Beiträge von Wutzi

    Hallo Matthias, welche Pilzliteratur benutzt Du? Vielleicht solltest Du Dir ein gutes Pilzbuch besorgen oder gelegentlich eins schenken lassen. Da gibt es wirklich gute Bücher, mit denen Du Deine Funde prima vergleichen kannst. Der Gallenröhrling ist ganz typisch mit den rosa Farbtönen in den Röhren und auch den Kartoffelbovist hättest du auf Anhieb gefunden. Bei Täublingen ist es schon schwerer, aber einige kann man mit Glück auch anhand der Bücher bestimmen. Es ist doch ein schöner Erfolg, wenn man selbst etwas herausbekommt über einen Pilz.

    Moin Tuppie, auf alle Fälle ist es kreativ und eine gute Idee für pilzaffine Armbandträger und *innen==Gnolm13.
    Mir gefällt es gut, aber die Notenschlüssel auch.

    Stimmt genau Jörg! 70% Spaß entsteht durch den Austausch mit den Anderen. Schade nur, dass man immer weit fahren muss. Von mir aus könnte das jede Woche stattfinden, aber dann eben nicht anderthalb Autostunden entfernt. Immerhin gibt es die kleine feine Saalfelder Pilzgruppe, die sich öfter zu Exkursionen trifft und das sind dann Orte, die für mich besser erreichbar sind.

    Hallo zusammen,

    am 29.08.2020 war es wieder einmal so weit. Die Thüringer Arbeitsgemeinschaft Mykologie traf sich zu einer Exkursion am Wisentatal bei Schleiz. Nachdem einige ergiebige Niederschläge der Dürre in Thüringen ein Ende gesetzt hatten, fanden sich ca. 25 gut gelaunte Pilzbegeisterte ein. Die Landschaft in der Region ist geprägt von Teichen, Seen und Stauseen.






    Jochen Girwert kam bereits mit einem Körbchen voller Prachtboleten an und so kam ich in den Genuss endlich einmal einen Satanspilz life zu erleben.



    Zu Beginn gab eine Ansage von Andreas Vesper, der freundlicherweise die Organisation übernommen hatte. Zeitpunkt der Fundbesprechung, nicht vom Wege abkommen, keine Blumen und Pilze pflücken und natürlich obligatorisch die Warnung vorm bösen Wolf. Ihr kennt das ja.


    Die Exkursionsteilnehmerinnen und Teilnehmer hörten aufmerksam zu, aber wie das so ist, rasch waren die mahnenden Worte von Andreas vergessen. Die große Gruppe teilte sich in mehrere kleine Grüppchen auf und sammelt allerlei Gewächse ein. Wie es aussieht, pflückt Stefan alias Bibliothekar gerade Pilze.


    Diese schöne Seerose wurde nicht gepflückt. Hier muss ein Foto als Beleg ausreichen.


    Aber nicht überall war etwas Sammelwürdiges zu entdecken. Der Waldboden war zwar feucht, aber die Dürre der vergangenen Monate hatte ihre Spuren hinterlassen.


    An feuchteren Stellen, wie auf diesem Waldweg tat sich allerdings einiges. Hier ist eine Gruppe begeistert von einem ganz winzigen Steinpilz, der konsequent die begehrten Mehlräslinge anzeigt==Gnolm7. Wie im Bilderbuch! Ein gutes Zeichen. Die Pilzsaison beginnt auch hier allmählich. Der Pilzspürhund indes wendet sich mit Grauen von den übelriechenden Pilzen ab.


    Die Objekte des Interesses: Mehlräslinge


    und das Steinpilzbaby


    Die Baumpilze waren am Start, so wie diese Fencheltrameten.


    Zu diesen kleinen Pilzen sage ich nichts ohne meinen Anwalt. edit: dank Bibliothekars Nachschau ist das der Moos-SchwefelkopfHypholoma polytrichi


    Hier vermute ich den Rotschneidigen Helmling. (edit: und dieser wird dank Stefans Recherche zu Braunschneidigen Helmling Mycena olivaceomarginata umbenannt)


    An diesem besonderen, mit verschiedenen Naturmaterialien und Gartenzwergen geschmückten Rastplatz war es Zeit zur Umkehr. Angelika trägt fleißig die Funde zusammen, um am Ende alles zu einer möglichst umfangreichen Fundliste zu vereinen. Auf diese Weise können auch auf den weißen Flecken der Thüringer Landkarte Pilze kartiert werden.


