Beiträge von nobi_†

    um den Schlüssel noch etwas anschaulicher zu machen, habe ich zwei Drittel der Arten verlinkt, und zwar jeweils auf ein eindrucksvolles Portrait im fundkorb.de.

    Langsam wird die Sache richtig rund, Bernd!

    Dank der Bestimmungstabellen und Bilder habe ich als "Täublingsmuffel" wieder richtig Lust bekommen, mir ein paar dieser bunten Gesellen näher anzuschauen und mein Basiswissen zu erweitern.


    Danke für das, was Du hier leistest!

    Und danke auch all denen, die dieses Projekt mit ihren Beiträgen unterstützen.


    LG, Nobi

    Wunderbar, Alla!


    Die Gattung Shanorella hatte ich überhaupt nicht in Betracht gezogen!

    Tatsächlich spricht vieles für Shanorella spirotricha, wenn ich mit den Beschreibungen und Bildern von Benjamin und Currah (1985) vergleiche. Currah hält die Art für einen der häufigsten Ascomyceten an Carnivoren-Dung nach wenigstens 4 Monaten Inkubationszeit.

    Das wäre ein weiterer schöner Fund der Boletustagung 2022.

    Die saubere LSU-Sequenz wiederum ist zu 96,3 % identisch mit Shanorella spirotricha.

    Das heißt wohl, es kann nicht diese Art sein aber etwas aus dem Umfeld (also gleiche Gattung?)

    Ab wieviel Prozent spricht man von der Art, müssen es 100 sein?

    Ich habe leider null Ahnung von der Sequenzierung und kann mit den Zahlen nichts anfangen.


    LG, Nobi

    Liebe Maria.

    Der Seidelbast wächst hier im Altmühltal relativ, um nicht zu sagen ziemlich, häufig. Auch die "Wabenköpfe" sind hier nicht gerade selten. Noch nie aber habe ich beide zusammen gefunden. Beide können in den gleichen oder in ähnlichen Habitaten vorkommen, dies ist schon richtig ..., aber wie kommst Du auf diesen direkten Zusammenhang?

    Natürlich finde ich keine Morcheln, wenn der Seidelbast blüht. Die kommen erst ein paar Wochen später.

    Fakt ist jedoch, dass an dem einzigen Standort, wo ich den Seidelbast kenne, später auch Aronstab, Leberblümchen und weitere Kalkzeigerpflanzen wachsen und schließlich unter den dortigen Eschen von Mitte April bis Mitte Mai auch Speise- und Käppchenmorcheln ihre attraktiven Fruchtkörper ausbilden.


    Im Vorjahr war wetterbedingt allerdings Fehlanzeige, dieses Jahr ist es feucht genug aber leider noch zu kalt.


    LG, Nobi

    ich werde die Stelle diesen Monat definitiv nochmals aufsuchen, denn sowohl die Spinnen-Ragwurz als auch die Wabenköpfe hätten ja dann ihre Zeit.

    Spinnen-Ragwurz! Habe ich noch nie in Sachsen gefunden!

    Dafür wachsen ein paar Wochen nach den Morcheln in deren Nähe diese hübschen purpurnen Blümchen.





    LG, Nobi

    Auf einer Wismuthalde fand ich heute bei der Suche nach Gyromitra esculenta (leider nicht gefunden) auch etwas unerwartet das Echte Seidelbast (Daphne mezereum)

    Dort, wo im zeitigen Frühjahr der Seidelbast blüht...



    ...solltest Du ab Mitte April nach den "Wabenköpfen" schauen!



    Bei meiner Stelle funktioniert das seit mehreren Jahren perfekt! :)


    LG, Nobi

    Hallo SiSa,


    1. Ist meiner Meinung nach o.k.

    2. Neben den Spaltblättlingen sehe ich noch Krause Adernzählinge (Plicatura crispa). Bilder von der Unterseite wären hilfreich!

