Versuch‘ es mit dem medizinischen Begriff: „Höckerartige oder wulstige Ausstülpung“. ![]()
VG Thiemo
Versuch‘ es mit dem medizinischen Begriff: „Höckerartige oder wulstige Ausstülpung“. ![]()
VG Thiemo
Hallo Jörg,
Wenn ich mich mit den ganzen Wiesenpilzen besser auskennen würde, könnte ich dein Saftlings- und Ellerlings-Eldorado noch mehr würdigen. So bewundere ich die Hübschen nur durch deine Fotos.
VG Thiemo
Hallo,
In der Sektion der Amethystinae, stellen der namensgebende Amethyst-Täubling Russula amethystina und der Jodoform-Täubling Russula turci ein schwieriges Paar von Doppelgängern dar.
Nach der Literatur sind insbesondere sauren, sandigen Kiefernwäldern des Flachlandes ein bevorzugtes Habitat von R.turci, während R.amethystina mehr montane Lagen unter Fichte mit kalkhaltigen Böden präferiert. Jedoch gibt es auch Fichten-Kiefernwälder mit (teils anthropogen bedingten) wechselnden Bodenverhältnissen...
Zunächst eine typische R.turci zwischen Kiefern und Heidelbeeren auf Sandboden:
Allgemein gesprochen: Ein mittelgroßerer, milder Gelbsporer (+/- IVa), Hut meist mit zwei Farb-Zonen ("wie gestempelt"), Jodoform-Geruch an der Stielbasis
HDS mit inkrustierten Primordialhyphen, Dermatozystiden fehlen
Das Sporenornament ist gratig-teilnetzig von niedriger bis mittlerer Höhe
Im gleichen Waldgebiet aber an anderer Stelle, unter Fichte und Kiefer am Wegesrand standen diese zwei Fruchtkörper:
Der Hut schien konstanter violett gefärbt, der Jodoform-Geruch war nur schwach.
Das Sporenpulver war ebenso Gelb, die HDS mit zahlreichen iPh durchzogen.
Abweichend ist das Sporenbild: Bereits auf den ersten Blick fällt ein deutlich kräftigeres, und auch etwas höheres Ornament auf. Bei genauerer Betrachtung sieht man, dass dieses, neben einigen isoloierten Protuberanzen, durchaus gratig ist, gelegentlich bilden die Graten auch ein paar Maschen, jedoch sind eindeutig teilnetzige Sporen kaum zu finden, die bei Jodoform-Täublingen sofort ins Auge fallen.
Einige Literaturquellen berichten, dass Wassertropfen bei R.amethystina häufig zu gelblicher Entfärbung des Hutes führen. Und tatsächlich konnte ich das beobachten, was bei "Tropfversuchen" eindeutiger R.turci bisher verwehrt blieb:
Aufgund des Habitats würde ich R.amethystina nicht unbedingt erwarten, aber bei den ganzen Merkmalen erscheint das nun doch wahrscheinlich. Hat jemand bereits beide im gleichen Wald gefunden?
VG Thiemo
Hallo,
R. romellii hat (...) isoliertes Sporenornament
Wenn ich mich nicht täusche ist es gerade bei R.romellii so, dass die Sporen deutlich gratig-zebriert und eben nicht isoliert ornamentiert sind. Daher ist dieser für mich hier auch raus.
vgl. Sporen von R.romellii von unserer letzten Tour am Blutsee
larchbolete
Versuche so wie Oehrling in seinem letzten Absatz geschrieben hat die HDS zu mikroskopieren, dann kann man hier evtl. mehr dazu sagen.
VG Thiemo
PS: Gibt es eine genauere Abstufung zur Sporenfarbe als gelb (IV)?
Hallo,
ich bin auch im Team Lachsreizker.
Die angeschnittenen Stellen sollten sich nach ca. 20min von karottenorange nach weinrot verfärben.
VG Thiemo
Hallo,
die Reizker in Beitrag #5 sehe ich wie Climbingfreak als L.quieticolor an.
Was das mit dem Taschentuch bei den Reizkern soll, verstehe ich leider nicht. Es reicht den Pilz ab- oder durchzuschneiden um die mögliche Verfärbung zu beobachten.
Ich war früher mit den ungenauen und unstimmigen Angaben in der Literatur recht unzufrieden. Daher hatte ich die Verfärbung bei allen Reizkern über die Jahre beobachtet:
L. deliciosus verfärbt sich kaum dunkler
L. quieticolor wird erst in ca. 30min dunkelrot, aber nicht so intensiv/schnell wie die folgenden zwei
L. deterrimus & L. salmonicolor werden in ca.15-20min weinrot
L. semisanguifluus verfärbt sich in 3-5min weinrot
L. sanguifluus ist von Anfang an weinrot (Kenne ich nicht aus eingner Aufsammlung)
Bis auf L.salmonicolor laufen die geschädigte Stellen später grünlich an.
