Hall Uwe
So, ich hab den Artikel. Danke für den Tipp, damit liess sich der Pilz nun bestimmen.
Es ist Cortinarius calcialpinus.
Gruss Raphael
Hall Uwe
So, ich hab den Artikel. Danke für den Tipp, damit liess sich der Pilz nun bestimmen.
Es ist Cortinarius calcialpinus.
Gruss Raphael
Hallo Alis
Das erste könnte makroskopisch Richtung Conocybe moseri gehen, was sich aber ohne Mikrobilder nicht bestätigen lässt.
Das zweite ist sicher Conocybe aurea.
Gruss Raphael
Hallo Uwe
Danke dir, bin gerade mit Beatrice an einer alpinen Tagung. Ich sprech sie morgen mal an.
Gruss Raphael
Hallo Felli
Danke, das sieht gut aus.
Peziza badia war meine erste Idee, hatte ich dann etwas voreilig aufgrund der unglücklichen Sporenzeichnung in PdS ausgeschlossen.
Wirklich sicher entscheiden kann ich es jetzt nicht, die Unterschiede zwischen badiofuscoides und badia sind sehr klein.
Obwohl die Fruchtkörper nun schon drei Tage im Kühlschrank waren, milchen sie noch etwas. Das scheint einer der Hauptunterschiede zu sein.
Drum bin ich geneigt das als Legaliana cf. badiofuscoides abzulegen.
Die Art gibt es noch, 2020 wurde sie genetisch bestätigt und in die Gattung Legaliana verschoben.
Gruss Raphael
Hallo zusammen
Am Wochenende war ich wieder fleissig in den Bergen unterwegs. Wenn man feuchte Stellen sucht, gibt es da viele Pilze.
Mit den Kindern im Schlepptau hatte ich leider nicht die Zeit wirklich gründlich zu suchen, aber immerhin:
1:
Eine kleine Galerina im Moos, wuchs dort massenhaft. Sie hört wohl auf den Namen Galerina vittiformis agg.
Sporen schwach warzig, dextrinoid
Cheilozystiden lageniform
Basidien 2-sporig, Pleurozystiden spärlich aber vorhanden
Kaulozystiden am Stielapex
2:
Ein Risspilz für Ditte . Wohl wieder Inocybe helobia s.l.
Die Sporen scheinen mir typisch für helobia zu sein, 10.6-11.9-13.9 x 5.8-6.6-7.7 µm.
Cheilozystiden auffallend breit, ganz anders als bei meiner letzten Kollektion.
Dazwischen auch Gruppen von lageniformen Cheilos.
Pleurozystiden sehr dickwandig.
Kaulozystiden spärlich, nur am Apex vorhanden.
3:
Ein Schleierling im Dryas auf 2600m. Ja ich weiss, das Foto taugt nichts.
Geruch unauffällig pilzig.
KOH negativ (überall). Formol ebenfalls negativ.
Sporen fast rundlich, mit feinen Warzen.
Wie erwartet ist die Bestimmung knifflig, nach FN und AdC komme ich zu Cortinarius tabularis.
Stimmt aber nicht, es ist Cortinarius calcialpinus.
4:
Leider ohne Standort-Foto. Ein kleiner clitocyboider Pilz mit bereiftem Rand. Leider verweigerte er mir einen Sporenabwurf.
Aus der Bestimmung wird wohl nichts... ich konnte einzelne Sporen im Präparat sehen, die schienen fein warzig zu sein.
Dann wäre es eine winzige Lepista.
5:
Ein Rötling aus dem montanen Fichtenwald (ca. 1800m).
Sporen isodiametrisch, um 8-9 µm.
Schnallen vorhanden...
HDS gemischt aus intrazellulärem und fein inkrustiertem Pigment
Mit dem seidig-glänzenden, hygrophanen Hut und dem überfaserten Stiel lande ich bei Entoloma nitens.
6:
Ein Milchling, ebenfalls im Fichtenwald. Ist wohl ein banaler Lactarius rufus.
Sporen netzig, um 8-9 x 6-6.5 µm.
7:
Täublinge sind ja nicht so meins, aber man nimmt was man kriegt.
Auch hier gelang mir kein Abwurf, aber anhand der Lamellenfarbe vermute ich gelbliches Sporenpulver.