    Der Pilzspürhund schenkt den Gartenzwergen als einziges Lebewesen Aufmerksamkeit und so gelingt es ihm endlich, einen größeren Pilz zu erspüren. Leider stellt der sich später als Plastikexemplar heraus. Da müssen wir wohl noch üben.


    Auf dem Rückweg treffen sich die Grüppchen wieder und die Funde werden diskutiert. Hier ging es um den Speisetäubling.



    Wie immer wandern viele Pilze in Schachteln und Döschen, um ihnen zu Hause mit Hilfe des Mikroskops und entsprechender Literatur einen Namen geben zu können. Daher gibt es auch heute noch keine Fundliste. Ich werde sie, wenn sie vollständig ist, diesem Beitrag hinzufügen.


    Auch Parasole wurden gefunden neben diversen Wiesenpilzen.


    Die Körbchen waren nicht übermäßig gefüllt, aber wer wollte, konnte auch ein paar Pilze für die Pfanne mitnehmen.


    Der Königsfliegenpilz ist für Menschen aus der Region nichts Besonderes. Andernorts ist er selten.


    Auf dem Parkplatz hatte der Hund zum Schluss denn doch noch einen Erfolg beim Erspüren von Stadtchampignons. Es ist erstaunlich mit welcher Kraft diese Pilze harten Boden und manchmal sogar Asphalt durchdringen können.



    Es hat Spaß gemacht und ich konnte wieder einmal eine Menge lernen. Die nächste Exkursion findet im September statt und ich freue mich schon darauf. Wenn sich die Witterung hält, wird die Ausbeute sicher noch ergiebiger werden. Die Pilze stehen in den Startlöchern. Danke für die Fotos Andreas, Christine und Barbara!

    Und hier ist die Fundliste:


