Beiträge von Wutzi

    Hallo Cornelius, sieht ganz nach Risspilz aus. Hast du mal dran gerochen?


    Leider nein.

    Die Stelle habe ich mir allerdings gemerkt.

    Kannst ja spaßeshalber mal dran schnuppern. Manche Arten duften obstartigig nach Birne oder auch mal spermatisch . Ist immer überraschend. Aber makroskopisch lassen sich Risspilze nur in Ausnahmefällen bestimmen. Die meisten sind mikroskoppflichtig. Außerdem brauchst du Exemplare in allen Altersstufen.

    Hallo Peter,

    du hast sicher den Stiel von allen Seiten ausgiebig befingert und so die Manschette zerdrückt. Die wäre ohne deine grobe Behandlung beim Perlpilz nämlich gerieft und ein weiteres Bestimmungsmerkmal.

    Hallo Claudia

    Möglicherweise ist die Mäherei (mit Abführen des Schnittguts) ja gerade das Erfolgsrezept für einen schön mageren Standort mit seltenen Pilzen! Aber ja, schön anzusehen ist das Resultat nicht... Dein Vorschlag von nur einmal Mähen wäre für die restliche Biodiversität (Insekten, Absamen) sicher auch förderlich - oder noch besser gestaffelt; immer nur ein Teil der Wiese je ein Mal. Letzteres überfordert die Planung der Unterhaltsarbeiten leider oft (wie ich aus eigener Erfahrung bei einem Stadtgrün-Betrieb weiss).

    LG A

    Moin Austernseitling,

    klar ist das jahrzehntelange Mähen und die Enfernung des Grünschnitts das Geheimnis der artenreichen Magerwiesen. Diese Wiese dokumentiere und beobachte ich seit ein paar Jahren und ich hatte mich letztes Jahr darum gekümmert, dass das alljährliche Mähen auch weiterhin stattfindet, nachdem die ehemalige Pächterin aus Altersgründen nicht mehr die Kraft dazu hatte und das Grundstück an die Gemeinde zurückgegeben hatte.

    Es lag nicht an einer Überforderung der Gemeinde. Die Idee war wohl "viel hilft viel". Meine Bitte an die Gemeinde war, einmal im Jahr im Juli zu mähen und die haben es einfach zu gut gemeint.

    Ich glaube, dass die Gemeindearbeiter ganz zufrieden sind, wenn sie nur noch einmal im Jahr mähen müssen. Tja. Leider hat der Frost nun die letzten nachgewachsenen Fruchtkörper zerstört. Ich fand noch einige etwas ramponierte gelbe Korallen, denen ich nicht einmal einen Namen geben kann, weil mein Mikroskop zur Reparatur ist.




    Hallo Sebastian,

    das sind ja Hammerfunde! Genial. Den Runzeligen Samtschneckling habe ich hier auch, nach den anderen halte ich bislang vergeblich Ausschau. Hier sind nach ergiebigem Regen und der späten Mahd tatsächlich auch noch ein paar Saftlings-Jungpilzköpfchen zu sehen. Aber die letzte Nacht war frostig und Schnee ist angekündigt. Ich hoffe, dass die Kleinen es noch schaffen. Aber selbst dann ist die Artenvielfalt nicht mit deiner neuen Wiese vergleichbar. Pass gut auf sie auf! 🥴

    Danke Schupfi, ich kenn die nur schwergewichtig und ziemlich groß- auch in jung.

    Können die so klein daherkommen, Schupfi? Das ist doch nur ein Blumentopf.

    Hi Benjamin,

    das Rätselgerate, ob ein olivieri hier zu hellen Untergrund hat, oder ob sich ein rhacodes in den Nadelwald verirrt hat, lässt sich beliebig lange ohne Ergebnis führen.

    Zumal die die nicht mehr taufrisch sind- eher was für die Pathologie. Die Huthaut beider unterscheidet sich schon. Wenn rhacodes und olivieri frisch aufgeschirrt sind, finde ich olivieri immer etwas schuppiger als rhacodes. Dann riecht rhacodes unangenehmen im Fichtenwald würde ich ihn nicht vermuten.

    Hallo Ihr Saftlingsfreunde, hier kommen die Fotos von Tag 2 nach dem Gemetzel.


    ==Gnolm6

    1. die rasierte Wiese mit einem einzigen noch intakten Fruchtkörper von H. aurantiospendens


    2. Saftlingsleichenfragmente


    3. Saftlingsstielfragmente


    Mal sehen wie das jetzt weitergeht. Morgen soll es ja endlich regnen. Der September war ziemlich trocken, der Oktober bis jetzt leider auch.

