Hallo Heidrun
Mit diesen Zystiden ist das keine Naucoria. Vielleicht Galerina nana? Sind die Sporen dextrinoid?
Gruss Raphael
Hallo Heidrun
Mit diesen Zystiden ist das keine Naucoria. Vielleicht Galerina nana? Sind die Sporen dextrinoid?
Gruss Raphael
Den Preis von gebrauchten Parey's vestehe ich auch nicht. Ok er ist handlich und man bildet sich ein damit 1500 Pilze bestimmen zu können, was ein riesiger Irrtum ist.
Meiner liegt seit Jahrzehnten unberührt im Schrank. Will ihn jemand? Ausgabe 1988, Zustand durchschnittlich, aber noch viele Jahre benutzbar.
Preisvorstellung: Gratis. Vielleicht korrigiert sich diese irre Preisvorstellung im Internet dadurch ein wenig.
Ist weg ![]()
Hallo zusammen
Das hier gibt es in Kürze auch auf Deutsch: https://prestations.vapko.ch/p…pignons-guide-de-terrain/
Enthält nicht ganz so viele Arten wie der Pareys, aber ehrlich, wer bestimmt mit so einem Buch auch kleine Telamonien oder Risspilze...
Den Preis von gebrauchten Parey's vestehe ich auch nicht. Ok er ist handlich und man bildet sich ein damit 1500 Pilze bestimmen zu können, was ein riesiger Irrtum ist.
Meiner liegt seit Jahrzehnten unberührt im Schrank. Will ihn jemand? Ausgabe 1988, Zustand durchschnittlich, aber noch viele Jahre benutzbar.
Preisvorstellung: Gratis. Vielleicht korrigiert sich diese irre Preisvorstellung im Internet dadurch ein wenig.
"verkauft"
Gruss Raphael
Hallo zusammen
Was soll das denn alles. Entspannt euch doch einfach und lasst die Leute machen wie sie wollen.
Bei nicht regelkonformen Bestimmungs-Anfragen sind doch auch alle entspannt oder schreiben rasch einen netten Hinweis. Warum muss das im Marktplatz anders sein?
Das hier ist ein privates Forum und kein professionelles Antiquariat.
Stellt euch vor: Die Angehörigen eines verstorbenen Pilzfreundes können mit seinem Hobby nichts anfangen und wollen die Bücher lieber verkaufen als wegwerfen.
Sie haben keine Ahnung was die für einen Wert haben und wollen auch nicht Stunden damit verbringen das zu recherchieren. Verbannen wir die aus dem Forum? Lieber gar kein Angebot als eines ohne Preise? Bitte, hört doch auf.
Oder ein anerkannter Mykologe opfert sich auf, um den Nachlass eines Kollegen von 200 Büchern und 300 Zeitschriften zu verwerten. Muss sich der Arme nun wirklich für jedes einzelne Buch einen Preis überlegen, mit anderen Angeboten vergleichen, Neupreise längst vergriffener Bücher herausfinden, damit ja nicht irgendwer meint es sei zu teuer oder zu billig? Und wo genau findet man Referenzpreise, wenn es keine Allerwelts-Werke sind? Und für 400 der 500 Bücher/Hefte macht er das vergeblich, weil sie (unabhängig vom Preis) sowieso niemand kauft. Ist doch Schwachsinn sowas. Wenn da tatsächlich einer Interesse an einer Serie von Zeitschriften aus dem 60er Jahren hat, soll er sich melden, und man wird sich ganz schnell einig.
Oder machen wir dann in solchen Fällen eine Ausnahme? Wie genau präzisiert man diese Ausnahme, nach welchen Kriterien? Muss der Anbieter erst einen formellen Antrag stellen und sich erklären und rechtfertigen?
Wenn man anfängt zu regulieren, dann werden es Schritt für Schritt immer mehr Regeln, Ausnahmen und Ausnahmen der Ausnahmen, weil sich immer irgendwer ungerecht behandelt fühlt.