    3. Da sollten doch wohl Fichten in der Nähe gewesen sein? Mischwald schließt ja Nadelbäume nicht aus.


    LG, Nobi

    Noch ein Tip für die Tuberosas: Ich habe die schon öfter an unterschiedlichen Standorten gefunden, allerdings nie dort wo es laubig war.

    Meinen Beobachtungen nach lassen sich die Becherchen von einem dichten Laubteppich nicht aufhalten!

    voriges Jahr hatte ich die Becher auch im Laub. Nicht mal wenige.

    Was meine Beobachtungen bestätigt! Hier zwei Beispiele von vor ziemlich genau einem Jahr. Wenn die "Tuberosas" dann noch von ein paar Sonnenstrahlen beleuchtet werden, kann man sie kaum übersehen.




    Viel Glück bei der weiteren Suche, Steffen.


    LG, Nobi

    Und kann man Erikas Becherchen der Gattung Lachnellula zuordnen, oder kommen auch andere Gattungen in Frage.

    Wahrscheinlicher als Lachnellula scheint mir die Gattung Capitotricha. Sollte es sich bei dem Substrat um eine Himbeerranke handeln, wäre Capitotricha rubi (Himbeer-Haarbecherchen) mein Favorit.

    Oder sollte es gar eine Flechte sein? Da kenne ich mich leider zuwenig aus.


    Im übrigen bin ich froh, dass Du die Becherkoralle nicht freigestellt hast, Alis! Genau diese Natürlichkeit hat mich überzeugt.


    LG, Nobi

    Was ich gar nicht mag, nie gehört habe und auch nie hören werde, sind politisch motivierte Songs.

    Oje, oje Steffen. =O

    Wie soll mit dieser Aussage ein Musikfan umgehen? Einem, dem die Musik seit Jahrzehnten ebenso wichtig ist wie es die Pilze sind.

    Ohne politisch motivierte Songs gäbe es keine Rockmusik!

    Eine derer Wurzeln ist schließlich der "Schwarze Blues". Die Songs waren hochpolitisch und konnten es gar nicht anders sein!


    Dann hast Du wohl folgende wunderbare Songs nie gehört - und wirst sie nie hören? :|


    Black Sabbath - War Pigs

    Bob Dylan - Blowin' In The Wind & Masters Of War

    CCR - Run Through The Jungle

    Leonard Cohen - The Partisan

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    Donovan - The Universal Soldier

    Sex Pistols - God Save The Queen

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    Dead Kennedys - Nazi Punks Fuck Off

    The Doors - The Unknown Soldier

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    Und natürlich jeden Song von Frank Zappa!

    Insbesondere dann, wenn sie deutsche Texte haben. Das geht absolut nicht.

    Lindenberg mit seinem Mädchen aus Ostberlin (Wir wollten einfach nur zusammensein" geht nicht???

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    Oder BAP mit der genialen "Kristalnaach".

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    Oder Renft, Gundermann, Silly?

    Oder die Toten Hosen?

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    Wie ist das denn bei euch so?

    Anders!

    Ich finde politisch motivierte Songs wichtig. Und die Geschichte der Rockmusik lehrt, dass solche Songs stets essentiell waren und noch sind.

    Probleme habe ich lediglich, wenn sich die politische Orientierung mancher Bands zu sehr nach rechts bewegt.


    It's only Bock'n'Roll - but I like it!


    Nobi

    Hallo Claudia,


    eine hübsche Gattung hast Du Dir da herausgepickt!

    Meist entdeckt man die Arten ja im Grau des Spätwinters und dann verzaubern sie einen durch ihr leuchtendes weißgesäumtes Orange!

    Bernd hat ja schon zwei kleinsporige Arten genannt, ich möchte noch die häufige Lachnellula subtilissima hinzufügen.


    Zur Literatur.

    Nun, der von Björn ins Spiel gebrachte weltweite Schlüssel von Zotto ist nicht ganz einfach zu handhaben.

