Beiträge von Karl W

    Hallo Christoph

    Danke für die Info. Ich war einmal Anfang August im Werdenfelser Land und habe es sehr gut angetroffen. Leptonien und Saftlinge in beindruckender Zahl, aber das war vom Kranzberg abgesehen ja alles unterhalb 1300 m. Bei den hochalpinen Aufenthalten bin ich terminlich natürlich an eine Gruppe gebunden und von 7 Tagen fallen 4 schon weg, weil wir auch in vergletscherten Gebieten unterwegs sind. Vor 20 Jahren war das im August noch problemlos aber man muss da inzwischen immer früher hin, weil die Schneeauflage sonst zu gering wird und man nur noch mit Steigeisen auf Blankeis unterwegs ist. Alleine "nur" für Pilze ist die Anreise leider zu weit. Mit Ausnahme von Hygrocybe splendidissima gibt es die von Dir aufgezählten Arten zum Glück auch in der Eifel.

    LG Karl

    Hallo Christoph,

    um welche Jahreszeit sind die Aufnahmen aus der Silvretta entstanden? Ich war mal eine Woche in der ersten Julihälfte in dem Gebiet unterwegs und habe nicht einen Pilz gesehen.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    eigentlich wollte ich Den Roten Kelchbecherling nicht mehr fotografieren, da sich schon ca. 70 Aufnahmen auf meiner Festplatte befinden. Nachdem ich gestern im NSG Brachter Wald fast sechs Stunden vergeblich nach Roseodiscus formosus, Arrhenia chlorocyanea, Octospora und Lamprospora gesucht hatte war zum Augentrost noch ein Abstecher notwendig :).
    LG Karl

    Roter- oder auch Österreichischer Kelchbecher (Sarcoscypha austriaca)








    Der Name Pholiota oedipus sollte ad acta gelegt werden (auch in Mykis). Pholiota wurde früher recht breit aufgefasst und war eine polyphyletische Großgattung. Mittlerweile wurde ja z. B. Flammula wieder abgegrenzt, "Pholiota astragalina" ist (was mich gar nicht überrascht) doch näher mit den Schwefelköpfen verwandt und eben "Pholiota" oedipus auch deutlich außerhalb von Pholiota. U

    Hallo Christoph

    Wenn Du Änderungsvorschläge für Mykis hast, kannst Du die jederzeit Frank Dämmrich Tomentella mitteilen. Frank macht regelmäßig Updates, die zweimal jährlich Ende Februar und Ende August auf Pilze Deutschland übernommen werden und ist .
    Meottomyces dissimulans ist bereits der gültige Name in Mykis ebenso werden einige Pholiota-Arten inzwischen unter Flammula geführt.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Die Checklisten der Pilze in NRW sind aktuallsiert und hier NRW Listen einsehbar. Ca. 130 Arten wurden neu aufgenommen.
    Die Gesamtartenzahl übersteigt die Anzahl der bei Willkommen bei den Pilzen Deutschlands angezeigten Arten erheblich, da auch Literaturdaten ohne genaues Funddatum eingeflossen sind.
    Falsch Mehltaue und Anamorphe Ascomyceten sind (noch) nicht enthalten.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    Helvella villosa wird allgemein mit Sporen bis über 20 mµ Länge angegeben. H. cupuloides kann ich mir sehr gut vorstellen, da die Art auch von Jochen am 10.10.21 gefunden wurde. Momentan habe ich nicht alle Literatur zur Verfügung, aber ich meine der gültige Name für H. villosa soll H. vibrosa sein und H. cupuliformis hatte sich auch geändert. A synopsis of the saddle fungi ( Helvella: Ascomycota) in Europe - species delimitation, taxonomy and typification - PubMed

    Bei S. coccinea bin ich absolut Deiner Meinung. Wer noch nie S. austriaca mikroskopiert hat wird zwar auf Deinem Mikrobild keine glatten Haare sehen ^^ aber gekräuselt und korkenzieherartig sind sie nun wirklich nicht. Fehlende eingedellte Sporen unterstützen das noch zusätzlich.