    1 Agaricus bitorquis (Quél.) Sacc. Stadt-Champignon

    2 Agaricus depauperatus (F.H. Møller) Pilát Ledergelber Wald-Champignon, Fahler Wald-Ch.

    3 Agaricus sylvaticus Schaeff. Wald-Champignon

    4 Amanita excelsa (Fr.) Bertill. Grauer Wulstling

    5 Amanita pachyvolvata (Bon) Krieglst. Dickscheidiger Scheidenstreifling

    6 Amanita porphyria Alb. & Schwein. Porphyrbrauner Wulstling

    7 Amanita regalis (Fr.) Michael Brauner Fliegenpilz

    8 Amanita rubescens Pers. : Fr. Perlpilz

    9 Amanita vaginata (Bull. : Fr.) Lam. Grauer Scheidenstreifling

    10 Amylostereum areolatum (Chaillet ex Fr.) Boidin Braunfilziger Fichten-Schichtpilz

    11 Apioperdon pyriforme (Schaeff.) Vizzini Birnenstäubling

    12 Arrhenia retiruga (Bull. : Fr.) Redhead Netziger Adermoosling

    13 Bjerkandera adusta (Willd.) P. Karst. Angebrannter Rauchporling

    14 Bolbitius titubans (Bull. : Fr.) Fr. Goldmistpilz

    15 Boletus edulis Bull. : Fr. Steinpilz

    16 Boletus reticulatus Schaeff. Sommersteinpilz

    17 Calocera viscosa (Pers. : Fr.) Fr. Klebriger Hörnling

    18 Calocybe carnea (Bull. : Fr.) Donk Fleischrötlicher Schönkopf

    19 Calocybe persicolor (Fr.) Singer Rosenroter Schönkopf

    20 Cantharellus cibarius Fr. Pfifferling, Eierschwamm

    21 Chalciporus piperatus (Bull. : Fr.) Bataille Pfefferröhrling

    22 Clavulina coralloides (L.) J. Schröt. Kammförmiger Korallenpilz

    23 Clitocybe odora (Bull. : Fr.) P. Kumm. Grüner Anis-Trichterling

    24 Clitopilus prunulus (Scop. : Fr.) P. Kumm. Mehlräsling

    25 Coleosporium tussilaginis (Pers.) Tul. Kiefernnadel-Huflattichrost

    26 Colpoma quercinum (Pers.) Wallr. Eingesenkter Eichenrindenpilz

    27 Coprinopsis atramentaria (Bull.) Redhead, Vilgalys & Moncalvo Faltentintling

    28 Coprinus comatus (O.F. Müll.) Pers. Schopftintling

    29 Crucibulum laeve (Huds.) Kambly Tiegelteuerling

    30 Cuphophyllus berkeleyi (P.D. Orton & Watling) Bon Weißer Wiesenellerling

    31 Daedalea quercina (L.) Pers. Eichenwirrling

    32 Diatrype stigma agg.

    33 Erysiphe alphitoides (Griffon & Maubl.) U. Braun & S. Takam. Eichenmehltau

    34 Erysiphe trifoliorum (Wallr.) U. Braun Echter Kleemehltau

    35 Fomes fomentarius (L.) Fr. Zunderschwamm

    36 Fomitopsis pinicola (Sw. : Fr.) P. Karst. Rotrandiger Baumschwamm

    37 Fuligo septica agg.

    38 Ganoderma applanatum (Pers.) Pat. Flacher Lackporling

    39 Gloeophyllum odoratum (Wulfen : Fr.) Imazeki Fenchelporling

    40 Gloeophyllum sepiarium (Wulfen : Fr.) P. Karst. Zaun-Blättling

    41 Gymnopilus penetrans (Fr.) Murrill Geflecktblättriger Flämmling

    42 Gymnopus androsaceus (L.) Della Magg. & Trassin Rosshaar-Schwindling

    43 Gymnopus confluens (Pers. : Fr.) Antonín, Halling & Noordel. Knopfstieliger Rübling

    44 Gymnopus ocior (Pers.) Antonín & Noordel. Gelbblättriger Waldfreund-Rübling

    45 Gymnopus peronatus (Bolton : Fr.) Gray Brennender Rübling

    46 Gymnosporangium sabinae (Dicks.) G. Winter Birnen-Gitterrost

    47 Hapalopilus nidulans (Fr.) P. Karst. Zimtfarbener Weichporling

    48 Hypholoma polytrichi (Fr.) Ricken Moos-Schwefelkopf

    49 Imleria badia (Fr.) Vizzini Maronenröhrling

    50 Inonotus radiatus (Sowerby : Fr.) P. Karst. Erlen-Schillerporling

    51 Jackrogersella multiformis (Fr.) L. Wendt, Kuhnert & M. Stadler Vielgestaltige Kohlenbeere

    52 Kretzschmaria deusta (Hoffm. : Fr.) P.M.D. Martin Brandiger Krustenpilz

    53 Lactarius deterrimus Gröger Fichtenreizker

    54 Laetiporus sulphureus (Bull. : Fr.) Murrill Schwefelporling

    55 Langermannia gigantea (Batsch : Pers.) Rostk. Riesenbovist

    56 Leccinum scabrum agg.

