Beiträge von nobi_†

    Hallo Flämmli.


    Das scheint eine noch unreife Sporormiella zu sein. Im ganz jungen Stadium sind deren Sporen hyalin.

    Da gibt es sehr viel Arten, deren Sporen dreifach septiert sind.

    Das Substrat, die Ascusform (kurzstielig) und die Anordnung der Sporen deuten ebenfalls auf die Gattung.

    Möglicherweise entwickelt sich hier Sporormiella intermedia. Zur exakten Bestimmung braucht man allerdings reife (braune) Sporen, wo dann u.a. die Keimspalten beurteilt werden müssen.

    In ein, zwei Tagen sollten die Fruchtkörper ausgereift sein, falls Du dann nochmals schauen kannst.


    LG, Nobi

    Hallo Uwe,


    das ist Podospora fimiseda.

    Die Art ist aufgrund ihrer Behaarung, der großen Sporen, dem recht langen keulenförmigen Pedicel und den langen Caudae gut gekennzeichnet.

    Die Portraits im Forum von Matthias und Sven lassen nichts zu wünschen übrig!

    Bessere Darstellungen findest Du in keinem Buch!


    LG, Nobi

    Das ist zweifellos Sporormiella longisporopsis, Uwe!

    Die Sporenbreite meiner Funde erreichten nie die in der Literatur angegebenen Werte bis 17 µm.

    In der Regel betrugen sie 12-15(16) µm.

    Durch die Anordnung der Sporen im Ascus und der Sporenform ist die Art gut von Sporormiella longispora zu trennen.

    Schöner Fund und wunderbar dokumentiert! :thumbup:


    Die rote Verfärbung des Substrates scheint arttypisch zu sein. Hier noch ein Beispiel dafür.



    LG, Nobi

    Hast Du die vermeintlichen Coprotüsse später nochmals überprüft, Björn?

    Die scheinen mir, auch makroskopisch, noch unausgereift.

    Coprotus granuliformis ist natürlich aus dem Rennen mit diesen Ascusmaßen.


    Ich habe soeben meine Notizen zu Coprotus ochraceus verglichen.

    Reif habe ich bei dem u.a. folgende Ascusmaße ermittelt, die in der Breite dtl. über den Literaturwerten liegen.

    90-105 x 26, 95-110 x 24-30 und ähnliche. Sporen idR 14-17(18) x 9-11,5.


    Sollte Dein Fund tatsächlich noch nicht ausgereift sein, wäre das eine Erklärung für meine etwas größeren Maße.

    Auch makroskopisch mit der Färbung ein junger Coprotus ochraceus.

    Soweit mein aktualisierter Arbeitsname aus der Ferne.


    LG, Nobi

    Hallo Jörg.

    Schön zu sehen, dass dieses spezielle Gebiet auch nach vielen Jahren nichts von seinem Reiz und seinen besonderen Pilzen eingebüßt hat!

    Giraffenholz im Bärlauchbett! ;)

    Du weißt, dass ich ebenso wie Sandra gern mit Euch durch diese besondere Natur gestöbert wäre.

    Dank Deines Beitrages war ich wenigsten ein wenig mit dabei! :)


    LG, Nobi

    Hallo Tom,

    zur Art wurde bereits alles gesagt, was ohne Mikroskopie mögich ist.

    Daldinia concentrica s.str. sollte passen, zumal Fraxinus deren Hauptwirt ist.

    wir sind zur Zeit in den Ardennen.

    Dafür beneide ich euch ein wenig. Eine wunderbare Gegend, wo wir vor Jahren einen traumhaften Urlaub verbrachten.

    Genießt das hervorragende belgische Essen und gönnt euch ab und an ein leckeres Trappistenbier.


    LG, Nobi

    Es tut so weh!


    Über viele Jahre war der Peter mir im Pilzforum.eu ein im positiven Sinne streitbarer Pilz- und Musikfreund, mit dem ich erst vor zwei Tagen Kontakt im Verlauf einer Musikdiskussion hatte!

    Und wie wunderbar erfrischend konnte ich mit ihm über diverse Biere diskutieren. Wobei wir natürlich selten einer Meinung waren. ;)

    Aber am Schluss wurde gemeinsam eine Flasche geleert.

    Dein "Pflonck" werde ich vermissen!


    2017 traf ich ihn schließlich persönlich am Wörthersee unweit seiner Heimatstadt Klagenfurt.

    Wir unternahmen eine gemeinsame Tour zum Pyramidenkogel, die er aus terminlichen Gründen nach der Hälfte abbrechen musste.

