Hallo Stefan,
ich kann Deine Sichtweisel nachvollziehen, teile sie aber nicht gänzlich.
Ich selbst habe erst vor zwei Jahren angefangen, mich mit Pilzen zu beschäftigen, also mitten im Zeitalter des www und der Digitalfotografie.
Die Frage ist doch, was man draus macht.
Begeistert für das Thema hat mich ein PSV (Uwe!) im Rahmen eines Wochenend-Seminars, seither gab ´s kaum einen Tag, an dem ich mich nicht auf die ein - oder andere Art und Weise mit Pilzen beschäftigt hätte.
Ich versuche, weiter zu kommen, in dem ich so viel draussen bin wie möglich, nach jedem Waldgang 2-3 neue Arten, von denen ich bestenfalls schon die Gattung eingrenzen kann mit nach Hause nehme, genau untersuche (bislang ohne Mikroskop), Sporenabdrücke anfertige etc. und sie versuche mithilfe meiner Literatur/ Bestimmungsschlüsseln zu bestimmen. Fotos sind dabei hilfreich. Ich erkenne darauf oft Details, die mir auch mit der Lupe entgangen sind und kann bei einem erneuten Fund "auf ´s Archiv" zurückgreifen.
Komme ich nicht weiter oder bin unsicher frag ´ich die lieben Kollegen im Forum. Why not?
Ich bin den "neuen Medien" gegenüber sehr kritisch eingestellt, hätte vor dem Pilzforum nie gedacht, dass ich so was überhaupt mal mache, aber fest steht: Ohne Bestimmungshilfe aus dem Forum wäre ich noch lange nicht so weit (stehe immer noch am Anfang, aber es geht vorwärts) wie ich es heute bin.
Sorgen macht mir, dass demnächst wohl viele Leute mit ihren Tablets + Pilz-Apps die Wälder heimsuchen werden und glauben, so Arten bestimmen zu können. Aber das ist eben tatsächlich ein anderes Thema als sich Bestimmungshilfe in Foren zu suchen, wo man auf Leute wie Dich trifft, die einem sagen, wie ´s geht ;)!
LG
Andreas