    57 Lepiota cristata (Bolton : Fr.) P. Kumm. Stink-Schirmling

    58 Leucoagaricus nympharum (Kalchbr.) Bon Jungfern-Schirmling

    59 Lycoperdon nigrescens (Pers.) Vittad. Stinkender Stäubling

    60 Macrolepiota procera (Scop. : Fr.) Singer Parasol

    61 Marasmius oreades (Bolton : Fr.) Fr. Nelken-Schwindling

    62 Melampsora salicina agg. Weidenroste

    63 Meripilus giganteus (Pers. : Fr.) P. Karst. Riesen-Porling

    64 Mutinus caninus (Huds. : Pers.) Fr. Gewöhnliche Hundsrute

    65 Mycena olivaceomarginata (Massee) Massee Braunschneidiger Gras-Helmling

    66 Mycena sanguinolenta (Alb. & Schwein. : Fr.) P. Kumm. Purpurschneidiger Blut-Helmling

    67 Nectriopsis violacea (J.C. Schmidt : Fr.) Maire

    68 Neoboletus erythropus (Pers.) C. Hahn Flockenstieliger Hexenröhrling

    69 Paxillus involutus (Batsch : Fr.) Fr. Kahler Krempling

    70 Peniophora quercina (Pers. : Fr.) Cooke Braunviolette Laubholz-Peniophora, Eichen-P.

    71 Phaeolus schweinitzii (Fr.) Pat. Kiefern-Braunporling

    72 Phallus impudicus L. Gemeine Stinkmorchel

    73 Pholiota gummosa (Lasch) Singer Strohblasser Schüppling

    74 Physarum virescens Ditmar

    75 Piptoporus betulinus (Bull. : Fr.) P. Karst. Birkenporling

    76 Pleurotus pulmonarius (Fr.) Quél. Löffelförmiger Seitling

    77 Pluteus cervinus (Schaeff.) P. Kumm. Rehbrauner Dachpilz

    78 Postia guttulata (Peck) Jülich Getropfter Saftporling

    79 Postia stiptica (Pers. : Fr.) Jülich Bitterer Saftporling

    80 Protostropharia semiglobata (Batsch) Redhead, Moncalvo & Vilgalys Halbkugeliger Träuschling

    81 Puccinia aegopodii (Schumach.) Röhl. Giersch-Rost

    82 Radulomyces confluens (Fr. : Fr.) M.P. Christ. Zusammenfließender Reibeisenpilz

    83 Ramaria stricta (Pers. : Fr.) Quél. Steife Koralle

    84 Rhytisma acerinum (Pers.) Fr. Ahorn-Runzelschorf

    85 Rickenella fibula (Bull. : Fr.) Raithelh. Gemeiner Heftelnabeling

    86 Russula chloroides (Krombh.) Bres. Schmalblättriger Weißtäubling

    87 Russula delica agg.

    88 Russula firmula Jul. Schäff. Scharfer Glanztäubling

    89 Russula foetens Pers. Stink-Täubling

    90 Russula integra (L.) Fr. Brauner Ledertäubling

    91 Russula mustelina Fr. Wiesel-Täubling

    92 Russula nigricans Fr. Dickblättriger Schwarztäubling

    93 Russula nitida (Pers. : Fr.) Fr. Milder Glanztäubling

    94 Russula ochroleuca Fr. Ockergelber Täubling

    95 Russula vesca Fr. Speise-Täubling

    96 Russula vinosa Lindblad Weinroter Graustieltäubling

    97 Russula violeipes Quél. Violettstieliger Pfirsichtäubling

    98 Scleroderma verrucosum (Bull. : Pers.) Pers. Braunwarziger Hartbovist

    99 Stereum hirsutum (Willd.) Pers. Striegeliger Schichtpilz

    100 Suillus grevillei (Klotzsch) Singer Goldröhrling

    101 Tapinella atrotomentosa (Batsch) Šutara Samtfußkrempling

    102 Thelephora terrestris Ehrh. Erd-Warzenpilz

    103 Trametes versicolor (L. : Fr.) Lloyd Schmetterlings-Tramete

    104 Trichaptum abietinum (Pers. : Fr.) Ryvarden Gemeiner Violettporling

    105 Vascellum pratense (Pers. : Pers.) Kreisel Wiesen-Stäubling

    106 Vuilleminia comedens (Nees : Fr.) Maire Gemeiner Rindensprenger

    107 Xerocomellus chrysenteron agg.

    108 Xerocomellus marekii (Šutara & Skála) Šutara

    109 Xerocomellus porosporus (Imler ex G. Moreno & Bon) Šutara Gelbrissiger Rotfußröhrling

    110 Xylaria hypoxylon (L. ex Hook.) Grev. Geweihförmige Holzkeule



    Bei uns waren es bis jetzt "nur" 28 Liter. Aber in der Monatsbilanz komme ich auf 150 Liter und da sieht der Wald dann so aus:


    Auf einen Zeigerpilz kommen mittlerweile ca. 10 Gezeigte==Gnolm7.




