Hallo an alle,
die DGfM wird in den nächsten Wochen die Subskription für eine 3. Auflage starten.
Bei ausreichend Nachfrage soll der Druck im Frühsommer erfolgen.
Gruß,
Wolfgang
Hallo an alle,
die DGfM wird in den nächsten Wochen die Subskription für eine 3. Auflage starten.
Bei ausreichend Nachfrage soll der Druck im Frühsommer erfolgen.
Gruß,
Wolfgang
Hallo Durnik,
Das Mikroskop aus Deinem Beispiel scheint keinen Kreuztisch zu haben?
Ein Präparat systematisch abzusuchen wäre dann praktisch unmöglich.
Aber wo keine Feinmechanik verbaut wird, kann auch nix kaputt gehen ![]()
Gruß,
Wolfgang
Hallo Dominik,
"Biolam" heißen wohl viele Baureihen von Lomo, Du müsstest konkreter werden.
Allgemein habe ich schon durch ein paar andere alte Monokulare gesehen. Ja, man kann damit Sporen erkennen. Letztlich hatten die "alten Meister" im ausgehenden 19. Jh auch nicht unbedingt was besseres.
Bei Lomo bekommst Du den technischen Qualitätsstandard von Zeiss 1930.
Der Preis ist immer ein Ergebnis von Angebot und Nachfrage, und es gibt schon Gründe, warum die Nachfrage nach alten Monokularen nicht so hoch ist (nicht nur von russischen).
Für die Qualität eines Mikroskops gibt es ja viele weitere Merkmale wie z.B. Beleuchtungsstärke, Gängigkeit des Kreuztisches, bei den Objektiven das Sichtfeld, Kontrast, Randunschärfe, Plankorrektur etc.
Bei gebrauchten Mikroskopen kann es auch echte Schäden geben wie verharztes Fett in der Mechanik (wohl gerade bei Lomo), oder delaminierte Linsenbeschichtung. Muss aber nicht sein, und es scheint auch Lomo-Liebhaber zu geben.
Am Ende gilt wohl hier wie fast überall: "you get what you pay for".
Wolfgang
Edit: Peter war schneller mit Absenden...
Hallo an alle,
m.E. kann man nur von "Acanthozystide" im Sinne der Bestimmung sprechen, wenn sie mindestens 2 Auswüchse hat. Kann sein, dass manche Elemente mit nur einem Finger histologisch das gleiche sind, aber weil es in so einem Pilz verschiedene Zellen gibt, die zufällig auch mal zugespitzt sein können, kann der Mikroskopierer diese Zellen nicht zur Bestimmung benutzen.
Wolfgang
Reagenzien sind immer nützlich.
In einem anderen Thread wolltest Du ganz die Finger von kleinen Ascos lassen, und u.a. ich habe heftig widersprochen.
Bei einer Mollisia würde ich Dir nun raten, lieber mit was Einfacherem anzufangen.
Gruß,
Wolfgang
Es war definitiv keine gute Idee meiner ersten Mikroskopiere Versuche mit diesen kleinen Vertretern zu machen.
Hi Markus,
glaube nur nicht, dass es bei Großpilzen einfacher wird! Willkommen im endlosen Reich der Pilze!
Und viele kleine Becherlinge geben mikroskopisch 'was her, und sie wachsen im Januar. Da hättest Du sonst nur Porlinge als Alternative, aber die sind von der Präparation noch anspruchsvoller.
Gruß,
Wolfgang
Mit welcher Vergrößerung macht man das ?
Hi Markus,
Du siehst doch selbst wie der Bildausschnitt sein muss, damit das zu zeigende Element draufpasst - oder zumindest ein wesentlicher Teil davon?
In der Regel ist das 40x-Objektiv für größere Zellen wie Haare oder Zystiden, das 100x Öl braucht man für Sporen, oder für einen Detail-Ausschnitt eines Haares, um z.B. anhaftende Kristalle zu zeigen. Hier scheinen die Haare ja ein lohnendes Foto-Objekt zu sein...
Grüße,
Wolfgang
Hi Markus,
die Bilder 1 und 2 (und 4?) zeigen m.E. keine Sporen.
3 ist aber ein junger Ascus noch ohne sichtbare Sporen im Inneren.
Ob die ovalen Sporen mit 5-6 x 3-4my zu diesem Pilz gehören, weiß man erst ganz sicher, wenn man sie auch im Ascus sieht oder sie sehr zahlreich sind.
Den Pilz ein paar Tage nachreifen lassen?
Auch hier: hast Du ein Bild von den Haaren gemacht?
Gruß,
Wolfgang
Hallo Markus,
Wenn Du die Becher anfeuchtest und mit etwas nassem Küchenkrepp oder Moos eine halbe Stunde in eine Dose packst, öffnen sie wieder.
Mit einer Rasierklinge zerschneiden kannst Du aber auch geschlossene Fruchtkörper.
