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letzter Beitrag von Beorn am

Hexenring oder Feenring vom ?

  • Hallo,


    diese Pilze habe ich am 07.10.2017 in Deutschland, Schleswig-Holstein, Kreis Steinburg in einem kleinen fast Nadelwald fotografiert.

    Geruch: leicht pilzig / Fleisch: brüchig / Substrat: Nadelwald Fichte + Edeltanne / Wuchshöhe: maximal 10 - 15cm / Hutbreite: ca. maximal 13-15cm

    Hoffe, die Angaben können bei der Bestimmung helfen.

    Viele Grüße Helge


  • Hallo !

    Zu ungewöhnlich für Lepista nebularis oder gehet um Falschverfärbung ?

    Ich meine das vielleicht um Lepista panaeolus (Luscina ) gehet , nach WM Finale ich füge Beispielbilder


    LG beli !

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Pilze nur "ausgewaschen" sind. sehen ziemlich nass aus :-) Bei uns waren die Nebelkappen letztes Jahr auch so blass... aber vielleicht hast du ja Recht. Geh jetzt auch erstmal WM schauen

  • Hallo Helge !


    Ja , Pilz aus Link - Lepista panaeolus schaut sehr ähnlich aber ist das ? Schwer zu sagen . So ähnliche Hutfarbe (Marmoriert - Streifen) wie bei dein Fund habe auch bei giftige Trichterlinge - Clitocybe gesehen aber große passt nicht , noch etwas ähnlich habe bei Clitocybe maxima gesehen aber passt nicht dein geschriebene Geruch . Ein sehr interessante Rätsel , an Lepista nebularis ich glaube nicht .

    LG beli !

  • Stimmt, L.nebularis müsste man schon deutlich riechen, da hat beli Recht! Aber an Trichterlinge glaube ich auch nicht recht... Da passen m.E. die Lamellen nicht (siehe letztes Bild, da ist deutlich zu erkennen dass sie NICHT herablaufend sind) . Also doch Richtung L.p. wie beli schon vermutete.. Ich denke dass das Marmorierte hier wirklich der Nässe geschuldet ist :-)

    LG Sandra

  • Hallo Sandra und beli,


    bezüglich Nässe kann ich sagen, das es im vergangenen Jahr im September und Oktober kaum einen Tag gab, an dem es nicht regnete. Da liegt die Vermutung nahe, dass der andauernde Regen entsprechende Auswirkungen auf die Pilze hatte.

    Ich danke Euch für die Unterstützung.


    Wünsche Euch ein schönes Restwochenende


    Helge

  • Hallo Ralph !


    Ja , 2 Bilder sind zu sehen . Per Bild schwer zu sagen um was genau gehen . Bin ziemlich siecher das Weise Nebelkappe - C. nebularis var. alba

    ist nicht . Meine das um Leucopaxillus sp gehet , ein von weißlich . Für etwas besser sagen man braucht von Baumpartner - Geruch , Geschmack , Schnittbild bis Mikroskop


    LG beli !

    PS Pablo stehen mit Leucopaxillus sehr gut

  • Hi.


    Oh, da habe ich gewisse Zweifel, daß ich mich mit Leucopaxillus auskenne.
    Ich habe schon die eine oder andere Art gefunden und / oder untersucht, aber in solchen Gattungen, wo die meisten Arten selten bis sehr selten sind, fällt es schwer, zum Gattungskenner zu werden.
    Für Lepista gilt übrigens bei mir das Gleiche.
    Tolle Gattungen mit tollen PIlzen, aber mit Ausnahme von einer Hand voll "Allerweltsarten" sehr komplizierte Gattungen, wo vor allem wegen der Seltenheit mancher Sippen ncoh viele Fragen offen sind.


    Die PIlze im Eingangsbeitrag von Helge sind jedenfalls nicht Lepista panaeolus. Da spielt zB die Ökologie eine wichtige Rolle: Lepista panaeolus ist ein Bewohner von +/- nährstoffarmen Wiesenflächen.

    Mit Wäldern kann der nichts anfangen. Interessant bei Helges Fund sind die Hutoberflächen mit dieser marmorierten Optik. Was natürlich am Regen liegt, aber eben dennoch ein Merkmal sein kann. Bei Clitocybe gibt es eine Reihe Arten mit "eingewachsen bereifter" Hutoberfläche. Arten aus der Gruppe um Clitocybe phyllophila zB zeigen dieses Merkmal sehr charakteristisch.