    Allerdings sind meist nur die Hüte brauchbar. Was für ein Gemetzel!


    Es gibt natürlich auch andere Arten, aber die Goldröhrlinge dürfen stehen bleiben.


    Na und die Königsfliegenpilz-babys sowieso.



    Bei diesem (ca. 10 cm Durchmesser auf dem Weg unter Fichten) brauch ich Eure Hilfe. Was kann das sein? Leider überständig und schon schimmlig, ergo muffiger Geruch. Ist der noch bestimmbar?


    Hallo Phil, (welcome) auch von mir. Genial, dass Du als Fan von Eigelb hier aufgeschlagen bist. Da bist Du genau richtig😂.

    Ist völlig wurscht, Jörg. Bei mir steppt gerade der Bär ähm ach nee, der Steinpilz. So wie Brummel zeigt - inzwischen übertrifft das Aufkommen das der Mehlräslinge. Wir haben heute das Sammeln aus Vernunftgründen abgebrochen. Mehr als ins Dörrgerät und die Pfanne passt, muss man auch nicht mitnehmen. Aber erst zwei Maggipilze dabei. Dabei liebe ich das Maggi-Pilzpulver und es ist seit Monaten alle==Gnolm6. Du siehst, Ein bisschen jammern geht immer==Gnolm7.

    Hallo Jörg, die Rothäutige Netzhexe ist ja ein Traum. Was für ein wunderschöner Pilz unter den vielen anderen Röhrlingsarten! Ich schätze du hast den spannendsten Pilzpark der Republik.

    Hallo Jezicek, schau mal unter Guttation nach. Wikipedia sagt dazu: "Guttation ist der Vorgang der Abgabe von Wasser in flüssiger Form (insb. Tropfen) bei Pflanzen und Pilzen. Das Wasser wird abgegeben, damit trotz Wassersättigung der Transport von Mineralstoffen aus den Wurzeln in die Blätter (bei Pflanzen) gewährleistet bleibt."

    Danke Ulla für die Bestimmung der Schleimer. Den Kreisling habe ich hier in Bachnähe unter Fichten auf ca. 500 m ü. NN gefunden. Denkst Du, dass es sich um Cudonia circinans oder um C. confusa handelt. Die Differenzierung kann ich nicht vornehmen, weil ich weder den einen noch den Anderen gesehen habe. Zwei Exemplare liegen noch im Kühlschrank. Vielleicht mach ich hier mal eine Bestimmungsanfrage, um Klarheit zu schaffen. Für die Kartierung sollte es schon der richtige Pilz sein.


    hi


    Schöne Bilder mit schönen Pilzen. Die Maden denken wir uns jetzt weg. So darf es den weiter gehen.


    LG Tomas

    Du sagst es Tomas, gestern ist der Trockner voll geworden und die Pfifferlinge gibts heute und morgen zu Mittag==Gnolm7.




    Hallo Jörg, ja hier steppt gerade der Bär und gerade hat es wieder 5 Liter geregnet. Ich habe mich zur Babymörderin entwickelt, weil die größeren Steinpilze ausnahmslos madig sind. Nur bei den Babys ist das Fleisch mit Glück noch unversehrt. Extrem!

    Den Waldchampignon sehe ich auch mit Skepsis, aber mir fällt leider kein passenderer Name ein.

    Danke für den Link, Tuppie. Ich hab’s mir gestern angesehen, schön! Ich liebe Märchen.

    Oh, was für ein schöner Ausflug, Claudia!

    Bei uns ist dürre Ebbe im Wald, darum bin ich doppelt so gerne mitgegangen. ==10

    Danke fürs Mitkommen , Tuppie. Ihr hattet letztens ein paar Funde, als es bei uns gar nichts gab. Irgendwie gleicht sich das am Ende Immer wieder aus.



    Hallo beli, danke für Das Lob. Ich hatte ihn in Pareys Buch der Pilze gefunden als Hellstieligen Kreisling - Cudonia Confusa. Aber es kann auch C.circinans sein. Die Unterschiede der beiden Arten sind für mich kaum erkennbar.

