Bei mir waren es 4,4 Liter Regen
kein Wunder, dass Du Dich auch mit Kakteen beschäftigst ![]()
Bei mir waren es 4,4 Liter Regen
kein Wunder, dass Du Dich auch mit Kakteen beschäftigst ![]()
Ich tippe 1:0 für Cystolepiota moelleri
![]()
Hallo mitternachtspilz,
da hast Du ein paar schöne Schätzchen im Regal stehen!
Als Altpapier entsorgen würde ich nur wenig davon, vielleicht den Verbreitungsatlas der Großpilze, die Daten sind online und ein Buch für diese Zwecke aus heutiger Sicht ungeeignet.
Den Cetto habe ich seit Jahren nicht mehr angefasst, der wäre bei mir auch in der "kann-weg-Fraktion", wie auch Bötticher: Pilzverwertung.
Bei ein paar Werken könnte es sein, dass sich Jung-Mykologen wirklich über ein günstiges Kaufangebot freuen würden, und Du mit dem Geld und Platz andere, für Deine Zwecke nützlichere Bücher erstehen könntest ![]()
In der Liga spielen z.B.
die Fungi Europaei,
der Boudier, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass ein bibliophiler Mensch es über's Herz bringt, sich davon zu trennen.
Auf jeden Fall halten und täglich damit arbeiten solltest Du mit:
Gminder: Großpilze BaWü,
Laessoe: Fungi of Temperate Europe,
Kibby,
Breitenbach/Kränzlin: Pilze der Schweiz (ab Band 4 Qualität nachlassend)
Auch im Michael/Henning/Kreisel sind öfter noch nützliche Kommentare, die in unseren schnellen Zeiten nicht mehr richtig wirken, weil mensch es nicht mehr gewohnt ist, mehr als 3 zusammenhängende Sätze zu lesen ohne die Konzentration zu verlieren.
Der Rest ist so eine Wühlkiste, da ist es schwer von außen einen Ratschlag zu geben.
Alles von vor 1980 ist jedenfalls für Pilzbestimmung auf PSV-Niveau eher gefährlich als hilfreich.
Gruß,
Wolfgang
Hallo,
Der verwuschelte Weiße ist bestimmt ein Clitopilus, aber ohne Mikros wird er wohl keiner Art zuzuordnen sein, C. passeckerianus wäre ein plausibler Arbeitsname, sowohl vom Standort wie vom Aussehen.
Gruß,
Wolfgang
Hi Rainer,
Anastomosen können fast alle Pilze bilden, besonders im Alter. Als Hauptmerkmal daher nicht geeignet, erst recht nicht bei einem alten Frk.
Die Einschätzung ist eher Bauchgefühl, und durch Ausschluss der Hygrocybe-Arten die ich kenne, aber ich versuche mal das in Worte zu fassen:
Ellerlinge sind vom Habitus dickfleischiger und -stieliger, die Huthaut von lacmus/flavipes glasig-speckig, die Lamellen bogenförmig herablaufend und nicht dreieckig.
Bei den Trichterlingen bin ich nicht so fit, ein alter Einzelfruchtkörper eh schwierig, aber ich glaube das nächste Bild zeigt die gleiche Art in jung. Der gehört In die Nähe von gibba,
da gibts auch 'ne squamulosa oder so? Wenn er denn wirklich nicht nach Mehl gerochen hat (was bei durchwässerten Frk fast nicht zu beurteilen ist), denn dann kämen weitere in Betracht aus der sinopica-Ecke.
Gruß,
Wolfgang
Hallo an alle,
ich versuche mich an der Ursprungsfrage mal mit einem neuen Erklärungsmuster:
vor 40 Jahren (weiter reicht mein Pilzsammlergedächtnis nicht zurück) zog es die Pilzsammler gerne in Fichtenschonungen, weil es dort Steinpilze und Pfifferlinge gab. Inzwischen sind Pfifferlinge seltener (zumindest im Flachland, vermutlich eher wegen der Überdüngung durch Stickoxide als dem Klimawandel?), und Fichtenschonungen werden nicht mehr so gerne angelegt (weil die im geänderten Klima keine Chance haben).
Daher "verirrt" sich jetzt vielleicht öfter ein Sammler in saure Buchenhochwälder, wo Flockis schon immer ihr Revier hatten, und m.E. dort nicht häufiger geworden sind.
Das wäre dann ein Effekt 2. Ordnung.
Grüße,
Wolfgang
Hi Schupfnudel,
Irja Saar von Unite bietet auch kostenlose Sequenzierung, wenn man Geduld mitbringt und ein Exsikkat hinterlegt. Wir hatten das letzthin in einem anderen Thread.
Gruß,
Wolfgang
Hallo,
bei 5 sehe ich wie Oehrling keinen Ellerling, sondern einen Trichterling.