Und: Wenn man Regeln aufstellt, die nachher jeder Forianer durchsetzen darf/soll, wimmelt es hier von Besserwissern und jedes Angebot artet in eine Streitdiskussion aus, weil nie alle gleicher Meinung sein werden. Am Ende sind es dann doch die Mods, die eingreifen müssen.
Ganz ehrlich: Was ist so schlimm daran, ein Angebot für ein Buch zu machen? Habt ihr Angst davor, dass ihr zu hoch bietet? Ich war schon mehrmals froh um diese Möglichkeit, immerhin kam ich so an "meinen" Boudier und andere Raritäten. Nur weil man ein Angebot machen muss, heisst es nicht automatisch dass man zu teuer kauft.
Lasst die anderen doch einfach machen, wenn es euch stört geht weiter zum nächsten Thema, es gibt genug zu lesen.
Die einzige Regel wäre meiner Meinung nach folgende:
- Angebote im Marktplatz werden von niemandem öffentlich kommentiert / schlechtgemacht (das gehört sich einfach - kann man leider nicht mehr bei jedem voraussetzen)
Das würde ich begrüssen.
Gruss Raphael
Hallo Ditte
So, nun komme ich endlich dazu mir deine Antwort in Ruhe anzuschauen und alles nachzuvollziehen.
Bei I. mixtilis hatte ich mich wohl zu sehr an die Höhe der Höcker im Schlüssel geklammert, es ist immer so verlockend einfach irgend etwas zu messen.
Wenn man das Gesamtbild aller Merkmale betrachtet, passt mixtilis wirklich besser.
Zu der tigrina gibt es wohl nicht mehr viel zu sagen.
Die Mallocybe lagere ich mal ein und hoffe auf bessere Zeiten, fürchte allerdings dass eine morphologische Bestimmung da immer sehr schwierig sein wird.
Lg, Raphael
Allerdings kann ich mir wirklich nicht vorstellen, wie die beiden unter (4) gelisteten Kollektionen zur gleichen Art gehören sollen. Das wäre selbst dann eine arg extreme Variationsbreite, wenn man von unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Fruchtkörper ausgeht.
Hallo Pablo
Wem sagst du das... drei von uns haben Material heim genommen und alle kamen unabhängig voneinander zum gleichen verwirrenden Ergebnis.
In FNE5 wird eine Kollektion dargestellt, die farblich zumindest in die Nähe kommt. Ohne das wäre ich hoffnungslos in der Sackgasse gelandet.
Es gab auch noch eine dritte Übergangskollektion mit dunklen Farben aber kaum bereiftem Stiel:
Gruss Raphael
Hallo zusammen
Vergangenes Wochenende war ich mit unserem Verein im Elsass. Es war die weite Reise wert...
Bitte korrigiert mich wenn ich irgendwo falsch liege, viele von euch kennen diese Wälder und Pilzarten viel besser als ich.
Am ersten Tag gab es einen ausgedehnten Spaziergang durch einen Wald mit verschiedenen Bäumen. Buchen, Kastanien, Eichen, Hainbuchen, Fichten.
Ich habe viel Standard-Zeug mitgenommen was ich in "meinen" Wäldern hier nicht finde, damit langweile ich euch nicht.
Deshalb nur diese zwei:
1: Ein wunderschöner Schirmling
Lepiota ignivolvata
Sporen in Melzer...
Cheilozystiden keulig...
HDS aus sehr langen Elementen, dazwischen kürzere keulige.
2: Ein Langfüsser
Helvella macropus
Sporen in Wasser
Am zweiten Tag war es dann viel interessanter, wir waren auf einem ausgedehnten Trockenrasen.
3: Ein Traum?
Floccularia straminea
Was soll ich sagen... da stand ein riesiger Hexenring von denen, sicher über 50 Stück, alle waren schon reif und hatten gründlich abgesport.
Deshalb haben wir uns erlaubt, einige für ein hübsches Foto zusammenzustellen.
4: Ein merkwürdiger Helmling
Wir hatten alle keine Ahnung was das sein könnte und es gab die wildesten Theorien.
