Beiträge von Wutzi

    Hallo Patrick,

    gute Entscheidung. Als ich hier vor drei Jahren begann, mich aktiv zu beteiligen, hat mir das unglaublich geholfen, mich in dem scheinbar undurchdringlichen Gewirr der Pilze zurechtzufinden. Nicht, dass ich jetzt so richtig viele Pilze kennen würde, wie die Spezialisten hier, aber das Dickicht hat sich gelichtet und ab und zu findet das blinde Huhn schon mal ein Korn.

    Hallo Stacheligel, erst einmal (welcome).


    'Ein Porling ist das nicht, weil Porlinge haben Poren und Deine Pilze haben Lamellen. Ich bin ja kein Profi, aber die würde ich für Orangeseitlinge halten.

    Wie knuffig Nobi! Glückswutz am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen==8.

    Hmm, ich trink mal ein Schlücksgen und sinniere dann über brutalstmögliche Strafen wie z.B alle Zähne ziehen, bis auf einen für Zahnschmerzen oder aber nüchtern für 2 Stunden das Geschehen im Thüringer Landtag verfolgen😩

    Naamd,

    sagt mal, habt Ihr auch den Eindruck, dass der Name eines Forianers hier verballhornt und missbräuchlich benutzt wurde?


    Hallo Wutzi,

    etwas Schnee hätten wir auch gern. trotzdem danke fürs Mitnehmen.

    Die zipfelige Kohlebeere (hast Du mal angefaßt ob sie hart sind?) würde ich eigentlich für den Blutmilchpilz- Lycogala epidendrum halten.

    LG Ulla

    Nö Ulla, hab ich nicht angefasst. Aber wahrscheinlich hätte mir das auch zum keiner besseren Einsicht verholfen, weil die Dinger bei -4 Grad noch tiefgekühlt waren. Sicher hast Du Recht, denn der Zipfel ist für Kohlenbeeren nicht gerade typisch. Danke fürs Mitdenken.

    Hallo Carina,

    wenn Du vom Aussehen der Pflanze ausgehen willst, müsstest Du warten, bis sie blüht. Aber Bärlauch ist wie der Name schon sagt ein Lauchgewächs und schmeckt und riecht auch eindeutig nach (Knob)Lauch, was bei Maiglöckchen, Herbstzeitlose und anderen potenziellen giftigen Verwechslungspartnern nicht der Fall ist. Also vom Geruch her ist die Pflanze ganz eindeutig bestimmbar und ich verstehe nicht, wie jemand den Geschmack so völlig ausblenden und sich an Maiglöckchen vergiften kann. Im Zweifel muss man nur an jedem einzelnen Blatt riechen.

    Ich kann mich erinnern, dass eine Kollegin eine schwere Vergiftung wegen einer Verwechslung mit Herbstzeitlosen-Blättern hatte. sie war lange im Krankenhaus und es stand auf der Kippe, ob ihre Leber und sie das überhaupt überstehen würden. Ich hatte sie gefragt, ob sie nicht geschmeckt hätte, dass ihr Bärlauchpesto nicht so schmeckt wie es soll. Sie erklärte mir, dass es weder nach Knoblauch, noch überhaupt nach Lauch sondern nur komisch geschmeckt hätte. Sie hatte es aber nicht wegwerfen wollen, weil sie so viel Mühe und ein teures Olivenöl verwendet hatte. Tja -

    Ich glaube, dass sich in erster Linie Menschen Vergiftungen zuziehen, denen überhaupt nicht bewußt ist, dass es hochgiftige Verwechslungspartner gibt und die dann die Warnsignale übersehen.

    Hi Claudia,

    danke für die Winterbilder und sogar der gefürchtete PSH im Schnee.

    Sehr schön, hätte ich hier in Mecklenburg auch gerne mal wieder .....

    VG Jan

    Ich kann Dir den PSH gern für ein paar Tage mal ausborgen, Jan==Gnolm7.

