Beiträge von Wutzi

    Danke Schupfi, jetzt kann ich das einordnen.

    Hallo zusammen,

    ich fand einen kapitalen Seitling an einem Bergahorn. Ich halte ihn für einen Berindeten Seitling - Pleurotus dryinus. Nach allem, was ich gelernt habe, dürfte der aber gar nicht dort wachsen. Ahorn soll ja angeblich von Großpilzen gemieden werden. Aber offenbar gilt das nur für Mykorrhiza-Pilze, denn der dicke Saprobiont ist ja ein Fakt.


    Könnt ihr mich bitte aufklären.


    Hallo Wastl,

    die Amanita würde ich nicht in die Pfanne tun. Einen Perlpilz sehe ich nicht. Leider fehlt die Stielbasis? Die könnte hier sehr erhellend sein.

    Hallo Wutzi! Die Stielbasis ist tatsächlich zu sehen. Habs mit dem Messer ausgegraben. ;) lg

    Na wenn das die komplette Stielbasis ist, müssen wir mal jemanden bitten, der sich mit Pilzen besser auskennt, als wir zwei, vielleicht hat Werner Edelmann eine Idee🥴.

    Hallo zusammen, nachdem ich wegen eines Mobilitätsproblems nicht bei der Tagung in Lehesten dabei sein konnte, habe ich am Sonnabend eine kleine Pilzausstellung und ein Pilzseminar im Nachbarort organisiert, wohin es keine Mobilitätsproblemen gab. (Dorfleben ist eben schon was Schönes!)

    Auf den Punkt genau war am Freitag ein neues Tintenfischpilzei aufgebrochen und ein Jungkrake streckte seine Tentakel heraus. Der zuvor fotografiert war bereits am Vergehen.



    Also kam der Frischling ins Transportgefäß- zusammen mit zwei frischen Eiern:


    Der Tintenschischpilz erfreute dann mit seinem bizarren Aussehen die Menschen und stank 2 Tage in einer abgedeckten Glaskugel vor sich hin, bis er verschied. Aber das war nicht das Ende: Zwei weitere Hexeneier sorgten für Spannung, ob wohl weitere Kraken schlüpfen würden.

    Und: Sie schlüpften!


    Der Eine...


    und der Andere erfreuten alle Sinne der geneigten Betrachterinnen und Betrachter.


    Übrigens: 2-3 Tage hält so ein Krake bei ca. 20 Grad Celsius durch. Und ich finde, gegen einen frisch geschlüpften Kraken ist eine Stinkmorchel eine olfaktorische Wohltat.

    Der infernalische Gestank vergeht mit dem Welken bzw. Schrumpfen des Pilzes.

    Perlpilze röten unter der Huthaut. Der hier rötet nicht. Ich sehe keine deutlich geriefte Manschette. Das passt auch nicht. Die Fraßstellen an den Lamellen röten nicht und für mich ist das Röten am Stielschnitt eher ein Bräunen. Erinnert farblich etwas an den Safranschirmpilz, der es allerdings überhaupt nicht seien kann. Ich habe keine Ahnung was das für ein Pilz ist. Aber für mich ist es jedenfalls kein Perlpilz.

    Hallo Krombholz, (welcome). Wenn Craterelle, sich des Problems annimmt, gibts sicher kein Kuddelmuddel.

    Hallo Kücki, die Gattung Psathyrella hat der liebe Gott an einem Montag geschaffen. Um hier weitergehende zweckdienliche Hinweise zu bekommen braucht es eine Kollektion in verschiedenen Altersstadien und auch dann ist es nicht sicher, dass ein Name auf Artebene herauskommt.

    Nee, nee, Malönsche. Das sind keine, das ist irgendwas besseres. Ich denke, da da sollte mal ein echter Zwergenpilz-Profi draufsehen.

    Hallo Matthias,

    mit dem Stielnetz an der Spitze sind das für mich Steinpilzstiele.


    Manchmal werden Pilzhüte durchaus komplett aufgefressen.

    Aber ich traf vor einigen Jahren einen älteren Herrn im Wald, der nur Pilzhüte mitnahm. Seine Mutter hätte ihm erklärt, die Stiele seien giftig. Er war nicht zu belehren. Vielleicht hat er Verwandschaft in deinem Pilzrevier.

    Hallo Otmar,

    da wäre ich eher bei Albatrellus confluens, dem Semmelporling. Das schneeweiße Fleisch des Schafporlings gilbt an verletzten Stellen. Das kann ich nicht erkennen. Auch die Hutfarbe ist wärmer, als ich sie vom nicht Schafporling kenne. Aber das ist nur geraten. Denn ich kann nicht einschätzen, ob die Verletzungen frisch sind. Das kannst du ja mal testen. Aber ganz vorsichtig, alle Albatrellus-Arten sind streng geschützt😆.