Falls jemand ein anderes Verfärbungsverhalten kennt, warte ich gespannt auf dessen Bericht dazu.
L.quieticolor ist in sauren Wäldern häufig und offensichtlich massiv unterkartiert.
VG Thiemo
Hallo,
Ja das ist der Braune/Wechselblaue Kiefern-Reizker.
Aber keine Sorge, L.quieticolor ist regional gar nicht so selten wie angenommen, nur unterkartiert und oft verkannt. Bei mir ist die Art, nach dem Fichten-Reizker die häufigste der orange-milchenden.
VG Thiemo
Hallo,
Benjamin hat völlig recht, dass im beschriebenen Habitat auch der Montane Zonenmilchling Lactarius zonarioides vorkommen kann.
Makroskopisch passt der Lärchenmilchling schon besser (vor allem Stiel- und Fleischfarbe sind für L. zonarioides eigentlich zu dunkel)
Sehe ich ähnlich: Bei solch intensiv orange gefärbten Hüten mit den typisch konzentrischen Flecken (<-> eher zoniert bei zonarioides) und auch deutlich gefärbten Stielen (eher hell bei zonarioides), besteht mMn keine wirkliche Verwechslungsgefahr. L.zonarioides dürfte auch brennend scharf
und nicht nur etwas schmecken.
VG Thiemo
Hallo Beli,
3-5 Minuten ist es bei L.semisanguifluus.
Bis zu eine halbe Stunde kann die weinrote Verfärbung bei Lactarius quieticolor, salmonicolor und deterrimus dauern, daher immer auch auf die Baumpartner achten.
VG Thiemo
Hallo,
Ich sehe hier, wie meine Vorschreiber einen Lärchenmichling.
Scharf sollte der eigentlich nicht sein. Einmal hatte ich eine ähnliche, schärfliche Erfahrung mit einem jungem Fruchtkörper von L.quieticolor. Konnte ich mir damals nicht erklären und bis heute nicht erneut wahrnehmen. Zudem ist auch in der Literatur nie von Schärfe die Rede. Meine Theorie ist, dass ähnlich wie bei manchen Täublingen, junge Fruchtkörper eigentlich milder Sprödblättler, durchaus selten eine Schärfe zeigen können die bei der weiteren Entwicklung jedoch schnell vergeht. Daher würde ich meinerseits deine Erfahrung nicht anzweifeln, wenngleich sie für diese Art untypisch ist.
VG Thiemo
Hallo,
Kann ein Edelreizker Grüne Flecken am Stiel und an den Lamellen haben ?
LG
Ja. Der einzige Reizker der nie grün wird, ist der Lachsreizker Lactarius salmonicolor. Edel-Reizker zeigen für gewöhnlich nur im Alter und bei Schädigung Grüntöne.
Lactarius semisanguifluus hat direkt nach dem Pflücken HELL ORANGE MILCH . Nach ca bis einer halben Stunde wird diese hell orange Milch , dunkel ( Weinrot ) wie bei L. sanguifluus .
Die Zeitangabe ist leider nicht richtig, denn die MIlch verfärbt sich bei Lactarius semisanguifluus bereits nach 3-5 Minuten weinrot. Sollte das bei dir eine halbe Stunde gewesen sein war das eine andere Art, unter Pinus vergleiche mit L.quieticolor.
Ok Leute ihr Kollegen wie siehts mit dem Sporen Ornamenten aus lg
Das Ornament von L.quieticolor ist kräftiger und fast vollständig netzig als das von L.deliciosus. Deine Sporenbilder sind leider suboptimal um das einzuschätzen.
Hier im Vergleich: deliciousus-quieticolor
L.quieticolor kommt eher auf sauren Standorten und hat trüb orange gefärbte, selten braunbläuliche Hüte (=var. hemicyaneus).
L.deliciosus mag neutral bis kalkhaltige Böden und ist farbenfroher orange gefärbt.
VG Thiemo
Hallo,
Ich würde die Stelle beobachten und auf junge Fruchtkörper hoffen. Wie Uwe und Peter finde ich einen Zonarii, so vermutlich L.zonarius am wahrscheinlichsten. Grübchen muss der tatsächlich nicht immer haben. Jung ist der fein filzige Hutrand ein ausgezeichnetes Alleinstellungsmerkmal in dieser Sektion.
L.acerrimus kann man übrigens auch wegen des hell cremefarbenen Sporenpulvers ausschließen, denn der Queraderige Milchling hätte in diesem Alter ockerfarben getönte Lamellen.
VG Thiemo
Hallo Corinne,
Gratulation zu deinem Fund. Wenngleich ich ein paar Stellen mit dem Nadelholzbraunporling kenne, bin ich ihm noch nicht begegnet.
