Beiträge von Wolfgang P.

    Hallo Beli,


    rund um den Flügelsporigen Milchling gibt es da ein paar Arten, die alle röten (pterosporus, fuliginosus, romagnesii, ruginosus).
    Ich fürchte, ohne Details der Sporen-Ornamente wird der Name eher geraten bleiben. Ich rate mal fuliginosus.


    Gruß,


    Wolfgang

    Bon schreibt im Parey's : Ohne Zystiden
    In den Großpilzen : Cheilozystiden zahlreich ,zylindrisch bis keulig , manchmal korallenförmig.
    Wie soll ich als Laie da noch durchblicken ??
    Also Bestimmung ist klar : EIN PILZ !


    Hallo Norbert,


    die Zystiden bei solchen Rüblingsverwandten sind manchmal echt schwer zu finden. Kein Wunder, dass manche Autoren die nicht gefunden haben.


    Bon/Parey würde ich aber nicht als aktuelle Literaturquelle gelten lassen, und mich eher an das Pilzkompendium halten, oder an die Monographie von Antonin und Noordeloos.


    Nachdem ich da jetzt kurz nachgeblättert habe, bin ich noch zuversichtlicher, dass Dein Pilz in diese Artengruppe prolixa/distorta reingehört. Ob das jetzt eine oder zwei Arten sind, ist vielleicht nicht so wichtig.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Norbert,


    so kleine runde Sporen gibt es bei Rhodocollybia. Vielleicht R. prolixa = distorta? Aus eigener Anschauung kenne ich die Art aber nicht. Aus welcher Höhenstufe stammt denn der Fund?


    Vielleicht mal sehr gründlich nach unregelmäßig geformten Cheilocystiden suchen, das könnte helfen.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Heidi,


    dass eine H. lacunosa mal nicht unregelmäßig gewunden, sondern regelmäßig gesattelt ist, ist keine Seltenheit und auch in der Literatur so beschrieben.


    Bei so einem Zwerg ist das erst Recht nicht verwunderlich.


    H. atra scheidet aus wegen dem Stiel.
    Meine Telefon-Diagnose als phlebophora, die ich von dem Standort kenne, scheidet bei Betrachten der Bilder natürlich auch aus.


    Ich hab'sicherheitshalber nochmal den Häffner-Schlüssel in Beih. Z. Mykol 7,1987 durchgeschlüsselt, da kommt man auch glatt bei H. lacunosa raus.
    Bleibt also einfach ein "Grübchen-Lorchelchen"



    Gruß,
    Wolfgang

    Hallo Co-Mainzer,


    ich bewundere schon seit längerem Deine Myxo-Kunst.


    Ich hätte ja gerne mal ein solches Bild wie das erste auch für die DGfM-Startseite in der Bildershow.
    Ob Du vielleicht....?


    Wenn Du mal zur Abwechslung Großpilze ablichten willst, wärst Du auch bei den Exkursionen in Bingen willkommen.


    Grüße aus Gonsenheim,


    Wolfgang Prüfert

    Hallo Alex,
    den Erdstern nimmst Du am besten mal aus dem Kühlschrank und stellst ihn auf die Heizung.


    In dieser Gattung sind die Merkmale am trockenen Pilz nämlich leichter zu erkennen.


    Mein Tipp:der erste könnte sich dann als G. striatum "outen". Beim zweiten "klingelt's" gerade nicht.


    Gruß,
    Wolfgang

    Hallo an alle,


    der Panzerrasling soll durch Geschmack und Dicke der Huthaut unterscheidbar sein, aber so richtig ernst scheint kein aktueller Autor (siehe
    z.B. Ludwig, Gröger, Gminder) die Art zu nehmen. Mir ist aber auch keine aktuelle molekulargenetische Studie bekannt.

    Mit decastes s.l. liegt man hier vermutlich richtig.


    Gruß,
    Wolfgang

    Hallo Eike,


    nur vom Bild hätte ich den Pilz E. neglectum genannt, aber da passen die Sporen ja so gar nicht! Die sind ja schon fast cruciform!


    In der Ecke gibt's noch pallens, aber die hatte ich noch nicht. Auch da passen die Sporen nach Lit. nicht.


    Wird also wohl mal wieder einer der vielen noch namenlosen Rötlinge sein...


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo an alle,


    gegen einen Grünen sprechen die Velumflocken am Hutrand und die brüchige Scheide.


    Mit so viel Scheide habe ich sie zwar noch nicht gesehen, aber ich würde einen Gelben in's Spiel bringen.


    Geruch wirklich nach nix??? Das spricht gegen Gelben und Grünen.



    Gruß,
    Wolfgang

    Hallo Norbert,


    wenn Du eine so seltene Art im Verdacht hast, sollte man unbedingt mikroskopisch nachprüfen.