Wolfgang
Hallo an alle,
wer Englisch kann, muss nicht verzweifelt nach dem Parey suchen, sondern sollte sich den Kibby zulegen. Ähnliches Grundkonzept mit hervorragenden Aquarellen, noch etwas mehr Arten drin (daher 4 Bände), moderneres Artkonzept.
Bei Täublingen kommt man natürlich trotzdem schnell an Grenzen, denn die vielen Arten gibt es nicht nur theoretisch in den Büchern, sondern real im Wald.
Grüße,
Wolfgang
Ich habe nicht die Absicht, jemandem mit einem Brotmesser in der Hand hinterherzulaufen.
Hi Josef,
es lag mir fern, Dir persönlich irgendetwas zu unterstellen.
Mir ging es eher um das Grundsätzliche, da dieser Thread an ein paar Stellen in Gefahr geriet, in ein Politik-Bashing auf Stammtischniveau abzusinken (was für dieses Forum recht ungewöhnlich ist).
Ich finde es gut, dass nicht alles erlaubt ist (Recht auf Sicherheit der Allgemeinheit), ebenso wie es gut ist, dass nicht alles verboten ist (Freiheitsrecht des Einzelnen). Dazwischen verläuft eine Grenze, die die beiden Rechtsansprüche gegeneinander abwägt. Diese Grenze muss in einer Demokratie immer wieder mal in Frage gestellt, und die gegensätzlichen Interessen neu abgewogen werden. Da wird man zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Gesellschaften zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. In den USA, wo - überspitzt formuliert - jeder frustrierte Jugendliche ein Maschinengewehr kaufen darf, würde unsere Diskussion sicher anders verlaufen.
Ab welcher Klingenlänge man jemanden tödlich verletzen kann, so dass die Polizei solche Klingen gerne beschlagnahmen würde wenn sie offen getragen werden, davon habe ich keine Ahnung, aber ich habe das Vertrauen, dass genau solche Überlegungen stattgefunden haben.
Wenn ich dann als "Kollateralschaden" dieser Abwägung am Ende nicht mein altes Küchenmesser offen in den Pilzkorb legen soll (ich habe mal wieder das Opinel im Wald verloren), dann ist das halt so. Pilzsammler standen sicher nicht im Fokus bei der Entscheidungsfindung.
Viele Grüße,
Wolfgang
immer am 2. Samstag eines Monats, Treffpunkt 9:30 am NaBu-Zentrum Rheinauen gegenüber Bahnhof Gaulsheim. Vormittags Exkursion, nachmittags wird bestimmt, mikroskopiert, diskutiert und Kaffee getrunken...
Hallo Oskar ,
komm doch mal zu den Pilzler-Treffen beim NaBu Bingen, da können wir vielleicht den einen oder anderen Täubling (und andere) doch bis zur Art-Ebene bestimmen.
Grüße,
Wolfgang
Hallo an alle,
Madenfraßgänge an getrockneten Steinpilzen werden auch im Lebensmittelbuch in Grenzen toleriert als "durchstochene Teile".
Ob man das selbst sammeln und verwerten will, ist tatsächlich eine rein persönliche Entscheidung. Ich persönlich bin sehr pingelig, esse aber auch sonst keine Insekten, Spinnen- oder Krebstiere und auch sonst wenig Fleisch. Die Maden sind wenigstens artgerecht aufgewachsen, das haben sie den meisten Schnitzeln voraus.
Grüße,
Wolfgang
Dann dürfte ich also beim Wandern nicht mal mehr ein Brötchenmesser in meinem Rucksack mitführen
Doch, im Rucksack schon, nur nicht offen. Wie schon geschrieben wurde, ist das Waffengesetz recht komplex, weil es eben nicht so einfach ist, eine logisch nachvollziehbare Grenze festzulegen.
Ehrlich gesagt würde es mich schon ängstigen, wenn beim Wandern jemand hinter mir läuft mit einem Brotmesser in der Hand.
Wolfgang
Hallo FlorianK,
das macht ja mal neidisch...
Der noch immer namenlose Wiesenpilz nach der Nigritella sollte eine Dermoloma aus dem cuneifolium-Aggregat sein. Weiter geht's wohl nur mit DNA, die Gruppe ist unübersichtlich.
Grüße,
Wolfgang
Ich komme auf Entoloma undulatosporum.
Da passt eigentlich alles recht gut, aber die Art sollte eigentlich im Spätherbst wachsen und nicht alpin.
Hi Raphael,
naja, wenn Du diese Sporen schon knotig findest, hast Du noch keine Art mit wirklich knotigen Sporen gesehen.
Bei dem, was ich undulatosporum nenne, sieht das ganz anders aus.
Ich habe aber dunkel in Erinnerung, dass auch dise Gruppe genetisch aus mehr Arten besteht. Vielleicht freut sich Kai Reschke über ein Exsukkat.
Gruß,
Wolfgang
Hi Benjamin,
das ist eine Hyphe, ein Zellfaden, mit Septen (Zell-Querwänden) ohne Schnallen.