    Moin Rotfuß, also Schmetterlingstrameten begeistern mich in diesem Winter auch ganz besonders. Vielleicht sind sie üppiger als sonst. Und sie sind tatsächlich unglaublich vielgestaltig. Schon ein paarmal haben mir liebe Forianer auf die Sprünge geholfen, und meine vermuteten Ockertrameten als Schmetterlinge entlarvt. So helle Exemplare hatte ich auch schon und war sehr unsicher, ob es denn Schmetterlinge wären., aber es waren immer welche.

    Bis jetzt habe ich sie immer stehen lassen. Es ist ja auch ziemlich mühselig, die harten Teile abzufriemeln. Da müsste ich schon einen besonderen Grund haben. Oft sind die Kollektionen einfach auch zu schön, als das ich nicht dran vergreifen wollte.


    BiPo-Tee hatte ich schon, aber bitter fand ich den nicht. Habe ihn aber auch nicht köcheln, sondern nur ziehen lassen. Der Geschmack ist nur halt nicht so, wie man den Geschmack von Tee erwarten würde - eben nach Pilz.

    Hallo zusammen,

    eigentlich hatte ich keine großen Erwartungen an die heutige Waldrunde. Aber am Ende meines heutigen fünfstündigen Waldspaziergangs war ich nicht nur um einige schöne Eindrücke, sondern auch um ein ganz neues Pilzerlebnis reicher.


    Zu Beginn der Wanderung auf 450 m war es noch schattig. In einer Höhe von 450 m ü.NN war es frostig aber völlig schneefrei.


    Den Moosgnubbel fand ich zeigenswert. Warum wächst der eigentlich so komisch, wenn er so viel Platz hat.


    Aber jetzt mal raus aus dem finsteren Tal in die Sonne. Mitten auf dem Weg gab es gleich ein sonniges Samtfußrüblingsgrüppchen mit Aussicht.



    Spektakuläre Großpilzfunde gab es heute nicht, aber ein paar Pilze gibts ja immer, wie z.B. diese seltsamen zipfeligen Kohlenbeeren.


    In einer Höhe von 850 m im Naturschutzgebiet um den Wurzelberg gab es immerhin eine Ahnung von Winter.





    Sonne satt, einfach zu schön, schon wieder umzukehren. Also ging es weiter zum Altfrauteich.



    Auf den verschneiten Hochflächen gab es deutliche Hinweise darauf, wie stark sich der Wald in den nächsten Monaten und Jahren verändern wird. Der Holzeinschlag war so umfangreich, dass der Wald ein völlig anderes Aussehen hatte, als in früheren Jahren.

    Unter dem Schnee und liegengebliebenen Zweigen waren die alten Waldwege nicht mehr zu finden. So mussten wir uns querfeldein durchschlagen.


    Neben dem flächendeckenden Borkenkäferbefall der Fichten sind mittlerweile schätzungsweise auch 60- 80% der schönen alten Buchen sichtbar geschädigt.


    Auch wenn ich Zunderschwämme sehr mag, sollten besser nicht so viele Bäume von dem Pilz befallen sein.





    Die zerborstene Buche beeindruckte nicht nur wegen ihres labilen Gleichgewichtszustandes. Hier habe ich vor allem mein Wissen um die Ambrosiakäfer und Ambrosiapilze erweitern dürfen. Die kleinen Fraßgänge an der rechten Seite des Stammes stammen von diesem Ambrosiakäfer, dieser ist ein Suffkopp und bevorzugt als Substrat altes Holz mit entsprechendem Promillegehalt, in denen er den Ambrosiapilz kultivieren kann. Wat et so allet jibt!


    Die Waldwege, die nicht von herumliegenden Ästen und Bäumen versperrt sind, erobert das Wasser zurück.



    Irgendwann gelangten wir auf Umwegen doch noch zum kristallklaren Altfrauteich.