Einige Meter entfernt standen diese hier:
Mycena pseudopicta
Mikroskopisch stellte sich dann heraus, dass beide Kollektionen Mycena pseudopicta sind.
Sporen fast zylindrisch
Zystiden koralloid
5: Eine Infundibulicybe
Das war ein Massenpilz. Mit diesen rotbraunen Farben halte ich es für Infundibulicybe glareosa.
Sporen tropfenförmig
HDS deutlich inkrustiert pigmentiert.
6: Spodocybe die erste
Chinesische Mykologen haben die Gattung Spodocybe letztes Jahr von Clitocybe getrennt.
Das hier müsste wohl Spodocybe collina sein.
Die Sporen sind sehr klein, selten über 5 µm lang.
Die HDS ist braun pigmentiert, mit vielen halb aufgerichteten, keuligen Endzellen.
7: Spodocybe die zweite
Ich dachte erst das sind einfach kleinere Exemplare von der anderen Spodocybe.
Zum Glück habe ich sie mitgenommen, ich denke nämlich das ist die ähnliche Spodocybe herbarum.
Die Sporen sind viel schlanker, bis über 6.5µm lang, und mehr zylindrisch geformt.
Auch die HDS hat eine völlig andere Struktur.
8: Kein Trichterling
Viele dieser braunen Pilze sind seitlich gestielt, und die braunen Lamellen verraten ihn auch: Pleurotus nebrodensis.
Sporen in Wasser
HDS intrazellulär pigmentiert.
Danke fürs Mitlesen.
Lg, Raphael
Hallo Thomas
Das sieht schon verdächtig nach Mallocybe leucoblema aus. Schau mal hier: https://www.inocybe.org/genus-mallocybe/leucoblema/
Gruss Raphael
PS: Teste mal noch mit Melzer, ob die Sporen dextrinoid sind.
Hallo Thomas
Die Sporen und Zystiden erinnern an einen Risspilz aus der Gattung Mallocybe.
Der Standort passt aber nicht. Man sieht ja immer wieder bodenbewohnende Pilze auf stark überwachsenem Holz (z.B. Täublinge).
Ich würde deshalb nicht zwingend nur bei Holzpilzen suchen.
Aber die meisten Mallocybe-Arten wachsen in Pioniervegetation, nicht im Moos.
Kriegst du noch ein besseres Bild der Zystiden hin? In KOH, nach und nach etwas mehr quetschen bis sie einzeln rumschwimmen.
Ich kann so nicht erkennen ob die Zystiden septiert sind oder nicht, und was die dominante Zystidenform ist.
Gruss Raphael
Hm, wenn das konstant auftritt, würde ich eine Sequenzierung riskieren... wer weiss, vielleicht kommt was neues dabei raus...
Hallo Thomas
Das ist ja interessant, einen auffälligen Geruch habe ich noch nie festgestellt.
Ich finde die eigentlich jedes Jahr mehrmals. Allerdings rieche ich nicht immer dran, werde ich ab jetzt tun.
Wenn du den Geruch konstant feststellst, würde es sich vielleicht lohnen das genauer zu untersuchen.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich in dem Komplex X. fellea/caulicinalis noch eine andere kryptische Art verbirgt.
Gruss Raphael
Hallo zusammen
Noch ein paar Ergänzungen. Habitat war ein Fichtenwald auf ca. 1000m.
11: Ein komischer nabelingsartiges Pilz
Die wuchsen in grosser Anzahl zwischen Moos und Nadelstreu.
Die Sporen sind recht klein, breit elliptisch und haben 1-2 Tropfen.
Zystiden gab es keine.
HDS eine Kutis mit einzelnen herausragenden Hyphen.
Hier habe ich recht lange rumgedoktert, bis ich endlich drauf gekommen bin: Cantharellopsis prescotii.
12: Ein erdzungenartiger Pilz
Man sieht schon auf dem Bild, wie schleimig die sind. Sie wuchsen am Strassenrand im Gras.
Die meisten Sporen haben sieben Septen, die Paraphysen haben rundliche/birnenförmige Endzellen.