    Für diese Art (oder Arten) wären die Fruchtkörper allerdings schon ungewöhnlich groß.


    Nebelkappen wären durchaus auch möglich, ich kann es ohne die Fruchtkörper in der Hand nicht sagen.
    So am Rande: Wenn man die Gattungen Lepista und Clitocybe überhaupt trennen will, muss die Nebelkappe eigentlich zu Clitocybe gehören (Clitocybe nebularis), weil Sporen absolut glatt und nicht warzig. In der (grob definierten) Gattung Clitocybe s.l. gibt es etliche Arten, wo die Lamellen nicht herab laufen.


    Die Pilze von dir sind auch spannend, Ralph!

    Hast du da mal reingelinst? Oder einen Sporenabwurf gemacht? Da liegt so ein Farbreflex auf den Lamellen, als wäre das Sporenpulver nicht weiß(lich), wie bei Nebelkappen (cremeweiß), sondern kräftiger gefärbt. So wie eben bei den meisten Lepista - Arten. Leucopaxillus glaube ich da eher nicht: Da hätten die meisten Arten bei so stark aufgeschirmten Hüten doch mehrr oder weniger deutlich erkennbare Rippen am Hutrand.



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,


    nein, ich hab mir den Pilz leider nicht genauer angeschaut – wir hatten es an diesem Tag eher mit Ritterlingen– aber der Lothar Krieglsteiner dem ich den vor Ort gezeigt hatte, hat ihn ohne Zweifel als weiße Form der Nebelkappe angesprochen. Meine Nase übrigens auch...


    Liebe Grüße

    Ralph

  • Hallo, Ralph!


    Hake ich dann mal gedanklich so ab, wie du sagst. :thumbup:

    Und wieder auch ein gutes Beispiel, daß Sporenpulverfarbe und Lamellenfarbe zwei verschiedene Dinge sind: Ich glaube, die Farbe der Lamellen dieser weißen nebelkappen kommt nicht vom Sporenpulver, sondenr die Lamellen sind da einfach an sich etwas dunkel überlaufen. Kann passieren.



    LG, Pablo.

  • Hallo,


    ich möchte mich noch mal bei allen für die Hilfe und auch für die spannende Diskussion bedanken. Bezüglich Lepista panaeolus hatte ich meine Zweifel ob des Habitats. Alle Bilder, die ich finden konnte, zeigten den Pilz auf Wiesen. Das hat mich irritiert.

    Das Fazit ist dann wohl (leider), nicht wirklich bestimmbar:(


    Allen einen schönen Abend


    Helge

  • Hallo!


    Dein Pilz erinnert mich an Clitocybe maxima!

    Bei diesem sind die Wasserflecken typisch!

  • Hallo !


    @ Enno , ich habe auch (Beitrag nr. 7) geschrieben das erinnert mich an giftige Trichterlinge - Clitocybe aber Hutdurchmesser wegen die große passt nicht .

    Habe geschrieben das an Clitocybe maxima erinnert mich auch aber von Helga beschriebene Geruch passt nicht . Ob ist das Geruch richtig bestimmen ? Sehr schwer ist ein Pilz Geruch richtig bestimmen .


    Ich bin an Lepista panaeolus wegen die enorm große Ähnlichkeiten und identische Geruch angekommen , Problem ist Habitat ? Ist das Habitat wirklich Problem ? Wachst diese Pilz nur an Wiese - Grass .

    Ich habe Website wo Lepista panaeolus in Wald an Boden ohne Gras wachst (Vertrauliche Website - Pilz mit Mikrobilder)

    lepista_panaeolus_15.jpg


    Ich gebe kein Hand in Feuer das Helgas Fund L. panaeolus ist , das ist nur eine von Idee .

    Leicht möglich das hier um etwas ganz einfaches gehet , Verwirrt Geruch - Fruchtkörper Bild ist gut aber ein kleines falsche Belichtung kann das auch Problem verursachen -

    Ob ist Helgas Pilz des oder des ist sehr schwer bestimmen


    @ Ralph , ich habe diese mein Fund als Weiße Nebelkappe - C. nebularis var alba bestimmen ausprobieren .


    -


    Habe selbst per gute Literatur bestimmen ausprobiert , zu schwierig . Habe auch in diese Forum letztes Jahr eingestellt , auch von Experte zweifeln . Habe auch an ein andere Expert , welcher kenne Weiße Nebelkappe sehr gut (Makroskopisch auch Mikroskopisch) Bilder gezeigt , Antwort : diese nicht so Bekannte Art muss unter Mikroskop gehen weil gibt so viele ähnliche Arten .