    Hiobsbotschaft! Sämtliche Orangesaftlinge fielen gestern den Aktivitäten der Bauhof-Arbeiter zum Opfer. "Meine" kleine Magerwiese wurde kurz geschoren mit der Motorsense. Den Grünschnitt haben die Arbeiter weggeräumt, immerhin. Ich habe die Arbeiter zufällig dabei getroffen und mich bedankt, dass sie Wiese pflegen. Sie haben schließlich nur getan, was ihnen aufgetragen wurde. Dass da seltene Pilze wuchsen, war ihnen gar nicht aufgefallen. Die Fotos der Saftlinge auf meinem Handy fanden sie ganz interessant und meinen Vorschlag, im nächsten Jahr nur einmal im Juli zu mähen, fanden sie sehr gut. Miteinander reden hilft ja manchmal.

    Mal sehen, ob in diesem Herbst noch ein paar Saftlinge nachwachsen.

    Jetzt muss ich doch nochmal nachfragen: wie kann ich denn bei zukünftigen Funden herausbekommen, ob ich es mit echten Stacheln zutun habe oder mit aufgeschlitzten Poren? Gibt es da irgendetwas zu beachten, was bei der Unterscheidung hilft?

    Übung macht den Meister🥴

    Hallo Franzi, das kann schon sein, aber bei den Lichtverhältnissen auf dem Foto bin ich nicht sicher. Kannst du vielleicht das nächste Mal Fotos bei Tageslicht machen, einfach vor Ort oder aber zu Hause im Freien. Die Farben sind unter Künstlich immer sehr verfälscht.

    Hallo Cornelius,

    wenn du die Überschrift änderst in Saftlinge und Wiesenpilze im Westerwald, schaut bestimmt auch einer der Wiesenpilz-Experten nach deinen Bestimmungsvorschlägen. Bei Nummer 4 fällt mir z.B. Hygrocybe mucronella ein. War der bitter? Der hübsche rosafarbene ist vermutlich ein Helmling.

    Man sieht jedenfalls bei dir gabs Regen. Der fehlt hier leider immer noch, deshalb ist nix los. er Stachelbart ist wunderschön und einen Kornblumenröhrling möchte ich auch endlich mal finden. Danke fürs Mitnehmen.

    Was mal wieder beweist, dass die Angaben aus 123-Pilze kritisch zu hinterfragen sind.


    l.g.

    Stefan

    So isses, Stefan. Trotzdem hat es die 123-Pilze Suchmaschine bei den meisten Arten ganz nach vorn geschafft. Und die meisten Menschen, die nach einem Pilz suchen landen zwangsläufig dort. Vielleicht sollten wir dem ja Rechnung tragen und irgendwo den Hinweis anpinnen, das Fotos und Angaben bei 123-Pilze von einer großen Community erstellt werden, auch mal Fehler Haft sein können und die Admins die Seiten nicht immer auf dem Stand der Technik, äh, besser Stand der Funga halten können. Dann können die Ratsuchenden das dort zu lesende besser einordnen.

    Huhu Niclas,

    auf Foto 1-4 sehe ich außerdem die hier nicht so sehr beliebten Pratzen🥴.

    Bei 5 kommt als Alternative zu dem von Jörg vorgeschlagenen vielleicht auch Mycena galericulata infrage. Foto ist nicht so aussagekräftig und Beschreibung fehlt.

    Hallo Stefan, bei mir wächst er mit Vorliebe an Fichten🥴.

    Hallo Pablo,

    die allerbesten Wünsche zum Geburtstag nachträglich.

    Bleib gesund und genieße das Leben!


    Deine Beiträge waren immer fundiert, durchdacht und du hast hier viel Zeit investiert. von dir konnte ich sehr viel lernen.

    Ich verstehe sehr gut, dass du dich zurückgezogen hast, aber kannst du nicht mal ein ganz klitzekleines Lebenszeichen von dir geben, damit ich weiß, dass es dir gut geht.🥴


    Einen Geburtstags-Pilzstrauß gibts natürlich auch.


    Wanderröte krieg' ich immer, wenn's bergauf geht :grotwerd: .

    Im Ernst: bei Lyme Borreliose zeigt sich längst nicht immer eine Wanderröte. Fehlt diese, heißt das nicht, keine Infektion mit Borrelien vorliegt. Soweit ich weiß, gilt aber anders herum: Wanderröte ist ein sicheres Infektionszeichen. Spätestens damit würde ich auch ohne weitere Symptome zum Arzt gehen. Bei grippeähnlichen Symptomen in zeitlicher Nähe zu einem Zeckenbiss auch. Eine verschleppte Borreliose ist fies und hartnäckig.


    LG Michael

    Ja klar, wenn Infektionszeichen im zeitlichen Zusammenhang mit einem Zeckenbis stehen, dann unbedingtzum Arzt. Aber wenn du symptomlos bist, hilft dir auch der Arztbesuch nicht. Schon gar nicht unmittelbar nach dem Stich.