Unter dem Mikro müsstest Du erstmal gucken, ob es ein Basidomycet oder ein Ascomycet ist. Im einfachsten Fall ist es Lachnella alboviolascens.
Grüße,
Wolfgang
Zystiden taugen also nicht als Merkmal.
Hi Björn,
kommt darauf an: die Abwesenheit von Zystiden schließt in der Tat Melanoleuca noch nicht aus.
Aber wenn ein Pilz septierte Zystiden hat wie hier, schränkt das die Gattungsauswahl schon massiv ein - zugunsten von Melanoleuca!
Gruß,
Wolfgang
Hi Markus,
guck' doch als erstes mal den Ascus in Wasser an, und vergleiche, ob die Sporen im Ascus die gleiche Form und Farbe haben wie die, die Du oben gemessen hast.
Grüße,
Wolfgang
Hallo Markus,
die Gegend ist vermutlich richtig, aber Mollisia ist eine schwierige Gattung. Zur Bestimmung bis auf Art-Ebene müsstest Du sehr sorgfältig viele Merkmale beobachten. Es gibt gute Schlüssel im Netz, aber deren Benutzung erfordert etwas Einarbeitung.
Grüße,
Wolfgang
Hallo Markus,
bist Du sicher, dass die Sporen zum Pilz gehören? Mit was hast Du sie gefärbt?
Dunkle Sporen mit deutlichem Keimporus hätte ich jetzt eher einem Tintling oder so zugeordnet, und nicht einem Ascomyceten.
Um einen Asco zu beurteilen, wäre grundsätzlich immer ein Bild von der Ascusspitze in Lugol hilfreich, und wenn ein Asco so deutlich haarige Außenseite hat, auch ein Foto der Haare in Wasser.
Grüße,
Wolfgang
Hallo Moosfreundin,
tonige Böden gibt es ja in sauer und basisch. Ich glaube, für manche Pilze ist das noch wichtiger als der Anteil von Sand, Schluff, Humus und so weiter. Deswegen gucke ich eher auf geologische Karten als auf Bodenkarten.
Tatsächlich frage ich mich auch, was Pilze bei basischen Böden genau brauchen - ist es der pH-Wert selbst, der den Unterschied macht, oder ist es der Anteil an bioverfügbarem Calcium? Böden sind ja meist dann basisch, wenn der Anteil an Kalk hoch ist. Insofern korrelieren die beiden Größen, zumindest bei uns.
Aus welchem Grundgestein kommt denn dein Lehmklumpen her?
Auf jeden Fall ein wichtiges Thema für die Pilzökologie!
Grüße,
Wolfgang
Bei Erfolg muss der Wirkstoff synthetisch herstellbar sein, denn nur das Abpflücken und Extrahieren der und aus den Fruchtkörpern wird nicht die nachgefragte Menge reproduzierbar liefern können.
Da ist dann die Anzucht oder die Kreativität der Pharmaindustrie gefragt.
Hi Radelfungus,
die Pharma-Industrie betreibt auch mal große Plantagen, um Naturstoffe als Zwischenprodukt zu gewinnen. Bei Fomitopsis sollte die Verfügbarkeit kein Problem darstellen.
Falls das Mycel bereits die Inhaltsstoffe enthält, wäre ein biotechnologisches Verfahren im Gärkessel ganz sicher billiger als eine chemische Synthese.
Am teuersten sind wie immer die klinischen Studien zur Erforschung der Nebenwirkungen, und das wird sich hier - wie so oft - nicht über den Verkauf von Tabletten refinanzieren lassen.
Also wird Fomitopsis leider vermutlich auch im grauen Markt der "Nahrungsergänzungsmittel" stranden.
Grüße,
Wolfgang
Hi Steve,
so it's definitely a typical Melanoleuca Subgen. Urocystis, with septate and crystal-headed cheilocystidia.
The Chloralhydrate in Melzer kills the cell, which easier allows the Iodine to pass through the cell walls. It also increases transparency of the cell content, which makes it easier to observe the stain.
Wolfgang
Hi Steve,
if it's not a Melanoleuca, it could also be a Leucopaxillus, which also may have ornamented, amyloid spores and also may have cheilocystidia (but different shape than in Melanoleuca). Unfortunately, the pictures don't show the type of lamella attachment. A white stem is not very common in Melanoleuca.
The Leucopaxillus species are mostly very rare, they might be in special literature only.
Wolfgang
Hallo an alle,
sieht es nur auf meinem Handy-Display so aus als hätte der Pilz blauendes Stielfleisch (3. Bild), und rote Röhrenmündungen?
Dann wäre es ja eher sowas wie eine Netzhexe gewesen.Wobei ich die mediterranen Arten nicht kenne, die hier ja auch in Frage kommen.
Gruß,
Wolfgang
Kann mir jemand von euch erklären, wie ich von einem Schichtpilz ein vernünftiges Pröbchen für die Mikroskopie hin krieg?