    Hallo zusammen,

    140 Liter Niederschlag im August in wenigen Stunden auf vier Tage verteilt retten zwar nicht den Wald, aber pilztechnisch tut sich danach Einiges.

    Es sind sogar Erstfunde und etwas für die Küche dabei.


    1 Goldröhrlinge sind hier fast immer zuerst am Start. Inzwischen gibt es sie in größeren Mengen.


    2 Das ist einer aus der für mich undurchschaubaren Rotfußfraktion.


    3 Ein hübscher roter Schleimer


    4 Der Unaussprechliche darf natürlich nicht fehlen Breitblättriger Rübling.



    5 a Der Blaublättrige Weißtäubling hat mich besonders gefreut.


    5b Der Blaustich war allerdings draußen besser erkennbar.


    6 von oben recht ähnlich - Wollige Milchlinge


    7 Knopfstielige Rüblinge


    8 Teuerlinge - die sind einfach goldig, auch wenn noch nicht zu sehen ist, wie viele Goldstücke drin sind.


    9 Risspilze gab auch. Bestimmungstechnisch sind die noch in Arbeit.


    10 Ebenso wie diese zweite Risspilzart. Glücklicherweise haben wir ja eine Expertin im Forum, die uns dann am Ende der (Unter)Sucherei unsere Thesen bestätigt oder in meinem Falle meist korrigiert.


    11 Ein Zwergenhaus aus Samtfußkremplingen, Mit ca. einem halben Meter Dach sehr geräumig für eine ganze Familie.


    12 Die beiden Schmuckstücke mussten jetzt einfach mit in den Beitrag==Gnolm7.


    13 Ein zartes Gebilde aus der Tintlingsverwandtschaft


    14 Ein glücklicher Bulle nebst Familie. Aber gut zu sehen ist, dass der Regen in letzter Minute kam. Die Weide gab schon nicht mehr viel her.n


    15 Ein Champignon. Nur was für einer...?


    15b nach allem was er preisgab wohl ein Wiesenchampignon


    16 Ein schneeweißer hübscher Porling an Eberesche


    16b vermutlich ein Saftporling, genauer bekomme ich es nicht hin.


    17 Pfifferlinge- die hatte ich dieses Jahr schon abgeschrieben.


    18 Jede Menge Zeigerpilze - in diesem Falle Mehlräslinge. Die hätten für sich schon eine Großfamilie satt gemacht.


    19 Und endlich auch die Angezeigten. Steinpilze. Jung knackig und -


    19b - zu großen Teilen madig. Aber es gab genug, sodass neben den verwurmten Exemplaren noch reichlich fürs Pilzkörbchen blieb.


    19c Nur kein Neid, die kommen sicher bald überall.


    20 Und noch ein hübscher Schleimer. Ulla hätte ihre Freude gehabt.


    21 Auf meinem Lieblingshackschnitzelhaufen wachsen wieder einträchtig die Hasenpfoten-Tintlinge hinten und (angefressene) Tintenfischpilze vorn zusammen.


    22 Ein neues Ganoppel ist auf dem Weg zum Flachen Lackporling (Ganoderma applanatum). Ich bin gespannt, ob der Pilz diesmal erwachsen werden darf.



    23 Der Pilzspürhund hat eine Fährte aufgenommen.



    24 Und entdeckt einen Pilzknubbel, der vielleicht einmal ein Rotrandiger Baumschwamm werden wird.




    25 Dieser Pilz gab mir aufgrund seiner vornehmen Blässe und


    25b - der intensiven Rottöne zuerst Rätsel auf. Aber ich schätze, dass es einfach nur ein unterbelichteter Waldchampignon ist.


