch mal sehen!



    LG; Pablo.

  • Hallo Pablo,


    den Ziegelroten Schwefelkopf können wir ganz sicher ausschließen. Den anderen kannte ich bislang noch nicht. Vom Habitus her passen die Pilze eher zu Pholiota. Ich hatte sie natürlich stehen lassen, um wenige Minuten später braune Ritterlinge einzusacken. Prioriäten setzen würde ich sagen. ==2


    GRI

  • Hallo zusammen,
    Ist der Habichtspilz eigentlich in den letzten Jahren seltener geworden?
    Ich kann mich als Kind (mittlerweile bin ich 30) erinnern, dass der ziemlich häufig war. Jedes Mal beim Pilze suchen sind wir irgendwann über einige Exemplare gestolpert.
    Jetzt habe ich aber jahrelang überhaupt keine mehr gesehen bis dann vor 14 Tagen endlich mal wieder ein paar aufgetaucht sind.
    Wohnort und Pilzwälder sind bei mir ziemlich gleich geblieben.

  • hallo, ich war Anfang der Woche zu Besuch bei meinen Schwiegereltern in Sachsen, nahe Weißwasser (in der Lausitz);natürlich war ich auch im Wald😉. Dort gibt es vorwiegend Kiefernwälder mit sandigen Böden und seeehr viele Habichtspilze. Ich lebe seid 15 Jahren in Bayern Mittelfranken und hier habe ich noch nie diese Schönheiten gesehen.

    Lg Diana:kaffee:.