Wenn ich mich nicht irre, müsste das Glutinoglossum heptaseptatum sein.
13: Ein Zähling
Oberfläche schön samtig-faserig. Auch einem sehr alten Holzstumpf, nicht sicher feststellbar was es ist.
Er stand an einem Seeufer, wo es neben Fichten auch Weiden, Erlen und Pappeln gab.
Sporen in Melzer amyloid.
Tramahyphen in Melzer.
Nach FN sollte das Lentinellus ursinus sein.
14: Ein Holzritterling
Das ist wieder einmal Tricholomopsis sulfureoides, die in der Region irgendwie recht häufig ist.
15: Ein gelber Nabeling
Der ist auch ortshäufig in der Gegend, Xeromphalina caulicinalis.
Gruss Raphael
Hallo zusammen
Zu der Peziza habe ich Neuigkeiten, dank der grossartigen Unterstützung von "Gelbfieber". Die Bestimmung hat Peziza (Malvipezia) emileia ergeben.
Ich stelle das Ergebnis (mit ihrem Einverständnis) als Zitat hier rein:
ZitatAlles anzeigenSporen schmal, elliptisch (nahezu spindelig), 2 große Tropfen, 19,5 – 22,5 x 9 – 9,5µm
Q 2,3. (Seite 1). Das Sporenornament besteht aus sehr flachen isolierten feinen Warzen deren Durchmesser unter 0,5µm liegt. Höhe der flachen Warzen nicht messbar. Deutliche Konzentration der Warzigkeit an den Sporenpolen. Sichtbarkeit des warzigen Ornaments im optischen Schnitt an der Sporenwand nicht gegeben, lediglich an den Polen (Seite 2 u. 3). Die Gewebeschicht besteht aus rel. großen Zellen 30 – 80 (100)µm – Textura globulosa/angularis, die von septierten 4 – 6µm breiten Hyphen umgeben sind (Seite 4).
Asci J+, Länge 280 – 300µm.
Paraphysen waren auf Grund des schlechten Zustandes des Beleges nicht belastend zu dokumentieren.
Vom Sporenmaß, speziell der Sporenlänge in Frage kommende Arten:
P. badioconfusa, P. succosa, P. cervina, P. lividula, P. sublaricina, P. ninguis, P. emileia,
P. howsei, P. limnaea
Folgende Arten weichen vom Beleg ab:
P. badioconfusa – Ornament zu dichtwarzig
P. succosa – Ornament zu grobwarzig
P. cervina – Ornament zu fein und zu dicht
P. sublaricina – Sporen ohne Tropfen
P. ninguis – Ornament zu fein, Sporen ohne Tropfen
P. limnaea – Ornament warzig/gratig
Bleiben folgende 3 Arten:
P. lividula, P. howsei, P. emileia
P. howsei passt vom Sporenmaß und der Sporenform aber das Ornament ist rel. grob warzig, das bereits im optischen Schnitt deutlich, an der Sporenwand zu sehen ist. Bei deiner Aufsammlung ist das nicht so, lediglich an den Polen, eine konzentrierte Warzigkeit.
P. lividula ist vom Sporenmaß und Ornamentation OK aber die Sporenform ist ausgeprägt rautenförmiger als bei deiner Aufsammlung.
P. emileia ist aus meiner Sicht Betreff Sporenmaß, Ornamentation und Sporenform gut mit dem mir zugeschickten Beleg übereinstimmend. Weise darauf hin das das Ornament sehr flach ist und somit nicht im optischen Schnitt an den langen Seiten der Sporen zu erkennen ist, lediglich an den Polen! Somit ein sehr gutes mikroskopisches Merkmal. Sporenornament ist bei sehr vielen Arten bereits im OS bereits sichtbar – hier nicht. Die Breite der Warzigkeit liegt unter 0,5µm.
Literatur: H. Hohmeyer – Peziza
Lg, Raphael
Hallo zusammen
Vergangene Woche durfte ich (wie auch Cortinarius ) an der Tagung unserer wissenschaftlichen Kommission teilnehmen.
