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letzter Beitrag von Beorn am

Altlast die zweite, Porling

  • Hallo Fories,


    nur Ausflugsaufnahmen aus 2014 kann ich einstellen, habe aber einen Verdacht, welcher es sein könnte.


    Fundgebiet: Karawanken, Bodental ca. 1.000 m s. m.,
    Fichtenwald, bis auf ein paar einzeln stehenden Kiefern.
    Geruch u. Geschmack: nicht festgestellt


    Der FK ist weiß, Hut ca. 4 - 5 cm.


    1)


    2)


    3)


    4)



    Albatrellus ovinus kenne ich mit gelblichem Hut, so weiß nur von diesen Aufnahmen. Spricht etwas gegen meinen Verdacht?


    LG
    Peter

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    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

    Chips: 52 - 5 für Pablo = 47

    47 - 10 für APR 2019 = 37,000

    + 5 ausm APR = 42

    - 20 für die Leistungsträger,

    22. Ingo mag nicht, = 27.

    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

  • Hi,


    hmm :hmmnmz: Eine spontane Idee habe ich leider nicht. Ich bin auch mit der Albatrellus-Idee auch nicht ganz zufrieden. Könnte das nicht irgendein Oligoporus sein? Das käme aus meiner Sicht makroskopisch eher hin.


    Mal warten, was die Experten sagen...


    l.g.
    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo, Peter!


    Makroskopisch sieht das aus wie ein Sklerotienporling (Polyporus tuberaster) mit abgenagter Hutoberfläche.
    Sind die Hutschuppen weg, ist er weiß, weil das Hutfleisch weiß ist. War vielleicht doch irgendwo ein Rest Laubholz im Boden. Oder halt ein Sklerotium.



    LG, Pablo.

  • Griaß eich,


    Stefan,


    Oligoporus habe ich zuvor in den PdS nachgeblättert, mit so einem ausgeprägten Stiel wird darin keiner beschrieben. In der Wiki auch nicht. In den 1700 Pilze schon gar nicht, ;)



    @
    Pablo,


    meinen Fund habe ich mit einer zuverlässigen Quelle zu Polyporus tuberaster verglichen,


    http://www.pilzforum.eu/board/…-sklerotienporling--24069


    Da passt das Substrat nicht, da ist definitiv keinen Laubbaum vorhanden. Die makroskopische Beschreibung in den PdS, Bd. 2, 409 scheint stimmiger zu sein,


    ... Hut 30 -120 (150) mm, verwachsen Hüte entsprechend grösser, unregelmäßig rundlich bis fächerfömig mit welligem und gerfurchtem Rand. Oberfläche filzig, trocken, oft felderig aufgessen, jung weisslich, dann schwefelig bis grüngelb, ... Unterseite mit 1 - 5 mm dicker, weisslicher und auf Druck gilbender Porenschicht am Stiel wenig herablaufend, Poren rundlich bis eckig, 2 - pro mm ...


    Wenn es ein älterer Polyporus tuberaster wäre, stimmt er mit der Porentafel 422 nicht überein; bei einem jungen Exemplar fliegen die Hautschuppen nicht so mir nix dir nix weg. Polyporus tuberaster ist das keiner.


    Nach dem Ausschlussverfahren bleibt für mich Albatrellus ovinus der Spitzenkandidat, es sei denn, du ziehst ein As aus dem Ärmel und zeigst eine weitere Möglichkeit auf.


    In Kärnten glühen die Öfen, seit Wochen haben wir Eistage. Zweistellig im Minus in der Früh, tagsüber ~ 5 Grad unter Null. Da zieht es mich nicht raus in die Natur, lieber stelle ich unbestimmte Funde zur Diskussion


    und freue mich über eure Meinungen,


    LG
    Peter

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    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

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  • Hallo, Peter!


    Albatrellus ovinus mit so unregelmäßigen Poren und ohne herabgebogenen Hutrand? Ich finde daß die ganz gut zu P. tuberaster passen, auch zu älteren Exemplaren.
    Zumal die Poren mindestens am Hutrand etwas gelatinös erscheinen: Wenn dem so wäre, könnte das ebenfalls ein Hinweis auf den Polyporus sein.
    Aus welchem Grund war jetzt Laubholz nochmal kategorisch ausgeschlossen? Hattest du das substrat im Boden ausgebuddelt und mikroskopiert? ;)



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,


    gebuddelt habe ich nicht, aber meine Tochter aufgenommen, am Fundort, :D



    Da kannst mir einen Laubbaum reinkopieren,



    :freebsd:


    LG
    Peter

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    Einmal editiert, zuletzt von Habicht ()

  • Hallo, Peter!


    Starkes Bild. :alright:
    Aber: Es ist unmöglich, von den stehenden Bäumen auf das Substratangebot im Boden zu schließen.
    Man könnte sich vermutlich 10 hoch 24 Möglichkeiten ausdenken, wie ein Stück Laubholz in den Boden dieses Waldstückes gekommen ist. Zwei der einfachsten wären: Vor 5 Jahren stand da mal eine Birke, die längst gefallen und größtenteils vermodert ist. Oder: Beim Holzmachen 500 Meter weiter oben wurden einige Ebereschen gefällt, deren Holz dort vor zwei Jahren gelagert und ein Stammstück wurde beim Abtransport vergessen.


    Alles Spekulation, soll nur sagen: Vor allem dann, wenn das Substrat nicht feststellbar ist, sollte man sich bei der Bestimmung immer an morphologischen Merkmalen orientieren.



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,


    Albatrellus ovinus fliegt ihn hohem Bogen raus, der ist es makroskopisch mit Sicherheit nicht.