VG Thiemo
Hallo zusammen,
Bei all der harten Kritik hier muss ich trotzdem sagen, im Großen und Ganzen finde ich das neue Portal nicht so schlecht.
Sicherlich gibt es noch einige Schwachstellen und Funktionen die ich mir wünschen würde. Gelegentlich hängt sich die Seite auch auf, beispielsweise beim abrufen von Datensätzen. Die Möglichkeit für Nutzer Einstellungen an Darstellung und anderen Punkten vorzunehmen fehlt auch. Die Grundfunktion jedoch, sprich das Eingeben von Kartierungsdaten, funktioniert sowohl als Einzel- als auch Listeneingabe bisher nahezu fehlerfrei. Ich hoffe, dass die Seite mit ihrer Nutzung weiter wächst.
Eine lokale Software auf dem Rechner ist heutzutage in den Punkten Komfort, Erreichbarkeit und Datensicherung nicht mehr zeitgemäß. Mit dieser Aussage möchte ich niemanden auf die Füße treten, aber so sieht die Sache für jüngere PSV/Hobbymykologen aus. Und gerade hier sollte doch ein niedrigschwelliger Zugang ermöglicht werden, um eine Mitwirkung zu erreichen. Ist es nicht Fakt, dass immer mehr Kenner aussterben?
VG Thiemo
Hi,
Ich habe die Info von Lothar Krieglsteiner, dass der Doppelgänger L.illyricus scharfe Milch hat. Daher hat deine Geschmacksprobe hier entscheidend zur Bestimmung beigetragen. ![]()
VG Thiemo
Hallo Corinne,
Ohne jetzt die mikroskopischen Merkmale im Kopf zu haben, denke ich dass selbst makroskopisch an dem Standort unter Buchen und mit fast milder Milch nichts anderes als L.pallidus in Frage kommt.
VG Thiemo
Hallo,
Konzentrationen stehen keine dabei…
Aber danke, dass du das ausprobierst. ![]()
VG Thiemo
Hallo,
Zur Unterscheidung zwischen Sommer- u. Schwarzhütigen Steinpilz habe ich im Klofac -Schlüssel auch zwei chemische Reaktionen gefunden.
B.aerius: Mit KOH / H2SO4 auf Huthaut blutrot
B.reticulatus: Mit NH3 auf Huthaut lilabraun
Hat das schon einmal jemand von euch verifiziert?
VG Thiemo
Hallo,
Ich habe meine Brätlinge seit der Beschreibung der drei Arten allesamt mikroskopiert und stehe jedes Mal vor dem gleichen Problem. Die Länge der Huthauthaare liegt immer zwischen L.volemus s.str. und L.oedematopus. Das erinnert an den Q-Wert zur Unterscheidung Medax-Luridus - zum verzweifeln.
Felix meinte dazu, dass der echte L.oedematopus nicht nur kurze, sondern auch aus breiterer Basis entspringende und etwas dickwandigere Strukturen zeigen muss. Allein die Länge ist oft nur im Idealfall passend.
L.subvolemus bekommt man sicher nur genetisch raus, hat aber oft die blassen Frkp.
VG Thiemo
Danke für die Antwort Frank. Dann fahre ich bei dieser Affenhitze lieber nicht raus.
VG Thiemo
Hallo,
Im Steigerwald habe ich kürzlich auch den ersten kleinen Reizker und ein paar Schmierröhrlinge gefunden. Noch reicht's nur für den hohlen Zahn. ![]()
Diese sehr scharfen, nach ranzigem Mehl/leicht spermatisch riechenden Kammtäublinge auch sicher noch nie gesehen dort
Mit den Angaben kann man eigentlich Camembert-Täubling R.amoenolens draufschreiben.
VG Thiemo
Hallo,
das sind ja richtig viele Häschen! ![]()
thermophilen Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf kalkhaltigem Boden in der Nähe von Würzburg
Wenn du vom "Blutsee" schreibst, dort habe ich die Riesen-Rötlinge letztes Jahr auch endlich mal gefunden. Gibt's da vielleicht aktuell noch mehr, v.a. Täublinge?
VG Thiemo
Hallo,
Klugsch*modus an:
Russulales werden in Band 1 behandelt:
https://www.myko-service.de/p/…-britain-and-europe-vol-1
Bevor jmd. den falschen kauft.
VG Thiemo
Hi,
da hat Christoph bestimmt etwas durcheinander gebracht. Kann ja mal passieren. Harald zeigt mit Kibbys Buch die Sachlage richtig.
Auch Felix schrieb mir mal:
Nun da ich den echten oedemathopus kenne (habe mit van de Putte damals in Belgien gearbeitet u gesammelt) der hat im Schnitt immer noch kürzere und dickwandigere Elemete. Die FK sind massiv und kräftig und sehr sehr dunkel.
VG Thiemo