Neben den Risspilzen, die ich bereits reingestellt habe, möchte ich euch noch ein paar Highlights zeigen:
1: Eine Telamonia mit lila Basalfilz
Einen besonderen Geruch hatte die nicht. Standort war ein Buchen-Fichtenwald auf 1100m.
Die Sporen sind recht klein und deutlich warzig. Nach dem AdC lande ich bei Cortinarius altipes.
Natürlich mit viel Restunsicherheit.
2: Ein kleiner Faserling
Die wuchsen am Strassenrand auf nackter, aufgewühlter Erde. Vermutlich gemischt mit Resten von Kuhmist.
Nach Funga Nordica sollte das Psathyrella potteri sein.
Sporen recht gross, mit deutlichem Keimporus.
Cheilozystiden breit spindelformig
Pleurozystiden schlanker
3: Kein Trichterling
Dieser trichterlingsartige Pilz wuchs auf ca. 1000m auf einem moosüberwachsenen Felsen.
Die bräunlichen Lamellen und der fein samtige Hut erweckten bei mir bereits einen Verdacht.
Ein kurzer Blick ins Mikroskop bestätigte dann die stacheligen Sporen von Ripartites tricholoma.
4: Ein Träuschling
Die beiden Kerlchen wuchsen im Gras auf einer Bergweide.
Bei diesen Träuschlingen sind die Cheilozystiden wichtig. Diese hier haben eine typische Form, oben erst verdickt dann wieder verjüngt.
Das gibt es nur bei Stropharia pseudocyanea.
5: Mal zur Abwechslung ein Asco
Diese kleinen "Becherlinge" wuchsen im Kastanien-Eichen-Wald auf 420m.
Wenn man dran zieht, kommt ein sehr langer Stiel zum Vorschein.
Asci in Lugol
Sporen in Wasser
Ich habe es leider nicht geschafft, das Substrat zu ermitteln. Die Fruchtkörper lösten sich bei der kleinsten Bewegung und lagen dann einfach lose in der Laubstreu.
Aber aufgrund der umgebenden Bäume müsste das Substrat irgendein pflanzlicher Abfall von Castanea oder Quercus sein.
Ich vermute es ist Ciboria batschiana.
6: Ein komischer Trichterling
Im Wald wusste ich damit nichts anzufangen. Auffallend war der samtig-graue Hut. Die weissen Rhizomorphen fielen mir erst später auf.
Sporen mit gelber Pigmentierung in KOH
HDS mehrheitlich intrazellulär pigmentiert, aber stellenweise auch braun inkrustiert.
Dieser Trichterling ist wohl noch recht unbekannt: Musumecia vermicularis.
7: Kein echter Helmling
Die wuchsen mitten auf dem Wanderweg, ich musste sie retten. Man beachte den überzuckerten Hut.
Wenn man die grobhöckerigen Sporen anschaut, ist sofort klar dass es kein normaler Helmling ist.
Die Cheilozystiden sind lageniform, damit ist das Mycenella bryophila.
8: Ein kleiner Schirmling
Der gefiel mir schon im Wald. Offenbar ist hier wichtig, dass der Ring nur unterseitig dunkel schuppig ist.
Sporen in Melzer recht langweilig
Cheilozystiden...
HDS komplex aufgebaut, mit sehr langen aufsteigenden Zellen, darunter eine hymeniforme Schicht.
Das alles passt gut zu Lepiota pseudolilacea.
9: Ein Tintling
Dieser Tintling wuchs direkt neben der Ciboria, die man unten links im Bild sieht.
Er ist weiss überpudert, das sieht man jedoch nur am Standort, nach dem Heimtransport war das praktisch verschwunden.
Viele Sporen sind deutlich mitraförmig. Cheilo- und Pleurozystiden rundlich bis elliptisch, ich verzichte mal auf die Bilder davon.
Sphaerozyten aus dem Velum, kaum pigmentiert, mit dünnen Verbindungen. Keine Pileozystiden.
Ich bin kein Tintlings-Spezialist, aber ich halte es für Coprinellus saccharinus.