    Und weil wir sowieso gerade in der Nähe unterwegs waren, nahmen wir den Reichenbachteich auf dem Rückweg auch gleich noch mit.



    Einen kleinen letzten Pilz gab es noch vor dem Abstieg ins Tal. Nichts besonderes, aber weil es gerade nicht so viele Pilze mit Hut und Stiel gibt, zeige ich Euch die tapferen Grauen Schwefelköpfchen, die den frostigen Temperaturen trotzen.


    Mensch Andreas, Du musst doch nicht alles lesen und dann auch noch verraten, dass ich den stahlblauen Pilz dazugeschummelt habe.

    Hallo zusammen,

    die Auffassung, dass ein Golfplatz in Oberhof maßgeblich die Lage der Nation oder auch nur die Wirtschaftskraft der Region verbessern würde, teilen wohl nur die, die sich davon irgendwelche Aufträge erhoffen.

    Wenn man sich die Antwort auf die Parlamentarische Anfrage aufmerksam durchliest - danke Stefan fürs heraussuchen - stellt man fest, dass das eine klare Sowohl-als auch-Antwort ist. Das tun Landesregierungen gern, um nicht anzuecken, denn letztlich ist es eine regionale Entscheidung und da hängen sich Landesregierungen eben ungern aus dem Fenster. Aber dagegen, dass die Sympathie für naturschutzfachlichen Aspekte unter dem gerade gewählten neuen Thüringer Ministerpräsidenten gegenüber der letzten Landesregierung steigen werden, wette ich 10 Euro gegen eine Erdnuss, von mir auch 10 Chips gegen einen. (Mir ist heute übrigens schon von drei Menschen aus Berlin zu dieser Wahl kondoliert worden - Kletter-Stefan, da ich keine Parteien nenne, muss diese Anmerkung, die den Tatsachen entspricht, erlaubt sein).


    Ich bewerte die Chancen gar nicht so schlecht an, dass die Naturschutzbehörden ihr Veto einlegen. Sollte das in der Abwägung bei einem B-Plan weggewogen werden, sehe ich immer noch die Möglichkeit, dass klageberechtigte Verbände aktiv werden. Aber so weit muss man es in der Tat nicht unbedingt kommen lassen, wenn es die Möglichkeit dazu gibt. Deshalb finde ich, dass Kauz schon genau das Richtige tut. Argumente sammeln, die das Golfplatz-Vorhaben ad absurdum führen.

    Davon hab ich auch noch ein paar:







    Ich denke, dass alle Akteure ihr Material zusammentrage sollten. Die Pilze sind über die gesamte Wiese verteilt, dieser Champignon sei bislang in Thüringen erst drei Mal kartiert, meinte Andreas.

    ..., denn so Namensungetüme zu basteln ist auch wenig hilfreich. Auf Teufelkommraus irgendwas zu erfinden gipfelt dann bisweilen in deutschen Namen, die den Pilz gar nicht charakterisieren (sie Dittes Beispiel über Inocybt tjallingiorum).

    Hallo Andreas,

    aber beim Hakentragenden Eschenblattstielstengelbecherchen machst Du doch sicher eine Ausnahme==Gnolm7.

    Lieber Habichtspeter,

    das wird wohl in diesem Leben nichts mehr. Wie immer gilt bei diesen handgebastelten Sachen: Selber benutzen oder verschenken. Mit dem Verkauf kommst Du nicht mal auf einen Stundenlohn von 30 Cent. Da geh ich lieber Flaschen sammeln:grofl:.

    Aber der ist ja wunderschön geworden! Respekt, daß du's durchgezogen hast! ==Gnolm8


    Ich finde auch der sieht geradezu unanständig professionell aus. Mein Kompliment!

    Hihi, offenbar mache ich Fortschritte beim Fotografieren, das Ding ist schief, es sind Ruten geknickt und unregelmäßig geflochten ist er auch, besonders oben der Kranz. Aber das Foto hat die wohl die perfekte Perspektive die Mängel fast unsichtbar zu machen==Gnolm7. Bei den Kleinanzeigen gibts übrigens ganz schöne Korb-Beispiele und für Menschen, die keine Lust zum selbst flechten haben, günstige Pilzkorb-Angebote.