Hi Ralf,
gerade wer sonst mit Ascos hantiert, hat sich vielleicht angewöhnt, nur alle paar Monate mal die Rasierklinge zu wechseln.
Für Schichtpilze und Porlinge einfach jedes mal eine ganz frische Klinge nehmen?
Ich schneide den Fruchtkörper großzügig an, so dass eine gerade Ausgangskante entsteht, und man den Rest noch gut Freihand greifen kann.
Die Rasierklinge im 45°-Winkel halten, und auf sich zu ziehen und dabei vom Fruchtkörper möglichst dünne Scheibchen abraspeln.
Ich mache so 10-20 Raspel, bevor ich unter dem Bino gucke, welche Stelle besonders dünn geraten ist, so dass es sich lohnt, sie unter das Mikro zu legen.
Gruß,
Wolfgang
Hallo Karl.
ich würde vermuten, dass es so ein steriles Mycelgebilde ist wie der Flammenschweif ( Anthea flammea). Da gibt es wohl noch weitere "Arten".
Bei 123 ist auch so eine weiße Sippe, unter dem falschen Namen "Flammenschwert".
Gruß,
Wolfgang
Hallo Sandra,
hast Du Zugang zu Noordeloos (2011): Fungi Europaei 13 Strophariaceae?
Da ist auch eine "Stropharia liniformans" drin, die vom Foto Deinem Bild sehr nahe kommt, und auch nur auf Pferdedung wächst.
Auf der Mikrozeichnung ist zwar nur eine gegabelte Zystide abgebildet, aber im Text steht "often branched".
Im Schlüssel wird die Art als erstes von den restlichen blauenden Arten ausgeschlüsselt mit dem Merkmal, dass die Lamellenschneide gelatiniert ist und sich mit einer Nadel vom Rest der Lamelle trennen lässt.
Da steht auch "weit verbreitet, aber selten dokumentiert".
Foto siehe auch hier:
NDFF Verspreidingsatlas | Psilocybe liniformans - Slijmrandkaalkopje
auch bei Krieglsteiner im 2. Link ist eine gegabelte Zystide drauf.
Gruß,
Wolfgang
Was ich mir als sinnvoll vorstelle: Vorab-Bestellungen annehmen. Dann sehen, wie viel Exemplare gebraucht werden und entscheiden, ob es Offset- oder Digitaldruck werden soll.
Ja, wenn dann garantiert mit Vorbestellungsliste, so wie bei den beiden ersten Auflagen auch. Die kann von unserer Druckerei automatisiert verarbeitet werden, d.h. die Hefte werden dann auf der Druckstraße schon eingeschweißt, etikettiert und als Massendrucksache an die Deutsche Post übergeben. Dazu kämen dann 200 Exemplare, die wir uns als Vorrat auf Lager legen.
Bisher lief das Führen der Vorbestellungsliste aber noch viel mit Handarbeit. Da müssen wir die neue Webseite abwarten, um das über ein Web-Formular zu optimieren. Zum 1.12. haben wir unser Personal reduziert, im Januar soll die neue Webseite an den Start gehen.
Gruß,
Wolfgang
gern auch für einen entsprechenden Obolus, ggf. für DGfM-Mitglieder ermäßigt
Hallo Marcel,
der technische und finanzielle Aufwand, .pdf-Dateien kopiersicher hinter einer Bezahlschranke zu verstecken, scheint leider unverhältnismäßig hoch zu sein (wir haben ja nicht 100 andere Dokumente in dieser Kategorie). Die DGfM will ja auch nicht unbedingt am PSV-Leitfaden verdienen, es ginge nur darum, die Druck- und Versandkosten wieder einzuspielen. Als .pdf wäre es sicher offen und frei verfügbar. Aber warten wir ab, in 3-5 Monaten sollte ich Neues berichten können.
Gruß,
Wolfgang
Hallo an alle,
die DGfM weiß, dass es immer noch Bedarf am Leitfaden gibt.
Die Schwierigkeit ist, dass ein Druck erst ab 800 Stück (besser 1000) rentabel ist, wenn wir den Preis halten wollen. Ob der Bedarf dafür so groß ist, ist unklar. Immerhin sind ja schon ca. 2000 im Umlauf, also fast doppelt so viele wie es PSV gibt.
Wir haben noch nicht entschieden, ob wir eine Neuauflage wagen, oder das Manuskript als .pdf zum Download stellen.
Für 2025 war das finanzielle Risiko für einen Druck nicht tragbar. In 2026 werden wir uns für das eine oder andere entscheiden.
Grüße,
Wolfgang
Hallo Krissi,
das erste würde ich vom Bild für uralte Austernpilze halten.
Da kann schon mal Mycel aus dem Stiel wachsen. Das sieht man bei überständigen Exemplaren im Laden auch.
Gruß,
Wolfgang