Habitat: Montaner Fichtenwald auf Kalk.
Sporen recht grob warzig, teilweise verbunden, etwa 8-9 x 7-8 µm.
Pileozystiden in SV, keulig und kaum septiert.
Ich komme auf Russula nauseosa. Kann das sein?
8:
Schliesslich noch eine kleine, zystidenlose Melanoleuca. Durchmesser 10-15 mm.
Sporen recht klein und breit elliptisch, isoliert warzig.
HDS mit teils aufsteigenden, zylindrischen oder schwach keuligen Hyphen.
Dank der neuen Veröffentlichungen von Antonin et al. traue ich mich hier einen Namen dran zu schreiben: Melanoleuca cf. acystidiata.
Eine gesicherte Bestimmung gibt es da wohl nur mit Sequenzierung.
Viele Grüsse
Raphael
Hallo zusammen
Hier noch ein Becherling aus den Bergen, den ich mangels geeigneter Literatur nicht bestimmt kriege:
Habitat auf ziemlich frischem Sand in Pionier-Vegetation auf 2380m. Direkt neben der Arrhenia aus der anderen Bestimmungsanfrage.
Asci in Lugol
Sporen in Lugol. Grösse etwa 18-20 x 9-10 µm (in Wasser gemessen)
und nochmal in Baumwollblau. Die Sporenoberfläche besteht aus flachen, verbundenen Warzen und Rippen.
Paraphysen keulig.
Hat hier jemand einen Tipp für mich?
Viele Grüsse
Raphael
Hallo zusammen
Am Samstag habe ich diese winzigen Pilzchen gefunden:
Durchmesser ca. 5 mm.
Habitat war in alpiner Pionier-Vegetation (2380m) auf Sand, zwischen kleinen Moosen und Gräsern.
Soweit ich es beurteilen konnte wuchsen sie terrestrisch.
Für einen Sporenabwurf waren die Fruchtkörper zu klein. Aber die Sporen passen gut zu Omphalina s.l.
Sie sind tropfenförmig und inamyloid, um 10-11 x 5.5-7.5 µm.
Basidien 4-sporig.
Hymenialzystiden konnte ich keine finden. Hier ein Bild vom Lamellentrama, mit einer Schnalle.
Am Stiel gibt es dichte Büscheln von keuligen Kaulozystiden.
HDS eine Kutis aus grob unkrustierten Hyphen.
Nach Gröger komme ich auf Arrhenia griseopallida. So richtig überzeugt bin ich aber noch nicht. Unter anderem sollte die überwiegend zweisporige Basidien und gegabelte Lamellen haben.
Hat jemand eine Meinung dazu?
Es gibt noch eine kaum beachtete Art, Arrhenia parvivelutina. Da habe ich aber keine vertrauenswürdige Abbildung.
Viele Grüsse, Raphael
Liebe Ditte
Entschuldige die späte Antwort, ich stecke ziemlich in der Untersuchung von Frischmaterial fest. Auch heute artet es wieder in eine Nachtschicht aus.
Die Mallocybe werde ich dir gerne schicken. Hier noch zwei weitere Bilder der Sporen.
Wegen I. helobia: Brauchst du da noch alpine Belege um die Gruppe zu bearbeiten? Ich finde die hier andauernd, zeige sie aber nicht alle im Forum. Vorgestern hatte ich eine Kollektion mit völlig anderen Zystiden, wo die Sporen aber wieder nach helobia aussehen. Ich stelle sie morgen hier rein, falls nichts dazwischen kommt.
Viele Grüsse
Raphael
Hallo Benjamin
Das sind Spatelinge, vielleicht Spathularia neesii.
Gruss Raphael
Alles anzeigenHallo Raphael,
wo bist du denn gerade?
In den Pyrenäen vielleicht?
Es wirkt ja sehr idyllisch da!
Viel Spaß noch!
LG, Martin
Hallo Martin
Nein, bin zu Hause. Siehe mein Wohnort.
Zu A. obscurata: Ich habe nochmal alles genau studiert. Die Hutfarbe sollte nicht ausschlaggebend sein, solche Brauntöne sind wohl auch erlaubt. Wobei Farbnuancen immer ein Problem sind für mich, vor allem Brauntöne schätze ich oft falsch ein (Rot-/Grün-Schwäche). Vielleicht hast du recht.