    Für europäische Arten besser geeignet, weil deutlich einfacher, ist der Schlüssel von "Die Haarbecherchen der Steiermark" 2009.

    Hier werden 14 in der Steiermark nachgewiesene weißhaarige Arten geschlüsselt.

    Lachnellula Steiermark_Kahr et al, JoanBot 7, 2009.pdf


    In der ZMykol. 66/1, 2000 stellen Baral und Matheis sechs Arten ausführlich vor. Lesenswert, wenn man sich für die Gattung weiter interessiert.

    "Über sechs selten berichtete Arten der Gattung Lachnellula"


    Außerdem erinnere ich mich an eine sehr gute Arbeit zur Gattung von Baral in den "Beiträgen zur Kenntnis der Pilze Mitteleuropas" 1, 1984, 143-153.

    Leider habe ich die Zeitschrift hoffnungslos verlegt! :(

    Aber vielleicht kann jemand von Euch mit diesem Artikel helfen?


    LG, Nobi

    Kein Wunder, dass du mit dem Hohmeyer-Schlüssel nicht zum Ziel gekommen bist, lieber Martin.

    Der hätte mich auch nicht bis zur Art geführt. ;)

    Schon verrückt, wieviel interessante Pilzarten in meinem kleinen 08/15 Garten vorkommen...

    Nun, man sieht einfach mehr, wenn man regelmäßig auf ein begrenztes Stück Boden schaut.

    Siehe auch den Fund von Smardea protea, der Frank Dämmrich in seinem Garten gelang.

    Mein einziger Fund des Ascobolus viridis gelang auch nur, weil ich viel Zeit in ein winziges Rasenstück vor meiner damaligen Arbeitsstelle investierte. Es nahezu täglich auf allen Vieren krabbelnd nach Kleinpilzen absuchte.


    LG, Nobi

    Vielleicht kann trotzdem jemand weiterhelfen....ich würde mich sehr freuen.

    Na, da hoffe ich einmal, dass ich hier weiterhelfen kann, lieber Martin.

    Meiner Meinung nach handelt es sich um Peziza labessiana, eine frühe nährstoffliebende Art, die gern in Gärten vorkommt. Neben der Erscheinungszeit, der geringen Größen und der Färbung sind die rel. kleinen isoliert-warzigen Sporen charakteristisch.


    Vergleiche mit der Diskussion im Pilzforum und dem schönen Portrait bei der Pilzflora-Ehingen.


    LG, Nobi


    Nachtrag

    Nach weiteren Literaturstudien bin ich mir mit Phylloscypha labessiana (wie die Art aktuell heißt) sicher!

    Soweit das aus der Ferne möglich ist. Aber dank Deiner aussagekräftigen Dokumentation habe ich keine Zweifel.

    Als Verwechslungskandidat kommt tatsächlich nur die von Dir genannte Phylloscypha boltonii infrage, die sich aber u.a. durch die Färbung, größere Apothecien und Sporen sowie ein etwas anderes Sporenornament unterscheidet. Siehe Schlüssel.


    Die betreffende Literatur bzgl. neuer Gattungen der Pezizaceae (Phylloscypha S.189), über Phylloscypha und den erwähnten Schlüssel füge ich zum nachlesen als PDF an. Gibt es zwar alles im Netz, aber so ist es einfacher.

    Pezizaceae, new genera_Van Vooren, Ascomycete.org 12(4), 2020.pdf

    Phylloscypha_Van Vooren et al, Ascomycete.org 13(3), 2021.pdf

    Phylloscypha Key, engl._Van Vooren, 2021.pdf

    Liebes Forum,


    ich habe mich riesig gefreut, als heute die aktuelle Z.Mykol. im Briefkasten steckte und ich ihr entnehmen konnte, dass die beiden auch in diesem Forum aktiven Mykologen Karl Wehr Karl W und Klaus Siepe Klaus009 "für ihre herausragenden Verdienste rund um die Pilzkartierung in NRW und Pilze-Deutschland" 2022 mit dem Wolfgang-Beyer-Preis der DGfM geehrt wurden! :)


    Dazu möchte ich den beiden von Herzen gratulieren!