    LG Karl

    Na dann ergänze ich mal :)

    Bei der recht großen Anzahl an ähnlichen Bechern musste jedes Exemplar mikroskopisch überprüft werden.

    Hier noch eine Gruppe und ein großes Einzelxemplar vom Gilbenden Kohlenbecherling (Plicaria endocarpoides)




    Von ähnlichen Arten unterscheidet sich Plicaria endocarpoides durch glatte Sporen


    Am Standort kaum zu unterscheiden aber zum Glück eingesammelt und für mich persönlicher Erstfund
    Brandstellen-Becherling (Plicaria carbonaria Syn. P. anthracina)





    Durch stachelige, spitze Sporen von P. endocarpoides zu unterscheiden.


    Über die "ungewöhnliche" Farbe der Fruchtkörper und die Abgrenzung zu Plicaria trachyspora findet sich hier schon etwas
    Plicaria carbonaria (Syn: Plicaria anthracina) - Brandstellen-Becherling


    Unbedingt mikroskoppflichtig sind auch alle Funde der Gattung Lyophyllum. Nachdem Jochen schon das Höckersporige Graublatt gezeigt hat hier noch dasKohlen-Graublatt (Lyophyllum anthracophilum) mit gleichem Aussehen aber glatten kreisrunden Sporen.


    Der häufigste Pilz war der Kohlen-Schüppling (Pholiota highlandensis) hier ohne Beifang.


    Auch ein Mykorrhizapilz zeigte sich bereits wieder auf den ich im Feld allerdings nicht gekommen bin da die Exemplare sicher schon eine Frostnacht hinter sich hatten.
    Braunroter Lacktrichterling (Laccaria proxima)


    Das war sicher nicht der letzte Besuch in dem Gebiet
    LG Karl

    Hallo zusammen

    Ich messe Ascomyceten grundsätzlich in Leitungswasser. Bei Basidiomyceten mit braunen, ornamentierten Sporen (Galerina, Hebeloma, Cortinarius usw.) ist in 3%iger KOH das Ornament etwas kontrastreicher. Bei kleinen hyalinen Sporen setze ich, wenn es anders nicht vernünftig zu sehen ist, wenig wässerige Lsg. von Kongorot zu. Sporen von Sprödblättlern messe ich nur in Melzer, wenn ich zu wenige Sporen habe.

    LG Karl

    Was Namen angeht, scheint T. thielavioides jetzt auch einen neuen Namen zu haben: Ceratocystis paradoxa. Soweit ich weiß, gibt es da aber (noch) keine kryptische Verwandtschaft :D

    Hallo Björn

    Ceratocystis paradoxa ist die Hauptfruchtform. In Mykis kann ich ja als Stadium Anamorphe eingeben aber in einer Verbreitungskarte erscheint eben nur der Name Ceratocystis paradoxa, weil die Hauptfruchtform Priorität hat.

    LG Karl

    Hallo Björn

    Thielaviopsis basicola wurde inzwischen umbenannt. Berkeleyomyces basicola (Berk. & Broome) W.J. Nel, Z.W. de Beer, T.A. Duong & M.J. Wingf., Plant Pathology 67 (4): 877 (2017) Kartieren kann man die Art ohne Seqenzierung allerdings nicht, da es mit Berkeleyomyces rouxiae eine morphologisch nicht unterscheidbare weitere Art gibt <X

    LG Karl


    Hallo Karl, hast Du vielleicht ein Zahl parat, wie viele Pilzarten dort insgesamt schon festgestellt wurden? Sind da eigentlich irgendwelche Bereiche wegen Munitionsaltlasten gesperrt oder ist alles zugänglich?

    LG, Bernd

    Hallo Bernd,

    das gesamte Gebiet darf nur auf ausgewiesenen, markierten Wegen betreten werden. Für das Verlassen der ausgewiesenen Wege habe ich einen Befreiungsbescheid.
    Mit Altlasten ist zum Glück nicht zu rechen, da es sich nicht um einen Truppenübungsplatz sondern um ein ehemaliges Munitionsdepot handelt. Die Fundliste kanst Du hier:
    Webseite-APN herunterladen (mitlere Spalte unten) . Sie wird Ende das Jahres aktuallisiert.