    Mich sehr interessiert wie ist Her Lothar Krieglsteiner dein Fund bestimmen ? Per Geruch ? Was war die wichtige Merkmalle ? Was hat er dich erklärt ? Wo liegt die Lösung für richtige bestimmung ?


    LG beli !

  • Hi Beli,


    ich kann mich leider nicht mehr genau an die einzelnen Fundumstände erinnern. Wie gesagt, der Pilz hat nur am Rande interessiert, wir hatten eine sehr ergiebige und spannende Exkursion mit Schwerpunkt auf Ritterlinge und Schnecklinge. Aber ich frag bei Gelegenheit mal nach...


    Gruß

    Ralph

  • Servus Pablo

    Hast du da mal reingelinst? Oder einen Sporenabwurf gemacht? Da liegt so ein Farbreflex auf den Lamellen, als wäre das Sporenpulver nicht weiß(lich), wie bei Nebelkappen (cremeweiß), sondern kräftiger gefärbt. So wie eben bei den meisten Lepista - Arten. Leucopaxillus glaube ich da eher nicht: Da hätten die meisten Arten bei so stark aufgeschirmten Hüten doch mehrr oder weniger deutlich erkennbare Rippen am Hutrand.

    hast du die Nebelkappe selber aussporen lassen? Sie hat gelbes Sporenpulver, nicht creme-weiß - jedenfalls nicht, die ich habe aussporen lassen. Variiert die Sporenpulverfarbe der Nebelkappe so stark oder nimmst du das aus der Literatur?


    Liebe Grüße,

    Christoph


    (P.S.: für mich ist der Hexenring auch Nebelkappe)

  • Hallo, Christoph!


    Das ist sicher einige Jahre her, daß ich Nebelkappen habe aussporen lassen.
    Und jetzt bin ich alarmiert und verunsichert: Weil ich davon keine Bilder mehr finde. Ob ich da was falsch in erinnerung habe? Oder die Pilze falsch bestimmt? Oder kann es sein, daß die Sporenpulverfarbe je nach Umgebungsbedingungen, Alter der Fruchtkörper und Dicke des Abwurfes variiert?
    Ich glaube, das sollte ich mir nochmal angucken bei Gelegenheit. Also vielleicht nächstes oder übernächstes Jahr, wenn es wieder Pilze gibt.

    Zu Belis Frage:
    Ja, Lepista panaeolus ist ziemlich streng an Rasenflächen gebunden. Wenn ich das von dir verlinkte Bild ansehe, fällt aber folgendes auf: Im Hintergrund stehen Autos, da ist ein Parkplatz, also schon mal kein geschlossener Wald. Die Bäume (mindestens einer davon ist eine Kiefernart), stehen recht entfernt und zwischen der Streu aus Nadeln und Zapfen schauen hier und da Grashalme durch. Ich denke, das Habitat ist eine von Bäumen bestandene Wiese, kein Wald. Lepista panaeolus hatte ich einige Male in der Hand, es ist schwer zu beschreiben warum, aber die Pilze von helge passen auch vom Aussehen her nicht wirklich dazu, wie ich Lepista panaeolus bisher erlebt habe.


    Enricos Idee mit Clitocybe "maxima" würde ich jetzt aber auch nicht gleich völlig verwerfen wollen. Wobei da jetzt erstmal zu klären wäre: Welche Clitocybe "maxima" meinst du? Zum einen wird das ja oft für normale Mönchsköpfe (Clitocybe geotropa) nur halt ohne Buckel verwendet. Also Clitocybe geotropa var. maxima, was aber meiner Ansicht nach nix anderes ist als halt Clitocybe geotropa. Nur eben ohne Buckel.
    Und das könnte schon auch hinkommen, diese Bereifung haben C. geotropa und var. maxima schon auch gelegentlich, allerdings kenne ich die in der Form der Fruchtkörper viel regelmäßiger:


    Und dann gibt's halt wohl acuh Kollektionen, wo links im Hexenring Fruchtkörper mit Pinökel in der Hutmitte stehen, rechts im selben Hexenring solche ohne.
    Es gibt aber wohl noch eine Gebirgsart auf sauren Böden (?), die noch in ein paar anderen Mikro- und Makromerkmalen abweicht, und auch schon Clitocybe "maxima" genannt wurde, wohl aber eigentlich anders heißen müsste. Nur wie, habe ich gerade nicht im Kopf.



    LG, Pablo.

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