    Ansonsten wären mehr Infos ganz hilfreich.

    So sehen meine Schafporlinge aus:

    Hallo zusammen,

    inzwischen sind die roten Kraken ja keine Seltenheit mehr. Ich finde sie häufiger als beispielsweise die Hundsrute. Ich freue mich trotzdem, wenn ich einen der bizarren Tintenfischpilze entdecke.

    Wird diese Freude ungetrübt bleiben, oder muss ich mir Sorgen machen, dass der rote Stern aus Neuseeland unsere heimischen Stinker vertreibt?

    Wikipedia meint, er würde nicht als invasive Art gelten. Aber Wikipedia kann sich irren.


    Wie auch immer. In gebührendem Abstand ist das wirklich ein Prachtpilz, dieses Exemplar ganz besonders. Deshalb will ich ihn euch zeigen.


    Allerdings: die Hexeneier mögen die spätsommerlichen Temperaturen überhaupt nicht.


    Außerdem scheinen diese Hexeneier sehr schmackhaft zu sein - zumindest für Schnecken.


    Ein paar schaffen es trotz aller Widrigkeiten und erobern allmählich unsere Wälder.


    Ich bin neugierig, wie es weitergeht, mit diesen Einwanderern.

    Hallo Timm,

    als Nichtborstlingsexpertin kann ich dir nur so viel sagen, dass meine Funde vor kurzem deinem Halbkugeligen Borstig sehr ähnlich sahen. Unter Nummer 35 habe ich sie in diesem Beitrag gezeigt und Aretah hatte den Namen bestätigt. Ich denke, mehr braucht es nicht. Ich habe ihn dann zwar hier noch mikroskopiert, aber eher, um ein bisschen zu üben.

    PS: Du hast oben ein paar Mal Ramaria statt Clavaria geschrieben. ;)

    Hallo Benjamin, danke für den Hinweis. Es war ziemlich warm heute ==Gnolm9 . Habs korrigiert.


    Hallo Claudia


    Danke dir für die Bildstrecke. Aretah hat letztens gemeint, dass man so was immer mikroskopisch absichern muss. Da ich mich mit Keulen überhaupt nicht auskenne, kann ich leider nichts dazu sagen, wer da jetzt recht hat. Natürlich wäre es schön, wenn sie makroskopisch ansprechbar wäre. Wäre natürlich toll, wenn ein paar Keulenspezialisten auch gleich die wichtigsten und eindeutigsten Merkmale zu Clavaria fumosa im Unterschied zu anderen nennen könnten.

    Die Bildstrecke habe ich hochgeladen wegen deiner Anfrage. Ich finde übrigens deine Keuchen den von mir gezeigten recht ähnlich. Kleinere Abweichungen gibt es bei allen anderen Pilzarten auch.Die violetten Farbtöne auf dem letzten Foto haben nichts mit den Keulen zu tun. Diese Lichtreflexe sind auch auf den Grashalmen daneben.


    Auch Karl W meinte beim letzten Onlinetreffen, dass C. fumosa makroskopisch bestimmbar ist

    Im Grunde sind alle wichtigen Merkmale auf den Fotos zu sehen. Geruch und Geschmack finde ich unspezifisch. Vielleicht könnte man den Geschmack mit etwas tranig bezeichnen.


    Als Verwechslungsart kommt m.E. wohl vor allem die sehr seltene Purpurfarbige Keule - Alloclavaria purpurea infrage. Sie zu finden, wäre nach allem, was ich gelesen habe, so etwa wie ein Lottogewinn mit Zusatzzahl. Die Purpurfarbige Keule hätte rötliche Farbtöne. Hier ist z.B. eine schöne Beschreibung von nobi_† und Mreul(✝).

    Eine Verwechslung mit Clavaria fumosa könnte ich mir höchstens vorstellen, wenn C. fumosa gerade frisch aus dem Boden geschlüpft ist. Hätte ich kein Mikroskop, würde ich wohl bei Unsicherheit ein paar Keulchen entnehmen und beobachten, wie sie sich verändern.

    Wer Gelegenheit hat, den Fundort mehrfach aufzusuchen, um die Entwicklung und farblichen Veränderungen zu beobachten, kann mögliche Unsicherheiten auch auf diese Weise ausräumen.

    Hallo Bernd,

    schicke Sachen wachsen bei dir! Hier sind die Wiesenentolomas völlig weggebrutzelt. Makroskopisch kommt E. infula hin. Ich denke, auch die letzten beiden Fotos könnten E. griseocyaneum sein. Die anderen hab ich leider noch nie gesehen.