Aber der Stiel ist deutlich heller als der Hut, das passt wirklich nicht zu obscurata. Ich tendiere jetzt zu Omphalina chionophila. Muss ich aber am Abend nochmal verifizieren und vertrauenswürdige Bilder von der Art finden, bisher habe ich nur die Abbildung von Ludwig zur Hand.
So, ich habe den dunklen Nabeling nochmal gründlich untersucht. Die eine Frage im Gröger habe ich falsch eingeschätzt und nicht den "rotbraunen Weg" gewählt.
Es ist wohl wirklich Omphalina chionophila. Das Bilder bei Moser&Jülich passt auch sehr gut.
Viele Grüsse
Raphael
GriasDi Raphael,
die Nr.3 hätt ich schon rein farblich bei O. pyxidata oder O. hepatica verortet.
O. obscurata sollte doch deutlich dunkler sein, mehr grau-schwarz mit weniger Brauntönen.
An liabn Gruaß,
Werner
Hallo Werner
Danke dir.
Zu O. rivulicola: hepatica sollte einen flaumigen Stiel haben. O. pyxidata wäre auch möglich, kann ich mit dieser ärmlichen Kollektion nicht sicher entscheiden.
Ich passe es zur Sicherheit oben an.
Zu A. obscurata: Ich habe nochmal alles genau studiert. Die Hutfarbe sollte nicht ausschlaggebend sein, solche Brauntöne sind wohl auch erlaubt. Wobei Farbnuancen immer ein Problem sind für mich, vor allem Brauntöne schätze ich oft falsch ein (Rot-/Grün-Schwäche). Vielleicht hast du recht.
Aber der Stiel ist deutlich heller als der Hut, das passt wirklich nicht zu obscurata. Ich tendiere jetzt zu Omphalina chionophila. Muss ich aber am Abend nochmal verifizieren und vertrauenswürdige Bilder von der Art finden, bisher habe ich nur die Abbildung von Ludwig zur Hand.
Gruss Raphael
Hallo zusammen
Heute hatte ich endlich mal wieder Zeit für eine längere Exkursion. Ich ging ohne viel Hoffnung los, denn die Trockenheit hat die Gegend hier fest im Griff.
Die gelegentlichen kurzen Gewitter ändern daran nichts. Start war in dem kleinen Dorf St-Luc.
Die Fichtenwälder, Lärchenwälder und subalpinen Weiden waren absolut pilzleer. Es gab nicht einmal vertrocknete Täublingsleichen.
Und das obwohl ich extra durch eine schattige Schlucht mit viel Wasser aufstieg (kein Sorge, da gibt es einen Wanderweg):
Aber dann, nach zwei Stunden auf 2400m, kam ich ins Paradies. Plötzlich waren die Pilze einstimmig der Meinung, dass ihnen die Bedingungen gefallen.
Ok, ich musste den kleinen Wasserläufen folgen, abseits davon war auch nichts.
Hier gibt es zum Glück noch frei fliessendes Wasser, wo der Mensch nicht alles besser weiss und meint er müsse für Ordnung in der Natur sorgen.
Was es hier so an Pilzen gab:
1:
Ein Ackerling, der in einer sumpfigen Wiese in grosser Zahl wuchs.
Beringt, schlanker Wuchs, hygrophan.
Sporen deutlich dickwandig, Wände um 1 µm.
Recht kleine, keulige Cheilozystiden, Schneide steril.
Einzelne, grössere, bauchige Pleurozystiden.
In Summe spricht das für Agrocybe elatella.
2: Ein einfacher Bestimmling.
Arrhenia lobata, die sich im nassen Moos am Wasser extrem wohlfühlte und dies durch ein Massenvorkommen kundtat.
Blick auf die Sporen... Schnallen waren übrigens vorhanden.
3: Ein naher Verwandter von 2, auch wenn er nicht danach aussieht:
Kleine braune, nabelingsartige Pilzchen in einer feuchten Wiese mit Zwergweiden.
Die Sporen sind verschieden geformt. Teils elliptisch, etwas tropfenförmig, ...
... oder sogar birnenförmig.
Damit sollte das Arrhenia obscurata sein.
Nein ist es nicht, es ist Omphalina chionophila.
4:
Den hätte ich eigentlich nicht mitnehmen sollen, nur ein brauchbarer Fruchtkörper, der andere ist eine Mumie.