    H. vitellina hat rundliche Sporen und eine sterile Lamellenschneide. Gelbe Formen von H. glutinipes hätten längliche, leicht eingeschnürte Sporen und eine fertile Schneide.


    Gruß


    Wolfgang


    Hallo Marcel,


    könntest Du noch einen der Pilze längs durchschneiden und ein Foto vom Schnittbild posten?


    Verfärbt es sich blau, und wenn ja wo und wie schnell?
    Sind weinrote und/oder karottenrote Bereiche im Fleisch erkennbar?


    Das sind bei Filzröhrlingen wichtige Bestimmungsmerkmale. Ansonsten spricht erstmal viel für den Eichen-Filzröhrling (Xerocomus communis).
     
    Wolfgang

    Hallo Rotfüßchen,


    "der Moser" war 50 Jahre lang für Pilze sowas wie "der Rothmaler" bzw. "der Schmeil/Fitschen" für Pflanzen: einfach DER dichotome Bestimmungsschlüssel.


    Heutzutage ist das "der Gröger" (Regensburger Mykologische Schriften Bd. 13 und 17) oder "die Funga Nordica", weil sich einfach das Artkonzept in so vielen Gattungen dramatisch verändert hat.


    Gruß,
    Wolfgang

    Hallo an alle,


    für Pilz-Sequenzierungen im Hobby-Bereich hat sich Pablo Alvarado in Spanien (alvalab.es) als zuverlässiger, freundlicher und preisgünstiger Partner qualifiziert.


    Er spricht gut englisch, und übernimmt auch die Nacharbeit des Vergleiches mit Genbank. Die meisten Labore schicken einem die Daten des Chromatogramms, oder bestenfalls den Buchstabensalat der Basensequenzen, und erwarten vom Empfänger, dass er schon weiß, was das bedeutet.


    Gruß,
    Wolfgang

    Hallo an alle,


    "geht nicht ohne Mikroskop" hängt ja immer von der Bestimmungssicherheit ab, die man erreichen will. Dazu gehört auch, ob man sich im Rahmen des Artkonzeptes eines bestimmten Autors bewegen will, oder sich auch auf Neues einlassen.


    Und das alles ist letztlich eine Frage von Aufwand und Nutzen.


    Um eine >99%ige Sicherheit zu bekommen, müsste man seine Artbestimmung ja immer mit 2 unabhängigen Methoden absichern, also z.B. mikroskopisch und genetisch.


    Für eine 80-90%ige Sicherheit reicht oft die makroskopische Untersuchung - bei ausgeprägten Merkmalen gilt das auch mal bei einem Rötling. So wie hier - da wird schon araneosum rauskommen. Ich hab'auch nochmal nachgelesen, und meine auch die rötliche Stielbasis als weiteres Merkmal auf Bild f zu erkennen.


    Ich persönlich finde aber einen Blick durch's Mikroskop in diesem Fall keinen erheblichen Zusatzaufwand, besonders wenn man es bei der Sporenform und den Zystiden belässt. Ich persönlich finde für mich auch die "80%" zu wenig. Ich habe aber volles Verständnis für jeden, der sich damit zufrieden gibt. Man muss nur die eigenen Grenzen kennen und richtig einschätzen.


    Gruß,
    Wolfgang

    Hallo Habicht,


    falls es araneosum wäre, wäre das ein relativ einprägsames Mikro-Bild: die Art hat riesengroße flaschenförmige oder geschnäbelte Cheilocystiden. Dazu langgestreckt-wellige Sporen.


    Schwierig bis sehr schwierig ist aber die Pigmentierung im Hut: inkrustierend im Trama und intrazellulär in den Endzellen. Damit wird die Sektion definiert.


    Gruß
    Wolfgang


    Was mich noch interessieren würde: wie gelangt man an die Kartierungsdaten? Ich meine damit nicht die Darstellung auf pilze-deutschland.de, sondern die Rohdaten bzw. Auszüge davon. Mehr oder genauere Daten als dort vorhanden würde ich gar nicht benötigen, so dass hier hoffentlich kein langwieriges Entscheidungsverfahren notwendig wäre, da es ja letztlich nur den Aufwand reduzieren würde, die Daten von der Website zu kopieren.


    LG, Craterelle


    Hallo Craterelle,


    was hast Du denn damit vor?


    Die Datenweitergabe in digitaler Form ist ein sensibles Thema, weil einige der Top-Kartierer immer noch Ängste haben, dass die Daten kommerziell fremdgenutzt werden.


    Ich kann das nicht konkreter fassen, weil ich persönlich das nicht nachvollziehen kann und den Hintergrund selbst nicht kenne, Martin ist da näher dran. Ich weiß nur, dass es z.B. zu dem mühsam errungenen Kompromiss gehört, dass man keine Artenliste eines MTB-Quadranten auf Pilze-Deutschland herunterladen kann.


