Hallo zusammen
Gestern hats mich angepackt.
Pilztechnisch war nicht viel los. Zwei, drei brauchbare Frauentäublinge, zwei grenzwertige Sommersteinis und winzig kleine Stockschwämmchen. Dafür aber Unmengen an jungen, knackigen Samtfußrüblingen. Den "Wurstsalat" hatte ich vor längerer Zeit schon probiert und entschieden, dass einmal reicht. Tja, eigentlich. Was macht der Schwammalmo, wenn ihn der Rappel packt? Naja. Zu Hause hatte ich jedenfalls einige von den zugegebener Maßen optisch schönen Schwammerln im Korb. 
Während dem Vorbereiten fürs erste Abkochen kam ich dann auf die noch bescheuertere Idee, doch einen davon so zu braten, für die Küchenmykologische Liste.
Also war in der Pfanne ein kleinerer am braten, daneben blubberte der Rest fröhlich vor sich dahin. Beim Anblick des lila Kochwassers kam dann der Gedanke, dass dieser Pilz ja auch zum Färben verwendet werden kann. Wie wäre es denn mit Eiern? Schwupps, schon waren sie mit im Topf.
Die in der Pfanne hatten eine leicht bräunliche Farbe angenommen, also noch kurz salzen und pfeffern, fertig waren sie zum Probieren.
UNGENIEßBAR!!!
Die Kochzeit fürn ersten Durchgang war erreicht und auch die Eier lange genug drin. Abseihen, abbrausen, Eier raus und den Rest wieder rein in den Topf.

Das Ei unten rechts wurde nicht mitgekocht. Ein unglaublicher Unterschied. 
Nach dem zweiten Abkochen, insgesamt ca. 35 Minuten in Streifen geschnitten, mit allerhand geschmacksintensiven Zutaten einen Wurstsalat hergestellt und noch ordentlich Knoblauch rein, damit der Wurstgeschmack einigermaßen imitiert wird.
24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Das Ergebnis:
Es ist zumindest nicht schlecht. Die Konsistenz lässt halt zu Wünschen übrig.

LG Matthias