Hallo miteinander.
Kürzlich wurde von Wissenschaftlern der Tallinn University, Estland, ein Paper zu einer Studie über den Rotrandigen Baumschwamm Fomitopsis pinicola publiziert, wo die Wirkung von F. pinicola-Extrakten auf div. Bakterienstämme wie u.a. Borrelia burgdorferi untersucht wurde.
Das Paper ist öffentlich zugänglich, nachstehend ein Download.
Spannend ist, dass die Studie hier zu dem Resultat kommt, dass die F. pinicola-Extrakte, vor allem die ethanolischen aus lignocellulösem Substrat, [Zitat aus dem dortigen Summary] »vielversprechende natürliche antimikrobielle und antioxidative Wirkstoffe für die Behandlung resistenter Infektionen darstellen« könnten.
Es bleibt abzuwarten, was sich daraus noch so alles ergibt, sowie es hier weitere Forschungen diesbezüglich gibt.
Feinste Grüße
-Marcel.
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Guten Abend,
ich habe diese Studie woanders in deutscher Sprache gefunden und bin aufgrund von Zeitmangel nur kurz ein paar Sekunden drübergehuscht. Ich habe auch nicht geprüft, ob die Veröffentlichung gepeerreviewed wurde oder sonst den aktuellen wissenschaftlichen Standards entspricht.
Wenn ich es richtig mitbekommen habe soll ein Extrakt des FomPin betreffend des chronischen Stadiums der Lyme-Borreliose gegen diese Infektion wirksamer sein als die herkömmliche Antibiotikagabe, bisher nur in vitro.
Aber immerhin. Denn aller Anfang ist hoffnungsvoll, aber oft auch schwer.
Nun sollten Studien in vivo folgen. Belastbare Studien.
Bei Erfolg muss der Wirkstoff synthetisch herstellbar sein, denn nur das Abpflücken und Extrahieren der und aus den Fruchtkörpern wird nicht die nachgefragte Menge reproduzierbar liefern können.
Da ist dann die Anzucht oder die Kreativität der Pharmaindustrie gefragt.
Ich bin gespannt, was sich da so tut. Wohlwollend gespannt.