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letzter Beitrag von Craterelle am

Zum Speisewert der Herbstlorchel

  • Nun habe ich mal nachgelesen was die 3 Begriffe bedeuten, hoch kanzerogen, mutagen, teratogen -

    Sind in verschiedenen Lebensmitteln enthalten inkl. alle die Spritzmittel, Luftverschmutzung etc.etc. demnach müssten die Völker auf dieser Erde schon lange Todkrank sein.

    Dass alles was wir täglich begegnen nicht immer gesund ist sollte ja klar sein aber Angstmacherei ist sicher fehl am Platz.

    Ob Doktor - Professor oder was auch immer, weiss man doch dass bei gewissen humanen Krankheiten die Ärzeschaft unter sich und die Wissenschaft in verschiedene Richtungen tendieren und jeder seine eigene Meinung vertritt.

    klüppli

  • Hallo

    Was bei einer Herbstlorchel noch zu sagen wäre, man kann das Alter schwer einschätzen. Ich konnte das Wachstum mal über Wochen beobachten. Die können z. B. vier Wochen so "rumstehen" und sehen immer noch einigermaßen gut aus. Man kann schwer erkennen, wann sind die schon zu alt für das Essen sind.

    Ob daher die Unverträglichkeiten kommen?

  • Guten Morgen!

    Dann frage ich mal an dieser Stelle, denn ich komme auf persönliche Recherche nicht mehr weiter.
    1. Waren es denn nun Verunreinigungen im Testverfahren, die zunächst andeuteten die Herbstlorchel beinhalte Gyromitrin?
    2. Gyromitrin scheint wohl zu den thermolabilen Giften zu gehören. Warum wird die Herbstlorchel nun anders gehandhabt als andere Arten, die roh giftig sind?


    LG


    Daniel

    PS: Ich erwarte hier keine Verzehrfreigabe dieser Art, ich möchte nur auf dem neusten Stand sein.

  • Hallo Daniel, ich fürchte es gibt einfach keine neueren Untersuchungen dazu.


    Die Arbeit von Stijve et al., in der kein Gyromitrin nachgewiesen wurde, ist von 1978. Die andere, in der Spuren - möglicherweise aus Verunreinigungen? - gefunden wurden, muss noch älter sein.


    LG, Craterelle

  • Hi Craterelle,


    Danke für die Antwort, dass die Untersuchungen so weit zurück liegen hätte ich nicht gedacht, warum setzt sich nicht nochmal jemand dran, die Messmethoden werden doch immer weiter verfeinert.

    Was würdest du denn zur zweiten Frage meines Beitrages sagen? Das erschließt sich mir nämlich so gar nicht.


    LG

    Daniel

  • Hallo Daniel,


    bei der Frühjahrslorchel ist anscheinend das Problem, dass unklar ist, ob der Giftstoff bei der Zubereitung vollständig verfliegt. Selbst die ist in Finnland aber immer noch Marktpilz, soweit ich weiß.


    Bei der Herbstlorchel, die Gyromitrin/MMH entweder gar nicht oder nur in Spuren enthält und sich dieses - falls vorhanden - durch die Zubereitung noch weiter reduziert, würde ich die Gefahr einer Vergiftung durch diese Stoffe als minimal einschätzen.


    Vielleicht diskutiert der zuständige Fachausschuss der DGfM ja noch einmal, ob die Art auf eine ihrer Listen aufgenommen werden sollte. Ich hatte das hier angeregt.


    LG, Craterelle

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