    Auf meinen diesbezüglichen Beitrag hin im Pilzforum schrieb er mir damals u.a. folgende Zeilen.

    Zitat
    Griaß di Nobi, es war ein schönes Erlebnis, mit Dir eine halbe Waldrunde zu drehen. Auch ein einprägsames; jedesmal wenn ich den Aussichtsturm am Pyramidenkogel sehe sind's da, die lieben Erinnerungen.

    Und liebe Erinnerungen sind es auch, die ich an unser Treffen und die vielen gemeinsamen virtuellen Jahre habe.

    Lebewohl, liebes Habichtla.


    Folgender Song von Megadeth hätte Dir bestimmt gefallen. Ich habe ihn in erster Linie des Textes wegen ausgesucht.

    Und weil ich weiß, dass du diese Musik mochtest!

    "Während ihr das lest, meine Freunde, wisst ihr, dass ich gern bei euch geblieben wäre.

    Versucht einfach zu lächeln, wenn ihr an mich denkt.

    Allein mein Körper ist gegangen, sonst nichts."


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    Nobi

    Hallo Hans.

    Nun, man kommt nicht umhin, die Sporen in den Asci zu zählen.

    Ich habe das gerade einmal gemacht und komme pro Ascus auf deutlich mehr als 40 sichtbare Sporen.

    Damit ist der 32-sporige Thelebolus caninus aus dem Rennen und man landet beim 64-sporigen Thelebolus crustaceus.

    Dieser scheint übrigens deutlich häufiger als caninus zu sein. So haben wir in Sachsen 46 Nachweise von crustaceus gegenüber 9 Nachweisen von caninus.


    LG, Nobi

    Geht man den anderen Schlüsselschritt, landet man in der versicolor-Hölle

    Schön gesagt, Björn! :D

    Mit dem gezeigten Sporenornament könnte es die von B. Wergen Saccobolus 'subversicolor' genannte Art sein.

    Jedenfalls vermute ich hier nicht Saccobolus versicolor s.str.

    2. Diese kleinen, gelben Kerlchen halte ich für einen Coprotus.

    Wie groß sind denn die Asci?

    Die Sporenanordnung und deren Form in Kombination mit den deutlich kopfigen Paraphysen lassen mich an Coprotus granuliformis denken.


    LG, Nobi

    Mit dem aufsteigenden Ring könnte man auch mal A. bisporus in Erwägung ziehen

    Sehr gute Idee, Andre!

    An den hatte ich auch zuerst gedacht, aber dann erschien er mir doch zu kräftig für die Art.

    Nun, leider können wir das hier wohl nicht endgültig klären, sondern nur Vermutungen anstellen.


    LG, Nobi

    Thelebolus microsporus passt schon, Hans!

    Ich kenne die Art von über 100 Funden und stellte eine große Variabilität fest.

    Der Pilz kann sowohl einzeln oder wie von Dir gezeigt, extrem gedrängt vorkommen.

    Ein gutes Merkmal sind die kopfigen Paraphysenenden, die meist wie von Dir gezeigt, gelb-oliv gefärbt sind.

    Manchmal aber auch nur bräunlich.


    LG, Nobi

    Hallo Alex,


    Zur Cheilymenia.

    Für Ch. insignis scheinen mir die Sporen zu schlank. Q nach Doveri 1,68, bei Deinem Fund im Schnitt um 2,0!

    Auch scheinen die Haare zu lang, wenn ich den Abb. Maßstab (B) zugrunde lege. Nach Moravec max. 400 µm, Doveri nennt 375 µm.


    Ich würde nochmals mit Cheilymenia megaspora vergleichen mit ähnlichen Sporenmaßen wie bei Dir, jedoch deutlich längeren Haaren.

    Kommt laut P. Püwert und H. Schubert nicht selten an Hirschlosung vor.


    Die zweite Art ist keine Trichodelitschia, wie Du richtig bemerkst.

    Vermutlich ein fakultativ Coprophiler, der mit irgenwelchen Futterpflanzen in das Substrat gelangt ist.

    Da wir die Pflanze nicht kennen, wird es schwierig mit der Bestimmung. Also ich habe da spontan keine Idee.


    LG, Nobi


    Habe soeben noch mit dem Artikel von Van Brummelen verglichen, der das Original der insignis von Crouan untersucht hat.