10: Einfach nur schön
Keine Rarität, aber schön anzuschauen: Melanophyllum haematospermum.
Danke fürs Mitlesen...
Lg, Raphael
Hallo zusammen ( Ditte )
Hier noch einige Risspilze, an deren Bestimmung ich mich versucht habe.
1:
Habitat: Recht magere Bergweide auf ca. 110m bei einer einzelnen Fichte, kalkiger Boden.
Die Stielbasis ist gerandet knollig, was man leider auf dem Bild nicht sieht. Geruch unauffällig.
Sporen: 7.8-8.6-9.3 x 5.3-5.9-7.0 µm, Q = 1.25-1.45-1.68 (n=20)
Die Höcker sind 1-1.5 µm hoch.
Cheilozystiden mit kurzem Stiel, 40-50-56 x 14-18-22 µm (n=5)
Pleurozystiden ähnlich
Am ganzen Stiel zahlreiche Kaulozystiden vorhanden.
Ich komme hier auf Inocybe occulta.
2:
Standort: Kastanien-Eichen-Wald, 420m auf Kalk. Geruch etwas spermatisch.
Sporen: 8.5-9.3-10.9 x 5.2-5.5-6.1 µm, Q = 1.52-1.70-2.10 (n=20)
Cheilozystiden schlank spindelförmig, 55.5-62.5-69.0 x 12.5-15.0-17.5 µm (n=8)
Pleurozystiden ähnlich.
Dickwandige Kaulozystiden gab es nur sehr wenige an der Stielspitze, dafür aber viele keulig verdickte Elemente.
Mit den einschlägigen Schlüsseln komme ich auf Inocybe phaeodisca, bin aber ziemlich sicher dass das falsch ist.
Die Portraits bei Ludwig und Ferrari zeigen deutlich andere Zystiden, und auch makroskopisch gefällt es mir nicht so gut.
3:
Eine kleine Mallocybe vom Strassenrand. Auwald mit Erlen, Weiden und Fichten auf 420m.
Geregnet hatte es einige Tage nicht mehr. Geruch unauffällig.
Sporen: 7.7-9.0-9.7 x 5.3-5.7-5.9 µm, Q = 1.43-1.58-1.73 (n=20)
Cheilozystiden keulig, mit 0-2 Septen, 20-28-38 x 10-11.5-13 µm
Leider habe ich in der Gattung im Moment überhaupt keinen Durchblick. Die verfügbaren Schlüssel sind viel zu unvollständig und die Literatur widersprüchlich.
Ich weiss dass eine Ferndiagnose meist schwierig ist, aber einen Versuch ist es wert.
Viele Grüsse
Raphael
GriasDi Raphael,
Lepiota fusvovinacea komplett ohne Violette Töne? Ich hab die Art schon ein paar mal gehabt, da waren immer violette Farbtöne vorhanden.
An liabn Gruaß
Werner
Hallo Werner
Hm, jetzt bringst du mich ins Grübeln. Ich hatte die noch nie, komme aber nach Funga Nordica auf nichts anderes und auch an der Tagung hat niemand Einspruch erhoben.
Mikroskopisch passt auch alles haargenau, habe auch Cheilozystiden und HDS überprüft.
Ich meinte an den Fasern weinbraune Farbtöne zu sehen, aber das kann an meiner verflixten Rot-Grün-Schwäche liegen.
Dann war es am Standort sehr schattig, dadurch sind die Farben auf dem Foto sicher etwas verfälscht. Hier noch eine Nahaufnahme:
Gruss Raphael
Hallo Ditte
Danke dir. Nr. 1 lasse ich dann wohl, war ohnehin keine schöne Kollektion.
Bei Nr. 2 waren zumindest die zwei Fruchtkörper auf dem zweiten Bild ohne Regen gewachsen, die sind vom Samstag nach fünf Tagen Sonne. Am Montag waren sie noch nicht da.
Allerdings ist es so nahe am Wasser im Herbst ohnehin immer feucht, also gut möglich dass sich die Hutfarben schnell verändern.