Die Hyphe kann von Deinem Pilz stammen, oder z.B. von einem Schimmel.
Wolfgang
Hi Nonntal1,
mit der Gattung liegst Du richtig. Auf Art-Ebene sind Champignons - wenn überhaupt -nur mit Mikroskop bestimmbar.
Es gibt unter den Champis auch giftige Arten und Cadmium-Sammler, die selbst für erfahrene PSV nicht leicht unterscheidbar sind. Für Speisezwecke sind wilde Champis also grundsätzlich ungeeignet.
Grüße,
Wolfgang
Mein Kenntnisstand ist, Arten unter RL3 sollten nicht gesammelt werden.
Hi Shroom,
das steht so in keinem Gesetz und keiner Verordnung, sondern ergibt sich nur für den Einzelnen aus einer allgemeinen Natur-Ethik gemeinsam mit dem gesunden Menschenverstand. Je seltner desto schützenswerter und weniger lohnend für die Pfanne.
Gruß,
Wolfgang
Hallo,
zu den Rötlingen wurde ja schon einiges gesagt, das ich teile. Ich halte den ersten aber auch nicht für porphyreogriseum. Denn egal welche Farbe der jung hat, verliert er m.E. alle Blautöne im Alter, und hat zudem keinen polierten Stiel.
Das ist aber auch nur ein "vermutlich nicht", an dem "könnte vieleicht" möchte ich mich nicht beteilgen. Das geht selbst mit Mikros bei den Cyanula oft schief, man müsste noch viele Kollektionen sequenzieren und dokumentieren, bevor die tatsächliche Variationsbreite der Arten bekannt ist.
Grüße,
Wolfgang
in diesem Zusammenhang (Putzreste) möchte ich folgende Frage stellen: wenn ich die Pilzreste in dem Wald "entsorgen" möchte, wie soll ich diese Putzreste aufbewahren? Es vergehen oft Tage, bis man wieder in den Wald geht. Kühlschrank? Gefrierschrank (sind dann die Sporen noch lebensfähig?), getrocknet (sind dann die Sporen noch lebensfähig?)
Hi Paulis,
Der Versuch, Deinen ökologischen Footprint beim Pilzesammeln zu minimieren, ehrt Dich. Aber Homo sapiens als Fressfeind der Pilzfruchtkörper spielt eine absolut untergeordnete Rolle für die Vermehrung der Pilze. Pilze machen Millionen von Sporen, weil es wie ein 6er im Lotto ist, wenn tatsächlich mal 2 Sporen gemeinsam ein neues Mycel bilden können, wo sich noch keine Konkurrenzpilze angesiedelt haben. Wenn Du einmal im Leben eine Eiche pflanzt, hast Du vermutlich mehr für die Pilzwelt getan, als wenn Du Dein Leben lang immer die Putzreste von Röhrlingen in den Wald zurück bringst. Zumal in einen Wald, in dem es sowieso schon das Mycel dieser Röhrlinge im Boden gibt.
Das, was Pilzen heute wirklich den Garaus macht, sind z.B.
Die Putzreste kannst Du im Garten den dortigen Tieren überlassen, um damit einen Beitrag zur stadtnahen Artenvielfalt zu leisten.
Wolfgang
sind die Sporen amyloid oder dextrinoid?
Hi Magicman,
ich hab' mal schnell in die Monografie von Noordeloos (Libri Botanici 17, 1997) reingeguckt.
Bei maculata steht da: "Smell sweetish, sometimes spicy (or unpleasant)".
Formen ohne Flecken sind häufig (und auch im genannten Buch abgebildet).
Wenn Du es genau wissen willst, schick' mir das Exsikkat von ein paar Lamellen, die koralloiden Cheilozystiden sollten schnell zu finden sein, und wenn nicht, ist es halt 'was anderes ![]()
Gruß,
Wolfgang
Hallo,
mit den dichten, angehefteten Lamellen und dem Blassrosa Spp kommt mir als Gattung Rhodocollybia in den Sinn. Vielleicht sogar ein gefleckter Rübling, noch jung und ohne Flecken? Ist er bitter? Ohne Mikros wird es aber wohl keine Sicherheit geben.
Wolfgang
Hi Bernd,
das ist wohl eher ein Fehler in "Deinem" Schlüssel (welchen benutzt Du?).
Im Schlüssel in FE 5A wird gefragt:
5. Hut mittelbraun bis dunkelbraun, gelbbraun oder graubraun ... 6
5* Hut blass, creme oder hellgrau ... 7
6. Stiel rasch hohl werdend, faserig, Hut relativ dünnfleischig, deutlich durchscheinend gerieft, unter Ulmus ... E.aprile
6* Stiel normalerweise nicht hohl, mit relativ festem Fleisch und deutlicher Stielrinde, Hut undeutlich durchscheinend gerieft, unter Rosaceen ... E.clypeatum
Wobei clypeatum in diesem Sinne wohl auch ein Arten-Aggregat ist.
Gruß,
Wolfgang