    Lieber Karl und lieber Klaus.

    Ich schätze mich glücklich, Euch beide persönlich zu kennen. Und ich lernte Euch nicht nur als exzellente Mykologen sondern auch als wunderbare Menschen kennen. Gern denke ich an unser erstes "legendäres" Treffen 2012 im berühmten Depot zurück! Einige weitere unvergessene Begegnungen mit Dir, Karl, folgten während ich über die Jahre mit Dir, Klaus, einen mitunter recht ausufernden Mail-Kontakt unterhielt, der oft weit über mykologische Themen hinausging und sicher noch lange weitergehen wird.


    Ich hoffe, Ihr habt nichts dagegen, wenn ich noch zwei Bilder aus vergangenen Tagen anfüge.



    Karl, Klaus und Peter 2012 im Depot



    So es die Gesundheit zulässt, treffen wir uns hoffentlich noch dieses Jahr. Gern auch wieder im zu jeder Jahreszeit spannenden Depot!


    LG, Nobi

    Lieber Hartmut.

    Danke Nobi, ich hoffe ich konnte mit den neuen Fotos etwas weiterhelfen.

    Und ob! Auch und vor allem mit den Sporenmaßen.:thumbup:

    Mit dem charakteristischen Velum und den kleinen breiten Sporen kann das eigentlich nur Coprinopsis filamentifera sein.


    Maren hatte den 2022 bereits im Forum angefragt.

    Und Hans hatte den hier mit einem Fund vorgestellt. Beide Funde übrigens ebenfalls an Schafdung!

    Damit kannst Du ja gern einmal vergleichen.


    LG, Nobi

    Hallo Steffen.

    Ich hoffe, ihr hattet etwas Kurzweil und Freude beim Betrachten der Pilzphotos.

    Auf jedem Fall! In dem jungen und knackigen Zustand sehen die ja richtig appetitlich aus!

    Das ein oder andere Bild von der Zubereitung hätte das natürlich noch getoppt. ;)

    Ich bin nie auf die Idee gekommen irgendeinen dieser Gattung in die Pfanne zu werfen. Da gibt es Besseres.

    Zweifellos gibt es besseres, Jörg!

    Aber warum sollte man nicht einmal Pilze der Gattung probieren, wenn man sie reichlich findet?

    Ich war jedenfalls vor zwei Jahren von den Raustiel-Weichritterlingen recht angetan. Siehe hier.

    Kann man gerade in der pilzarmen Jahreszeit einmal probieren.


    LG, Nobi

    Lieber Hartmut,

    Dein Fund ist schwer einzuschätzen. Mit Hans und Stefan haben sich ja bereits zwei Tintlingsspezialisten daran versucht.

    Obwohl mir die Sporen etwas unreif bzw. notreif erscheinen und wohl untypische Formen zeigen, komme ich zusammen mit dem Hutvelum was die Art in die frühere Subsektion alachuani bei Ulje einstuft zu keinem Ergebnis.

    Genau bei den Alachuani würde ich den Pilz auch verorten.

    Da passt das Velum ziemlich perfekt und die Sporen auch, wenn man die von Hans erwähnten unregelmäßigen ausklammert.

    Sporengröße hast du auch vergessen zu erwähnen.

    Die wäre in der Tat wichtig! Aber bitte nur normal ausgeprägte Sporen messen.

    Am wahrscheinlichsten scheint mir Coprinopsis sclerotiorum (Sklerotien-Spechttintling) zu sein.

    Grabe doch einmal nach einem Sklerotium. In seltenen Fällen kann der Pilz lt. Literatur allerdings auch ohne fruktifizieren.


    LG, Nobi