Sporen eher breit elliptisch.
Eine belastbare Bestimmung ist das nicht, ich halte es für Omphalina rivulicola oder Omphalina pyxidata.
5: Den kennt ihr alle, hier oben gibt es ihn auch.
Gymnopus dryophilus
6: Ein winziger Saftling. Bis 5mm im Durchmesser mit feinschuppigem Hut.
Sporen bis deutlich über 11 µm lang, gleichmässig geformt, nicht eingeschnürt.
Lamellentrama aus recht kurzen Elementen.
Stipititrama mehrheitlich aus recht kurzen Hyphen, das soll wohl wichtig sein bei dieser Gruppe.
HDS trichodermal, vor allem zur Hutmitte. Am Rand eher ein Übergang zu einer Kutis.
Die Mikromerkmale sprechen für Hygrocybe glacialis. Allerdings sind die Unterschiede zu H. calciphila sehr fein.
Die Bodenart hilft mir leider nicht weiter, die Zusammensetzung des Bodens ändert sich dort alle paar Schritte.
7: Ein Milchling mit violett verfärbender Milch.
Die Sporen sind netzig und selten länger als 9 µm.
Damit sollte das wohl Lactarius pseudouvidus sein.
8: Ein Täubling, nicht selten, aber schön anzuschauen:
Spp weiss, Geschmack sehr scharf.
Sporen warzig mit sehr feinen Verbindungen, 8-9 µm lang.
Pileozystiden in SV.
Schon makroskopisch kommt man wohl an Russula nana nicht vorbei.
Alles in allem doch ein lohnender Tag.
Viele Grüsse
Raphael
Hallo zusammen
Wie vielerorts gibt es auch in den Bergen kaum Pilze im Moment. Aber immerhin ein paar konnte ich die letzten Tage finden.
Für die ersten zwei komme ich bei der Bestimmung ohne Ditte nicht weiter.
1) Mallocybe sp.
Diese kleine Mallocybe wuchs auf ca. 2100m bei Zwergweiden. Vermutlich ist die Ferndiagnose aussichtslos, aber einen Versuch ist es wert.
Mangels neuerer, umfassender Literatur bin ich auf keine wirklich brauchbare Bestimmung gekommen.
Hut 1-2 cm im Durchmesser, jung mit deutlichem, weissem Velum. Hut und Stiel stark faserig. Geruch schwach fruchtig.
Sporen: 9.3-10.8-12.8 x 5.9-6.5-7.3 µm, Q = 1.41-1.66-1.79 (n=20)
Cheilozystiden sehr stark gegliedert, so dass ich anfangs an M. arthrocystis dachte (aber die ist es sicher nicht, u.a. passen die Sporen nicht).
Stiel auch am Apex ohne auffallende Kaulozystiden, nur mit zylindrischen Hyphenenden.
Mit dem guten alten Schlüssel von Bon lande ich am ehesten bei Inocybe frigidula. Die Beschreibung von Stangl passt aber eher nicht zu meiner Kollektion.
2) Inocybe sp.
Die wuchs in einem kleinen Feuchtgebiet im Moos, auf 2400m.
Hut 1-2 cm, meist deutlich gebuckelt, weiss überfasert. Geruch spermatisch.
Sporen 10.1-11.0-12.5 x 5.6-6.3-6.9 µm, Q = 1.61-1.77-1.98 (n=20)
Etwa 30% der Sporen sind deutlich trunkat, so dass ich zuerst an die häufige Inocybe helobia dachte.
Aber dazu sind mir zu viele Sporen amygdaliform und insgesamt zu wenig schlank.
Cheilozystiden sehr variabel, mit deutlich verdickter Wand, teilweise kräftig braun pigmentiert.
Pleurozystiden viel regelmässiger, mit schlankem Stiel und dicken Wänden.
Kaulozystiden gibt es nur am obersten Stielapex, ähnlich geformt wie die Cheilozystiden.
3) Galerina vittiformis agg.
Die wuchsen direkt neben dem Risspilz oben.
Sporen nur sehr schwach warzig, dextrinoid. Basidien 4-sporig.
Cheilozystiden lageniform, zahlreich
Pleurozystiden nur wenige, ebenfalls lageniform
Kaulozystiden im oberen Stielbereich ähnlich.