    LG Karl

    Ja, da werden Erinnerungen wach und gern wäre ich mit von der Partie gewesen. Wegen C 19 z.Z. leider nicht möglich.:(

    Hallo Nobi, danke für die schönen Fotos.

    An Euren Besuch im Okt. 2012 erinnere ich mich nur zu gut. Auf Deiner Fundliste tauchten damals ja ca. 60 Arten auf, welche neu für das Gebiet waren und ca. 30 davon waren vorher in NRW noch nicht kartiert. Wir überschritten damit 1000 Arten für das Gebiet liegen inzwischen aber bereits bei mehr als 1400 Arten.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    zwei tolle Dokumentationen hast Du zusammengestellt :daumen:. Ich fand unsere gemeinsame Exkursion ebenfalls bemerkenswert. Nach dem trockenen Sommer waren etliche Arten die gewöhnlich ab Mitte Oktober zu finden sind erst jetzt zu sehen. Erstmals in diesem Jahr zeigten sich C. krieglsteineri, C. argillacea, G. glutinosum und T. hirsutum.
    Das man auch nach 20 Jahren und mehr als 300 Exkursionen mit Nectriopsis lecanodes eine für das Gebiet neue Art dabei hatte, rundet das Ganze wunderschön ab. Neu für das Gebiet war auch noch Melastizia cornubiensis. Kein Makrofoto weil ich zunächst dachte schon wieder Neottiella und dann war der Fruchtkörper schon "zerlegt". Immerhin reichte es noch für die schönen Sporen.


    LG Karl

    Hallo Bernd

    Sicherlich ein Täubling aus der Emetica-Verwandschaft. R. betularum (wenn Birke der Partner ist) blasst fast immer so stark aus. Ich hatte aber auch schon so blasse Exemplare in reinem Fichtenwald ohne Birke, die ich als R. emetica s.str. bestimmt habe und ebenfalls blasse Täublinge mit grauenden Stielen, die an R. emetica var. griseascens erinnerten aber mikroskopisch nicht ganz passten.

    LG Karl

    Halo Zusammen,

    das war ja außerordentlich interessant. Möglicherweise hätte ich einen Fund wie auf Bild 1 der zweiten Kollektion ohne Überprüfung als G. infula abgelegt auch wenn die runzlige Oberfläche von normalen G. infula etwas abweicht. Vielen Dank für Deine Bemühungen Christoph. Mein einziger Altfund von G. infula hat sich nach Überprüfung meiner Aufzeichnungen bestätigt.


    LG Karl

    Hallo Claus,

    R. insignis ist ein Kammtäubling und makroskopisch ähnlich R. pectinatoides oder R. amoenolens und violettliche Töne sind in der Gruppe völlig ausgeschlossen.

    LG Karl

    Hallo Klaus

    an R. vesca gibt es wohl keinen Zweifel aber die FeSO4-Reaktion ist seltsam. R. grisea, R. heterophylla, R. mustelina und R. vesca sind die Arten mit der deutlichsten Reaktion.

    LG Karl

    Hallo Claus,

    den würde ich auch R. subfoetens nennen. Die KOH-Reaktion ist nach jüngeren Erkenntnissen wohl inkonstant, da man von Funden mit und ohne Reaktion gleiche Sequenzen hat. Auch die Ökologie hilft nicht weiter, da beide Arten im Laub- und Nadelwald vorkommen können. Zur Trennung bleibt nur noch die Spore, was aber bei Deienm Fund ausreichend ist.

    LG Karl

    PS. Die Sporen von "echten" foetens sind auch mehr rundlich

    Hallo Florian und Eike

    Mit dem Aufsuchen des Gebietes habt Ihr eine gute Entscheidung getroffen:). Tatsächlich kann man auf Brandstellen und Waldbrandflächen gewöhnlich schon nach 3 - 4 Monaten die ersten Pilze antreffen wie Ihr sehr schön bestätigt und wenn man erst nach einem Jahr schaut, hat man schön manche Art verpasst.

    Viel Erfolg bei weiteren Besuchen

    Karl