Hallo ihr beiden,
das Sauerland ist an sich eine gute Adresse für Steinpilze, jedenfalls werden von den anderen Leuten öfters große Funde von dort gemeldet. Der "typische" Steinpilzwald lässt sich in etwa so beschreiben:
Typ 1) Fichtenwald oder -forst mit moosigem, aber nicht matschig-sumpfigem Boden, schwach ausgebildete Gras- und Krautschicht, die Fichten im Alter von etwa 20 bis 30 Jahren, also nicht zu alt (unter alten Fichten wachsen dann eher Maronen), möglichst unberührt von Holzerntefahrzeugen (Rückegassen);
Typ 2) Laubwald mit überwiegend Buchen und Eichen, der Boden mit flacher Laubschicht bedeckt und mit schütterem Moos und nur wenig Gras bewachsen, auf keinen Fall da wo sich die Brombeere bodendeckend ausgebreitet hat oder Brennnesseln stehen (da gibt es dann eher Parasole), die Bäume dürfen ruhig älter oder alt sein und in relativ weitem Abstand auseinander stehen.
In beiden Waldtypen sollte nicht zu viel Kalk vorhanden sein, also wenn auf der Erde Kalksteinchen oder -brocken zu sehen sind, haben es die Steinpilze schwer. Genauso, wenn ein wildgewordener Förster seinen Wald mit Kalkpulver düngt, wie es leider in Mode gekommen ist. Wenn der Waldtyp vom Aussehen her eigentlich passt, aber keine Steinpilze wachsen, ist meist eine solche Kalkdüngung die Ursache. Da hilft nur die Weitersuche, die durchaus in einen "Sport" ausarten kann.
FG
Oehrling