4) Laccaria montana
Dieser Lacktrichterling ist im alpinen Bereich sehr häufig.
Sporen fast perfekt kugelig. Die Stacheln sind sehr fein und kurz, bis max. 1 µm lang.
Das ist neben dem Habitat einer der Hauptunterschiede zu Laccaria laccata agg.
Viele Grüsse
Raphael
Hallo Schupfi
Wenn du es über die Basidien nicht entscheiden kannst, sollte der Mittelwert der Sporen helfen. Siehe Consiglio&Setti: grisea = 7.3x3.9, fluxilis = 9.0x4.4. Dazu allerdings mindestens 20 Sporen messen.
Aufgrund deiner Angaben oben und der kleinen Fruchtkörper würde ich auf fluxilis tippen.
Gruss Raphael
Hallo zusammen
Danke für dir Rückmeldungen, und nobi_† herzlichen Dank für den Artikel aus Boletus. Da passt wirklich alles zusammen, ich lege die Kollektion so ab.
Viele Grüsse
Raphael
Hallo zusammen
Heute Mittag war ich mit den Kindern in den Bergen fürs Mittagessen. Beim Restaurant gab es eine Schaukel, die natürlich benutzt werden musste.
Die Pilzlage ist hier noch sehr mies, darum rechnete ich überhaupt nicht damit irgendwas zu finden. Aber neben der Schaukel standen drei weisse Pilze unter Schwarzem Holunder und Lärchen:
Ohne lange darüber nachzudenken, wurden sie natürlich eingepackt. Leider schon von Insekten befallen, aber egal.
Dann am Abend ein Blick auf die Sporen:
Dextrinoid, länglich-boletoid, etwa 9-11 x 3-4.5 µm.
Hier nochmal in Kongorot, ich habe gelesen die genaue Form sei wichtig.
Cheilozystiden zahlreich, meist keulig.
HDS mit dichten, aufsteigenden Hyphen
Die Bestimmung mit der FN war erstaunlich einfach, obwohl dort nur als Fussnote erwähnt:
Lepiota angustispora (Migl. & Bizzi) Hauskn. & Pidlich-Aigner 2005.
Die Kollektion passt sehr gut zu den Beschreibungen von Hausknecht & Pidlich-Aigener 2005 sowie Gierczyk et al. 2011.
Im Boletus Heft 39 sollte auch noch ein Portrait sein, leider habe ich keinen Zugriff darauf.
Hat jemand Einwände gegen die Bestimmung? Wäre der erste Nachweis für die Schweiz, drum will ich mich absichern ![]()
Viele Grüsse
Raphael
Hallo zusammen
Mir ist eingefallen, dass dieses Rätsel inzwischen gelöst wurde. Ich habe diese Kollektion sequenzieren lassen.
Es ist ganz einfach Tricholoma boudieri.
Die alte Seifenritterlings-Regel hat sich also mal wieder bewahrheitet. ![]()
Viele Grüsse
Raphael
Alles anzeigenHi Raphael,
vergleiche mal mit Callistosporium pinicola.
http://www.bender-coprinus.de/…istosporium_pinicola.html
VG Jo
Hallo Jo
Das kann eigentlich nicht sein, Callistosporium hat keine Zystiden und viel kleinere Sporen.
Gruss Raphael
Hallo Hias
Die müsste ähnliche Sporenmasse haben wie Tr. rutilans, mittlerer Koeffizient 1.4-1.54. Neben der Makroskopie passt auch das nicht.
Aber immerhin sollte sie vereinzelte Pleurozystiden haben.
Noch ein Detail, das ich vergessen hatte: Meine Fruchtkörper hatten einen intensiven fruchtig-süsslichen Geruch. Das sollten Tr. decora und rutilans beide nicht haben.
Gruss Raphael
Hallo zusammen
Auf meinem gestrigen Streifzug fand ich nur einen einzigen Pilz. Aber immerhin ist er spannend:
Wenn man ihn umdreht, scheint es sich ziemlich offensichtlich um einen Holzritterling zu handeln.
Substrat ist vermutlich ein uralter Fichtenstamm auf ca. 1500m.
Im fehlen aber die typischen violetten Farben von Tricholomopsis rutilans.