    26 Diese kleinen Friemelbacken waren ein richtiges Rätsel Keine Lamellen, keine Röhren, Poren, gar nichts.


    26 Irgendwie erinnerten sie mich ans Gallertkäppchen und so bin ich bei deren Verwandtschaft - dem Hellstieligen Kreisling gelandet


    27 Und nach der Pilzdämmerung ein echter Sonnenuntergang. Danke, dass ihr mitgekommen seid.

    Hallo Gelbe Wäscheklammer. (welcome) . Einen bemerkenswerten Nick hast Du Dir da ausgesucht. Und jetzt gleich Schluss mit lustig: Ob Du einen hier gezeigten Pilz gefahrlos essen kannst, ist die falsche Frage. Auch wenn ich hier ebenso wie Jan-Arne Nelkenschwindlinge vermute, wird es keine Essensfreigabe geben. Pilze darfst Du nur essen, wenn Du zu 100 % sicher bist, was Du für einen Pilz vor Dir hast und ob er noch nicht überständig - sprich zu alt und vergammelt - ist. Diese Sicherheit bekommst Du nicht, indem Du ein Foto vorstellst. Wenn Du den Pilz essen möchtest, geh damit zum Pilzberater.

    Hallo Peter, angesichts der zahlreichen Fellnasen mit denen Du unterwegs bist, kann ich mir vorstellen, dass Du zu viel auf das Hunderudel achtzigst und deshalb ein bisschen pilzblind bist.

    In diesem Jahr würde ich mich hier auch schon über jeden vermadeten Pilz freuen.

    Geduld Josef, sie werden noch kommen. Wir hatten 146 Liter Regen im August. Allerdings fiel der in wenigen Stunden an 4 Tagen, sodass das meiste wegfloss. Aber eben nicht alles. In Bachnähe und Wegrändern ist einiges gewachsen. Leider verdirbt mir gerade der Sturm die Pilzsuche. Die werde ich erst einmal verschieben müssen. Auch blöd, nach so langer Wartezeit.

    Hallo Tomas, im Moment sind hier auch ca. 70-80% der Steinpilze vermadet. Brauchbar sind oft nur die Hüte. Das wird im Herbst bedeutend besser. Im vergangenen Jahr hatte ich Ende Oktober und November fast durchgängig madenfreie Steinpilz. Bei kälteren Temperaturen sind die Insekten nicht mehr so aktiv und wir finden so eher madenfreie Pilze.

    Es würde sicher schlecht um unsere Wälder stehen wären da nicht all die Forstleute die wissen was sie tun. (plantagenwirtschaft ist da mal was ganz anderes)

    Schaut doch mal nach Polen oder Rumänien den Raubbau an der Natur der da betrieben wird und das alles um das liebe Geld !

    Alle Menschen machen mal Fehler, die Einen lernen was draus und die Andern bleiben auf der Stelle stehen -

    Tragt Sorge zu den schönen und mächtigen Deutschen Wäldern auf dass sie noch in 1000 Jahren stehen !

    Grüßle anne

    Sorry Anne, wenn ich widerspreche. All die von Dir gelobten Forstleute haben aus dem Wald das gemacht, was er heute ist. Anfällig Monokulturen. Und das, obwohl sein Jahrzehnten einzelne kluge Forstleute und Naturschützer gebetsmühlenartig genau davor gewarnt haben. Es geht hier in Deutschland genau wie in Rumänien oder Polen nur um das liebe Geld. Jetzt haben wir den Salat und wenn all die lieben Forstleute nicht von alleine darauf kommen, dass der Wald nicht weiter auf diese Weise malträtiert und ausgebeutet werden darf, werden sie sich selbst ihre Existenzbertechtigung entziehen. Dann gibt es nämlich keine sie Forstwirtschaft mehr.

    Sie müssen den Bäumen Raum bieten, sich nach ihren Bedürfnissen zu entwickeln. sicher ist es nicht, aber vielleicht haben wir dann in 50 oder 80 Jahren wieder funktionierende Waldgemeinschaften.


    Ein Beispiel über das was Forstleute so alles Schlaues tun:

    Ein Tornado hatte vor fünf Jahren den Hang hinter unserem Haus auf einer Länge von 400 m rasiert. Die Fichten wurden beseitigt und rate, was der Förster getan hat - er hat neue Fichten gesetzt. Dümmer gehts nimmer!


    Inzwischen ist der Hang wieder grün von Himbeeren, Birken, Ebereschen, Buchen. Da kämpfen sich jetzt die kleinen Fichten durch und werden irgendwann den Hang dominieren. Das ist das Gegenteil von nachhaltiger Forstwirtschaft. Ich könnte heulen.