    Schön, dass Du an der Sache drangeblieben bist, Sigrid! :thumbup:

    Ich habe übrigens mit Mike Richardson korrespondiert (er ist 85 und im Ruhestand), und wir meinen schon, dass was er gefunden hat und mein Fund die selbe Art ist.

    Jetzt braucht die Art nur noch einen Namen! ;)

    Mit Mike war ich von 2001 bis 2009 in lockerem Briefkontakt. Es ging da u.a. um die Artauffassung von Sporormia fimetaria.

    Kleinsporige vs. großsporige Art. Das habe ich damals leider nicht weiter verfolgt, wird höchste Zeit, dass ich mir das nochmals anschaue!


    Schöne Ostergrüße nach N.Y.


    Nobi

    Schöner Beitrag, Steffen! :thumbup:

    Schichtpilz; ob es sich hier um besagten Rigidiporus microporus handelt?

    An Rigidoporus microporus habe ich keine Zweifel.

    Dafür sprechen die Färbung, die Bänderung und der Habitus. Und natürlich der Fundort.

    Die Art wurde 2018 erstmalig im Gondwanaland Leipzig entdeckt, vermutlich immer noch der einzige Fundort Deutschlands.

    Zum Vergleich nochmals mein Fund von 2019.



    LG, Nobi

    Gamma Ray ist eine deutsche Formation

    die sich nach dem genialen Longtrack von Birth Control benannt haben! ;)

    Die Band um den singenden Schlagzeuger Bernd Noske ist eine meiner liebsten Krautrockbands der 1970er Jahre. Das möchte ich gern noch anmerken.

    Und hier das Original verlinken, allerdings in einer gekürzten Liveversion. Gelegentlich ging das auch mal weit über 20 Minuten!


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    Gammy Ray hatten ihren namensgebenden Song natürlich auch im Repertoire.


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    It's only Bock n' Roll - but I like it.


    Nobi

    Gut dokumentierte Bestimmungsanfrage, Frank! :thumbup:

    Da antwortet man gern!

    Hat jemand eine Idee, was ich da gefunden habe?

    Nun, Claudia verwies ja bereits auf den Artenreichtum der Gattung und die Schwierigkeit bei der Artbestimmung.

    Soviel glaube ich jedenfalls auf Grund Deiner detaillierten Beschreibuing sagen zu können.


    Die genannten Merkmale (kräftiger Habitus, Hutschuppung, aufsteigender Ring und rötendes Fleisch) lassen mich in Richtung Salzwiesen-Egerling (Agaricus bernardii) denken, eine in den letzten Jahren in Ausbreitung befindliche Art. Zum vergleichen findest Du hier eine recht gute Beschreibung.

    Das ist natürlich nur eine Idee, in welche Richtung die Bestimmung gehen könnte. Schließlich gibt es noch ein paar andere Arten mit ähnlichen Merkmalen. Und man müsste natürlich, wie bereits von Claudia erwähnt, den Geruch prüfen. Dazu am besten ein Pilzfragment zwischen den Fingern zerreiben.


    LG, Nobi

    Hallo Alis,

    zum Bild sei nur soviel veraten, dass das auch in der Jury polarisierte.

    Ich persönlich finde das Originalbild lebendiger als Deine Stackingversuche, die irgendwie künstlich wirken.

    Zitat

    Und nur auf den 5. Platz geschafft mangels Stackfähigkeit.

    Was heißt nur auf Platz 5???

    Immerhin waren in dem Monat 19 Fotos am Start! Und auch eine gewisse Unschärfe hat durchaus ihren Reiz.


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    LG, Nobi

    Hallo Ingo.

    dann ist es wohl die Scheibenlorchel (Gyromitra ancilis). Die passt auch viel besser in unsere Region, als der Morchelbecherling.

    Uppps. Die hatte ich gar nicht auf dem Plan!

    Natürlich passt die Scheibenlorchel eher in die Kiefernwälder als der Morchelbecherling. :rolleyes:

    Ich hätte sie nur direkt an Holz erwartet.


    LG, Nobi

    Hallo Gerd.

    war nochmal da , der roch nach nichts !!

    Das sieht trotzdem nach dem von Malone vermuteten Aderigen Morchelbecherling (Disciotis venosa) aus!

    Dazu passt neben dem typischen Habitus auch die Jahreszeit perfekt.

    Der charakteristische Geruch muss nicht immer vorhanden sein. Am besten ein Stück eines Bechers zwischen den Fingern zerreiben und sich das unter die Nase halten, dann sollte man den "Schwimmbad-Duft" wahrnehmen.

    LG, Nobi