Kleine Fruchtkörper, Hüte bei überreifen Exemplaren (nicht auf dem Foto) ca. 5 cm.
Der Sporenabwurf war leider sehr karg, aber immerhin brachte ich 10 Messungen zusammen:
6.8-8.5 x 3.8-4.3 µm, im Schnitt 8.5x4.3 µm, Q = 1.61-2.22, QAvg = 1.93
Es gab noch eine Ausreisserspore von 14.5 x 6 µm, mit einem Koeffizent von 2.4!
Grosse, keulige Cheilos gab es überall, einige einfach septiert.
Spindelige Pleurozystiden sind vorhanden, aber nur ganz wenige, vielleicht fünf pro Lamellenschnitt.
HDS mit teils aufgerichteten, braunen Hyphenbündeln.
Stipitipellis mit gelbbraunen Hyphenbündeln.
In dem Schlüssel von Holec&Kolarik (2012) komme ich aufgrund der Sporenmasse eindeutig auf Tricholomopsis flammula.
Tr. rutilans hätte breitere Sporen mit viel tieferem Koeffizient, passt farblich nicht und hat grössere Fruchtkörper.
Aber es fehlen die reichlichen Pleurozystiden, die Holec&Kolarik explizit erwähnen.
Auch Christoph hebt das als wesentliches Merkmal hervor: Tricholomopsis sp Mediterranraum ?
Was mache ich jetzt damit... Tricholomopsis rufen bringt vermutlich nicht viel, weil Christoph nicht mehr aktiv ist hier.
Weiss sonst jemand weiter?
Viele Grüsse
Raphael
Hallo zusammen
Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen! Es geht ja alles in die gleiche Richtung.
Aber ich habe mal mit Peter's Trüffelsporenbildern einige Tests gemacht:
Helicon Focus Pro:
Habe die drei Methoden durchgetestet, immer mit den Standard-Parametern.
B und C scheinen mir etwas gleich gut zu sein, A etwas schlechter.
Methode A:
Methode B:
Methode C:
Picolay:
Da hatte ich recht schnell keine Geduld mehr all die Stellschrauben richtig zu stellen... das hier war das beste was ich geschafft habe.
Geht vermutlich noch deutlich besser, aber dann muss man genau wissen wie.
Zerene Stacker:
Dann noch eine Software die ich heute Nachmittag ausprobiert hatte bevor ich hier angefragt habe.
Das Ergebnis ist mit Helicon vergleichbar, aber das Stacking dauert deutlich länger (etwa 30 Sekunden).
Variante PMax:
Variante DMax:
Fazit: Ich werde eurer Empfehlung folgen und Helicon verwenden.
Vermutlich kann man das Ergebnis auch noch verbessern, wenn man die Parameter optimal einstellt.
Auf jeden Fall verspreche ich euch bessere Mikrobilder für diesen Herbst ![]()
Danke nochmal für die Hilfe!
Viele Grüsse
Raphael
Hallo zusammen
Ich bin mit meinen Makro- und Mikrobildern immer etwas unzufrieden und würde gerne zunehmend mit Stacking arbeiten.
Mein Mikroskop hat leider keinen elektrischen Feintrieb, d.h. ich muss vorläufig manuell eine Reihe von Bildern machen und dann in einer separaten Software stacken.
Bei Makrobildern findet man jede Menge Empfehlungen im Netz. Bei Mikrobildern bin ich unsicher was die beste Wahl ist.
Habt ihr da Empfehlungen für mich? Preis der Software ist ein sekundäres Kriterien, es darf etwas kosten wenn die Qualität besser ist.
Viele Grüsse
Raphael
Hallo Bernd
Ich denke das ist ein Rötling und damit mikropflichtig.
Gruss Raphael
Hallo zusammen
Ich habe auch noch keine zündende Idee... vielleicht mal am Sporenpulver testen, ob es amyloid ist? Damit liesse es sich eingrenzen.
Saproamanita inopinata war mal so eine Idee, passt aber auch nicht ganz. Hatte den auch noch nie in der Hand.
Hier: https://www.mycodb.fr/fiche.ph…oamanita&espece=inopinata
Gruss Raphael
Hallo Markus
Ja Simocybe sumptuosa könnte gut sein. Wäre jetzt auf mein Arbeitsname, müsste man allerdings mikroskopisch bestätigen.
Gruss Raphael