    Von einzelnen MTB kannst Du es aber sicher über Deinen Landeskoordinator bekommen.


    Gruß,
    Wolfgang


    Eine Seite auf der Homepage, auf der die Anlieferung für pilze-deutschland beschrieben ist, wird auf jeden Fall sehr bald kommen (max. 2 Wochen, sage ich mal...).


    Hallo an alle,


    ich melde Vollzug: hier geht's zur Anleitung, wie man Bilder für Pilze-deutschland vorbereitet


    https://www.dgfm-ev.de/natursc…ze-deutschlands/mitmachen


    Tausend Dank an AK_CCM, der die Seite eingerichtet hat und seit Monaten die DGfM bei Webseite und Layout-Themen unterstützt.


    Gruß,
    Wolfgang

    Hi Björn,


    Du sprichst von vereinzelten 2-sporigen Basidien. Wirklich vereinzelt, oder doch regelmäßig?


    Hintergrund ist: Ein Pilz bildet Schnallen aus, um die 2 Zellkerne von Vater und Mutter nach einer Zellteilung aneinander vorbei zu manövrieren. Wenn im Mycel aber einer der Zellkerne abgestorben ist, verliert der Pilz auch seine Notwendigkeit, Schnallen zu bilden. Dadurch wird er aber nicht zu einer anderen Art ;)


    Bei Wiesenkeulen ist das ein häufiges Problem, wo nach der Ausprägung der Schnallen gefragt wird, aber bei 2-sporigen Kollektionen fehlt dieses Merkmal.


    Deine Mikrobilder zeigen, dass Deine Präparate absolut geeignet sind. Frage ist, ob Die Stichprobe an Bildern für uns geeignet ist, die Abwesenheit von Schnallen zu bestätigen.


    E. rhodocylix klingt doch nach einem plausiblen Namen, auch wenn ich die Art noch nicht in der Hand hatte.


    Grüße,
    Wolfgang

    Hi Björn,


    auch wenn Du intensiv nach Schnallen gesucht hast: mein Tipp ist, ja, dass man sie finden könnte. Mehrere Basidien, z.B. im ersten Basidien-Bild die freischwimmende "auf 8 Uhr", hat so ein seltsam abgeknicktes Septum, als wäre da mal jung eine Schnalle gewesen. Guck' mal gezielt bei ganz jungen Basidiolen (Zupf-Präparat in KOH, dann liegen sie am Freiesten)


    Wie Karl sehe ich fein inkrustierendes Pigment.


    Einen Namen habe ich aber auch nicht....


    Gruß,
    Wolfgang

    Hallo an alle,


    zur Frage, was wie auf eine Positivliste kommt:


    Wie der Name sagt, ist es eine Positivliste, das heißt, vom Pilz liegen viele symptomfreie Speise-Erfahrungen vor, und keine Vergiftungsberichte.


    Ein Pilz, der sehr selten zu Speisezwecken gesammelt wird, kann ungiftig sein, vielleicht sogar schmackhaft, aber benötigt keine Einstufung irgendeiner Art. Das macht man bei Insekten ja auch nicht, obwohl die Mehrzahl der 40.000 Arten in Deutschland ungiftig sein wird.


    Wenn jemand der Meinung ist, dass ein Pilz auf der Positivliste fehlt, kann er sich an Siegmar Berndt (siegmar.berndt@dgfm-ev.de) wenden. Dann werden wir im FA beraten, ob ausreichend Erfahrungsberichte vorliegen oder ein Rückschluss über eng verwandte Arten zulässig wäre, und ob die Aufnahme überhaupt sinnvoll ist.


    In den letzten Jahren sind wenig neue Erkenntnisse dazugekommen (außer bei Giftpilzen). Die Listen sind also mittlerweile relativ stabil. Falls irgendwelche Trends wie Tee aus Schmetterlingstramete dazu führen, dass weitere Pilzarten regelmäßig verzehrt werden, oder im Rahmen der Integration z.B. osteuropäische Zubereitungsmethoden für scharfe Milchlinge auch bei uns Anwendung finden, müsste sich auch die Positivliste daran anpassen.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Frank,


    Du bist schon ganz groß darin, Leistungen der DGfM als Leistungen der Pilzfreunde eV zu verkaufen.


    Und da steht unten groß ein Copyright mit 18 Namen, und Du bietest genau das als kostenloses Download an. Darf ich fragen, mit wem vom BfN das abgesprochen war?


    zur Erinnerung: das BfN ist der Herausgeber, nicht der Autor. Urheberrecht liegt bei den Autoren.


    Gruß,


    Wolfgang