    So. Hier ist nun der grobe 20-Liter-Holzkorb für den Schuppen. Ich habe ihn nicht weitergeflochten, weil ich frische Ruten verwendet habe und die ungeeignet sind. Lehrgeld. Im Sommer geht es mit dem richtigen Material weiter zum Pilzkörbchen.



    Gelernt habe ich aus meiner ersten Flechtrunde:


    1. Zwischen November und Februar nur die langen Ruten schneiden, die direkt aus dem alten Weidenholz herauswachsen. Die anderen sind oft brüchig. Ggf. Biegetest machen, die Ruten dürfen nicht brechen!


    2. Darauf achten, dass jeweils die Bodenstrahlen und die Aufstecker gleich dick sind, damit ein gleichmäßiges Flechtbild entsteht. Diese Ruten dürfen nicht geknickt sein.


    3. Man kann zwar mit frischen Ruten flechten, aber es ist nicht zu empfehlen, weil das Flechtwerk beim Trocknen schrumpft und der Korb locker bzw. wackelig werden kann. Sinnvoller ist es, die Ruten zunächst zu trocknen und später dann vor dem Flechten einzuweichen.


    4. Korbformen, Flechtarten und Musterbeispiele gibt es im Internet zuhauf.

    Hui, wieder einmal der böse Wolf. Und die Diskussion wird wie immer hoch emotional geführt. Auf der einen Seite Natur- und Tierschützer, auf der anderen Tierhalter und besorgte Eltern. Wobei die besorgten Eltern wohl eher keinen Grund zur Sorge haben müssen. Für Tierhalter ist der Wolf zwar ein Ärgernis vor allem, weil er nicht nur ein Schäfchen reißt. Natürlich führen Die Schäfer alle denkbaren Argumente an, um den Wolf wieder auszurotten. Desgleichen die Jäger, weil sie fürchten, weniger Wild zu schießen.


    Ich finde, es grenzt an ein Wunder, dass es der Wolf schafft, sich trotz der Siedlungs- und Verkehrsdichte alte Lebensräume zurückzuerobern. Denn es gab ihn hier ja seit Urzeiten, bis Menschen ihn verdrängt haben. Und de rWolf hatte eine wichtige Aufgabe in der Natur. Wer Forstleute kennt, weiß, dass sie vor dem Borkenkäfer regelmäßig die Wildverbisse durch Rehwild beklagt haben. Hier könnten Wölfe schon dazu beitragen, ein Gleichgewicht wiederherzustellen, ebenso bei den Frischlingen.


    Ich denke, dass man das Ganze mit mehr Gelassenheit beobachten und wir wieder lernen sollten mit diesem scheuen Raubtier zu leben - damit das funktioniert, müssen die Tierhalter natürlich Schutzmaßnahmen ergreifen. Die sind teuer und nicht rentabel, aber es gibt inzwischen staatliche Hilfen. Sollten sich die Wölfe irgendwann wie das Schwarzwild vermehren, müsste das Thema anders diskutiert werden. Aber da Wölfe verhältnismäßig große Reviere benötigen, glaube ich nicht an eine künftige Wolfsplage.

    Hallo Ulla,

    dass war genau meine Idee, als ich den Beitrag las. Thorben, Du solltest Deine Festplatte besser trocken lagern.

    Wobei ich dann andere Fotos erwartet hätte. Die finde ich ganz interessant, denn außer dass ich diesen Pilz nun überhaupt nicht mag, kenne ich den nur als schwärzlich-grauen Belag irgendwo an schlecht gelüfteten feuchten Kellern oder sonstigen kühlen feuchten Ecken. Also danke fürs Aufklären über die inneren Werte, Thorben.