Nr. 3 lege ich mal als cf. inodora ab, die sind bereits getrocknet und somit nichts mehr zu machen.
Lg, Raphael
Hallo zusammen
Ich komme gerade von einer schrecklich erfolgreichen Tagung am Walensee zurück.
Die Woche war gezeichnet von Pilzstress, ich musste Exkursionen vorzeitig abbrechen weil ich sonst viel zu viel Material mitgenommen hätte.
Ein paar Highlights stelle ich die nächsten Tag noch hier rein. Aber zunächst wünsche ich mir Hilfe von Ditte für verschieden Risspilze.
Es ist schon spät, deshalb erst einmal nur drei Funde von einem Extremstandort, der Rest folgt morgen Abend.
Habitat für alle drei Arten war das gleiche: Eine Sandbank mit Weiden und Erlen.
1:
Von dem habe ich leider kein Standort-Foto. Aber vielleicht lässt sich auch so etwas damit anfangen.
Durchmesser bis 30mm, Geruch etwas unangenehm mit fischartiger Komponente.
Sporen 8.8-10.0-11.5 x 5.3-5.8-6.4 µm, Q = 1.45-1.72-1.90, n=20
Die Zystiden sind gestielt-rundlich, bräunlich, leicht kollabierend und haben eine eigentümliche Oberflächenstruktur.
Liege ich da mit Mallocybe fuscomarginata richtig?
2:
Makroskopisch recht ähnlich wie Kollektion 1 und sie wuchsen unmittelbar beieinander, ich dachte erst alles wäre das gleiche.
Durchmesser bis 35mm, Geruch empfand ich als schwach pelargoniumartig.
Sporen recht gross, 11.2-15.5-15.7 x 6.4-7.5-8.1 µm, Q = 1.53-1.82-2.17, n=20
Cheilozystiden gross, breit keulig, 39-66-85 x 16-20-26 µm (n=6). Bei älteren Fruchtkörpern teils braun pigmentiert.
Kaulozystiden gab es nur hier und da im oberen Viertel, aber wenn dann gleich richtig viele beieinander.
Ich konnte sie auch nur an alten Fruchtkörpern in dieser Menge sehen, junge Exemplare hatten viel weniger.
Mit der üblichen Literatur lande ich nur in Sackgasse, habe dann aber Ditte's Pseudosperma huginii entdeckt.
Da passt vieles aber nicht jedes Detail. Einen besseren Vorschlag habe ich nicht.
3:
Die Fruchtkörper waren - wie man sieht - sehr fragil und tief im Sand eingesenkt. Die Stielbasis ist leicht keulig, nicht knollig.
Durchmesser bis 25 mm, Geruch schwach.
Der Hut ist auffallend zweifarbig.
Die Sporen haben auffallende Tropfen, einige grosse oder viele kleine.
11.6-13.0-14.6 x 7.4-8.1-8.8, Q = 1.50-1.62-1.76, n=20
Cheilo- und Pleurozystiden dickwandig, 46-55-72 x 18-21-23 µm (n=5)
Kaulozystiden an der Stielspitze...
... und bis zur Basis sind zahlreiche Kaulozystiden vorhanden.
Bei Nummer 3 bin ich bisher auf keinen vernünftigen Namen gekommen.
Viele Grüsse
Raphael
Die Lärche ist doch gut, das passt! Meine Kollektion war auch auf einer Wiese, 15-20 Meter vom nächsten Baum entfernt.
Hallo Jörg
Makroskopisch finde ich das recht passend. Tricholoma hemisulphureum ist keine rein hochalpine Art, ich habe die schon unter der Waldgrenze gefunden:
Habitat war eine Magerwiese bei Lärchen, Fichten, Kiefern.
Dem Pilz dürfte egal sein wieviel Meter über dem Meer er wächst. Wenn der Boden stimmt und Mykorrhiza-Partner da ist, kann er auch auf 380m wachsen.
Gruss Raphael
Hallo Frank
Flammulina fennae wäre auch mein Verdacht.
Gruss Raphael