    Polypores tuberaster habe ich gerade eigens angefragt, der war nicht unter den Sparringspartnern.
    Aktuell reingekommen,


    [font="Calibri, sans-serif"]Raterei–¦für Polyporus tuberaster passt das Porenbild nicht, viel zu unregelmäßig und die Schuppen auf der Hutoberseite sehe ich auch nicht[/font]


    Bleibt unbestimmt, meine Anfrage, vielen Dank für deine kritische Betrachtung,


    LG
    Peter
    [hr]

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  • Hallo, Frank & Peter!


    Zitat

    Abortiporus biennis


    ==Gnolm12
    Schön, daß wir jetzt einen Stirnklatsch - Smilie haben.
    Ausschließen will ich weiterhin nichts, natürlich auch keinen grobporigen Albatrellus und auch keinen oberseits abgenagten Polyporus, wo die Poren eben schon zu einem ältlichen Exemplar passen könnten.
    Aber Franks Saftwirrlings - Idee, die hat was aus meiner Sicht.



    LG, Pablo.

  • Hallo Frank & Pablo,


    Frank, auf Aboritporus biennis wäre ich nie gekommen; meine direkte Anfrage wurde so beantwortet,


    Fotos: Albatrellus kann ich ausschließen, der ist nicht so ausgefranst und hat viel regelmäßigere Poren, es kämen ev. Climacocystis borealis (kann auch so abnormal wachsen, wenn das Holz vergraben ist) oder Abortiporus biennis (aber da ist mir ein bisschen zu wenig röten dran - ist sehr jungfräulich), (Tyromyces wynnei) in Frage.


    Pablo, unser beiden Kandidaten sind's nicht, die Statistik spricht auch dagegen,


    "von Climacocystis haben wir aus dem Bodental schon neun Fundmeldungen bzw. Literaturdaten (Engel), hingegen keine einzige von Abortiporus oder Polyporus tuberaster.  


    Im Spiel sind somit alle anderen erwähnten Arten. Die wurden in Kärnten bereits kartiert, nur halt nicht im Bodental.


    Beim Substrat rudere ich zurück und gebe dir recht; eine Einbringung von Laubholzresten über Holzernte-Transportmittel habe ich nicht bedacht ==Gnolm12


    Ins Bodental fahre ich öfters, vielleicht begegne ich diesem Pilz wieder. Bis dahin bleibt er unbenannt.


    Danke euch beiden,


    LG
    Peter

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  • Hallo, Peter!


    Ich fürchte auch, es bleibt nichts anderes als abwarten und wieder finden. Climacocystis borealis kenne ich in dem Alter etwas anders gefärbt (mehr cremegelblich), aber auch das wäre eine weitere Option.


    An Fundstatistiken richte ich keine Bestimmungen aus. Bestimmen sollte man Pilze morphologisch und unabhängig von Listen, was wo bereits nachgewiesen wurde.
    Das aber nur so am Rande; hier sollte es ja nur als zusätzliches Detail verwendet werden, um die Wahrscheinlichkeit einzelner Möglichkeiten zu beurteilen.



    LG, Pablo.

  • Hallo Markus,


    mit deiner Einschätzung klettert A. biennis an die Spitze der möglichen Kandidaten.


    Fix is nix, ohne Sporen & Co.


    Danke für deine Meinung,


    LG
    Peter

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    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

    Chips: 52 - 5 für Pablo = 47

    47 - 10 für APR 2019 = 37,000

    + 5 ausm APR = 42

    - 20 für die Leistungsträger,

    22. Ingo mag nicht, = 27.

    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

  • Danke, Peter,
    es ist eben immer wieder erstaunlich und dann auch schwierig, wenn Arten die Frechheit haben, anders zu wachsen wie in der Literatur "vorgeschrieben"!
    Hier ein paar Bilder, von einer auch weisslichen Form, seitlich am Holz wachsend oder Holz umschliessend.


    viele Grüsse, Markus

  • Danke Markus,


    auf deine Aufnahmen habe ich insgeheim gehofft, :)


    Frech waren's der Literatur gegenüber immer schon, aktuell drehen's den SequeziererInnen die lange Nase. Genetisch ident sind sie manchmal morphologisch dennoch eindeutig unterscheidbar.


    Dazu habe ich dir eine PN geschickt,


    LG
    Peter

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    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

    Chips: 52 - 5 für Pablo = 47

    47 - 10 für APR 2019 = 37,000

    + 5 ausm APR = 42

    - 20 für die Leistungsträger,

    22. Ingo mag nicht, = 27.

    27 -10 für APR 2020 = 17 + ein Kerzenstummel

  • Hallo !


    Ich habe diese Beitrag verpasst , erstmal heute gesehen .


    Große Wahrscheinlichkeit das Peters Fund ein Extrem selten Loweomyces fractipes ist . Wachst auch aus Boden (begrabene Substrat) . Habe etwas ähnlich in Kroatische Forum gesehen .

    An diese Bilder ist schwer Fruchtkörper Detail wegen Beleuchtung zu sehen .

    @ Peter , probierst du gute Website finden und dein Fund vergleichen , du hast Pilz live gesehen .

    LG beli !

  • Hallo, Beli!


    Das wäre allerdings ein Pilz mit deutlich feineren Poren (3-5/mm), die hier deutlich gröberen Poren (schwer zu schätzen, aber: 1-3/mm?) passen schon deutlich besser zum von Frank und Markus vorgeschlagenen Rötenden Saftwirrling. Die beiden werden allerdings auch nach einigen Autoren zur selben Gattung gezähllt (Loweomyces fractipes = Abortiporus fractipes), haben also einige Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten, darum ist der Vorschlag berechtigt.



    LG, Pablo.

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